Referenz

Schutzengel – Alles ist Eins! Alles in Einem bedeutet aber nicht, dass es nur das Eine gibt.

Alles ist Eins!
Alles in Einem bedeutet aber nicht,
dass es nur das Eine gibt
.
Schutzengelkontakt

Ich bitte meinen Guide,
mich mit dem Guide von Inge zu verbinden.

Ich stehe in einer kleinen Grotte oder Höhle,
neben mir ein einfacher Holztisch, ein Buch und ein Stuhl.
Mein Blick geht aus dem offenen Eingang heraus.

Eine weite, bewaldete Landschaft, einige Berge
(aber nicht so hoch).
Sonne fällt in diese kleine Höhle.
Aus einem Winkel, der bisher dunkel war,
kommt ein großer, schlanker Mann auf mich zu.
Er trägt einen schwarzen Talar, weißes, langes Haar,
große braune Augen unter dichten weißen Augenbrauen.
Ein sehr, sehr sanfter Blick.

G: Setzt dich nur!
Dort: Ich habe Brot und Wasser, Leib und Geist (lächelt).
Beides gehört zusammen.
Schau dich um, was fällt dir hier auf?

U: Darf ich dich zuerst um einen Namen bitten,
den Inge benutzen kann, um dich zu rufen?

G: Inga.

U: Der gleiche Name, nur männlich?
Das ist ungewöhnlich.

I: Es wird um die Erfahrung der Einheit gehen,
um den Verlust und darum,
sie wieder zu finden. 
Es ist gut, den gleichen Namen zu tragen.
Aber das werdet ihr erst später verstehen.
Also?
Was fällt dir hier auf?

U: Die Kargheit deiner Unterkunft?

I: So? Interessant! 
Du wertest schon, was du siehst.
Ist es nicht gerade deine Aufgabe, nicht zu werten,
sondern nur wiederzugeben,
was du als Projektion bekommst?
Werte also nicht, sondern sage mir, was du siehst.

U: Gut: Ich sehe eine kleine Höhle,
ich sehe sehr einfaches Mobiliar: 
Bett, Stuhl, Tisch, eine kleine Truhe.
Ich sehe als einzigen Luxus einen Strauß frischer Wiesenblumen 
und eine einfache Kerze.
Ich sehe dich,
den sehr hellen Eingang der Höhle
und das sehr dunkle Ende der Höhle.

I: Sehr dunkel und sehr hell
ist also meine Behausung?
Beides? 
NUR! Beides?

U: Nein, es gibt einen fließenden Übergang,
aber der ist sehr klein.

I: Sehr viel hell, sehr viel dunkel, wenig grau?

U: Ja.

I: Wo ist deine Erkenntnis dessen, was du siehst?
Am Besten: Wo siehst du die meisten Details?

U: Dort, wo es ganz hell ist,
sehe ich genauso wenig wie dort,
wo es ganz dunkel ist,
am Meisten sehe ich also im Grau-Bereich.

I: Wenn ich dir nun sage,
dass diese meine Höhle ein Gleichnis ist für Inges Seele,
verstehst du dann, was ich sage?

U: Nein, überhaupt nicht. 
Ich denke,
jede Seele hat Dunkelheit und Helligkeit und Grau-Bereiche.
Jeder hat etwas Dunkles an sich und etwas Helles.

I: Du wertest schon wieder!
Der dunkle Bereich ist weder besser noch schlechter.
Meine Höhle wäre keine Höhle
ohne die dunkle Rückseite
und auch nicht ohne den hellen Eingang.

Aber ich könnte mich auch
überhaupt nicht orientieren ohne den Grau-Bereich.
Schau, was ich tue!
(Er nimmt die Kerze und stellt sie in die Mitte des Raumes.
Der Grau-Bereich vergrößert sich,
der dunkle Bereich wird weniger dunkel,
der Helle blendet weniger.
Ich kann sehr viel mehr Einzelheiten wahrnehmen.)

