Scham

Elia – Warum das Thema Scham mit Adam und Eva zu tun hat.

Warum das Thema Scham mit Adam und Eva zu tun hat:
Als Gott Adam und Eva schuf
– so geht die Geschichte –
schuf er ihnen ein perfektes Umfeld.
Alles war gut.
Alles war schön.
Auch Adam und Eva.

Und er setzte ihnen eine Menge Früchte
in diesen wunderschönen Garten Eden,
auch einen Apfelbaum.

Die Geschichte kennst du.
Ja, ja, und natürlich hat er einmal sehen wollen,
wie die Beiden damit umgehen, festzustellen,
dass es Dinge gibt, die sie nicht können.
Das wollte er wissen.

Es ist gut, wenn Menschen wissen,
dass es Dinge gibt, die sie nicht können.
Das hilft ihnen, mit den Füßen auf der Erde zu bleiben.

Deshalb das Verbot, von diesem Apfelbaum zu essen.
Es war ihm schon klar:
Selbstverständlich würden sie davon essen.
Soviel Selbstbeherrschung konnten sie nicht haben,
das hat er nicht in sie gelegt.

Nach einer Weile kam er wieder und suchte sie:
Sie hatten sich versteckt vor ihm.

Das muss man sich einmal vorstellen:
Vor ihm, der sie so liebte, der ihr Ursprung war,
ihr Zuhause, ihr Ein und Alles, 
vor dem haben sie sich versteckt!

Und nicht nur das:
Sie hatten sich auch noch verkleidet.
Sie fanden ihren eigenen Anblick äußerst peinlich.

Auch das muss man sich einmal vorstellen:
Sie fanden ihren Anblick peinlich, den er doch gemacht hatte.
Und so standen sie vor ihm und schämten sich,
weil sie waren, wie sie waren.
Weil sie so waren, wie er sie gemacht hatte.

Das war der Moment, in dem der Garten Eden aufhörte,
zu existieren.
Nicht Gott hat sie aus dem Paradies geworfen!
Nicht Gott hat sie von sich getrennt!
Sondern ihre Scham darüber,
dass sie waren, wie er sie geschaffen hat.
Sie waren nämlich der Ansicht,
er hätte sie wirklich besser machen können:
viel perfekter.
Aber das hatte er nicht getan.

Und seither versuchen Menschen, sich besser zu machen,
als Gott sie schuf.
Sie meinen, sie müssen es besser machen, wie sie sein müssten,
um im großen Räderwerk der Schöpfung und der Zeit
genau richtig zu sein.
Elia

Zu Gast ist Nico.

Elia: Guten Abend, liebe Freunde.

Hajo: Guten Abend, Elia.

Nico: Guten Abend, Elia.

Elia: Ich freue mich, dich willkommen zu heißen, lieber Freund.
Wie schön, dass du bei uns bist.

Nico: Ich habe mich sehr gefreut, herzukommen.

Elia: Ja, manche Dinge brauchen ihre Zeit.
Und Zeit, die richtet sich ja gar nicht nach Jahren, nicht wahr?
Das Maß ist ein ganz anderes.
Es geht nicht in einer Linie, sondern es geht von Innen nach Außen.

Und ich freue mich, dir sagen zu dürfen,
dass dein Wachstum doch bemerkenswert ist
und schöne Fortschritte gemacht hat.
Dies zu Allererst!
Denn weißt du:
Den Blick darf ein Bauer im Mai noch nicht auf die Ernte richten.
Das ist ein alter bäuerlicher Grundsatz:
Im Mai hat er danach zu schauen,
dass genug Dünger aufs Land kommt.
Er hat aufs Wetter zu schauen,
dass genug Schutz für seine Pflanzen da ist.

Er hat auf die wilden Tiere zu schauen,
dass sie das aufkeimende Saatgut nicht schädigen!

Und in dieser Phase, lieber Nico, sind wir mit dir.
Jetzt schon Ernteergebnisse beurteilen zu wollen,
ist einfach zu früh.
Dies vorweg!
Und nun bitte deine Fragen.

Nico: Lieber Elia,
was wird denn meine vordringliche Angelegenheit sein,
die ich an diesem Wochenende mit Uta bearbeiten kann?

Elia: Ja, etwas, das ungeheuer wichtig ist, Nico:
Aufhören, die Scham zu tragen,
die eigentlich ein Anderer tragen sollte!
Das ist sehr wichtig!

