Schutzengeln

Das Alter bietet auch mit 77 noch Schönheiten

Ein Schutzengelkontakt zu dem Thema:

Die Überwindung des Glaubens, immer ein Opfer zu sein.

Nur du kannst dafür sorgen,
dass du mit dir und deinem Leben glücklich bist.

Das Alter bietet auch mit 77 noch Schönheiten.

Verändere deine Einstellung und hol dir ein Medikament.

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Marga zu verbinden.
Marga wurde 1929 geboren.

Ich stehe am Rand einer langen breiten Treppe,
sie erinnert mich an die spanische Treppe in Rom.
Viele Menschen gehen hier auf und ab.
Eine sehr heitere, freundliche Atmosphäre.

Eine junge Frau in einem langen hellen Kleid kommt auf mich zu.
Das Kleid ist lang und aus Spitze gearbeitet,
sie trägt einen großen flachen Strohhut, den sie abnimmt,
um ihr Gesicht zur Sonne zu strecken.
Sie ist groß und schlank.

Ein sehr schönes Gesicht mit einem griechischen Profil,
braune Augen unter schweren, dunklen Augenbrauen.
Sie lächelt, als sie mich sieht.

Guidin: Willkommen, Uta, dieses ist tatsächlich die Spanische Treppe,
aber im Jahr 1904.

Ich habe hier gelebt und geliebt
und wäre hier vielleicht auch gestorben,
hätte mich nicht ein Freund mitgenommen zu dem schönsten Ort,
den ich je gesehen habe.
Komm, ich zeige ihn dir.

Ich will, dass du ihn meiner Marga beschreibst, damit sie weiß,
dass wir jedes Ziel erreichen können
und niemals ein Traum verloren geht.

Es gibt einen Szenenwechsel:
Wir sitzen in einem Boot, vor uns sitzt ein Mann in einem
blau-weißen, gestreiften Trikot, er hat einen langen Stab in der Hand
und stößt uns so immer weiter durch flaches Wasser.
Mich erinnert er an einen Gondolieri aus Venedig.

Aber das hier ist nicht Venedig, sondern das Meer.
Ich kann ein grünes Ufer sehen, das steil aus dem Meer aufragt
und vor uns ist eine Grotte, in die wir langsam einfahren.
Ich hätte erwartet, dass es dunkel ist hier drin,
aber das Wasser leuchtet und taucht das Innere
in ein geheimnisvolles und wunderschönes Licht.

Die Guidin zeigt mit dem Finger zum Ausgang
und ich sehe einen atemberaubenden Sonnenuntergang.

G: Du kennst das Lied: Wenn am Abend im Meer die Sonne versinkt?

U: Die Capri-Fischer?

G. lächelnd: Ja, so heißt es, sage Marga, das ist mein Gruß an sie.
Träume vergehen nicht, sie werden nur auf eine spätere Zeit verschoben.
Hier (im Jenseits) sind sie so real wie eure Wirklichkeit.

Kennst du die Bedeutung von Träumen?
Von Phantasien?
Wir werden darüber reden.

U: Das werden wir, wenn du es für wichtig hältst,
aber es wäre schön, wenn du Marga deinen Namen sagst.

G: Ich bin Angelika, ausgesprochen in eurer Sprache Andschelika.
Dies hier ist meine vorerst letzte Inkarnation.
Ich sterbe früh mit 28 Jahren:
Keine Kinder, aber ein Mann, der mich hasst.
Kein Grund, um weiter zu kämpfen…
Und ich danke Marga so sehr, denn ich durfte von ihr lernen,
was es heißt, weiter zu kämpfen: immer und immer weiter.
Ich hoffe, dass sie mir nicht böse ist.
Wie gerne, wie gerne hätte ich ihr das Leben leichter gemacht,
aber es war nicht der Lebensplan.

So blieb mir nichts anderes, als sie zur Mutter Maria zu führen,
unsere große Trösterin.
Siehst du, es war so schwer, zuzuschauen.
Es war so traurig.

