Liebe

Schutzengel – Weißt du nicht, dass NIEMAND allein ist?

Weißt du nicht, dass NIEMAND allein ist?

Weißt du nicht, dass das,
was bei dir unmöglich ist,
doch möglich sein kann?
Weil die Schöpfung mit all ihren Helfern
es zu Ende bringt und vollendet,
was du aus der Mitte deines Herzens begonnen hast?

Weißt du nicht,
dass du zu uns gehörst wie wir zu dir?
Niemand geht verloren! 
Nichts wird zu Nichts!

Niemand muss gegen Hürden kämpfen,
die zu hoch für ihn sind! 
Und niemand muss sich schämen,
weil er ist, wie er ist!
Schutzengelkontakt

Ich bitte meinen Guide,
mich mit dem Guide von Annette zu verbinden.
Annette bittet um diesen Kontakt.

Ich stehe im Eingang einer Höhle,
sehr weit geht der Blick unter mir.
Ein trockenes Land völlig eben, soweit ich sehen kann.
Die Erde rötlich, fast kupferfarben, ebenso der Fels der Höhle.

Obwohl ich hier noch nie war, bin ich doch sicher:
Das hier ist Eyers Rock in Australien.

Guide: Stimmt! Überrascht?

Ich drehe mich zu der Stimme um,
eine weißhaarige Aborigine steht vor mir:
Kerzengerade, der Stock, den sie in der Hand hält,
scheint nicht dazu da zu sein, ihr eine Gehhilfe zu bieten.

Sie steht da vor mir – so viel kleiner als ich –
aber ihre Ausstrahlung ist so voller Würde und Güte,
dass sie mir Respekt einflößt!
Als sie sieht, was ich schreibe, lächelt sie.

Ist das so?
Nun, dass ist jedenfalls nicht meine Absicht,
dir etwas „einflößen“ zu wollen!
Ach…
Sie seufzt, setzt sich da, wo sie steht, auf den Boden,
den Stock weiter in der Hand und schließt die Augen,
als sie beginnt, zu sprechen:

Guidin: Moiya kannst du mich nennen, Annette.
Oder Molly, wie du mich zu Lebzeiten nanntest,
als Australien dein Lebensraum war.

Annette, ich bin dir nah und freundlich,
ich bin dir verwandt und war das immer,
auch in diesem Leben hier.
Obwohl wir keine gute Ausgangslage hatten,
diese Nähe zu leben.

Als ich gefangen genommen, deportiert
und letztlich missioniert wurde, war ich 45 Jahre alt.
Ich war die Mutter von 5 Kindern,
die Mutter von weiteren 23 Kindern meiner Schwestern…

Ich gehörte dem Clan der Feuerschlange an.
Und ich war eine Frau,
die ihr Leben jeden Morgen Willkommen hieß,
wenn die Sonne aufging,
und sich jeden Abend, wenn sie unterging,
davon verabschiedete.
Vielleicht ging sie ja nicht mehr auf – die Sonne – für mich.

Natürlich war das „nur“ ein kleines Ritual!
Natürlich war ich voll Vertrauen,
auch am nächsten Morgen die Sonne aufgehen zu sehen.
Dennoch: Dieser allabendliche Abschied ließ uns alle
– den ganzen Clan – unabhängig sein.

Wir wussten: Das Leben kommt, es ist ein Geschenk der Ahnen.
Und es geht wieder!

Alle, die wir liebten,
waren ein Geschenk auf Zeit.
Sie waren gekommen und sie würden wieder gehen.

Kannst du dir vorstellen, wie tief der Friede in einem Menschen ist,
der dieser doch so offenkundigen Tatsache
innerlich nicht mehr widerspricht?

Ich will meine Zeit damals nicht romantisieren.
Das Leben war durchaus anstrengend,
aber es war auch eine so alles umfassende Geborgenheit in mir.
Alles war gut, denn alles hatte seinen Platz!
Auch ich!

Ich war Mutter und ich würde vielleicht eines Tages
sogar eine der „Weisen Mütter“ werden.
Viel hatte ich dazu schon gelernt von meiner Mutter…

Aber auch wenn ich mich dem Lernen hingab,
so band ich mich doch nicht an diese mögliche Zukunft!