Weißt du eigentlich, Nico,
dass du dich jeden Tag dafür entscheidest, bestätigt zu bekommen,
dass du dich zu schämen hast?

Nico: Bewusst mit Sicherheit nicht, nein.

Elia: Dann beobachte einmal deine Gedanken.
Das geht schon am Morgen los,
das geht schon beim ersten Blick in den Spiegel los.
Und so geht das weiter.

Den ganzen Tag stellst du dich unter die Dauer-Hypnose
mit dem Satz: „Es ist eine Schande, was ich mache.“

Nico, das ist ja sehr freundlich,
dass du versuchst, das zu tragen,
was ein Anderer zu tragen hätte.
Aber es ist gänzlich sinnlos!

Ziel ist: Die Scham zu verlieren.
Das ist das Eine!

Und das Zweite ist:
Den Konkurrenzkampf als gewonnen zu betrachten.

Ich spreche nicht von den Regeln deiner Zeit:
Diese Regeln, die besagen,
dass Erfolg Geld ist
oder dass Erfolg gesellschaftliche Anerkennung ist.
Davon rede ich nicht!

Sondern ich rede von dem Erfolg einer Seele, zu reifen.
Da hast du den Kampf schon längst gewonnen.
Da bist du schon Sieger!

Und ob du es willst oder nicht: Da beschämst du Denjenigen,
der sich für größer hält, als du angeblich je sein könntest.

Es ist wichtig, dass du dahin schaust!
Es hat auch etwas mit deinen Kindern zu tun.
Du tust es für dich und für sie!
Ja?

Nico: Hm.

Elia: Gut.
Denn wenn dies nicht gelingt, nun: Wie wird es weiter gehen?

Der Vater, der sich zu schämen hätte, hat keine Scham.
Sein Sohn trägt sie für ihn, agiert sie aus, beweist sie sogar.
Und der nächste Mann der Kette:
Wird er sich wieder so entwickeln wie jener, der sich nicht schämt?

Scham ist ein wichtiges Thema, sehr bedeutend!
Ich mag das Wort nicht sonderlich.
Ich benutze es nur, um dir zu verdeutlichen, worum es geht.

Sich beschämt fühlen:
Das kann zu einem Dauerzustand der Seele werden.
Denn nichts ist Gott ferner, als zu wollen:
Dass ihr euch dafür schämt, wie ihr seid.

Reue zu empfinden über Fehler, das ist gut.
Denn es führt dazu, dass ihr eure Fehler korrigiert.

Aber Scham darüber, wie man ist, das ist nicht gut.
Das ist Gottes fern!

Und das merkst du auch daran,
wie erschöpft du inzwischen bist!
Selbst wenn du dich freuen könntest über kleine oder große Erfolge.

Selbst wenn du das könntest, selbst wenn du Lob bekommst:
Es ist dir unangenehm, kein Grund zur Freude.

Auch entsteht durch solches Lob nicht
ein größeres Gefühl von Lebendigkeit in dir,
was doch eigentlich ganz natürlich wäre.

Jeder Hund, jede Katze, die freut sich, wenn es Lob erfährt!
Er kann gar nicht genug davon bekommen.

Bei dir ist es nicht so.
Es scheint dir Last!

Wir werden sehen, ob du in dir
aus deiner Liebe zum Leben heraus den Mut findest,
die Scham zur Seite zu legen!
Ja?

Nico: Ja.

Elia: Gut.
Deine nächste Frage, bitte.

Nico: Das hat schon viel, was du gesagt hast,
mit meiner zweiten Frage zu tun.

Elia: Hm.

Nico: Onana hat Uta in meinem Reading
diesen Strudel aus Schmerz, Wut und Scham gezeigt,
der sich wie ein roter Faden durch meine Inkarnationen zieht.

Als ich am siebten Todestag meiner Mutter
einen Unfall erlitten habe, da hatte ich im Anschluss
eine Eingebung, dass ich selbst unbewusst
immer wieder auf solche Situationen zusteuere:
Auf den großen Knall zusteuere, dass etwas Schlimmes passiert.

Kam diese Eingebung von meiner Mama?
Hab ich sie da richtig gespürt?

Elia: Ja.
Hast du.

Nico: Wie entkomme ich dem Strudel?

Elia: Indem du aufhörst, dich so sehr zu schämen,
dass du dich bestrafen musst! 
Auch die Strafe bist du bereit, für einen Anderen zu tragen.

Das geht nicht. 
Das geht einfach nicht!
Das sind uralte verderbliche Gesetze in der Menschheit.
„Einer trage des Anderen Last.“
Ja, gegenseitig!

