Dualseelen

Verstorbene – Wenn der Hinterbliebene nicht weiß, dass er Teil einer Dualseele ist!

Wenn der Hinterbliebene nicht weiß,
dass er Teil einer Dualseele ist!
Uta: Seid ihr ein Dual?
Horst: Ja!
Du bist die Einzige, die weiß, was das ist!
Deshalb hab ich meine Frau zu dir geführt.
Erklärst du es ihr?
Uta: Ja, mach ich.
Also dann, mach´s gut!
Verstorbenenkontakt

Ich bitte meinen Guide, mich mit Horst zu verbinden.

Er ist gleich da, grüßt aber nicht.
Er schaut sich um,
geht ein paar Schritte in den Raum.
Es ist, als würde er mich nicht bemerken.

Auf den Armen trägt er ein kleines Tier.
Schwer zu sagen,
ob es ein Hund oder eine Katze ist…

U: Horst?
Horst dreht sich zu mir um: Ach, da bist du ja!
Geht’s dir gut?

U: Klar!
Schön, dass du gekommen bist.

H: Ich will ja…
Sagst du ihr, ich will am Liebsten immer bei ihr sein (er lächelt).

U: Mach ich!
Aber sag: Warum ist das so?
Ist es nicht schön da, wo du bist?

H: Ach doch, aber das ist ja so schwer zu erklären…
Ich fehle ihr jetzt doch, obwohl ich ein Brummbär sein soll.

U: So, ein Brummbär bist du…

H: Ja, ich hab das nicht gesagt (er lächelt).
Nein, ich kann ja sein, wo ich sein will, aber sie nicht! 
Ich finde: Das ist schwer!

U: Ja, wenn du willst:
Dann sind schon 50 Jahre vergangen und deine Frau ist bei dir.
Meinst du das?

H: Ja, also ehrlich, damit wäre ich nie fertig geworden.

U: Wenn das umgekehrt gewesen wäre?

H: Hm, hm (nickt).
NICHT wegen des Haushalts!
Ich wäre damit schon fertig geworden.
Aber ne, die Stärke hätte ich nicht gehabt.
Sie hat ja immer gesagt, dass ich ihr Kraft gebe.
Aber das ist doch Quatsch!

Na ja, Jeder stirbt für sich allein, oder?

U: Findest du?

H: Ich war manchmal ziemlich unberechenbar,
als ich wusste: Das wird nichts mehr mit mir!
Tja.
Ich glaube, das war sehr schwer für sie!
Kann man das erklären? Ich erkläre nicht so gerne…

U: Ja, das kann man.
Soll ich es ihr sagen, wie so was kommt?

H: Hm, hm (nickt).

U: Was hast du denn da mit dem Tier?

H: Ach, die liebe Muschi!
Die ist mir zugelaufen.

U: Im Jenseits?

H: Hm, hm (nickt und krault das Tier).

U: Freut dich das?

H. zuckt die Schultern.

U: Das weißt du nicht?

H: Ja, schon, doch…

U. Horst, magst du mit mir nicht reden?

H: Doch!!!
Wieso?

U: Och, hätte ja sein können…

H: Muss man immer viele Worte machen?

U: Nein…

H: Ich bin fotografieren gegangen!

U: Wo, im Jenseits?

H: Hm, hm, ich hab mir meine eigene Datei angelegt.
Ich dokumentiere alles!
Das soll sie, wenn sie mal kommt, sehen.
Dann fehlt uns nichts, dann weiß sie, wie es war.
Aber da muss sie noch so lange warten.

Kannst du ihr nicht sagen, wie es war,
wenn ich dir meine Fotos zeige?

U: Oh! Das ist ein sehr ungewöhnliches Anliegen!
Wir können es versuchen.
Ich weiß nur nicht, ob ich deine Fotos vertrage,
ich bin doch noch im Körper…

H: Dann zeig ich dir nur die Wichtigsten!

U: Einverstanden!

Das erste Foto ist eine Art Blick auf den Himmel:
Erst denke ich,
es ist ein Sonnen-Aufgang oder -Untergang.
Die Farben sind entsprechend.
Aber das, was ich für eine Sonne halte,
steht am höchsten Punkt des „Bildes“:
Es ist rund und hell wie die Sonne, blendet aber nicht
und ist deutlich größer als unser Himmelskörper.

U: Was ist das?

H. Da fliegt man rein!
Da in das Loch, siehst du hier?
(Tippt auf kleine Schatten vor dem Loch.)
Das sind meine Freunde… da!