Margas Seele ist eine Seele, die unbedingt erfahren wollte,
welche Kraft darin liegt, zu vergeben.
Wie aber könnte sie dies lernen, ohne ein Opfer zu sein?
Der Preis ist so hoch, den eine Seele für diese Erfahrung bezahlt
und mit so vielen, vielen heimlichen Tränen verbunden.
Aber das Ergebnis ist so, das wir alle uns vor denen verbeugen,
die ihn beschreiten.

U: Ist es so wichtig, zu vergeben?

A: Oh ja, das ist es.
Denen vergeben, die dir Unrecht taten…
Und vor allem dir selbst vergeben!

Beides ist der einzige Weg, sich im Himmelreich frei entfalten zu können.
Tun wir es nicht, so hängt ein Mühlstein um unseren Hals.

Was – denkst du – braucht eine Seele,
um aus aufrichtigen Herzen vergeben zu können?

U: Liebe?

A: Das ist mir zu allgemein gesagt.
Nein, das solltest du genauer betrachten.
Um aufrichtig! vergeben zu können, musst du wissen,
was die Menschen bewegt, was sie antreibt,
das Eine zu tun und das Andere zu lassen.

Es scheint so zu sein, als wären es die eigenen Überlegungen,
die uns treiben, doch die Wahrheit ist eine ganz andere.

Die Wahrheit ist, dass uns Angst bewegt, nichts als Angst,
so lange wir leben.

Ich will das beweisen:
Das Neugeborene hat Angst, von der Mutter verstoßen zu werden,
und ist darum besonders anschmiegsam…
Das Kleinkind hat Angst, verlassen zu werden,
und ist darum besonders anhänglich…
Das Kind hat Angst vor Strafe und ist darum folgsam.

Und der Erwachsene?
Er hat all diese Ängste immer noch, aber sie gliedern sich auf,
werden verfeinert.
Doch die meisten wissen das nicht.

Siehst du, mein Mann, er war an sich eine gute Seele,
aber er hatte große Angst davor, was Andere über ihn denken könnten.
Er hatte große Angst davor, verspottet zu werden
von seinen Geschäftsfreunden und seiner Familie.
Als er mich heiratete, da liebte er mich, er war stolz auf mich.
Aber dann stellte sich heraus, dass ich niemals Kinder bekommen würde
und seine Angst vor dem Spott der Leute
fraß seine Liebe zu mir gänzlich auf.

Nichts blieb, gar nichts.
Aus Liebe wurde Hass und Zorn!

Immer wenn er mich sah, erinnerte ihn mein Anblick an seine Angst.
Das heißt: UNBEWUSST war das so!
Seine Gedanken waren ganz deutlich:
Es waren böse und hasserfüllte Gedanken…

Und es trieb ihn, mich zu schlagen und zu demütigen!
Denn wenn ich weinte, so war es einen kleinen Augenblick
vorbei mit seiner Angst, verlacht zu werden.
Dann hatte er zumindest sich selbst „bewiesen“,
dass er Manns genug war.

U: Entschuldige, aber das ist doch Unsinn!

A: Natürlich ist es Unsinn!
Aber es war seine Wahrheit, seine Wirklichkeit!
Siehst du: Was er mir antat, war großes Unrecht.
Aber um ihm wirklich verzeihen zu können,
musste ich diese Zusammenhänge erst verstehen.

Seine Angst, verlacht und dann ausgestoßen zu werden,
war so tief, dass er selbst darum nicht wusste!

Erst hier im Jenseits hat er – und auch ich – erfahren,
woher diese Angst kam.
Und erst, als ich DAS verstanden habe,
konnte ich ihm tatsächlich verzeihen.

U: Du sagtest, wer nicht verzeiht,
hat einen Mühlstein am Hals im Himmelreich.
Wie meinst du das?

A: Alles, was ihr erlebt, ist für IMMER in euch.
Auch hier: Keine einzige Erfahrung geht je verloren.
Deshalb ist es so wichtig, wie wir damit umgehen.
Erfahrungen können nicht ausgelöscht werden!