Denn:
Nicht wahr? Es konnte ja durchaus sein,
dass schon morgen die Sonne für mich nicht mehr aufgeht!

Ich würde gerne sagen, dass wir stets glücklich waren.
Aber das stimmt nicht: Wie alle anderen Menschen auch
trugen wir Trauer oder Wut in uns,
litten wir, wenn wir keine Lösung für unser Problem wussten.

Und es machte uns Warten müssen mürbe
oder wir fühlten Scham,
wenn wir uns nicht so verhielten,
wie unsere Liebsten es erhofft hatten.

Oder waren wir frustriert, wenn wir uns selbst enttäuscht hatten.
Wir waren eben Menschen!

Was uns aber von euch Weißen unterschied, war:
Dass wir uns dafür nicht schämten, dass wir menschlich fühlten!
Helle und dunkle Gefühle
waren einfach Eine von vielen Realitäten.

Die hellen Gefühle wie Liebe, Mitgefühl, Geduld, usw.
waren so „Richtig“ wie die dunklen Gefühle!

Ich habe lange überlegt,
welches unserer gemeinsamen Leben ich aufgreifen sollte
und bin schließlich zu diesem hier gekommen.

Nicht weil es ein Leben war,
das dich in irgendeiner Weise traumatisiert hat.
Sondern weil es ein Leben war, das dir etwas klar gemacht hat.

Mir fehlt etwas, das ich einmal hatte:
EINS SEIN mit dem, was ist.

Ich will dich nicht weiter damit langweilen,
dir von meinem Leben vor der Gefangenschaft zu erzählen.
Wir lebten damals keinesfalls im unfruchtbaren Outback,
sondern unsere Reisen führten uns durch fruchtbare Auen.
Und es war gar nicht schwer und gefährlich,
ein Jäger und Sammler zu sein.
Dort, wo der Fluss sich teilt, war es ganz leicht, zu überleben.

Bis die ersten weißen Siedler kamen!
Fruchtbares Land war rar, Flüsse waren selten.
Und wenn es sie gab, waren sie oft genug unzuverlässig.
Eine solche fruchtbare Gegend uns Eingeborenen zu überlassen,
war einfach völlig undenkbar!

Es gab durchaus Widerstand:
Es kam durchaus zu gewaltsamen Auseinandersetzungen
zwischen den weißen Männern und unseren Männern.
Aber wie soll sich ein mit einem Speer Bewaffneter
gegen die Waffen der Zivilisation erwehren?

Natürlich verloren wir!
Sie brachten uns zuerst in ein Lager,
in dem schon Angehörige anderer Clans lebten.

Ich hatte Angst, als ich dorthin kam.
Mein Gefühl war, dass ich hier Abschied nehmen würde von allen,
die ich liebe.
Aber nicht,
weil für mich die Sonne morgens nicht mehr aufgeht…

Dieses Gefühl trog nicht.
Innerhalb weniger Monate war unsere Gruppe,
– die aus 21 Menschen bestand –
auf 3 Menschen geschrumpft.

Einige der Männer waren bei Fluchtversuchen erschossen worden.
Aber die Meisten von uns starben an Windpocken.

Ich nannte diese Zeit: der große Abschied.
Meine Tante – die Schwester meines Vaters – überlebte,
einer meiner Enkel überlebte und ich.

An einem sehr regnerischen Tag kam ein Wagen.
Wir Drei wurden zusammen mit Mitgliedern eines anderen Clans hinein gesetzt und aus dem Lager gebracht.
Die Reise war weit und lang,
in der dritten Nacht starb meine Tante.

Zwei Tage später erreichten wir die Küste,
dort sah ich zum ersten Mal die Häuser der Weißen.
Wie fremd und bedrohlich das auf mich wirkte,
kannst du dir vielleicht vorstellen.

Wir wurden in eine Art Lagerhalle gebracht und dort zusammen
mit einigen anderen unserer Brüder und Schwestern „ausgestellt“.