I: Siehst du, Uta, darum wird es nun gehen.
Um Inges Weg,
den grauen Bereich ihrer ICH-Wahrnehmung zu erweitern. 
In ihren engen Bereich der eigenen Identifizierung
ein Licht zu stellen, um den zu starken Kontrast aufzuheben.

Doch zuerst noch einmal,
um es ganz deutlich zu machen: 
JEDE! Seele hat sowohl dunkle Bereiche als auch Helle!

Die Hellen mögen uns in unserer Ich-Wahrnehmung verblenden,
die dunklen Bereiche uns ängstigen.
Die größtmögliche Wahrheit über uns selbst
erfahren wir aber im Grau-Bereich.

Hier im Jenseits gibt es in Wahrheit keine Sonne,
die blendet und also auch keinen Schatten.
Alles ist gleichwertig sichtbar!

Das ist es, was wir als erhöhtes Bewusstsein bezeichnen!

Das Dunkel ist, wenn ich will, sehr klein,
das Helle allerdings auch.
Alles wird einander so lange angeglichen,
bis es weder undurchdringliche Finsternis gibt
– also Seiten meiner Seele,
die ich nicht als zu mir gehörig erkenne –
noch blendende Helligkeit.
Also Seiten, die ich in ihrem Wert überhöhe.

Jede Seele ist auf dem Weg,
so viele Lichter zu finden,
dass alles im Grau-Bereich liegt,
dass sie alles in sich klar erkennt
und zu sich gehörig identifiziert.
Weißt du, warum?

U: Um sich selbst zu kennen?

I: Richtig!
Warum aber ist es so wichtig,
sich selbst zu kennen?

U: Um mit den eigenen Kräften und Fähigkeiten
angemessen umzugehen?

I: Um alles zu sein, wozu ich fähig bin
innerhalb einer Ordnung der Liebe.
Ja, genau so ist es!

Inge ist gekommen,
um dieser Ordnung näher zu kommen.
Ihre Grundfrage dabei ist: 
Wer ist mein Ich,
wie ist es?
Und wer ist mein Du,
wer ist es?

U: Wenn ich mein Ich verstehe,
verstehe ich mein Du? 
Da bin ich selbst auf der Suche,
ich habe keine Antwort darauf.

I: Es ist so!
Ich kann mich nicht in eine Gemeinschaft einbringen,
ohne vorher verstanden zu haben, wer ich bin!
Das ist doch logisch.
Das kann ich nicht,
weil meine unerkannten Teile meines Selbst
dann eben nicht beachtet,
also auch nicht benutzt werden können.

Je klarer meine Selbst-WAHR-Nehmung,
umso besser, effizienter bringe ich mein Selbst ein.

Aber sag mir doch:
Welchen Weg kann ich da gehen?
Wer ist denn im übertragenen Sinn die Kerze,
die den Grau-Bereich größer macht?

U: Gott?

I: Nein, nein! 
Gott ist nicht jemand,
der von Außen wirkt, der ist überall!

Nein, ich erkenne mich in denen,
die mir begegnen,
in denen, die ich liebe,
die ich hasse…
Die mir gleichgültig sind,
die ich interessant finde…

Ich erkenne mich ausschließlich
in meinem Austausch mit dem DU.
Das Auge sieht, das ist seine Aufgabe!
Aber kann es sich selber sehen?
Nein!
Nur wenn es in einen Spiegel schaut.
Es braucht also eine Projektionsfläche!

Inge kam in diese Welt mit dem vertrauten Bewusstsein,
mit Allem Eins zu sein.

U: Ich denke, dass ist das Ziel der Seele,
wieso kommt sie dann noch einmal?

I: Das Ziel der Seele ist die völlige Erkenntnis
des Ich´s UND des Du´s.