Sie sind in eure Seele geschrieben und sind damit ewig.
Aber sie können verwandelt werden.

Siehst du, wenn ein kleines Kind sich die Hand
an einem heißen Ofen verbrennt,
dann erlebt es einen furchtbaren Schmerz.
Was kann es mit dieser Erfahrung tun?
Eine Möglichkeit wäre es, von nun an NIE WIEDER
in die Nähe eines Ofens zu gehen.
Aber stell dir nur vor, was das bedeuten würde!
Es könnte dann ja auch in seinem ganzen Leben NIE WIEDER ein Feuer
zum Wärmen oder Kochen anzünden.

Das wäre also der falsche Weg,
wenn man einfach bei dieser Erfahrung bleibt.
Verwandelt man sie aber in angemessene Vorsicht,
so hat man aus dem Schmerz, den man erfahren hat,
erst die Fähigkeit gewonnen,
mit der Gefahr angemessen umzugehen.

Margas Seele hat sehr schmerzvolle Erfahrungen gesammelt!
Und nun ist es an der Zeit, auch darauf zu schauen,
welche dieser Erfahrungen sie so umgewandelt hat,
dass sie von nun an mit einer gleichen Gefahr weise umgehen kann.

Alles, was sie lernt, nimmt sie mit in ihrer Seele zu uns.
Und es wird, sofern sie es will,
aus jedem Schmerz und jeder Träne eine Fertigkeit,
eine Kraft und eine Erkenntnis, die ihre Seele vorher nicht hatte.

Einer ihrer größten Schmerzen ist es,
wenn sie in ihrem Selbstwertgefühl gekränkt wird,
wenn sie in ihrer Würde verletzt wird.

Ich bin mir gar nicht sicher, ob ihr das so klar ist,
aber es zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Leben.
Siehst du, meine arme Marga ist so sehr in ihrer Würde verletzt worden.
Das ist wie der Ofen, an dem sich das unwissende Kind verbrennt.

Der Hochmut, die Dummheit, die Willkür der Anderen
sind der brennende Ofen!

Aber die Welt ist, wie sie ist.
Menschen haben gute und schlechte Eigenschaften.
Es hat gar keinen Sinn, sie zu fliehen:
Überall treffen wir Menschen, die eine tiefe innere Angst treibt,
uns gegenüber hochmütig, dumm oder boshaft zu reagieren!

Wer gebietet ihnen Einhalt?
Wie kann ich mich davor schützen?

U: Du sagtest es schon:
Nur ich selbst kann mich davor schützen, meinst du das?

A: Ja, das meine ich.
Aber nicht, indem ich vor der Begegnung mit den Menschen davonlaufe
und mich von ihnen, so gut es geht, zurückziehe.

Zwei Dinge muss ich tun:
Zum Einen muss ich mir mein eigenes Urteil
über mich selbst machen.
Wenn ich sicher bin, dass ich so, wie ich bin,
von Gott geliebt werde, dann bin ich gegen jede Anfeindung sicher.
Wie aber kann ich da sicher sein?
Tue und denke nicht auch ich schlechte Dinge?

Ja, gewiss tue ich das, denn auch ich bin nichts weiter als ein Mensch.
Siehst du? Und deshalb ist es so wichtig, sich selbst zu vergeben,
sich einzuordnen in die Menschheit an sich.

Alle bedürfen der göttlichen Vergebung,
denn er ganz allein ist tatsächlich ohne Fehler
und damit hat er allein das Recht, zu verurteilen!
Ich habe es nicht.

Kann ein Richter, der selbst Gesetze bricht, ein rechter Richter sein?
Nein, das kann er nicht.
Darum können auch wir dies nicht, ohne dass uns schwer im Herzen wird.

U: Du meinst, man darf gar kein Urteil fällen?

A: Oh doch!
Ihr müsst über die Taten urteilen – das ist wichtig!
Über eure Taten und auch über die Anderer.