Er zeigt mir in einer anderen „Aufnahme“, 
dass dort zwei junge Männer stehen,
weiter im Licht ist eine ältere Frau…

Sie haben mich begleitet,
ich sollte keine Angst haben.
War aber nicht nötig (abwinkende Bewegung).
Das war schön da,
aber da kann man keine Aufnahmen machen.
Sag ihr: Vor so was muss kein Mensch Angst haben!

U: Mach ich. Mir wird hier aber schwindelig…

H. schaut mich ganz erschreckt an:
Ja! Dann vielleicht noch das hier?

Eine weite Landschaft:
Das sieht fast aus wie eine Wüsten-Straße in Amerika.
Und Horst sitzt auf einer Harley,
die so ausschaut wie die in einem Film.
Ich erinnere mich nicht, wie der hieß.

H: Easy Rider!
Da hab ich gelernt, dass einfach ALLES geht,
was du dir RICHTIG wünschst!
Er lächelt: Das war eine Überraschung!
Geht’s noch?
Kannst du dir noch Eins ansehen?

U: Eins noch, dann muss ich Pause machen.

H: Die Gefühle?

U: Ja, zu stark!

H: Ja, hab ich mir gedacht!
Eins noch?

U: Ja!

Eine weiß geflieste Veranda, weiße Liegestühle,
blühende Blumen in weißen Kübeln,
Palmen und der Blick auf ein türkisfarbenes Meer…

H: Na? Was sagst du?

U: Toll, was ist das?

H: Mein Zuhause hier, ich bin noch nicht ganz fertig,
deshalb gehen wir nicht rein.
Meinst du, es gefällt ihr?

U: Sicher!
Aber jetzt muss es genug sein!

Zur Erklärung:
Es gibt kein Anschauen in der medialen Wahrnehmung,
es gibt nur eine Art gegenseitiger „Verknüpfung“.
Heinrichs Emotionen bei diesen Bildern sind sehr, sehr stark:
Freude,
Stolz,
Freiheit in einem Maß, das wir Lebenden kaum je erreichen.
Deshalb muss ich hier eine Grenze ziehen,
auch wenn Horst in seiner Begeisterung
noch viel mehr zeigen möchte.

H: Ich will ihr doch nur sagen,
dass ich wirklich glücklich bin!
Es ist alles gut jetzt!

U: Ja…

H: Für mich (hier klingt er traurig).

U: Was macht dich jetzt so traurig?

H: Bei ihr wollte ich ALLES richtig machen.
Ich wollte, dass es ihr gut geht mit mir.
Und dann so was!
Das ist immer noch so schwer…
Ach, Mensch!


U: Da ist noch was, oder?

H: Mensch!
Sie fragt sich, ob ich sie WIRKLICH geliebt habe!

U: Und hast du?

H: Ja, was denn sonst?!
Aber ich weiß ja, warum sie solche Fragen in sich trägt:
Ich war: Na, manchmal richtig fies.
Aber ich hab das doch gar nicht so gemeint!

U: Das war die Krankheit…

H: Hm, hm (nickt und seufzt).
Manchmal wusste ich gar nicht, was ich will: Leben oder sterben.
Da wirst du verrückt! 
Ich weiß nicht:
Vielleicht hätte ich uns Allen die Chemo schenken sollen…

U: Es ist, wie es ist.

H: Ja! Aber das tut mir Leid.
Und noch was…

U: Ja?

H: Sie ist ein ganz feiner Mensch,
also, sie hat so feine Antennen.
Ich konnte ihr eigentlich nie was vormachen.
Ich war… hm.
Manchmal, da ist es mir einfach zu eng gewesen,
da war es ZU GUT.
Verstehst du, was ich meine?

U: Ja: So vertraut,
dass es für dich nicht mehr auszuhalten war…

H: Ja!
Dann hab ich mich so eingeigelt!
Und daran denkt sie heute und bringt das manchmal in Verbindung.
Aber ich hab sie mehr als alles auf der Welt geliebt, ganz sicher!

Sie war genauso wie der Himmel hier:
Ein Glück, mit dem ich nicht mehr gerechnet habe.

U: Okay, ich werde es ihr sagen:
WIE wichtig es dir ist, dass sie das jetzt versteht!

Horst, ich würde jetzt gerne über deine Persönlichkeit schreiben,
so wie ich sie empfinde.
Darf ich das tun?

H: Hm, hm (nickt).

U: Ich empfinde ihn als sehr ruhig und fähig,
sich sehr auf das zu konzentrieren, was ihm wichtig ist.

