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Elia – Auch gescheiterte Ehen haben eine große Bedeutung.

Auch gescheiterte Ehen haben eine große Bedeutung.
Ich bin so kühn, zu sagen:
Dankt den Partnern,
die euch so schwer verletzt haben.

Elia

G. und I. sind heute zu Gast.
Dabei wurde ein Spezial-Channeling
über die Ehe durchgeführt.

Die Idee zu dem Thema stammt
aus unserem früheren Forum,
auf die Elia sofort eingestiegen ist.

Elia: Ja, guten Abend, liebe Freunde.

Alle: Ja, wir grüßen dich, Elia.

E: Die Ehe, die Ehe.
Segen oder Fluch?
Segen und Fluch?
Ich möchte, dass ihr Fragen stellt.

Ich werde euch nichts sagen,
was in irgendeiner Weise
irgendeine eurer Religionen verletzen könnte zu diesem Thema.
Sondern es wird mir darum gehen,
wie ihr selbst in eurer Zivilisation
einen Standpunkt finden könnt,
der eure Seelen in ihrer Entwicklung fördert.

Also kein Dogma!

Denn dieses möchte ich erklären: 
Die Ehe hat natürlich eine soziale Funktion
in der jeweiligen Gesellschaft.
Und die Funktion, die ihr zugeordnet wird,
hängt vom Status der Gesellschaft
und von den Werten der Gesellschaft ab.
Wir haben also gerade in den frühen Kulturen
in der Ehe ein Erhaltungs-Status.

Also wurde damit zum Beispiel gewährt und sichergestellt,
dass es keine Vermischung mit anderen Völkern gab.
Das kennen wir aus dem Judentum.
Oder dass es keine Vermischung gab mir anderen Religionen.
Das kennen wir aus dem Islam.
Das hat dann etwas zu tun mit der Xenophobie der Menschen:
Man versucht, sich gegen fremde Einflüsse zu wehren.

Das wäre fatal,
würde diese Tradition heute weiter fortgeführt werden!
Denn es käme zu einem immer größeren Inzest,
der große gesundheitliche Folgen hätte.

Das ist also eine sehr positive Entwicklung
ganz einfach auf euer Genom,
wenn heute in eurer Gesellschaft es zunehmend
Verbindungen und Ehen zwischen sehr fremden Kulturen kommt. 
Wir begrüßen das.
Und es ist eine Entwicklung hin zu jener Zeit,
von der ich euch schon gesprochen habe.

Ehe ist zu einem sehr großen Teil eine soziale Ordnung,
die angepasst ist an die Entwicklungsstufe der Gesellschaft,
in der sich der Mensch befindet.

Gleichwohl möchte ich keiner Religion widersprechen. 
Jede hat ihre Berechtigung!

Und jede Seele,
die innerhalb einer bestimmten Religion geboren ist,
hat damit schon einmal ein Grundmuster, eine Grundvoraussetzung,
eine Grundauswahl getroffen für Lerninhalte, die sie zu erfüllen hat.

Worum es mir heute geht, sind eure Fragen.
Und eure Fragen sind naturgemäß auf eure Kultur aufgebaut. 
Ich halte das für pragmatisch. 
Ich bin nicht der Ansicht, dass die Dinge, die ich euch diktiere,
zu global gefasst werden sollten.

Sondern ich bin Guide von Uta und Hajo
und damit bin ich Guide eurer Zeit
und Guide eurer Kultur.
Dass heißt also der westeuropäischen Kultur.
Und entsprechend werde ich antworten.

Ich möchte aber,
dass ihr diese Vorbemerkungen auf jeden Fall mit übermittelt,
denn wir haben auch Leser aus anderen Kulturkreisen
und ich ehre und achte ihre Ansichten.

Und jetzt würde ich gerne zu den Fragen Stellung nehmen.

Hajo: Welche Voraussetzungen müssen
zwischen einem Paar erfüllt sein, um eine Ehe einzugehen?

Elia: Nein, Nein, das ist die falsche Frage. 
Die Frage müsste
– wenn wir sie konkretisieren und auf den Punkt bringen wollen –
heißen: Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein,
um eine glückliche und gesegnete Ehe zu führen?