Würde das Kind nicht darüber urteilen, dass es FALSCH ist,
auf die Ofenplatte zu fassen,
es würde sich wieder und wieder verbrennen.

Aber es liegt nicht an euch,
eure Seele oder die Seele eines Anderen zu verurteilen!
Echte Vergebung entsteht aus der Gewissheit heraus,
dass alle Menschen Kinder Gottes sind auf dem Weg zur Vollendung.

Wer dieses versteht, braucht keine Angst mehr haben.
Aber er muss weiter sorgfältig und erwachsen
mit seinen gemachten Erfahrungen umgehen.

Marga, ich bitte dich:
Wenn du an die Menschen denkst, die dich verletzt haben,
dann denke bitte an sie als solche,
die wie du nur Menschen sind auf dem Weg zur Vollendung,
die aber auf diesem Weg viele Dinge falsch machen.

U: Marga soll also in diesem Sinn den Seelen vergeben?
Aber was ihr angetan wurde, war böse und bleibt es auch.
Habe ich das richtig verstanden?

A: Das hast du richtig verstanden.
Aber ihr Herz wird leichter, wenn sie versucht,
sich einmal in Erinnerung zu rufen,
wie sie selbst ganz am Anfang gewesen ist.

Wie wenig Wert sie auf ihre eigenen Rechte gelegt hat,
wie wenig sie auf ihre eigenen Bedürfnisse geachtet hat…
Auch das war nicht recht getan. 
Aber sie hat dazu gelernt! 
Sie hat ein für alle Mal gelernt, dass sie für sich kämpfen muss…

Sie hat gelernt, dass es nicht genügt, zu warten,
bis Andere ihr zukommen lassen, was für sie wichtig ist!
Sondern dass sie sich dafür einsetzen muss und dies nicht nur darf,
sondern auch tun soll!
Das ist eine sehr, sehr wichtige Erfahrung im Leben.

Und damit sind wir bei dem zweiten Punkt!
Wie ich mich in angemessener Weise davor schütze,
dass ich mich von Anderen zu sehr verletzen lasse:
Indem ich ganz deutliche Grenzen ziehe!

Ja, ja, ich weiß, liebe Marga, dass es schwer ist,
ich weiß: Deine Erziehung war nicht so…

Dennoch ist es eine sehr, sehr wichtige Erfahrung, das zu lernen.

Siehst du, meine Liebe, wenn du das tust,
wovor müsstest du dich dann fürchten?

Wenn du ganz klar und unmissverständlich sagst,
was du willst und was nicht, was du zu geben bereit bist und was nicht:
Wie viele schmerzliche Übergriffe blieben dir dann erspart?
Jeder würde wissen, woran er ist!
Und auch du selbst würdest dann wissen, woran du mit dir selber bist.

Es gehört zur Aufgabe des Mensch seins,
dass er seine eigenen Grenzen erkennt und verteidigt.

Ist es nicht seltsam, dass wir gerne zubilligen wollen,
dass die Grenzen der Menschenwürde für Andere verteidigt werden müssen, aber dass der Einzelne, wenn er es für sich selbst auch tut,
scheinbar ins Unrecht gesetzt wird?

Jesus sagte: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!

Marga, meine Liebe Marga:
Deinen Nächsten zu lieben,
darin hast du dich wahrlich tapfer geübt!

Nun aber, wie steht es mit dem „…wie dich selbst“?

Ich meine, dass du hier noch nicht genug tust.
Sprich mir nicht vom Alter, sprich mir nicht von der Zeit!

Jeder Tag, der damit beginnt und endet, dich selbst zu lieben,
ist ein Gewinn, über den der Himmel sich freut.

Wie liebe ich mich selbst?
In dem ich meine Bedürfnisse ernst nehme.
Meine Bedürfnisse nach Respekt…
Nach Nähe…
Nach Vertrauen…

Ach, vieles fällt dir dazu ein.
Beginn nur einmal, in rechter Weise darüber nachzudenken.