Dieses Reading ist ihm vor allem aus emotionalen Gründen wichtig.
Nur gerade hier tut er sich schwer, in Worte zu bringen,
was er versucht, zu übermitteln.

Ich denke, wenn es um Sach-Themen ging,
war das ganz einfach für ihn.
Aber so stark seine Liebe zu Ihnen auch ist:
Seine Worte spiegeln es kaum wider.

Mich beeindruckt, wie stark er mit Ihnen mitempfindet.
Da ist sehr viel Fürsorge und auch Bedauern darüber,
dass für Sie alles derart schmerzhaft ist.

Ich denke allerdings, dass dieser fürsorgliche Aspekt
ohnehin Teil seiner Persönlichkeit war.

Nur habe ich den Eindruck, dass er in seinem Leben
heftige Enttäuschungen erlebt hat mit Menschen,
denen er sehr durch Wort und Tat zur Seite stand.

Hatte er einen Bruder?
Ich bekomme immer wieder das Wort „Bruder“,
aber mit Schmerz verbunden…

Kann es sein,
dass er vor ihnen eine andere Beziehung hatte,
die ebenfalls schmerzhaft endete?
Er will mir nichts Näheres dazu sagen,
macht eine wegwischende Bewegung.
Aber die Emotion ist eben doch die
von Verletztheit im Zusammenhang mit einer Frau,
die mir ihm gegenüber sehr fordernd erscheint.

Ich frage ihn nach Kindern.
Wieder wendet er sich ab und sagt:
Lass das doch erst mal ruhen.

Also lasse ich es,
ihm hier zu nahe zu treten!
Offensichtlich ist längst noch nicht alles verarbeitet.

Was seine Arbeit angeht:
Da teilt er mir mit, dass sie ihm anfangs viel bedeutet hätte.
Eigentlich schon mehr, als gut war.
Aber zum Schluss hätte er nur noch auf einen Lottogewinn gehofft?
(Ich verstehe nicht, was er meint.)

Mir fällt auf, dass Horst auf keinen Fall etwas tut oder sagt,
was nicht in SEIN Konzept von Gut und Richtig passt.

Da ist er ziemlich klar!
Was er nicht will, nicht einsieht, das passiert hier auch nicht! 
Und ich denke:
So wird er auch zu Lebzeiten reagiert haben.


ABER!
Ich spüre, dass er dann trotzdem immer versucht hat,
einen Mittelweg zu finden.
Allerdings OHNE von seinen Grundsätzen abzulassen.

ANSTÄNDIG sein!
Das scheint sehr zentral für ihn gewesen zu sein.
Nicht in dem Sinn, was Andere über ihn sagen.
Sondern er wollte mit sich selbst im Reinen sein können.

Insgesamt würde ich sagen:
Hier ist eine sehr sensible Persönlichkeit
hinter einer „Fassade“ der Unberührbarkeit.

Vielleicht musste er diese Fassade aufbauen.
Denn er scheint mir Jemand zu sein,
der so gerne einfach nur – wie er sagt –
„in Frieden gelassen werden wollte“.

Der sein „Ding“ machen wollte!
Der genauso tolerant behandelt werden wollte,
wie er selbst Andere behandelte.
So streng er mit sich selbst war,
so fair war er mit Anderen!
Und dass er am Ende seines Lebens nicht fair war,
sondern manchmal abweisend und kratzbürstig,
das drückt ihn bis heute.
Auch wenn er weiß:
Dass dies eben zum Sterbeprozess gehört.

Sich für etwas schämen zu müssen,
ist ihm eine unerträgliche Vorstellung!
So streng war er mit sich selbst.

U: Danke, Horst.
Ich hoffe,
dass deine Frau dich in dieser Beschreibung wieder erkennt.

H: Ja! Keiner kennt mich so wie sie.
Bei ihr war ich ganz anders.

U: Wie anders?

H: Nicht so erwachsen (lächelt)… manchmal!

U: Das ist doch toll!

H: Hm, hm.

U: Horst, magst du mir noch ein paar Bilder geben?

H: Ja, ist aber nicht originalgetreu!

U: Nein, ich weiß, du musst eben nehmen,
was in mir zu finden ist.
Da brauchst du ein wenig Fantasie…

H: Hm… na!
Ja…
Hm. 
Da weiß ich jetzt nicht, ob das klappt!
Ich hab das ja noch nie gemacht!

U: Na komm, versuchen wir es!
Er zeigt mir als Erstes eine Brücke, die über einen Bach geht.
Und das sieht hier aus wie in einer Gartenausstellung:
blühende Rhododendren, sehr schöne Blumenbeete.