Denn aus meiner Sicht werden auch Ehen geschlossen,
um eine Katastrophe herbeizuführen,
an der die jeweils Beteiligten lernen.

Das kennt ihr alle. 
Und ich werde mich hüten, zu sagen:
Diese Ehen sind nichts wert.
Im Gegenteil: Aus meiner Sicht sind sie sehr viel wert.
Wo, ihr Lieben, wäret ihr,
hättet ihr eure persönlichen Katastrophen
in euren Ehen nicht erlebt?
Ihr habt euch an euren Verlusten, Enttäuschungen,
Niederlagen gerieben.

Ihr habt die Chance, dabei euch aufzureiben
und zu purem Sand und Staub zu werden
oder zum geschliffenen Diamanten.

Auch gescheiterte Ehen haben eine Bedeutung,
eine große Bedeutung!

Ich bin so kühn zu sagen: 
Dankt den Partnern, die euch so schwer verletzt haben.

Ich weiß, was ich da für eine Provokation in den Raum setze. 
Dennoch ist es eine Tatsache:

Es ist, weil es der aller, aller wichtigste Punkt
im Leben zweier Menschen ist: der Kampfplatz der Seele.
Wachsen oder verkümmern entscheidet sich nicht selten
gerade hier.

Und ihr sucht als Seelen gerade jene Partner,
die Willens und in der Lage sind,
euch zu jenen Punkten zu führen,

die euch derart hart mitnehmen.

Ihr habt euch verabredet vor eurer Inkarnation.
Ihr habt euch verabredet, euch weh zu tun!

Ich weiß, was ich da sage. 
Ich sage damit nicht, dass es richtig ist, sich weh zu tun.
Aber ich sage damit,
dass so manche Seele anders nicht dazu kommt,
zum Diamanten zu werden.
Das ist tragisch, das ist nichts, dass wir begrüßen.
Wir freuen uns, wenn es nicht notwendig ist.

Aber: Es entspricht der Realität,
dass in den allermeisten Fällen eine Ehe dazu da ist,
die schwersten Prüfungen des Lebens zu erleben. 
Und diese Prüfungen sind vielfältig, individuell
und sehr unterschiedlich.

Aber wie auch immer: 
Sie gehen euch an die Substanz.
Und warum gehen sie euch an die Substanz? 
Weil ihr nicht so schnell daraus herauskönnt.
Das klingt jetzt banal,
das klingt auch allzu materialistisch.
Aber es ist genau so.

Wenn der Bund der Ehe keine rechtliche Konsequenz hat,
wenn er beliebig wird,
wenn er abhängig wird,
hat er auch keinen Wert. 
Es ist so: Die materielle Bindung spielt eine große Rolle.

Ich weiß:
Ihr alle geht nicht mehr aus rein materiellen Gründen
in eine Ehe ein.
Ihr haltet sie für große Liebe und ihr hofft,
den Himmel auf Erden gefunden zu haben.

Aber warum hält eine Ehe? 
Weil ihr immer noch hofft,
den Himmel auf Erden gefunden zu haben?

Ach, die wenigsten fanden ihn tatsächlich,
denn er ist nur durch Arbeit zu erreichen.

Nein, die Gründe sind banal,
die Gründe sind materieller Natur:
– Verluste, die man nicht aufwiegen kann oder vermag.
– Ängste, die man nicht überwinden kann oder mag.

Es wird viel genannt: Das Haus, das Geschäft, die Kinder, die Rente.
Viele Gründe können dazu führen,
dass die Seele aufhört, zu wachsen.
Wenn ihr solche Gründe aufführt als Begründung dafür,
dass ihr immer noch mit einem Menschen zusammenlebt,
dann ist es Zeit zu handeln.

Ich sage nicht: Dann ist es Zeit, sich zu trennen!
Das ist eine Entscheidung,
die nicht unbedingt damit zu tun hat.
Und es muss nicht immer zu einer Trennung kommen,
auch wenn nur noch materielle Gründe die Bindung sind,
die euch mit eurem Ehepartner verbinden.