Nun ja, die jungen, kräftigen Männer und Frauen
fanden zuerst Abnehmer.
Aber wer wollte schon eine ziemlich abgearbeitete Alte
und einen kleinen, dreijährigen Jungen?

Absurder weise hatte ich Angst, NICHT genommen zu werden!
Denn falls man keinen Abnehmer für uns fand:
Was wäre, wenn man uns einfach davonjagen würde?

Niemals könnte ich allein mit dem Kleinen den Weg zurück
in unsere Heimat schaffen.
Es war viel zu weit und unser Überleben in der Natur
basierte einzig und allein darauf:
dass Einer den Anderen unterstützte!
Je nach Kraft und Fähigkeit brachte sich Jeder zum Wohl aller ein.

Ja, ich hatte wirklich sehr, sehr große Angst
um meinen Enkel und um mich.

Aber dann bist du gekommen.
Du warst damals eine Farmerin, etwa so alt wie ich.
Dein Mann war durch einen Unfall nicht mehr in der Lage,
eure Tiere zu weiden!
Sodass du sie den ganzen Tag draußen auf dem Pferd
zusammenhalten musstest.
Deswegen lief allerdings im Haushalt so ziemlich alles schief!

Aber das nötige Geld,
um dir junge, starke Menschen auszulösen,
hattest du nicht.
Aber mich konntest du dir leisten.

Ich hoffte so sehr,
dass du mir einmal in die Augen sehen würdest.
Ich wollte darin lesen, wer du bist, wie du bist.
Aber dein Blick ging immer an mir vorbei.

Ich hatte schon gelernt, dass es zwei Arten gab,
wie Weiße uns ansehen:
Entweder starrten sie uns so lange in die Augen,
bis wir den Blick voller Verachtung und Wut nicht mehr aushielten!
Oder sie sahen uns nie in die Augen.

Die Letzteren waren gute Weiße, das hatte ich gelernt.
Sie schämten sich für das, was sie taten.
Ich war sehr froh, dass du zu denen gehörtest!
Obwohl ich so gerne in deinen Augen
den Seelenvogel gefunden hätte!

Ich will es kurz machen:
Obwohl ich viele sehr unangenehme Dinge bei dir zu ertragen hatte
– wie Schuhe tragen, Kleider mit Kragen tragen,
in einem Bett schlafen –
hatten wir es gut bei dir.

Und ich musste viel, viel lernen, ehe ich dir eine Hilfe war.
Aber ich lernte gerne,
denn in mir war zu dir hin etwas so Vertrautes,
als wärst du eine meiner Schwestern.

Und mein Enkel hatte es gut bei deinem Mann.
Beide waren stille Naturen, die selten redeten.
Um so besser verstanden sie einander.

Und da niemand mit seinem Urteil über das Verhältnis,
das wir Vier miteinander hatten, eingriff,
weil es einfach meilenweit keine Nachbarn gab,
lebten wir zusammen wie eine Familie.

Ich hegte keinen Groll gegen euch,
weil ihr Weiße wart
und du warst niemals hochmütig mir gegenüber.
Wir hatten sehr, sehr gute Jahre miteinander.
Ich erfuhr erst viel später,
dass so etwas die absolute Ausnahme war!

Mein Enkel war ein junger Mann geworden.
Aber im Gegensatz zu seinen Vorvätern
war er nie in die Rolle des Mannes eingeführt worden.

Das machte mir große Sorgen, sehr, sehr große Sorgen.
Denn in meiner Glaubensvorstellung
verlor er dadurch sein Band zu den Ahnen!
Etwas Schlimmeres konnte es gar nicht geben für uns!

Und so bat ich unsere Ahnen
und all meine verstorben Angehörigen darum:
Ihm zu ermöglichen, irgendwo und irgendwie
doch die Initiation machen zu können.

Ich wusste ja nicht, was ich tat!
Als er 18 war und im Grunde schon viel zu alt für den Prozess,
sollte sich meine Bitte auf dramatische Weise erfüllen.

Es war ein sehr trockener Sommer,
dem ein ebenso trockener Winter folgte
und dann wieder ein trockener Sommer.
Ich fühlte, dass ein mächtiges, mächtiges Feuer kommen würde!
Stärker als alle vorher!

