Beispiel

Du wirst noch gebraucht als Beispiel für Andere!

Schutzengelkontakt

Du wirst noch gebraucht,
du bist Beispiel für Andere,
ihr Leben zu leben.

Viele Menschen sind so verzweifelt und mutlos wie du!

Und alles, was sie brauchen,
ist Zuspruch und Verständnis.

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Lieselotte zu verbinden.

Ich bin auf einem Fluss, das ist aber kein Schiff hier,
sondern ein riesiges Floß aus Baumstämmen.

In der Mitte des Floßes steht eine Art Zelt,
am anderen Ende stehen zwei Männer, die ein sehr großes Ruder halten,
was auch nötig ist, denn die Strömung hier ist sehr stark.
Es geht vorbei an dicht bewaldeten Bergen,
die steil zu beiden Seiten am Fluss hochragen,
aber sie sind nicht so hoch wie die Alpen.

Eine Frau kommt aus dem Zelt.
Sie hat einen langen, grauen, dicken Rock an
und eine wattierte Jacke darüber,
sie scheint überhaupt mehrere Kleidungsstücke übereinander zu tragen.

Aber die „Krönung“ im wahrsten Sinn des Wortes
ist ein abenteuerlich großer, brauner Hut,
den eine Blume und ein Pfauenfeder ziert.

Sie ist mollig mit einem fröhlichen, runden Gesicht
und strahlenden, grünen Augen.

Das Wetter hat ihre Haut gegerbt wie die eines alten Seefahrers.
Ehe sie mir die Hände reicht, wischt sie sich die an ihrem Rock ab
und dann kommt sie mit großer Herzlichkeit auf mich zu und umarmt mich:

„Ja, Kind, was sagst du zu meiner Lotti?
Ist sie nicht eine wunderbare Frau!?“

U: Doch, das ist sie bestimmt!
Bist du ihr Guide?

G: Ja, ach ja, da wollt ihr jetzt meinen Namen haben?

Ingrid Martha Janson, so hieß ich in dieser Inkarnation.

Das hier ist Schweden 1864,
wir transportieren Holz von den Bergen zum Hafen. 
Immer die gleiche Strecke mit dem Pferdewagen
hoch zu den Bergen und mit dem Floss abwärts zum Meer.

Ich bin hier die Frau, die das Ganze zusammenhält.
Ich koche, wasche und ich packe auch mit zu, wenn es schwer wird.

Der Janson Karl war mein Mann, Gott hab ihn selig,
dem hat das Geschäft hier gehört und jetzt führe ich es.
Ich verhandle mit den Holz-Maklern und mit den Bauern oben
und ich mache gute Preise für mich und meine Männer.

So halte ich dem Karl die Ehre, ich führe weiter, was seins war.

Nein, ich habe keine Kinder, ich habe den Beppo hier! 
(Lachend zeigt sie auf einen riesigen Hund,
der einer Rasse angehört, die ich nicht kenne,
eine Mischung aus Berner Sennenhund und großem Schnauzer.)

I: (lacht) Der hat gar keine Rasse, genauso wenig wie ich.
Aber er ist mein Freund, er ist mein Schutz
und mein bisschen Geborgenheit, seit der Karl tot ist.

Weißt du, manchmal, da dachte ich,
wenn er mich so treu und traurig ansah:
Das ist gar nicht der Beppo, das ist der Karl, der mich da anschaut.

Ich habe das hier im Jenseits erforscht, ob da was dran ist.
Und stell dir nur vor: Da ist wirklich was dran.

Die Tiere spüren die Nähe der Toten
und sie reagieren auf sie genauso wie auf die Lebenden.
Viele Verstorbene senden Tiere, um einen Gruß zu übermitteln
oder einen Trost.

Die Lebenden nehmen dieses Gefühl genauso deutlich wahr,
als hätte der Verstorbene wirklich etwas zu ihnen gesagt.

Sie sehen ihn in dem Tier und verstehen ganz ohne Worte, was gemeint ist.

Ach, meine Liebe, ihr wisst noch so wenig über uns!
Ihr wisst immer noch so wenig über unsere Möglichkeit,
uns mit euch zu verbinden.

Sag das alles meiner Lotti, sie weiß genau, was ich meine.
Es ist so schwer für sie.
Sie fühlt sich verlassen und manchmal weiß sie einfach nicht,
warum sie überhaupt weiter leben soll.

