Sodom und Gomorrha

Sodom und Gomorrha war Egoismus in Reinkultur.

Sodom und Gomorrha war Egoismus in Reinkultur.

Der reine, unverfälschte Egoismus
ist wie eine gefräßige Raupe,
die alles Leben sich selbst einverleibt,
da sie selbst aus sich heraus nicht in der Lage ist, zu überleben!

Sie frisst Lebenskraft um Lebenskraft
und merkt dabei nicht einmal,
dass sie gerade das vernichtet,
was ihr zum Leben dienen könnte.
Denn diese Raupe – nennen wir sie Gier –
nutzt nicht ihre Ressourcen, sondern vernichtet sie.

Alles, was bleibt, ist Wüste!

Schutzengelkontakt über Sodom und Gomorrha

Sicher hast du schon einmal von Sodom und Gomorrha gehört?
Jene sagenumwobenen Städte der Antike?

Reich waren die Bewohner, aber auch hart und ohne jede Ethik. 
Sie hatten nur ein Ziel, das ihnen heilig war: Lustgewinn.

Wenn aber alle Menschen nur so handeln,
dass sie selbst den größtmöglichen Lustgewinn haben wollen,
dann hat der Stärkere den größten Gewinn,
der Schwächere bezahlt wahrscheinlich früher oder später
mit seinem Leben!

So war es auch in diesen beiden Städten: Egoismus in Reinkultur.
Niemand fühlte sich mit irgendjemandem verbunden!
Niemand nahm Verbindlichkeiten auf sich!
Und was nicht freiwillig gegeben wurde, wurde geraubt!

Es gab keine Bindung, also gab es auch kein Mitgefühl!
Es gab kein WIR, es gab nur hunderttausend ICHS,
die einzeln nebeneinander existierten.

Der Legende nach strafte Gott beide Stadtstaaten
mit einem verheerenden Unglück:
Er ließ Schwefel und Feuer regnen
und die einstmals blühenden Stadtstaaten versanken
schließlich im Toten Meer, dessen Ufer nichts als Wüste waren.
Dort, wo einstmals die rücksichtslosesten Menschen lebten.

Nun, um das gleich vorweg zusagen:
Es ist NIE Gott, der straft!
Es ist immer das Destruktive, das sich letztlich selbst frisst.

Der reine, unverfälschte Egoismus ist wie eine gefräßige Raupe,
die alles Leben sich selbst einverleibt,
da sie selbst aus sich heraus nicht in der Lage ist, zu überleben!

Sie frisst Lebenskraft um Lebenskraft
und merkt dabei nicht einmal, dass sie gerade das vernichtet,
was ihr zum Leben dienen könnte.
Denn diese Raupe – nennen wir sie Gier –
nutzt nicht ihre Ressourcen, sondern vernichtet sie.

Alles, was bleibt, ist Wüste…

Das Böse vernichtet sich,
wenn es seinen Höhepunkt der Macht überschritten hat, stets selbst.
Die Wüste ist ein Symbol für das, was passiert,
wenn der Egoismus, die Gier alles zerstört hat, was lebendig war.

Wenn ich sage, dass alle Einwohner von Sodom und Gomorrha
egoistisch und gierig waren
und eben der Stärkste den Schwächsten gefressen hat,
dann scheint dies ein Widerspruch. 
Sind die Opfer nicht unschuldig?
Was können sie dafür, dass sie schwächer sind als die anderen?
Wieso mussten auch sie ins Unglück?

Auch die Opfer waren egoistische Täter!
Nur trug ihr Egoismus und ihre Gier einen anderen Namen.
Der Name war „Hochmut“.
Sie wehrten sich nicht nur niemals gegen ihre Missetäter,
sie zeigten nicht einmal auch nur den Ansatz,
sich selbst zu schützen.
Weder klagten sie über ihr Leid noch versuchten sie,
der Stadt zu fliehen.
Weder baten sie den König um Hilfe
noch erhoben sie selbst je abwehrend die Hand. 

Denn ihre Gier war die nach ABSOLUTER Unschuld!

Sie wollten die GUTEN sein!
Wenn die Kraft zu etwas anderem schon nicht reichte.
Sie wollten die Besten im Aushalten sein,
wenn die Kraft zum Verändern schon nicht da war! 
Und sie, weil sie nicht einmal um ihr Unglück klagten,
sich nicht wenigstens empörten, trugen sie erheblich dazu bei,
dass die Starken immer mehr forderten
und schließlich ethisch völlig unbegrenzt anderen Schaden zufügten.

So waren beide – die Täter und deren Opfer – „schuldig“! 
Beide hatten einen sehr destruktiven, tief zerstörerischen Glauben daran, dass es richtig sei, wenn der Stärkere tun darf, was er will!
Und der Schwächere das zu erdulden habe.
Und beide hatten eines nicht: Liebe!

Das war der Grund, warum Sodom und Gomorrha
mit Tätern wie mit deren Opfern
zum Symbol der Vernichtung dessen wurden.

Was eine einfache und überall gültige Wahrheit ist:
Letzten Endes frisst das Böse oder Destruktive sich selbst auf.

Diese Geschichte wäre nur halb erzählt, würde ich verschweigen,
dass es jemanden gab, der gerettet wurde:
Das war Lot, der Neffe Abrahams.