Als ich dir das sagte, hast du mir sofort geglaubt, denn auch in dir
war eine seltsame Ahnung bevorstehenden Unheils.

Wir versuchten, deinen Mann davon zu überzeugen,
schon jetzt
– und nicht wie vorgesehen in einem halben Jahr –
alle Rinder in die weit entfernte Stadt zu treiben,
um sie dort zu verkaufen.

Er lachte nur, tat das als Unsinn alter Weiber ab, was wir fühlten.
Und mein Enkel tat es ihm gleich, was auch sonst.
Er hatte doch nie gelernt, auf seine innere Wahrnehmung zu achten.

Wie dein Mann glaubte er nur das,
was er sehen, anfassen, schmecken und riechen konnte.
Wie dein Mann war er blind und taub für die innere Wahrnehmung,
die doch in meinem Volk die Bedeutendste von Allen war!

Aber dann kam das Feuer!

Als dein Mann und mein Enkel nun ihren fünf Sinnen gehorchend
versuchten, die ganze Herde samt Kälber aus der Gefahr zu bringen,
war es viel, viel zu spät!
Alles verbrannte: das Vieh, die Gebäude…
Nichts blieb, gar nichts!

Dein Mann starb beim Versuch:
Eine Kuh, die sich im Buschwerk verfangen hatte, zu retten.
Wir – du, ich und mein Enkel – fanden Zuflucht
in einer Erdhöhle nahe dem ausgetrockneten Flussbett.
Das Feuer ging über uns hinweg!

Wir waren allein:
Du, mein Enkel und ich
und um uns herum nichts als verbranntes Land.
Es ging dir sehr, sehr schlecht!

Ich war erstaunt, wie sehr Weiße leiden,
wenn sie etwas aufgeben müssen und
wenn sie Jemanden verloren haben!

Du hast dich benommen,
als wäre Verlust erleiden
und Tod mit zu erleben für dich etwas absolut Neues
und als wäre es eine Art persönlicher Beleidigung.

Es war sehr schwierig, dich daran zu hindern,
deinem Leben selbst ein Ende zu setzen.

Mein Enkel trug den Verlust tapferer:
Durch all die Lieder und Geschichten, die ich ihm beigebracht hatte,
wusste er, dass es Tod und Verlust gibt.
Er fügte sich also schneller in sein Schicksal!
Aber als Helfer konnte ich ihn auch nicht gebrauchen:
Zu unerfahren war er mit den Wegen der Wildnis.

Also tat ich,
was jede Aborigine getan hätte in meiner Stelle:
Ich bat die Ahnengeister
von jedem Landstrich, durch den wir wanderten,
mich so zu leiten,
dass wir stets Wasser und Nahrung fanden.
Was wir auch taten…

Die Ahnen schickten mir ihre Hilfen:
Mal sang mir der Wind den Weg, mal zeigte es mir eine Echse,
wo das Wasser verborgen war.
Mal lief uns ein kleines Känguru quasi direkt in die Arme.

Wir dursteten nicht einen Tag und wir hungerten nicht einen Tag!
Ich war unterwegs mit zwei Ungelehrten,
aber auch mit einem ganzen Heer von Freunden.

Jeden Morgen, wenn die Sonne wieder für mich aufgegangen war,
sang ich dieses Heer herbei.
Eines Tages fragtest du mich nach der Bedeutung dieses Liedes
und ich sagte dir:
Ich singe uns nach Hause!

Das tat ich auch.
Nur dass meinen Ahnen und ihren Totems natürlich nicht
in der Stadt zuhause war,
sondern in den alten Lagerplätzen meines Clans.
Und so gingen wir tiefer und tiefer hinein
in die unbekannten Territorien.

Wir fanden einen Bruderclan,
der noch so lebte, wie es unserer Tradition entsprach,
und wir wurden freundlich aufgenommen.
Und selbst du gehörtest ganz selbstverständlich
nun auch zu diesem Clan.

Mein Enkel bekam die Initiation
und ich hätte sehr glücklich sein können!
Wenn du nicht immer trauriger geworden wärst!