Aber karmisch geht das nicht!
Jede Verhaltensweise zieht natürliche Ergebnisse nach sich.
Überall in der Natur findest du das,
was die Folge irgend einer Ursache ist!
Ein kosmisches Gesetz!

Und wer einem anderen Menschen
– und wenn er ihn noch so liebt –
versucht, die Folgen von dessen Taten abzunehmen,
der ist nicht innerhalb dieses natürlichen, all umfassenden Lebens.
Das ist sehr destruktiv!

Das tust du unbewusst, das weiß ich. 
Aber es ist heute die richtige Zeit, es dir zu sagen!

Aus Liebe und auch aus Angst die Strafe provozieren,
die doch ein Anderer als Folge hätte erleben müssen:
Als Folge für seine Art des Seins, für seine Art,
mit anderen Lebewesen umzugehen.

Und es kommt noch etwas dazu. 
Nico, lass uns von ohnmächtiger Wut reden!
Du hast es selber angesprochen.

Ach, wenn sich ein Mensch nicht wehren kann
gegen Ungerechtigkeit,
dann mag er seine Wut darüber
und seinen Zorn verbergen.
Das ist gut.
Das schützt ihn.
Er mag in den Augen Aller
das netteste, liebevollste, harmloseste Wesen der Welt sein!
Und doch ist in ihm ein Teil Wut-Ressource!

Das darf auch sein, denn es ist eine Wirkung.
Ich sagte es schon:
Das Ursache-Wirkungs-Prinzip ist nicht aufhebbar!

Wut darf also sein.
Zorn darf sein.
Was nicht sein darf, ist Rache! 
Ist ein selbst provoziertes Bewirken von Strafe.

Je größer die Not,
je größer das Leid,
das ein Ohnmächtiger erlitten hat,
um so größer ist die Versuchung,
sich zu rächen!

Das ist menschlich, aber unnötig.
Ihr müsst euch für nichts rächen!

Wenn ihr Demütigungen erlebt habt,
müsst ihr nicht zurück demütigen!
Denn die Wirkung folgt der Ursache
ganz natürlich,
ganz von selbst.

Ihr dürft das bestrafen, was Unrecht ist. 
Aber rächen
– was ein Verbrechen war,
beenden, was mörderisch ist –
der ordnenden Macht diese Gesetze überlassen!

Ihr dürft frei davon sein!

Und so ist das Nächste, lieber Nico, um was wir bitten,
dass ihr euch an diesem Wochenende kümmern sollt:
Bitte, Nico, kümmere dich um das Thema Frei sein.

Du fühlst dich gar nicht mehr frei.
Und auch das kostet dich Kraft.
Ja?

Nico: Ja.

Elia: Gut. Deine nächste Frage, bitte.

Nico: Ja. Die Freiheit, die fehlt mir insbesondere deswegen,
weil ich viele Ängste habe.

Elia: Nein, nicht weil du viele Ängste hast,
sondern weil du wenig Vertrauen hast!
Und das ist sehr natürlich bei deiner Geschichte.
Ja?

Nico: Ja.

Elia: Ja, die Ängste, Nico!
Die gehören zur Natur in der menschlichen Welt.
Es ist kaum zu vermeiden.
Ein jeder, der liebt, hat auch Angst!
Jeder!

Wichtig wäre sich zu fragen:
„Was – außer der Angst – kann ich nutzen in mir,
um diese natürliche menschliche Ängstlichkeit
besser und leichter tragen zu können?“

Die Antwort ist: Vertrauen!

Und das ist nicht ein Vertrauen,
das einem abverlangt wird als blinder Glaube!
Das wäre viel zu wenig, Nico.
Viel zu wenig für dich!

Vertrauen muss begründet sein bei dir!
Muss auf Logik basieren, sonst reicht es nicht.

Und ich bitte darum, Uta das zu sagen,
dass es um dieses Thema geht:
um Vertrauen.
Ja?
Sie weiß dann schon,
was zu tun ist.

Es ist ein schönes Thema
und es hat sehr viel mit dem Vorherigen zu tun:
mit Freiheit.

Hast du noch eine Frage?

Nico: Ich denke, mir wird das helfen für die Fragen,
die ich mir notiert hatte.

Die Motivation in meinem Job hat nachgelassen.
Angst vor Übergewichtigkeit.
Vielleicht …
Ich denke,
der Vertrauenspunkt kann gut dort helfen.