Aber:
Wenn es nur noch diese Gründe gibt,
dann bitte schaut, was passiert.
Schaut, wohin sich jeder Einzelne entwickelt hat
und schaut euch bitte einmal das Theaterstück an,
das ihr da miteinander aufführt.
Und wenn ihr die Wahrheit eurer Beziehung erkannt habt,
dann wisst ihr auch sehr genau, ob es Zeit ist,
sich zu trennen oder nicht.

Denn Eines müsst ihr bedenken:
Wenn die Seele der Ansicht ist,
dass ihr nicht mehr miteinander wachsen könnt,
dann kommt die Trennung.
Sie kommt so oder so.
Sie kommt durch eine Scheidung,
sie kommt durch innerlichen Rückzug
oder sie kommt auch durch den Tod.

Auch das passiert. 
Und es passiert nicht selten,
dass es gerade die Ehe ist, die dazu führt,
dass die Seele satt geworden ist.

Ich möchte euch allen sagen:
Überprüft immer wieder den Grund dafür,
warum ihr beieinander seid.

Die materiellen Gründe, liebe Freunde,
tragen eure Seele nicht! 
Dann habt ihr schon einen Stand erreicht,
in dem es schwierig wird,
dass beide Teile wachsen dürfen.

Und damit komme ich zu dem Punkt:
Wozu eine Ehe da ist. 
Sie ist da:
Nicht, damit ihr den Himmel auf Erden habt,
obwohl ihr dem sehr nahe kommen könnt,
näher als irgendwo sonst.
Sie ist ja da,
um euch einen geschützten Rahmen zu geben, zu wachsen.
Und damit ist sie für etwas völlig Anderes da,
als derzeit in aller Regel gelebt wird.

Was heißt denn das:
Miteinander zu wachsen? 
Das bedeutet Entwicklung,
das bedeutet,
Ängste und Hemmungen zu verlieren,
um mehr Kräfte zu haben,
um mehr Raum zu haben,
um mehr Individualität entwickeln zu dürfen.

Puh, Individualität entwickeln zu dürfen in einer Ehe!
Könnt ihr euch das vorstellen?
Das ist sehr selten.
In aller Regel findet das gegenteilige Prinzip statt:
Die Individualität des Einzelnen
wird immer mehr eingegrenzt
zugunsten des Stärkeren.

Wer allerdings der Stärkere ist,
das ist sehr schwierig, zu beurteilen.
Häufig ist der Stärkere jener,
der besondere Schwäche zeigt.
Denn er bestimmt das Tempo einer Ehe,
er bestimmt den Inhalt einer Ehe.
Kurz und gut:
Er bestimmt das Wachstum.

Eine gute Ehe ist eine Ehe,
wo beide wachsen dürfen,
wo beide Individualität entwickeln dürfen,
wo beide ihr Ich entfalten dürfen zum gegenseitigen Wohl. 
Das ist etwas ganz Außerordentliches.

Das ist sozusagen der Gipfel der Möglichkeiten.

Warum finden wir es so selten?
Weil die wenigsten Menschen
ein Bewusstsein dafür haben.

Unsere Ehepartner finden wir innerhalb weniger Sekunden. 
Wir begegnen ihnen, wir sehen sie
und schon ist alles beschlossen.

Das glaubt ihr nicht,
weil ihr lange gezögert habt,
weil ihr lange überlegt habt? 

Nein, nein, innerhalb weniger Sekunden entscheidet sich,
ob ihr euch mit einem Menschen
derart eng verbinden möchtet oder nicht. 
Denn die eigentliche Entscheidung
fand vor eurer Inkarnation statt! 
Und es ist die Entscheidung der Seele
für bestimmte Lernmöglichkeiten,
die sie nur mit diesem einen Partner erleben können.

Aber es ist nicht so,
dass ihr auf ewig schicksalhaft
an einen Partner gekettet seid.

Sondern:
Es kann sehr wohl eine sehr, sehr wichtige Aufgabe sein,
sich von einem Partner, der euer Wachstum behindert,
zu trennen! 
Und es kann das größte Geschenk eurer Liebe sein,
euch von einem Partner zu trennen,
für den – und für dessen Entwicklung –
ihr mit eurer Persönlichkeit nicht mehr gut seid.