Drei Jahre hast du mit uns gelebt.
Aber du hast niemals an unseren Liedern teilgenommen
oder an unseren Tänzen.
Du hast unser Essen angenommen, unsere Schlafplätze.
Aber nicht unsere Art, das Leben täglich neu aufstehen zu lassen!

Und darum konntest du das Glück des Tages nicht annehmen.
Dein Herz war in den Flammen des Feuers mit verbrannt!
Es war wie eingefroren in der Zeit.

Du warst da!
Aber du warst nie ganz anwesend,
ein Teil von dir ist mit deinem Mann und deiner Farm verbrannt.

Ich sah das, die Anderen sahen das.
Aber was wir auch versuchten:
Wir holten dich nie ganz ins Leben zurück!

Schließlich war sich der Clan einig:
Wir mussten dich zurück bringen zu deinen Leuten.
Das war nicht ungefährlich für uns!
Dennoch fanden sich fünf Männer,
in deren Schutz und Begleitung du
zur großen Stadt am Meer gebracht werden solltest.

Ich kam nicht mit.
Als wir von einander Abschied nahmen,
hast du wieder so haltlos geweint wie damals,
als das Feuer alles vernichtete!
Das ertrug ich kaum!

Warum konntest du nicht dankbar sein wie ich?
Für all das Gute und Schöne,
das wir miteinander erlebt hatten?
Ich war zornig über deine Dummheit!
Soviel hatte ich dich gelehrt,
aber du hattest anscheinend gar nichts verstanden!

Du sahst zwar inzwischen selbst aus wie eine von uns,
nur eben mit weißer Haut und blauen Augen…
Aber innerlich warst du so dumm,
so dumm!

Lebend sahen wir uns nicht wieder.
Aber als wir beide unsere Körperlichkeit verwandelt hatten,
fanden wir uns sehr schnell.

Dein Leben hatte noch lange gedauert:
ein hartes Leben als Hausangestellte in der Stadt.

Nie – so sagtest du mir –
konntest du dich wieder so richtig wieder
an die einengende Kleidung und die drückenden Schuhe gewöhnen.
Und dein Bett hattest du direkt vor das Fenster gestellt,
damit du
– wenn du einschlafen wolltest –
wenigstens ein Stück vom Sternenhimmel sehen konntest.

Du sagtest: „Irgend etwas Anderes, Molly,
habe ich aber noch viel mehr vermisst!
Ich komme nur nicht drauf.
Irgend was war wunderbar, als ich mit euch unterwegs war,
ich weiß nur nicht, was es ist.“

Ich antwortete dir:
„Dann musst du es suchen,
meine liebe Schwester!
Wenn ich es dir sage, glaubst du es mir wieder nicht.“

Meine liebe Annette, du bist geboren,
um das zu finden, was du suchst:
Das EINS SEIN!
Nicht wahr?
Annette:
Das ist es, was du suchst und doch nirgend wo findest.

Ich helfe dir dabei, wo immer ich kann.
Aber ich habe einen Gegenspieler:
Das ist das Regelwerk in deinem Kopf!

Oh, all diese Sätze,
die mit „Du musst“ anfangen
oder mit „Ich kann doch nicht einfach“.
Und erst recht die Sätze,
die mit „Nie schaffe ich es“
oder mit „IMMER bin ich“ beginnen.
Die machen es mir so schwer.

Sie gehören doch gar nicht zu dir!
Du hast diese ganzen Regeln irgend wann akzeptiert,
aber das bedeutet doch nicht, dass sie wahr sind!

Annette, weißt du nicht,
dass NIEMAND allein ist?

Weißt du nicht, dass das,
was bei dir unmöglich ist, doch möglich sein kann?
Weil die Schöpfung mit all ihren Helfern
es zu Ende bringt und vollendet,
was du aus der Mitte deines Herzens begonnen hast?

Weißt du nicht,
dass du zu uns gehörst wie wir zu dir?
Niemand geht verloren, nichts wird zu Nichts…

Niemand muss gegen Hürden kämpfen,
die zu hoch für ihn sind!
Und niemand muss sich schämen,
weil er ist, wie er ist!