Szenenwechsel: Ich sehe nur Männerbeine, graue Hose,
Schnürschuhe in Mokassin-Art, knirschender Kies,
ein Parkplatz vor einem sehr großen Gebäude.

Ich spüre so viel Schmerz in der Seele!
Eine Frauenstimme sagt:
Du willst doch jetzt nicht selbst fahren!

Eine Männerstimme sagt:
Das kann ich schon noch!
Gib den Schlüssel her…

Wieder eine Art Park.
Ein sehr ruhiger Teich und Schwäne schwimmen darauf,
es regnet, braune Blätter schwimmen auf dem Teich…

Ein Blick auf eine Armbanduhr:
Ich denke, die Uhrzeit ist symbolisch zu verstehen.
Es ist vier Minuten nach 12.

Eine Einkaufszeile, Fußgängerzone?
Aber das Bild schwankt:
Mal scheint das eine typische deutsche Einkaufszeile zu sein,
ein anderes Mal wirkt es bunter, exotischer, heiter…

Es fällt das Wort: Schuhe!
Ich weiß nicht, was das heißen soll,
die Emotion dazu schwankt zwischen Ungeduld und Belustigung.

Szenenwechsel: Ein Wohnzimmer und da brennen viele Kerzen.
Es ist ganz still, als ob die Zeit stillstehen würde.
Ich bin sicher:
Es ist ein Bild NACH seinem Tod.
Er freut sich über die Kerzen,
über die Liebe, die Derjenige für ihn fühlt, der sie angezündet hat.

Ich sehe einen Flur und denke,
es ist ein Krankenhaus-Flur.
Aber ich höre das trippelnde Geräusch kleiner Pfoten,
die darüber laufen.
Ich habe keine Ahnung, was das sein soll.


Szenenwechsel:
Ein Büro, ein helles Fenster,
erst denke ich, das ist ein Arzt.
Aber Horst sagt: NICHT ARZT!
Und er sagt: Sinnlos…


Szenenwechsel: In einem Bad oder Toilette, ihm ist Spei-übel.
Ich weiß nicht, warum,
aber ich sehe von unten ein Waschbecken…


Szenenwechsel: Erst mächtige Bäume,
dann ein Wasserfall,
Vögel singen…

Szenenwechsel: Der Eingang zu einem kleinen Haus.
Ich bin mir nicht sicher,
ob es ein Reihenhaus ist
oder die anderen Häuser nur dicht dabei stehen…

Das Gefühl der Trauer,
weil man da „nicht mehr Zuhause“ ist.

Eine Art Bauernhof, Kinderlachen,
Sommer,
der Duft von Heu,
das Gefühl, Berge versetzen zu können.


Szenenwechsel:
Ein Mann mit sehr großen Händen versucht,
einen Krawattenknoten zu binden und ärgert sich,
weil er es nicht schafft.


Szenenwechsel: Ein Büro, viele Akten.
Irgendwie wird nach einer Urkunde gesucht.
Ein Siegel, ich weiß nicht, ob das hierher gehört.
Dieses Büro erinnert mich
an das Verwaltungsbüro meiner Heimatgemeinde.


Szenenwechsel: Ein Brunnen,
in der Nähe ein Fachwerkhaus,
man sitzt draußen,
es ist eine fröhliche Geselligkeit hier:
Glücklich sein, auch wenn es einfach ist.

Ein Grab im Schnee,
eine Metall-Laterne,
Frieden, es ist „GUT“.

U: Danke, Horst!

H: Meinst du, das klappt?

U: Ich weiß es doch nicht, Horst,
ich kenne dein Leben nicht.

H: Das kann man ja auch so nicht ordentlich hin kriegen,
ist ja kein System drin!

U: Na ja, schauen wir mal…

Er reicht noch ein Bild nach:
Ein Brautstrauß liegt neben einer Urkunden-Mappe,
die Braut verschreibt sich…

U: Horst, möchtest du noch was sagen?

H: Ich hab geträumt zuletzt.
Ich hab geträumt,
dass wir zusammen Achterbahn fahren.
Aber ich bin oben geblieben
und sie ist nach unten gefahren.
Da hab ich gewusst:
Das ist es jetzt, das ist der Tod.

Sag ihr,
sie macht sich viel zu viele Gedanken!
Ich weiß, dass alles über unsere Kräfte ging!
Meine,
aber auch ihre.
Sag ihr,
ich liebe sie unendlich
und dass ich nie böse sein wollte mit ihr.
Sag ihr,
es war einfach genug,
ich konnte nicht mehr da bleiben…

Sie war so tapfer,
aber ich musste gehen.
Da war keine Kraft mehr, zurückzukommen.
Sag ihr,
das lag nicht daran,
dass unsere Liebe nicht groß genug war.
Es war einfach keine Kraft mehr, um zu bleiben.