Die vollkommene Ehe ist nicht die Ehe,
in der alles wunderbar ist,
sondern es ist jene Ehe,
in der beide miteinander für das Wohl
des jeweils Anderen zu kämpfen bereit sind.

Ich denke, hiermit habe ich einen Abriss meiner Einstellung
zum Prinzip Ehe geführt,
ich möchte auf eure Fragen eingehen.

H: Warum heißt das so:
Man ist frei, wenn man nicht mehr verheiratet ist?

E: Ja, was heißt Freiheit? 
Ihr habt die Möglichkeit, euch scheiden zu lassen.
Aber der Punkt der Trennung kann nicht
durch einen menschlichen Richter entschieden werden.

Wann seid ihr denn gebunden? 
Seid ihr nur gebunden,
wenn ein Richter euch das bescheinigt,
wenn eine Heiratsurkunde dies amtlich beglaubigt?
In aller Regel findet die Trennung in einer Ehe
schon lange vor einer Scheidung statt. 
Sie ist eine Entscheidung der Seele.

Und diese Trennung, das sagte ich gerade,
findet in jedem Fall statt,
wenn die Seele erkannt hat:
Das geht so nicht weiter.
Ob dies vor einem Scheidungsgericht stattfindet
oder ob dies auf dramatische Weise stattfindet,
ist der Seele egal.

Was heißt denn Frei sein von einem Menschen?
Frei sein von einem Menschen könnt ihr nur,
indem ihr Frieden mit ihm habt.

Solange ihr einen Groll habt,
solange habt ihr keine Freiheit von ihm.
Solange ihr ihm für sein Verhalten zürnt,
solange habt ihr keine Freiheit von ihm.
Denn dann ist noch eine emotionale Bindung vorhanden,
eine negative:
Aber es ist eine Bindung.

Erst wenn ihr begreift, dass er,
obwohl ihr euch auseinander entwickeln musstet,
obwohl er euch weh getan hat,
euch geschwächt hat,
euch in eurer Entwicklung in die Irre geführt hat,
trotzdem ein Werkzeug Gottes war,
dann könnt ihr frei sein!

Wenn ihr wirklich von ganzer Seele
– ich sage bewusst nicht von ganzem Herzen –
von ganzer Seele sagen könnt: 
„Ich danke dir für das,
was du mir getan hast,
denn ich bin daran gewachsen“.

Dann könnt ihr frei sein von ihm. 
Dann seid ihr frei, denn dann liegt das,
was hinter euch ist,
wie ein fester Grundstein unter euren Füßen.

Auf diesem Grundstein könnt ihr aufbauen.
Ihr könnt dann nämlich stolz darauf sein,
was ihr gelernt habt: 
Wie ihr aus eurem Leid Glück habt werden lassen,
wie ihr aus eurer stumpfen Verzweiflung
Mut habt wachsen lassen.
Wie ihr aus euren Hemmungen
Ziele entwickelt habt, die ihr weiter verfolgt. 
Das ist ein fester Grundstein.

Aber ihr erreicht ihn niemals,
solange ihr Groll oder sogar Hass
gegen diesen Partner in eurer Seele habt. 
Dann habt ihr noch eine Verbindung
und ihr seid alles andere als Frei.

Frei seid ihr aufgrund einer inneren Erkenntnis.

Eine andere Geschichte ist es,
wenn wir darauf schauen,
wie die Gesellschaft das sieht: 
Die Gesellschaft hat ihre Struktur, in der sie versucht,
die Funktion der Ehe zu bewahren.
Und es ist tatsächlich eine wichtige soziale Funktion,
die die Ehe hat.

Es ist wichtig, eine Richtschnur zu haben, ein Wertmaßstab.
Es ist wichtig, es nicht allzu leicht zu machen, eine Ehe zu führen.
Es ist wichtig, denn das kennt ihr alle:
Ihr kennt Stimmungen,
ihr kennt tiefe Täler,
in die ein Paar miteinander geraten kann,
weil die Entwicklungen konträr waren.