Würde ich alle Gedanken und Beurteilungen aufschreiben,
die sich täglich in deinem Bewusstsein breit machen,
würde ich mit all den Regeln, Forderungen,
Geboten und Verboten ein ganzes Buch füllen.

Aber die brauchst du gar nicht, mein Lieb!

Alles, was es braucht, ist:
Dass du das, was du als wahr und harmonisch fühlst,
auch Wirklichkeit sein lässt!
Nichts weiter!

Vertraue deinen Intuitionen, vertraue deinem Gespür dafür,
was wahr ist und was sich gut anfühlt!

Da, wo die Angst ist, geht es lang?
Ach Unsinn!
Wenn ich uns so durch die Wildnis geführt hätte,
hätten wir keine 3 Tage überlebt!

Da, wo die Freude ist, geht es lang!

Ein erfülltes Leben wolltest du führen!
Ja, ein guter Vorsatz!
Aber warum konntest du nicht glauben,
dass du das darfst?

Weil du den falschen Gedanken gefolgt bist, mein Liebling.

Nein, nein, nein, es ist nicht zu spät!
Ach was!
Es ist niemals zu spät,
man Selbst zu sein!

Du glaubst, alle deine enttäuschten Hoffnungen,
alle deine Opfer,
alles war ganz umsonst?

Nein, niemals!
Du hast gelernt
und du bist zu deiner Sehnsucht zurück gekommen,
dich GEBORGEN zu wissen im Leben!

Ich weiß, ich weiß:
Was du nicht erklärt bekommst,
was dein Verstand nicht einordnen kann,
das ist dir nicht genug!

Fühlen UND Verstehen:
Beides möchtest du und du hast Recht!

GENAU das ist deine größte Gabe:
Dass du fühlend weißt, was wahr und richtig ist!

Nimm es freudig an, nimm es an wie ein Kind,
das ein heiß begehrtes Spielzeug annimmt.

Ja, natürlich!
Das wäre wirklich seltsam, wenn du plötzlich glücklich wärest
oder auch nur im Frieden.

Wie kannst du?
War dein Leben nicht schwer genug?!
Willst du etwa nicht mehr zu all Denen gehören,
die frustriert und pessimistisch sind?
Nein?

Aber zu Wem gehörst du dann?
Ich sage es dir:
Dann gehörst du zu Allem, was ist.
Dann ist alles gut und richtig.

Uta, ich schätze, es wird Zeit, aufzuhören?

Uta: Ja, der Kontakt wird schmerzhaft…

Moiya: Gut, dann muss ich jetzt darauf setzen, liebe Annette:
Dass deine Seele sich dem, was ich gesagt habe, öffnet…

Annette?
Autoritäten musst du nicht suchen!
Gesetze musst du nicht suchen!
Such dich!
Das „Himmelreich“?
IN DIR!

Es kommt nicht von irgend wo her,
es muss befreit werden:
Aus dir heraus.

Uta: Darf ich jetzt Annettes Fragen stellen?

Moiya: Ja, natürlich.

Uta: Annette fragt,
woher sie ihr unnatürliches Essverhalten hat
fast bis zur Essstörung?

Moiya: Weil du die Überzeugung hast,
dir alles VERDIENEN zu müssen.
Und die Angst,
dass alle deine Bemühungen vergebens sein könnten:
Ungenährt, ungeborgen, unbehütet abgeschoben zu werden,
wenn du dir erlaubst, so zu sein,
wie du dich im Innersten fühlst!

Wenn du dir erlaubst, zu leben!

Du glaubst, dass du eine Last bist
und versuchst, das so wenig wie möglich zu sein!
Das ist sehr, sehr anstrengend!

Sieh dich um, mein Liebling:
Du findest IMMER, was du zum Leben brauchst!
Das Leben selbst gibt es dir.
Du DARFST genießen und du darfst jubeln über den Genuss!

Wer jubelt, wird satt…
Verstehst du?
Wer es nicht wagt, zu jubeln,
sondern sich schämt, gerät in Gier oder
in Versagung aller Genüsse!

Weißt du denn nicht, dass Gott sich freut, wenn du dich freust?
Es ist doch alles EINS!