Inges Seele war sich der Verbundenheit mit allem,
was existiert, voll bewusst,
OHNE ausreichend das eigene Selbst verstanden
und erkannt zu haben.
Es fehlt ihr zu viel, um sich zu integrieren.

Integration erfordert,
dass Alle auf einen gleichwertigen Stand sind,
sonst wird aus der Einordnung Selbstauflösung.
(Lächelt.)
Aber so gerne ihr diese Art der Liebe propagiert:
Uns liegt nichts an einem selbst aufgelösten Ich,
es würde seine Potenziale doch nicht einbringen!
Inges Sehnsucht nach gelebter Liebe
– und ich spreche hier sowohl
von der Liebe zum Nächsten
als auch von der Liebe zwischen zwei Menschen
als auch von der Liebe zur Schöpfung –
ist sehr groß.

Ihre Seele ist geradezu hungrig nach dieser Erfahrung!

Aber um vollständig erleben, leben zu können,
was das bedeutet,
muss sie sich selbst
als los gelöst erfahren,
muss sie sich als Individuum erkennen:
Nicht getrennt,
aber dennoch Einzeln.

Das sind zwei völlig widersprechende Strebungen der Seele.
Die Verwirrung und Unbehagen bereiten!
Wer bin ich?
Wo fängt mein ICH an,
wo hört es auf?
Wo erlebe ich mich verschmolzen mit Anderen,
ohne dabei Selbst verloren zu gehen?

Sie ging oft und oft verloren
in der Verschmelzung mit Anderen! 
Ich will diese Gelegenheit ergreifen
und ihr versuchen, zu erklären,
wie sie das Paradoxon lösen kann.
Siehst du, diese meine Höhle
also ist ein zu erkennendes Ich.

Aber das ist nur ein Teil der Wahrheit!
Verändern wir unsere Perspektive, verändert sich die Wahrheit.
(Plötzlich sind wir nicht mehr in der Höhle,
sondern wir stehen Draußen.
Mein Blick fällt auf einen Berg,
in dem ich wenigstens Fünfzehn solcher Höhleneingänge sehe.)

I: Siehst du:
viele Höhlen, aber ein Berg.
Ist meine Höhle jetzt nicht mehr da?

U: Doch, natürlich,
aber sie ist Teil eines größeren Ganzen.

I: Um das zu erkennen,
mussten wir was tun?

U: Das Ganze von Außen betrachten!

I: Richtig.
Bravo, meine Freundin!

Um das GANZE zu sehen,
muss ich aus MICH heraus treten
UND aus dem Ganzen. 
Dieses hier ist die Perspektive,
die außerhalb von Allem liegt! 
Das i
st die Perspektive,
die Inges Seele eingenommen hat.
So lange in so vielen Inkarnationen,
dass sie vergessen hat,
wie IHR Teil des Ganzen, ihre Höhle aussieht.
Das ist eine der Gefahren
des spirituellen Weges einer Seele!

Und wie immer,
wenn der Pendelausschlag einer Entwicklung einseitig wird,
bedarf es der Korrektur!

Ich sagte es bereits:
Wir erweitern unsere Wahrnehmung unseres Ichs
ausschließlich durch die Begegnung mit dem Du! 
Mit der Reaktion,
die unser Sein,
Handeln und
Denken auslöst
in und durch Andere.

Inge wird in diesem Leben aufgefordert,
Ordnung zu schaffen
zwischen dem Ich und dem Du. 
Das erfordert,
dass sie das Du genau beobachtet und analysiert.

Dagegen steht ihre Sehnsucht,
in Liebe in Anderen aufzugehen!
Aber das darf dieses Mal nicht sein,
ohne zu begreifen:
Dass sie ein eigenes Wesen ist!

Inge? 
Nun spreche ich dich direkt an,
meine geliebte Freundin.

Dieser Berg hier war auch der deine
und du lebtest hier,
wie auch ich lebte.

Du liebtest alle,
aber du liebtest dich nicht!