Ich habe noch eine wichtige Frage,
die sich nicht um mich dreht, sondern…
Eben doch wohl auch um mich, aber…
Ich habe konkrete Verlustängste um meinen Sohn.

Elia: Ja, Nico, das liegt daran,
dass du ihn schon einmal verloren hast
in einem anderen Leben!
Und damals hast du dir große Vorwürfe gemacht,
nicht besser auf ihn aufgepasst zu haben.
Da war es nicht Feuer, da war es Eis.

Er war ein kleiner Wildfang, das kannst du dir vorstellen.
Und er ist auf einem – ja, heute würde man sagen –
Teich gegangen.
Aber es war etwas, was die Menschen benutzt haben,
um Flachs zu bleichen, eine Art See.

Er konnte nicht schwimmen.
Er ist im Alter von sieben Jahren gestorben.

Du hast unsäglich gelitten.
Er war dein einziger Sohn
und er war von großer Bedeutung für dich!

Aber du hast damals etwas übersehen:
Es lag nicht daran,
dass du nicht aufgepasst hast,
dass er sich deinem Verbot widersetzte!
Findig, wie er war,
hätte er immer einen Ausweg gefunden.

Es lag auch nicht daran,
dass ein sogenannter mächtiger,
rachsüchtiger Gott dich für deine Sünden strafen wollte.

Es war nur einfach so, dass er nicht länger leben wollte
als gerade sieben Jahre!

Das ist heute anders!
Seine Seele hat verstanden,
dass es viel wichtiger ist,
möglichst viele Erfahrungen im Leben zu machen.

Aber wie sollst du dem vertrauen?
Da gibt es nur einen Weg, Nico:
Indem du es erlebst!
Ja?

Nico: Ja.

Elia: Gut.
Dann sind alle Fragen gestellt?

Nico: Wenn ich noch Eine stellen darf?

Elia: Gern.

Nico: Ich hätte eigentlich noch ganz viele.

Es geht um das Problem auch meiner Geschwister: unser Gewicht.
Der Verstand schreit danach, dass wir es reduzieren müssten: 
Nach Sport, nach Glücksgefühlen,
die man über Sport vielleicht bekommt.

Aber mein Drogenkonsum
– ich hole mir meine Glücksgefühle damit –
und das Kontraproduktive:
Ich beginne, mich zu zufressen.

Ich werde immer dicker.
Ich schaue auf mich drauf.
Dann ist die Scham wieder da.
Dann ist das Gefühl da, versagt zu haben.

Und ich frage mich, was steckt dahinter?
Manchmal denke ich,
ich will etwas überdecken,
überfressen,
zudecken.

Elia: Das stimmt.
Weißt du was?
Weißt du es?

Nico: Ich habe vorher nicht gedacht,
dass es heute
oder dass es wieder um meinen Vater gehen könnte.

Elia: Nicht nur.
Denn ein Vater ist ja auch nur die Antwort
auf eine Fehlwahrnehmung deiner Seele,
die viel tiefer liegt.

Es muss sehr gefährlich sein,
dich mit den Augen der Engel zu sehen!

Gut, dass du dich so nie im Spiegel siehst.
Denn da siehst du gut aus!
Da siehst du gut aus!

Wenn wir dich sehen,
dann sehen wir einen liebevollen, fürsorglichen, emphatischen,
tapferen, ausdauernden Mann.

Wir sehen einen,
der Gottes Würde repräsentieren kann.

Nun, wir sehen natürlich anders als ihr:
nämlich klar.

Aber so etwas in der Welt zu sein,
in einer Welt voller Konkurrenten, Neider, spitzfindigen Zynikern:
gefährlich.

Es sei denn…
Es sei denn, die Meinung und Forderung
dieser anspruchsvollen Kritiker,
die stets ihren Mitmenschen ihre Fehlbarkeit demonstrieren,
sei egal.

Dir, lieber Nico,
ist nichts so wenig egal!

Du gibst dir schon inzwischen oft Recht und das ist gut so.
Darüber freuen wir uns.

Aber es ist seltsam:
Andere und Anderes hat mehr Recht an dir und deinem Leben!

Andere und Anderes dürfen beurteilen, wie du ausschaust.
Erstaunlich!

Nico, du darfst dich von der Vorstellung verabschieden,
dass du es überhaupt nötig hast,
Andere durch Äußerlichkeiten zu beeindrucken.

Weißt du: Am Anfang deines Lebens war deine Meinung
ziemlich wenig wert.
Das war nun einmal so.
Aber es darf heute nicht mehr so sein!