Und eine Ehe zu verlassen,
ist nun einmal einfach schwieriger
als eine Beziehung, in der es nicht notwendig ist,
Mühen und Kosten auf sich zu nehmen,
um sich zu trennen.

Es ist für die Gesellschaft so,
dass ihr erst offiziell frei seid,
wenn ihr eine offizielle Urkunde habt.

Aber ich möchte das bitte getrennt sehen,
denn die Wahrheit eurer Seele ist eine andere. 
Ich kenne sehr viele Menschen,
die aus gesellschaftlicher Sicht frei sind,
aber nichts weniger sind als frei. 
Die – obwohl sie neue Partner haben –
in ihrer alten Partnerschaft zutiefst verhaftet sind.

Nicht, weil sie diese Person noch lieben,
sondern ganz im Gegenteil: 
Weil sie sich immer noch damit beschäftigen,
diese Person zu hassen. 
Das ist keine Freiheit.
Das Gegenteil von Freiheit!

Ihr seht, ich sehe das ein bisschen mehr aus einer Perspektive,
welche die Psyche betrifft, weniger aus juristischer Sicht.
Habt ihr dazu Fragen?

H: Ja. Welche Bedeutung haben denn vereinbarte Ehen,
wenn Eltern für ihre Kinder schon Ehen vereinbaren?

E: Das ist ein anderes Fundament und eine andere Ausrichtung. 
Über Jahrhunderte ging es auch in dieser Gesellschaft nicht anders: 
Ehen wurden vereinbart
und die Ehe hatte vor allen Dingen eine soziale Funktion.

Hier ging es sehr, sehr wenig um Liebe,
gleichwohl ging es auch hier um seelisches Wachstum. 
Wenngleich der Mut,
Individualität zu entfalten innerhalb der Partnerschaft,
sehr viel größer sein musste,
als es bei euch der Fall ist.

Aber das ist eine andere gesellschaftliche Ordnung
und damit hat sich die Seele auch eine andere Grundstruktur
seiner Aufgaben ausgesucht.

H: Wie kommt es, dass heutzutage so viel Singles
bei uns in unserer Gesellschaft sind?

E: Weil wir soviel Angst vor Bindung haben. 
Weil Bindung in eurer Gesellschaft
mit Macht und Machtmissbrauch zu tun haben.
Das hat nichts mit gegenseitigem Fördern zu tun,
sondern es hat etwas damit zu tun,
den Anderen zu beherrschen!
Das ist auch der Grund,
warum so viele Ehen scheitern: 
Warum sollte man denn auf so etwas eingehen?

Angst davor, geliebt zu werden,
Angst davor, zu lieben,
beides im gleichen Maße.

Und da habt ihr die Ursache für das Single Dasein.
Und, um es auch positiv zu sehen: 
Es gibt inzwischen einen hohen Anspruch an den Partner. 
Das ist gut.
Das begrüße ich. 
Denn es zeigt, dass eine Partnerschaft
eine Frage des Selbst-Respektes ist
und das war lange Zeit nicht so.

Jeder, der sich im seinen Single sein nicht wohl fühlt,
der also sucht und sucht und nicht findet,
der wird sich fragen müssen,
ob dieses nicht an ihm selber liegt,
ob hier nicht Hemmungen und Ängste eine Ursache haben.

Und sehr viele dieser Singles sind eben gerade jene,
die ich ansprach,
die alles andere als frei sind,
die immer noch in negativer Weise gebunden sind
an Partnerschaften, die sie enttäuscht haben.

Das ist keine Freiheit.

G: Wie erweist man dem Eheversprechen die Ehre? 
Es gibt viele Heirats-Rituale und Heirats-Anträge,
was ist dabei wichtig und
was ist dabei nur für Andere?

E: Das sollte jedes Paar für sich entscheiden. 
Ich denke, dass es so ist,
dass eine gewisse Öffentlichkeit da sein muss,
damit es nicht so beliebig ist.

Ihr fühlt euch,
wenn ihr diese Verbindung nur miteinander eingeht,
ohne dass Menschen, die mit euch in Kontakt sind,
daran teilhaben, weniger verpflichtet,
als wenn viele gegenwärtig sind,
das ist einfach eine Reaktion des sozialen Menschen.