Du hast dich nicht abgelehnt,
du hast dich auch nicht verachtet. 
Nein, du hast dich vergessen!
Deine Gaben,
deine Neigungen,
deine Ziele,
deine Freuden:
einfach vergessen.
Aber das kann und darf nicht sein! 
Wir brauchen dich in deiner Ganzheit!
Wir brauchen deine Gaben,
deine Freuden,
deine Ziele…

Wir baten dich sehr,
noch einmal zu inkarnieren,
um endlich dein ganzes ICH einzubringen!

Wenn du Andere beobachtest,
wenn du sie analysierst,
wenn du sie ausprobierst und testest,
dann ist dies nicht verwerflich,
sondern eine sehr wichtige Arbeit deiner Seele!

Allerdings nur dann,
wenn du verstehst: 
Dass Alles!!!
was du erkennst im Anderen,
TEIL deines eigenen Ichs ist!

Das, was du so sehr ablehnst an einem Anderen,
ist gerade das,
was in deinem dunklen Bereich verborgen ist!

Auch diese Art des Seins hast du einmal gelebt
und weit ins Dunkel gestellt! 
Wer stellt schon den Abfalleimer
in den hellen Eingangsbereich? 
Ich tue es jedenfalls nicht (lächelt).

Du hast also genau die gleiche Unart in dir gelebt,
irgendwann einmal… 
Aber inzwischen als Unart,
als nicht richtig erkannt!

Dein Urteil über das dir begegnende Du
ist also Eines,
das du längst getroffen hast!
Nämlich über einen Teil deines Selbstes! 
Du brauchst es, da du dies nun weißt,
aber nicht länger fürchten!

Du darfst eine Kerze anzünden
und dir diesen Teil deines Selbstes anschauen
und dir sagen: 
Oh, aha! 
Also so destruktive Kräfte habe ich auch!
Aber ich werde sie nicht mehr benutzen,
sie haben sich nicht als nützlich erwiesen!

Schau genau hin,
wen und was du an Anderen gar nicht magst!
Das sind gerade jene Dinge,
die du auch in dir hast,
über die du aber schon dein Urteil gefällt hast!

Das Gleiche gilt für die Dinge,
für die du Andere liebst.
Es sind genau die Eigenschaften,
die auch du besitzt,
die du aber derzeit nicht benutzt,
weil sie dich verblenden würden
auf dem Weg deiner Erkenntnis.

Dennoch tut es dir gut,
diese Dinge zu analysieren und dir zu sagen: 
Oh, Aha!
Das ist also auch eine meiner Eigenschaften!
Wie schön! 
Ich werde später darauf zurück greifen,
wenn es an der Zeit ist.

Wenn du so denkst,
wird sowohl ein Gefühl der Minderwertigkeit
als auch des Neides keinerlei Rolle mehr spielen!
 
Und die guten Eigenschaften Anderer
nehmen den rechten Stellenwert in deinem Leben ein.
Ich möchte, dass du alles das gründlich durchdenkst!

Dein Ziel ist es,
dass alle Dinge ihre rechte Ordnung bekommen! 
Alles und Jeder hat seinen Platz!

U: Ich danke dir, Inga.
Und ich würde dir jetzt gerne die Fragen von Inge stellen,
soweit du sie beantworten kannst.
Inge fragt:
Warum und seit wann du ihr Guide bist?

I: Ich bin es seit etwa vier irdischen Jahren. 
Der Grund liegt in Inges Sehnsucht
nach vertieftem Verständnis
ihrer seelischen Entwicklung.
Dieses war schon hier meine Aufgabe,
sie zu begleiten!
Und sie ist es nun erneut.
Ein Guide, der sich hauptsächlich
der Erweiterung ihrer Spiritualität verpflichtet hat.

U: Sie fragt nach der Aufgabe dieser Inkarnation.

I: Nun soweit es ihre eigene Entwicklung betrifft,
habe ich es bereits erklärt.