Uta: Wodurch bzw. woher habe ich oftmals starke Selbstzweifel?

Moiya: Weil es dir anerzogen wurde, die zu haben!
Und das seit vielen, vielen Inkarnationen.
Man hat euch verboten, euch über euch selbst zu freuen!

Verachten sollt ihr eure Natur und Misstrauen gegen sie hegen,
Angst soll sie euch machen!
So lange schon!
Obwohl doch Jesus deutlich
gegen diese Ansichten sprach!

Alles verdreht, alles verkehrt!
Und dieser verdrehten Weltsicht, die dich zwingt,
dich für dein so Sein zu schämen, weil es nicht vollkommen ist,
die hast du seit vielen Leben in dir gespeichert.

Deine Ahnen entsprechen dem:
Keine Barmherzigkeit
für die eigenen und für die fremden Fehler!
Ach, ach, was für eine Forderungs-Haltung!

Uta: Warum erlitt meine Familie so einschneidende,
gravierende Schicksalsschläge?

Moiya: Ich könnte sagen:
Weil ihr glaubt,
dass das Leben euch feindlich ist.
Dass in der Welt sein bedeutet,
in Gefahr zu sein!

Aber das wäre nicht fair!
Es ist ja nicht nur deine Familie, die das für richtig hält,
sondern das ist Teil des kollektiven Bewusstseins.

Was Menschen mit ihren Ängsten speisen,
wird gespeist, bekommt Energie!
Und diese Energie neigt dazu,
sich zu manifestieren.

Ja, Leid gibt es, ja!
Das ist wirklich wahr!
Aber ist das ein Grund,
daran das GANZE LEBEN zu messen?

Uta: Sie fragt, ob sie gesund ist.
Sie möchte so gerne gesund und vital bleiben.

Moiya: Es gibt viele Gründe, warum Krankheiten manifest werden.
Der eine Grund ist:
Weil es nur über den Erfahrungsweg der Krankheit
äußerst wichtige Weiter-Entwicklungs-Möglichkeiten gibt.
Der zweite Grund liegt im Missbrauch der Natur!

Annette?
Auch in Krankheiten bist du nicht und niemals ganz allein!
Es gibt so viele Hilfswege und Helfer.

Wer damit zurecht kommt, diese zu suchen und zu bitten:
Wer verstanden hat, dass sein Wohlergehen DURCHAUS
von Interesse für die Schöpfung ist:
Der muss keine Krankheit fürchten.

Was du eigentlich fürchtest, ist gar nicht die Krankheit!
Sondern auf Hilfe angewiesen zu sein.
Hm, hm…

Ist sich gegenseitig Hilfe geben nicht ganz wunderbar?
Warum es fürchten?
Weil du es nicht Wert bist, Hilfe zu erfahren?
Hm, hm…

Was für ein Unsinn!
Es existiert wirklich immer noch
beachtlich viel Unsinn in deinen Überzeugungen, mein Liebstes!

Uta: Sie fragt, ob sich ihr Partnerwunsch erfüllt. 
Darauf kannst du sicher nicht antworten?

Moiya: Nein, das kann ich nicht,
weil eben NICHT IMMER ALLES festgelegt ist.

Uta: Annette fragt, ob sie auf dem richtigen Weg ist?

Moiya: Oh, aber ja!
Seit deiner Geburt bist du ununterbrochen auf dem richtigen Weg.
Kein Tag, kein Umweg umsonst:
So lange du ZU DIR HIN gehst!

Uta: Ich danke dir vielmals, lieber Guide,
und ich hoffe, dass es Annette gut tut,
dies alles zu lesen.
Möchtest du abschließend noch etwas sagen?

Moiya: Ja, eines noch:
Annette, überlege dir, was du dir Wert bist! 
Überlege dir, ob deine Ängste und Sorgen nicht daher rühren,
dass du meinst, du seist Gott gerade so viel wert wie du dir selbst.

Das ist nicht so, wirklich nicht! 
Sei barmherzig zu dir, liebe Annette!

Weißt du nicht?
Barmherzigkeit ist Gottes Eigenschaft!