Aber Lotti, du wirst wirklich noch gebraucht!

Lotti, sieh doch nur,
wie du mehr und mehr zum guten Bespiel für Andere wirst.
Kannst du dir denn gar nicht vorstellen,
dass auch das seinen Sinn hat?

Es gibt so viele, die das Gleiche erlitten haben wie du,
die aber nicht deinen Mut haben, die nicht deine Zähigkeit besitzen
und die sich danach sehnen, dass sie über ihre Gefühle reden können
und verstanden werden.

Siehst du denn gar nicht deinen Auftrag?

Sieh doch nur, wie Wenige es gibt,
die sich wie du die Mühe machen,
mit diesem modernen Schreibkasten umzugehen.

Aber das ist doch etwas Besonderes an dir!
Und es ist noch etwas Besonderes an dir:
Dass du dich in Andere so gut hineinversetzen kannst
und auch, dass du so gut schreiben kannst.

Wenn wir Menschen vor einer Aufgabe stehen,
die unser Herz erfüllt, dann fügt sich immer Eines zum Anderen.

Oft wissen wir gar nicht, wozu wir diesen oder jenen Umweg nehmen,
weil wir gar nicht ahnen, wohin uns das Floß des Lebens trägt.

Aber wenn die Aufgabe dann da ist, dann erkennen wir plötzlich,
wie sich Eines zum Anderen gefügt hat.

U: Du meinst, Lotti könnte im Internet anderen Witwen helfen?

I: Ja, natürlich! Sie ist die Beste, die es für diese Aufgabe gibt.

Sie hat einen klaren Verstand und ein Herz aus Gold,
diese Kombination ist selten genug.

Du weißt doch selbst, wie sehr dass gebraucht wird.

Nein, Lotti, das zieht dich nicht noch weiter runter,
ganz bestimmt nicht! 
Du wirst dann erst merken, wie gut und wichtig deine Hilfe ist,
wenn du es tust.

Weißt du:
Der beste Weg vom eigenen Schmerz nicht überwältigt zu werden,
ist es, sich mit dem Schmerz Anderer zu beschäftigen.

Ich rate dir gar nicht dazu, deiner Trauer zu entfliehen,
wie könntest du das jemals tun?
Nein, nein, ich verstehe dich gut!
So, wie du deinen Mann vermisst, so habe ich meinen vermisst.

Ach, das ist schwer und traurig und es stimmt schon: 
Die Welt wird nie wieder so sein, wie sie mit ihm gewesen ist. 
Da wird wenigstens im Hintergrund
immer die Sehnsucht mitschwingen.

Aber sie wird und sie DARF darum nicht sinnlos sein.

Siehst du, ich habe mir damals, als mein Karl starb, gesagt: 
Was kann ich tun, damit er im Himmel sich über mich freut? 
Ich wollte nämlich, dass er sich über mich freut.
Und da wusste ich, ich darf nicht aufgeben.

Ich habe mir die Geschäftsunterlagen angesehen
und ich habe mich mit den Händlern, die er hatte,
unterhalten und ich habe mit seinen Männern gesprochen.

Und dann habe ich beschlossen:
NEIN! Ich gebe nicht auf! 
Ich werde für meinen Karl weiter machen.

Zugetraut hat es mir keiner, dass ich als alte Mamsell so was schaffe,
aber ich habe es geschafft, weil ich das so wollte!

Lotti? Du schaffst das auch, dass er stolz auf dich ist!

Als ich später selber starb, hat er mir gezeigt,
dass er immer bei mir war! 
Und er hat mir gezeigt,
dass viele meiner Gedanken von ihm gekommen sind.

Ich war also gar nicht allein!
Er war da und wir haben weiter unser GEMEINSAMES Leben geführt.
Nur dass ich das damals gar nicht wusste.

Manchmal, wenn der Beppo mich angeschaut hat,
dann hatte ich so eine Ahnung, dass es genauso sein könnte.

Lotti, sieh nur und dir kann ich das direkt sagen! 
Du darfst dieses Wissen bekommen. 
Dein Mann ist bei dir und du hörst ihn.

Wenn du ihn fragst, was du tun sollst,
dann nimm deinen ersten Gedanken,
der dir als Antwort in den Kopf kommt:
DAS IST ER!!!

Schreib es dir auf, was er wozu gesagt hat
und dann überprüfe es. 
Beobachte es, wie es sich über die Wochen entwickelt. 
Er ist WIRKLICH bei dir!