Aber Inge wäre nicht Inge,
würde sie nicht darüber hinaus
auch Befriedigung und Freude darin erfahren,
für andere geliebte Seelen, die inkarniert sind,
Entwicklung zu fördern!

Sie war nicht dazu zu bewegen,
allein Ihretwegen zu inkarnieren! 
Sie hat ja eben die Ansicht,
nicht der Mühe wert zu sein!
Was es unbedingt zu ändern gilt!

Sie hat und wird erfahren,
dass sie umso effizienter Anderen Geleit und Schutz
zu geben vermag, umso mehr sie dies
auch für sich tut!

Ich ehre mich und das Du!
Beides ist gleichberechtigt eine große Gnade.
Ungleichgewicht ist immer
für alle Beteiligten letzten Endes destruktiv!

U: Warum sind ihre Nieren kaputt gegangen?

I: Weil dies eine ihrer Aufgaben wäre,
die sie sowohl für sich
als auch für ihren Vater übernommen hat.
Ihr fandet so einen Ausgleich.
Er hatte das dringende Bedürfnis,
aufgrund einer karmischen Last
ihr im wahrsten Sinn des Wortes
LEBEN zu spenden
und seine Seele hat dies
mit großer Dankbarkeit angenommen.

Für Inges Seele aber ist dies eine Erfahrung,
die sehr wichtig ist! 
Ich sagte:
Dass sie dazu neigte, sich ganz in Anderen aufzulösen,
absolut zu verschmelzen.

Nun ist dies nicht nur sinnbildlich geschehen,
sondern es ist auch materiell passiert! 
Aber es ist nicht so,
wie die Seele erwartet hat!
Es ist nicht das völlige Losgelöst sein
von Konflikten mit einem DU, sondern im Gegenteil.

Sie erlebt die permanente Verunsicherung der eigenen Existenz:
Was, wenn sein Ich in ihr
nicht mehr mitmacht?

Sie erlebt, dass die Verschmelzung
nicht zu mehr Freiheit führt,
nicht zur Auflösung,
die von Konflikten befreit,
sondern erst recht zu einer Konfrontation
zwischen dem eigenen Ich
und dem vom Körper als Fremd erlebten Du in ihr!

Es ist sehr wichtig, dass Inge versteht,
dass hinter dem Versuch und der Sehnsucht,
mit Anderen zu verschmelzen,
die Angst liegt,
sich Konflikten mit einem andersartigen Du zu stellen!

Es gibt keine Lösung für sie!
Es sei denn, sie begreift, was ich sage:
JEDER, der dir begegnet,
ist das, was du AUCH bist!

Aber dein Urteil darüber,
wie und was er ist,
muss ausgesprochen sein und will erkannt werden: 
Ich habe die gleichen Eigenschaften wie du,
aber ich habe einen anderen Rückschluss daraus gezogen.
Ich habe die gleichen Eigenschaften,
aber weil ich damit anders umgehe, SIND wir nicht gleich!
Bin ich ICH
und du bist DU.

Inges Sehnsucht nach Liebe
ist in gewissem Sinn Ursache ihrer Erkrankung.
Inges Seele beging einen Irrtum: 
Sie setzte Liebe mit völliger Ich-Aufgabe gleich! 
Eine absolute Verschmelzung
kann es aber nicht geben!

Siehst du das hier? 
(Er zeigt mir ein gelbes Glasstück und ein blaues Glasstück.
Die Sonne scheint durch beide Gläser,
die er nun übereinander legt und dort,
wo das so gefilterte Licht hinfällt, sehe ich ein leuchtendes Grün.)

Dieses ist das vermeintliche Ziel Inges!
Aber so geht es nicht, die Wahrheit ist eine Andere.
Schau:
(Er nimmt ein Blatt Papier und malt darauf viele gelbe Punkte
und dann genauso viele blaue Punkte.
Dann werde ich weggeschleudert
und sehe das Papier aus der Ferne,
jetzt scheint es ein grünes Papier zu sein.)