Gott schickte ihm zwei Engel, die er nicht als solche erkannte.
Fremde Wanderer schienen sie ihm zu sein
und er gab ihnen seine ganze Gastfreundschaft,
anders als alle anderen Bewohner Sodoms.

Diese sahen die Schwäche der Fremden!
Unbewaffnet waren die und ihnen rein zahlenmäßig unterlegen
und schon darum bestens geeignet, ihre Opfer zu sein.

So forderten sie von Lot die Herausgabe seiner Gäste.
Er aber verweigerte sich, er empörte sich gegen ihr Begehren.

Und die Engel gaben sich ihm zu erkennen und rieten ihm,
die Stadt noch vor Anbruch des Tages zu verlassen.
Lot folgte ihrem Rat.
Er wurde aus der „Strafe“ genommen. 
Warum wurde er gerettet?
Was meinst du? 
Weil er so gut war?

Hm, ich sage dir:
Auch andere in seiner Stadt hätten die Fremden aufgenommen.
Die Meisten von ihnen hätten allerdings,
als eine solche Mehrzahl von Mitbewohnern die Herausgabe forderten,
sich nicht dagegen gewehrt.
Denn in ihrem Bewusstsein war es ja RICHTIG,
sich nicht gegen das Unmenschliche zu wehren.

Einige wenige hätten sogar das getan,
aber sie hätten den Rat der Engel nicht befolgt.
Sie wären nicht aus der Stadt des Bösen gegangen,
denn sie hätten nicht geglaubt, dass ihre Rettung RICHTIG sei.

Ihr Glaube war eben, dass es RICHTIG ist,
wenn sie zum Opfer des Bösen werden.

Lot glaubte daran:
Dass Gastrecht über das Recht des Stärkeren geht!
UND! er glaubte keine Sekunde lang daran,
dass es RICHTIG ist, wenn er sich dem Bösen (auf) opfert.

Er hatte den RECHTEN GLAUBEN!
Woran er glaubte? 
Daran, dass er so richtig ist, dass Gott ihn rettet.

Er glaubte daran, dass die Wüste falsch ist, nicht der Wanderer!

Ein Einziges blieb gefährlich nach seiner Flucht,
die Engel warnten ihn davor: das ZURÜCKSCHAUEN!


„Schau nicht zurück“, sagten sie ihm, „geh einfach weiter
den Weg in deine Zukunft, aber dreh dich auf keinen Fall um“.

Nun, auch diese Warnung ist mehr als eine religiöse Geschichte,
sie beinhaltet etwas sehr Wichtiges auch für dich.

Wer auf seinem Befreiungsweg nicht nach vorn schaut,
sondern stehen bleibt,
um sich ganz der eigenen Vergangenheit zu widmen,
den alten Schmerz immer und immer wieder aufzusuchen,
der wird schließlich erstarren.
Der wird alle Kraft und allen Mut verlieren,
um vertrauensvoll weitergehen zu können!

Lots Weib ging es genauso:
Sie konnte einfach nicht an sich halten!
Sie wollte den Ort ihrer Demütigungen sehen.
Sie konnte nicht aufhören,
all den schlimmen Erfahrungen dort ins Auge zu schauen.

Und in dem Augenblick verlor sie das Vertrauen!
Sie verlor ihren Glauben darin, dass Gott sie liebt,
so sehr, dass er sie rettet, und deshalb erstarrte sie zur Salzsäule.
Das Salz aller ihrer ungeweinten Tränen ließ sie für immer zu Salz werden…

Zwei Dinge sind es, die deine Seele zu lernen hat.
Das Eine ist:
Ich bin RICHTIG und der Glaube daran,
dass ich – so, wie ich bin – LIEBE verdient habe, ist richtig.
Und wenn ich sie nicht bekomme, ist es richtig,
dass ich mich empöre und gehe!

Und das Andere ist:
Was immer ich gestern erdulden musste, es IST VORBEI!

All meine Aufmerksamkeit gilt dem nächsten Schritt
und dem morgigen Tag.

Beide neuen Einstellungen setzen eins voraus: 
Dass du verstehst, dass die Wüste FALSCH ist!
Nicht du!

Du wirst dies nicht von heute auf morgen können,
sondern langsam und allmählich an dieser neuen Sicht arbeiten müssen. Doch am Ende wirst du deine blühende Landschaft finden.

Doch ich bitte dich:
Benutze die Kraft der Erinnerung nicht dafür,
in der Erinnerung an all das, was schwer war, zu verharren. Sondern wenn du dich erinnerst, dann daran,
wie du das Schwere überwunden hast.
Denn du hast schon viel überwunden!
Teilweise aus eigener Kraft, teilweise aber auch,
weil zur rechten Zeit am rechten Ort dir Hilfe zukam.
Wer in dieser Weise zurückschaut, dessen Liebe wächst: 
Die Liebe zu sich selbst und zum Leben.

Wer im stummen, ohnmächtigen Zorn zurückschaut,
der erstickt an seinen ungeweinten Tränen.

Wann immer ich es vermag, helfe ich dir auf deiner Wanderschaft!
Egal, wie du dich entscheidest.

Ich weiß, dass du ein sehr, sehr wertvolles Kind Gottes bist
und bitte dich nur um eines:
Hab dich WIRKLICH lieb!