Lotti, viele Menschen sind so verzweifelt und mutlos wie du!
Und alles, was sie brauchen, ist Zuspruch und Verständnis…

Du bist ein wirklich guter Freund! 
Wer dich zum Freund hat, der darf Gott preisen.

Ja, ja, ich weiß schon: 
Wer dich zum Feind hat, der versteckt sich besser (lacht).

Du bist ein guter Helfer denen, die müde geworden sind. 
Nicht, weil du nicht müde wärest!
Das bist du.

Aber du hast die Gabe, immer gerade noch einen Schritt weiter zu gehen,
als deine Kraft zu reichen scheint.
Diese Gabe ist es, mit der du Anderen helfen kannst.

Und wir alle hier:
Die Verstorbenen und die Guides der Hinterbliebenen
wären dir so sehr dankbar, wenn du das tun würdest.
Magst du?

Lotti, siehst du, du bist auf die Welt gekommen
mit einer sicheren Intuition für das, was gerade notwendig ist…

Du hast ein gutes Gespür dafür, die richtigen Worte zu finden,
solange du nur auf dein Herz hörst.

Du musst dir dazu nicht erst das richtige Wissen aneignen,
dein Herz weiß genug.

Und da, wo du ratlos bist, da hast du deinen Mann,
der weiß, wie er dich erreichen kann,
dir die richtigen Ideen geben kann.

Lotti, Selbstvertrauen zu finden, das ist deine Lebensaufgabe!
Und zwar auf deine Eingebungen bezogen.
Das musst du noch viel intensiver verstehen lernen.

Was du den Menschen zu geben hast, ist kein Wissen,
davon gibt es doch genug (zwinkert mir zu),
sondern Weisheit, davon gibt es viel zu wenig.

Weißt du, was die wichtigste Eigenschaft
eines guten Ratgebers und Helfers ist? 
Er kann zuhören! 
Ach, na, nein, nicht mit den Ohren! 
Ein guter Ratgeber, der hört mit dem Herzen zu.

Du willst doch jetzt nicht etwa behaupten,
dass du das nicht kannst? (Lacht fröhlich und aus vollem Herzen.)

Ja, mein Schatz, nun musst du aber auch wieder spontaner werden.
Folge deinen Eingebungen, die sind doch von uns.
Hast du dich schon einmal geirrt,
was deinen ersten Eindruck anbelangt? 
Ja, siehst du!

Das einzige Problem, das wir mit dir haben, ist,
dass du deinen Eingebungen immer wieder versuchst,
mit deinem Verstand beizukommen.

Versuch das mal, zu lassen!
Auf DEN ist nämlich viel weniger Verlass als auf deine Intuition!
Ja, Kind und dann Geduld. 
Ja, ja, hm, hm…
Ich weiß, schon du willst deine Antworten immer gleich haben,
gleich alles verstehen (lächelt).

Aber ein bisschen Zeit musst du uns schon lassen, ja? 
Wir sind bei dir, wir sehen, was du machst…

Wir sehen, wie du kämpfst zwischen deiner Resignation
und dem Wunsch, TROTZ ALLEM einen Lebenssinn zu finden…

Und wir sind so schnell, wir nur sein können, um dir den zu zeigen!
Aber etwas Geduld brauchst du doch!
Weniger für uns, mehr für dich.

Nimm es hin:
Es wird Tage geben, da würdest du am Liebsten erst gar nicht aufstehen…
Und es wird Tage geben, da geht es recht gut! 
Und die guten Tage, die werden langsam mehr.

Es ist recht, dass du für die Hunde da sein willst. 
aber das allein als Lebenssinn zu sehen – da stimme ich dir zu –
das ist zu wenig.

Sieh auf das, was du hast! 
Sieh auf deine Herzensweisheit,
s
ieh auf deine Stehaufmännchen-Qualität,
s
ieh auf deine Zähigkeit…

Und sieh auf deinen Herzenswunsch,
deinem ÜBERLEBEN einen Sinn zu geben!

Da kommst du doch aus reiner Logik schon darauf,
dass dich das alles zusammen zu einem Helfer macht!

Weißt du, liebes Mädchen, wir halten hier nichts von Verschwendung!
Man sollte sich davor hüten, seine Lebenszeit zu verschwenden,
das ist für nichts und niemanden gut!
Alles, was daraus erwachsen kann, ist übel.