Niemand, nicht ein einziger Mensch, kann dafür sorgen,
dass du mit dir und deinem Leben glücklich bist.
Das kannst du nur selbst!
Und wenn du alles erhieltest, was du dir vorstellen könntest,
würdest du selbst nicht damit glücklich sein wollen,
es wäre zu nichts nütze.

Wer es will, der wird Glück beim Anblick der Sterne erleben.
Wer es will, der wird erleben, wie er gut aufgehoben ist
inmitten eines rauen Lebens.
Aber das liegt bei ihm!

Du, liebe Marga, du magst nun einen Blick werfen auf dein Leben
voller Pein und Last, voller betrogener Hoffnung und Trübsal.
Dieser Blick wird dich trübe machen
und dir die Kraft aus den Knochen nehmen.

Aber wenn du ein wenig anders schaust, dann wirst du sehen,
dass du in all dem Leid nie wirklich allein warst!
Dass du von uns immer bekommen hast,
was du letztlich brauchtest!

Auch wenn dies manchmal nicht viel mehr sein durfte
als eine wage Hoffnung, die dich durch die Nacht brachte.
Doch auch darin kannst du Glück erfahren.

Nun denn, damit habe ich gesagt, was ich zu sagen hatte.

U: Gut, dann möchte ich noch Margas Fragen stellen:
Marga fragt, ob du ihre derzeitige seelische Verfassung siehst?

A: Das tue ich und des Trübsals scheint kein Ende zu nehmen:
jeder Tag eine Last.
Und es scheint kein Wozu und Wofür mehr zu geben.

Marga, zum Einen sagte ich:
Was dir nun fehlt, das ist der rechte Wille dazu,
dir nun selbst gut zu sein und dein Glück zu sehen.
Da, wo es ist.

Aber ich bin auch sehr froh darüber,
dass ich über Uta dir sagen kann,
dass du dich bitte zu einem klugen Arzt begibst
und dir eine Arznei für deine Seele geben lässt.

Denn es ist nicht so,
das es hier um eine reine seelische Angelegenheit geht.
Dein Körper produziert nicht mehr in dem Maß, wie es sein sollte, Stoffe, die wichtig sind, um im seelischen Gleichgewicht zu sein.
Aber ihr habt die Möglichkeit, diesen Mangel zu beheben!
Und du tust gut daran, dies auch zu tun.

Beides zusammen – deine veränderte Einstellung und die Medizin – werden dir sehr helfen.

U: Marga sagt, dass sie am Liebsten sterben würde,
dass sie keinen Lebenssinn mehr habe.

A: Das ist Ausdruck ihrer Erkrankung.
Es wird nun Zeit, dagegen etwas zu tun!
Das ewige Nichtstun macht sie nur noch müder.

Was ist das für eine Einstellung?
JEDER Tag hat seinen Lebenssinn!

Ich hier starb an Tuberkulose und jeder Tag,
den ich hatte, war ein Geschenk!
Jeder Sonnenuntergang…
Jedes Lied, das die Fischer sangen…
Jeder Windhauch, der mich streichelte.

Ich bin nicht damit einverstanden,
dass du dich jetzt so fallen lassen willst.
Meinst du, dein Leben hatte nur solange einen Sinn,
solange du gearbeitet und gelitten hast?

Findest du nicht, meine Liebe, dass es nun an der Zeit ist,
zu leben um des LEBENS willen?
Es wird Zeit, dass du wieder lernst zu genießen, was da ist.
Verachte mir die Welt nicht!

Glaub mir:
Ein Biss in eine Erdbeere kann Glück genug sein für einen Tag,
wenn man ihn denn zu schätzen weiß!

U. Sie fragt, ob sie sich wirklich dieses schwere Leben ausgesucht hat
oder ob da was schief gelaufen ist?

A: Nichts ist schief gelaufen!
Aber sie musste sehr viel Schweres lernen und nun ist es an der Zeit,
das auch zu sehen und zu würdigen.
Sie sollte sich fragen, wie vielen sie geholfen hat.
Und sie sollte sehen, dass sie ihre Aufgabe fast erfüllt hat!