Inges Seele meint, dass ihr etwas fehlt,
um vollständig zu sein. 
Aber das ist nicht wahr:
Sie ist vollständig.
Fehlt dem Gelb das Grün? 
Nein! 
Fehlt dem Blau das Grün? 
Nein!
Beides ist vollständig.

I: Liebe heißt,
das Blau Blau bleibt und Gelb Gelb,
im gemeinsamen Wirken entsteht dann etwas Neues: 
Grün.

U: Inge fragt, wer Winifried ist.

I: Aus meiner Perspektive ein Freund der Seele.

U: Kenne ich Heinz aus einer anderen Inkarnation? 
Wenn ja, in welcher Beziehung mit welcher Aufgabe?

I: Noch einmal: 
JEDER Mensch,
der in deinem Leben eine wichtige Rolle spielt,
der dich anregt, reizt und bewegt,
ist dein nach Außen gebrachtes Du!

Ihr begegnet euch, um im Anderen zu erkennen,
was in euch ist!
Sieh dir an, was du so störend findest
und erfahre, dass es das ist, was du selbst gelebt hast! 
Aber was du, weil es dir unangenehm ist,
verurteilt hast und abzulegen wünschst.

Sieh dir an, was du an ihm verehrst und erfahre,
dass es das ist, was auch du hast,
aber derzeit nicht benutzt,
weil es im Augenblick nicht zu deinem Weg benötigt wird.

Seine Rationalität ist auch eine deiner Eigenschaften. 
Sein Hang zur Pflicht, die zuerst kommt,
ist auch dein Hang zu Pflicht, die den höchsten Wert hat. 
Aber du hast dein Urteil darüber vor langer Zeit gefällt!

Was er dir beibringt,
indem er diese Dinge lebt,
ist die Aufforderung:
Dass deine Seele lernt, sich selbst
– TROTZDEM sie auch diese Dinge gelebt hat –
zu lieben und zu achten.

Ihr fordert einander auf,
euch trotz negativer Seiten zu lieben! 
Gelingt es euch,
dies im Anderen zu tun,
habt ihr gleichzeitig erreicht,
dass ihr auch eure Anteile lieben könnt,
die Gleiches taten!

Gelingt es nicht,
geht die Auseinandersetzung
mit diesen Eigenschaften und Einstellungen weiter,
bis es – mit wem auch immer – gelingt!
Alles, was ich über Heinz sage,
gilt auch für deine Kinder und deine Eltern
und einige deiner Freunde. 
Natürlich hattet ihr gemeinsame Inkarnationen!

U: Ich danke dir, Inga. 
Damit würde ich mich gerne verabschieden.

I: Das war eine lange Zeit,
die du mir gegeben hast. 
Ich danke auch dir.

Nun noch mein Geschenk an meine Freundin: 
(Er reicht mir ein kleines Holzkästchen. 
Ich klappe es auseinander
und sehe darin ein in Gold ausgelegtes Alpha und Omega.
Und mir fällt eine gepresste Rose aus der Schachtel.)

I: Es gibt weder einen Anfang noch ein Ende. 
Beides ist Gleich. 
Es gibt weder Dunkel noch Licht:
Beides ist eine Frage der Beleuchtung!

Es gibt kein Innen und Außen. 
Beides ist eine Frage des Standpunktes!

Alles ist in Einem! 
Aber das bedeutet nicht,
dass es nur das Eine gibt,
sondern dass erst das Zusammenwirken aller Teile
zu einem Ganzen führen.

Der Duft einer Rose geht nicht verloren,
er ist zumindest in deinem Bewusstsein
stets zu gegenwärtigen. 
Nichts und Niemand geht je verloren!

Das ist nicht das Ziel!
Und nun Lebe wohl!