Wir halten aber sehr viel davon,
wenn die Lebenszeit ganz und gar ausgefüllt ist. 
Und ich weiß!!! dass du das genauso so siehst! 
Nur dass du es dir nicht vorstellen kannst, wie!

Ich hoffe sehr, dass wir dir das jetzt deutlich gemacht haben. 
Lotti: Und du brauchst Kraft, Kraft, Kraft…

Tank wieder auf, das machst du schon recht gut,
dass du viel mit den Hunden raus gehst!

Deine Seele braucht die Natur,
aber du brauchst auch ein bisschen Abenteuer! 
Schätzchen, du musst reisen! 
Du musst wieder deine wunderschöne Welt betrachten.

Na, was heißt hier: die Hunde! 
Die kommen mit! 
Alles geht, wenn man nur will.

Ich weiß, dass dein Mann auch reisen möchte mit dir!
Also nun mach dich auf.

Mach erst einmal kleine Reisen und dann größere,
aber gib deiner müden Seele Nahrung.
Die Bilder der vorbeiziehenden Landschaft,
das ist deine Seelen-Nahrung.

Lotti, weißt du:
Ich weiß ja, dass du das alles schon selbst gedacht hast.
Aber das ist so eine kleine Schwäche von dir,
dass du den Wahrnehmungen Anderer mehr vertraust als deinen,
einschließlich den Wahrnehmungen über dich selbst.

Vielleicht glaubst du es dir jetzt? 
Du hast Recht: Dein Leben muss wieder einen Sinn bekommen.

Das ist es, womit du ihn ehrst. 
Du kannst nicht aufhören, ihn zu vermissen, das ist wahr. 
Aber du kannst aufhören, deshalb so gut wie tot zu sein! 
Er will das nicht,
ich will das nicht
und du auch nicht!

Dir fehlt nur das Vertrauen in deine eigene Intuition.
(Lächelt und schüttelt den Kopf.)

Du musst nämlich wissen, Uta:
Die Lotti ist manchmal wie ein Stern, der sich verstecken will,
aber das gilt nicht!
Lotti, vertraue auf deine Intuition!

Es geht nicht darum,
ob Andere dir folgen oder nicht,
d
ich verstehen oder nicht,
d
ir zustimmen oder nicht.

DU bist weise und es ist eine Verschwendung,
wenn du deine Lebensweisheit für dich behältst.
Lass die Anderen nur sie selbst sein,
aber sei du auch du selbst!

Deine Intuition wird dir immer genau den richtigen Schritt zeigen,
den du zu gehen hast, vertraue darauf.

Nur Mut! 
Es geht darum, das Abenteuer Leben mit beiden Händen zu greifen
und so viel daraus zu schöpfen an Erfahrungen, wie es nur möglich ist!

U: Danke, Ingrid, ich hoffe, dass es Lotti Kraft gibt und neuen Lebensmut.
Ich würde jetzt gerne ihre Fragen an dich stellen, wenn ich darf.

I: Ja, natürlich!
Aber was zierst du dich so, ich beiße doch nicht
(schlägt mir freundschaftlich auf die Schulter).

U: Lotti fragt, warum du ihr Schutzengel bist?

I: Weil ich genauso auf der Suche nach Weisheit war wie sie
und vor allem danach, wahrhaftig zu werden.

Ich weiß, wie schwer das sein kann!
Wie man sich bemüht, immer und in allem Wahr zu sein.
Und wie man sich schwer tun kann,
wenn Andere in einem immer nur das sehen, was sie sehen wollen.

Meine wie ihre Seele hat sich vorgenommen,
darüber nicht bitter zu werden. 
Meine wie ihre Seele hat sich vorgenommen,
das Leben als Gelegenheit zu nutzen,
zu lernen, sich selbst, die Welt und Gott lieben zu lernen.

Das ist eine schwerwiegende Lebensaufgabe. 
Und ich bin nicht weiter als ein, zwei Schritte weiter als sie.

Wir waren in der letzten Inkarnation Schwestern. 
Und was für Schwestern wir waren!
Ich liebe sie von ganzem Herzen.

U: Du bist Lottis Guide.
Aber Lotti ist ein Dual, bist du dann auch der Guide von ihrem Mann?

I: Oh, nein, nein.
Der hatte einen alten kurfürstlichen Jäger und Reiter,
aber die Zwei haben auch einen gemeinsamen
(ich bekomme das Bild einer Lichtgestalt, sehr groß,
helles leuchtendes blau, kämpferisch, aber liebevoll in der Energie).