U: Ja, Horst, mach ich!

H: Kümmerst du dich um sie?
Weiß doch keiner,
wie schlecht es ihr geht,
sie ist immer nur tapfer!

U: Ich werde mit ihr reden.

H: Das meine ich nicht.
Sie hat viel mehr Fragen…

U: Ich stelle gleich ihre Fragen…

H: Das sind ja nicht die wahren Fragen…

U: Hm..

H: Ich will nicht,
dass sie sich aufgibt!
Ich will nicht,
dass sie meint,
dass wir nichts mehr miteinander zu tun haben…

U: Ah, ja, ich rede mit ihr…

H: Sie soll leben!
Sie lebt für mich mit!
Solange sie das Leben nicht verpasst,
verpasse ich auch nichts!

U: Okay!
Sag ich ihr, erklär ich ihr.
Darf ich dir jetzt ihre Fragen stellen?

H: Hm, hm…

U: Deine Frau sagt:
Dass sie dich,
bis ihr euch wiedersehen werdet,
immer lieben wird
und du immer ein Teil von ihr sein wirst.

H: Wir haben immer zusammengehört,
schon immer,
das kann sich doch gar nicht ändern.

U: Und ich soll dir sagen,
dass sie verstanden hat,
dass euer Hund auf sie aufpassen wird.

H: Er gibt ihr Kraft, weiterzuleben.
Aber ich will, dass sie versteht,
dass ICH will, dass sie lebt!

Dass ich dabei bin!
Dass es so viel gibt,
was wir noch zusammen erleben können!
Erklär es ihr bitte!

Ich kann so schlecht bitte sagen,
aber ich bitte dich:
Erkläre es ihr!

U: Mach ich.
Ich soll dir sagen,
dass sie dir dankt und dass du das Beste bist,
was sie je im Leben hatte.

H: Wir sind nicht getrennt,
hab keine Angst, alles wird gut!

U: Sie fragt, wie es dir jetzt geht?

H: Gut!
Aber ich wünsche mir auch,
dass es dir wieder gut geht! 
Mehr als alles Andere.

U: Deine Frau möchte wissen,
was du im Jenseits machst,
was du für Aufgaben dort hast?

H: Ich hab noch keine Aufgabe,
das geht noch nicht.

Ich bin am Liebsten bei dir,
aber ich versuche, mich so zu halten.
Nur es ist eben schwierig,
zu wissen,
dass ich dich da allein gelassen habe.

Das heißt:
Eigentlich habe ich dich nicht allein gelassen.
Nur du kannst es ja nicht spüren!
Du denkst immer,
du bildest dir das nur ein!
Aber ich bin wirklich da
und ich höre dir zu!

Du musst jetzt nicht weinen!
Ich kann dir ja kein Taschentuch mehr geben, hm?

U: Sie fragt, ob ihr noch das Doppelpack seid?

H: Für immer und ewig!
(Er zeigt mir einen Ring, da ist was eingraviert,
aber ich kann es nicht lesen.)

U: Sie fragt,
ob du in ihre Träume kommen kannst?
Ob ihr so zusammen sein könnt?

H: Das geht anders besser!
Du kannst lernen,
mich zu verstehen.

U: Gibt es etwas,
was du ihr empfehlen kannst?

H: Es zu lernen:
So, wie es jetzt ist,
sind wir beide „Halb“!
Alles hat seinen Sinn:
Ich will dir helfen und du hilfst mir…

U: Was sagst du zu deinen Eltern?

H: Hm, hm (verneinend).
Jetzt nicht,
lass das jetzt erst mal.
Das hier geht nur uns Zwei was an…

U: Danke, Horst, damit sind wir am Ende.

H: Ne, aber das klärt sich noch.
Das braucht alles seine Zeit.

U: Okay.
Dann wünsche ich dir ein gesegnetes Sein, Horst!
Und dass ihr alle noch offenen Fragen miteinander klären könnt.
Welches wäre für dich die wichtigste Frage?

H: Die nach dem Dual!

U: Seid ihr ein Dual?

H: Ja!
Du bist die Einzige, die weiß, was das ist.
Deshalb habe ich meine Frau zu dir geführt!
Erklärst du es ihr?

U: Ja, mach ich.
Also dann mach es gut!

H: Mach es besser!