Doch nun geht es um eine neue Aufgabe!
Es geht darum, sich selbst fürsorglich zu behandeln
und dies ebenso ernst zu nehmen.
Alles hat seine Zeit!
Die Zeit des Leids darf jetzt beendet werden.

U: Sie fragt, welche Erscheinung sie am Kanal in Holland hatte?

A: Maria steht allen bei, die voller Verzweiflung sind!
Sie selbst kennt diese Verzweiflung und ist denen nahe,
die nicht einmal mehr Hoffnung haben.

U: Sie vermisst ihre Mutter.
Ist sie auch bei dir und wie könnte sie dich hören oder die Mutter?

A: Es ist dir nicht gegeben, uns zu hören.
Aber du weißt, dass wir da sind!
Und unsere Antworten bekommst du auf vielen Wegen.

Das Kirchenlied mag es ebenso sein wie der Schmetterling,
der sich in deine Stube verirrt.
Achte nur auf Zeichen der Freude.

U: Warum kann sie die Hilfe des Bruders nicht annehmen,
sondern weint stattdessen?

A: Weil sie sich dann noch erbarmungswürdiger empfindet,
sich noch ohnmächtiger erlebt.
Es ist schön, dass sie dir helfen wollen!
Und das weißt du auch.
Aber, liebe Marga, du musst dir schon selbst helfen!
Dafür, ob du dein Glück fühlen kannst oder nicht,
bist du selbst verantwortlich.

Tue, was ich sagte: Gehe zum Arzt und verändere deine Einstellung.
Dann kannst du auch genießen, was dir gegeben wird.

U: Sie fragt, ob es ihr helfen würde, den Rat ihrer Mutter zu hören? 
Also ein Reading zu machen mit der Mutter?

A: Nein.
Natürlich kannst du das tun.
Aber wichtiger wäre es, dass du nach denen fragst,
nach denen du nicht fragst.
Hier ist jemand, der dich um Verzeihung bittet
und der nicht weiter kann, ehe du ihm dies gewährst.

Deine Mutter, meine Liebe, ist die Liebe in Person!
Sie ist es, die dir die Kraft gab, in Gott zu vertrauen!
Und das ist, was dich am Leben hielt.
Niemals hört dies je auf!
Aber was du brauchst, ist, dass du annimmst, was wahr ist:
Du bist ein liebenswerter Mensch.
Niemand hatte je das Recht, dir diese Ehre zu nehmen.

U: Danke, Angelika, ich hoffe, dass wir Marga helfen können.

A: Das können wir nicht, es sei denn,
sie erwacht aus dem Schlaf ihrer Seele
und macht sich auf, sich aus dieser Dunkelheit zu lösen.
Ich wünsche es ihr so sehr.

Hier mein Geschenk:
(Sie zeigt mir einen Kranz aus Gänseblümchen und sagt)
Hast du vergessen, wer ihn dir band und auf den Kopf setzte?

Diese Liebe hört niemals auf!
Geh, meine Freundin, binde dir wieder Kränze für dein Haar.
Es ist Frühling und wenn DU es willst,
wird er zu einem der Schönsten in deinem Leben.

Ich höre keine Musik bei dir!
Wann willst du uns wieder Musik vorspielen?
Mutter und ich hören es so gerne.
Wann willst du uns wieder
mit einem Lied auf den Lippen glücklich machen?
Das Margachen ist immer noch da, die ist nicht verloren!
Nun lass sie doch wieder recht fröhlich sein!

U: Danke, dann möchte ich mich damit verabschieden.

A: Ich danke dir und ich segne dich.
Der Weg ist weit, das Ziel ist manchmal mühselig zu erreichen.

Aber es liegt an uns,
weil wir das ganze Glück der Welt nur in uns selbst finden,
wenn wir ein fröhliches Herz bewahren!
Vergeben, was zu vergeben ist…
Hoffen, was sich hoffen lässt…
Glauben, was man glauben darf.