Wenn du dein Äußeres als Schwäche betrachtest,
sogar als Beweis:
Na, dann dient es dir ja,
dann hilft es ja, dich weiter zu schämen!
Das wäre sehr schwierig.

Würdest du dich mit unseren Augen sehen,
da könntest du dich nicht mehr schämen.

Als Gott Adam und Eva schuf, so geht die Geschichte,
schuf er ihnen ein perfektes Umfeld.
Alles war gut.
Alles war schön.
Auch Adam und Eva.

Und er setzte ihnen eine Menge Früchte
in diesen wunderschönen Garten Eden,
auch einen Apfelbaum.

Die Geschichte kennst du.
Ja, ja!
Und natürlich hat er einmal sehen wollen,
wie die Beiden damit umgehen, festzustellen,
dass es Dinge gibt, die sie nicht können.
Das wollte er wissen!

Es ist gut, wenn Menschen wissen,
dass es Dinge gibt,
die sie nicht können!
Das hilft ihnen, mit den Füßen auf der Erde zu bleiben.

Deshalb das Verbot,
von diesem Apfelbaum zu essen!
Es war ihm schon klar:
Selbstverständlich würden sie davon essen.
Soviel Selbstbeherrschung konnten sie nicht haben.
Das hat er nicht in sie gelegt.

Nach einer Weile ging er sie besuchen,
um zu sehen, wie es ihnen geht.
Er fand sie nicht, er rief und rief.

Und endlich fand er sie doch: Sie hatten sich versteckt vor ihm!

Das muss man sich einmal vorstellen:
Vor ihm, der sie so liebte, der ihr Ursprung war,
ihr Zuhause, ihr Ein und Alles.
Vor dem haben sie sich versteckt!

Und nicht nur das:
Sie hatten sich auch noch verkleidet.
Sie fanden ihren eigenen Anblick äußerst peinlich.

Auch das muss man sich einmal vorstellen:
Sie fanden ihren Anblick peinlich, den er doch gemacht hatte.
Und so standen sie vor ihm und schämten sich,
weil sie waren, wie sie waren.
Weil sie so waren, wie er sie gemacht hatte!

Das war der Moment,
in dem der Garten Eden aufhörte,
zu existieren!
Nicht Gott hat sie aus dem Paradies geworfen.
Nicht Gott hat sie von sich getrennt!
Sondern ihre Scham darüber,
dass sie waren,
wie er sie geschaffen hat.

Sie waren nämlich der Ansicht,
er hätte sie wirklich besser machen können:
viel perfekter.

Aber das hatte er nicht getan.
Und seither versuchen Menschen, sich besser zu machen,
als Gott sie schuf.

Sie meinen: Sie müssen es besser machen,
wie sie sein müssten, um im großen Räderwerk
der Schöpfung und der Zeit genau richtig zu sein.

Die Maiers haben kein Problem mit ihrem Übergewicht.

Die Maiers haben vielleicht ein Problem damit,
einfach nicht sehen zu können,
dass sie so, wie sie sind,
genau richtig sind im Räderwerk der Schöpfung.

Und das beurteilt selbst
und schaut bitte bei dieser Beurteilung auf das,
was euch frei und glücklich macht.
Ja?

Nico: Ja.

Elia: Hm.
Nico, waren das jetzt deine Fragen?

Nico: Ich habe so viele Dinge,
die ich mit der Uta besprechen kann.
Scham und Vertrauen.

Elia,
anstelle einer Frage möchte ich dir ganz herzlich danken,
auch im Sinne Derjenigen, die es vielleicht so nicht tun!
Aber denen du hilfst.
Und das finde ich toll.
Und dafür danke ich dir.

Elia: Ich danke dir sehr herzlich.
Das ist sehr freundlich von dir.

Und es zeigt wieder einmal, Nico, wie groß deine Fähigkeit ist,
das Besondere und das Gute im Anderen Wert zu schätzen.

Und auch darüber möchte ich, dass ihr sprecht.

Eher verurteilst du dich, eher beschämst du dich,
eher misstraust du dir selbst,
als dass du deine Wertschätzung für die Menschheit
und auch für ganz spezielle Menschen,
die dir wichtig sind, aufgibst.

Dies in einer Zeit,
die so ganz anders ist als deine innerste Wahrheit.

Es ist schon sehr wichtig,
dass du im Räderwerk der Schöpfung bist!

Guten Abend, lieber Freund.

Nico: Guten Abend, ich danke dir.