U: Aber der will nicht mit mir reden?

I: Na, wir denken, dass ich ihr erst einmal sehr viel näher bin.

U: Lotti fragt, ob sie schon einmal auf der Welt war
und wer sie da gewesen ist?

I: Da warst du eine Lehrerin in England. 
Du hast die Kinder von Adligen erzogen. 
Aber, Lotti:
Du und alle Anderen, ihr wart schon so oft inkarniert,
viele hundert Male.

Mach dir keine Gedanken darüber.
Oder willst du doch wissen,
weshalb du dich so oft so einsam fühlen musstest?

Das hat seinen Grund in einer Blockade, aber die ist lange, lange her.

Sich inmitten Vieler einsam fühlen, das ist eine Last. 
Zu glauben, eigentlich nutzlos zu sein, ist eine Bürde,
die vieles, was gut sein oder werden könnte, verhindert.

Daran:
An dieses Lebensgefühl wirst du nun wieder erinnert.
Versuch, es zu überwinden! 
Du darfst nicht warten, bis man dich findet! 
Du musst gehen und die suchen, die dich brauchen.

Sicher, du brauchst Zeiten der Besinnung…
Zeiten, in denen du dich vom Getriebe der Welt zurückziehen musst,
um wieder in deine Mitte zu kommen.
Aber zu viel ist nie gut!

Du brauchst auch das Erlebnis, nützlich zu sein!
Auch das ist wichtig für das Wachstum deiner Seele.

U: Sie fragt dich, warum ihr der geliebte Schatz genommen wurde?

I: Ach, mein Herz, wenn ich es dir sage,
dann darfst du es nicht falsch verstehen. 
Aber verstehen musst du es, ich weiß es ja.

Uta, willst du es ihr erklären, wenn du mit ihr sprichst?

U: Ja, das mache ich, das ist besser.
Du hast Recht.

Lotti schreibt, dass es ihr größter Wunsch wäre, das,
wenn sie stirbt, sie mit ihrem Schatz zusammen ist
und nie wieder inkarnieren muss, damit sie nie wieder getrennt werden…

I: Aber sie wird doch nie getrennt!

U: Ja, ich weiß ja!
Aber Lotti hat das vielleicht noch nicht verstanden!

I: Lotti, ihr zwei habt zwar zwei Körper, aber eine Seele. 
Ihr seid sozusagen Seelen-Zwillinge.

Das bedeutet nicht, dass ihr gleich seid,
sondern dass ihr IMMER einander ergänzt!

Du hast nicht ein einziges Mal ohne ihn inkarniert,
ihr wart immer in der einen oder anderen Weise zusammen.

Aber nicht immer als Mann und Frau. 
Ihr wart auch Geschwister,
i
hr wart Mutter und Kind,
i
hr wart Kameraden, aber ihr wart immer zusammen.
Ihr habt euch immer gefunden, immer!

Lotti, du musst dein Herz jetzt für ihn als Seele aufmachen,
dann spürst du, dass ich Recht habe!

Herrje, Uta, kannst du ihr da nicht helfen?
Sie zerdenkt ja alles!

U: Ich werde es versuchen.

Lotti schreibt, dass du bitte ihrer Mutti ausrichten sollst,
dass sie sie immer lieben wird und ihren Schatz auch. 
(Ganz kurz bekomme ich eine Frau gezeigt mit Haaren,
die erste graue Strähnen haben
und anscheinend eine starke Dauerwelle haben.
Sie trägt einen bunten Kittel.
Ich weiß nicht, wer das ist, aber sie lässt dich auch grüßen
und sie reicht dir einen Keks, der nach Vanille duftet).

I: Ich richte den Gruß gerne aus, obwohl das unnötig ist.
Sie verstehen jeden Herzens-Gedanken,
aber das kannst du ihr ja erklären.
Sind wir fertig?

U: Ja, wenn du nichts mehr zu sagen hast?

I: Doch, ich möchte ihr zwei Dinge geben: 
Eine weiße Lilie und ein kleines Gesangbuch,
schwarz mit rot goldenem Schnitt.

Sie schlägt eine Seite auf, da steht der Choral: 
So nimm denn meine Hände und führe mich
bis an mein selig Ende und ewiglich…

U: Ich danke dir, Ingrid und ich wünsche dir alle Liebe.