Ihr seid soziale Wesen und
als soziale Wesen gebt ihr Dingen,
die in der Öffentlichkeit stattfinden,
eine größere und tiefere Bedeutung als Dingen,
die ihr im stillen Kämmerlein vollzieht.

Welches Paar verspricht sich nicht ewige Liebe
im stillen Kämmerlein? 
Dazu bräuchte es denn auch
keinen Standesbeamten oder Pfarrer,
der dies besiegelt und beglaubigt. 
Aber wie viele brechen das doch,
das ist Gang und Gebe, nicht wahr?
Das gehört sozusagen zum Spiel.

Wenn aber dieses gegenseitige Versprechen im gewissen Maße
in der Öffentlichkeit stattfindet,
wird aus Spiel Ernst. 
Und es wird auch von den meisten Menschen so empfunden.

Wie ihr das und mit welchem Ritual ihr das tun möchtet,
das sollte euch überlassen bleiben. 
Das ist letztlich auch eine Frage der Finanzen
und auch eine Frage des Geschmacks.
Aber ich glaube nicht daran,
dass es sinnvoll ist,
eine Ehe in allzu anonymen Rahmen zu beginnen. 
Sondern sie soll ganz bewusst ein Zeichen
auch für euer soziales Umfeld sein.

Das ist wichtig!
Das hat in der Tat – das finde ich sehr schön –
mit „Ehre geben“ zu tun.

Ihr gebt einem Partner, mit dem ihr zusammenlebt,
nicht die Ehre,
Ehre wird nach Außen nicht bestärkt. 
Ihr seid mit ihm zusammen,
aber von Außen her ist nicht absehbar,
welche Bedeutung er für euch hat.
Und es könnte sein in den Augen eures sozialen Umfeldes,
dass es eine vorübergehende Episode ist.

Es könnte sein, dass er euch weniger Lebenspartner ist
als beispielsweise Sexualpartner.
Es ist nicht absehbar.
Und damit hat er wenig Ehre aus dem sozialen Umfeld heraus.
Das zeichnet sich auch ab in einigen gesetzlichen Regelungen,
die ihr habt.

Dass ihr zum Beispiel
– so sehr ihr euren Partner lieben mögt in manchen Situationen,
in denen ihr für ihn eintreten wolltet,
zum Beispiel bei Krankheiten –
Entscheidungen treffen wollt und dies nicht dürft,
weil euer Status, eure Ehre nicht gesehen wird
vom sozialen Umfeld.

Das ist einfach eine Tatsache.
Hast du dazu noch Fragen?

H: Ja, ich hätte dazu noch eine Schlussfrage: 
Wann warst du denn das letzte Mal
verheiratet in einer Inkarnation?

E: Ha, ha, ja, in meiner letzten Inkarnation. 
Meine Frau hieß Louise, sie war eine wunderbare Frau. 
Ein bisschen bäuerlich und sie war fröhlich
und dick und blond
und sie liebte das Essen und ich liebte sie.

I: Habt ihr auch Kinder gehabt?

E: Ja, wir haben Kinder gehabt,
ich habe sechs Kinder gehabt,
Drei sind leider schon im Kindbett gestorben,
aber an den drei Anderen hatte ich viel Freude.
Ich habe das große Glück gehabt,
eine Liebe zu finden,
obwohl es eine arrangierte Ehe war.
Nur wurde aus der arrangierten Ehe Liebe.
Und soll ich euch sagen, warum? 
Weil wir beide daran geglaubt haben,
deshalb konnte Liebe daraus werden.

Und das, liebe Freunde,
möchte ich euch zum Abschluss sagen: 
Schaut, schaut, schaut, was ihr imaginiert
mit euren Beziehungen! 
Schaut hin:
Es geschieht euch nach eurem Glauben!

Es ist nicht so,
dass ihr einander einfach so geschenkt worden seid.
Ihr müsst aneinander arbeiten. 
Aber es ist auch eine Frage eurer Imagination.

Eure Beziehungen sind eine Frage des Glaubens. 
Denn ihr seid in vielen Dingen sehr viel weiser,
als ihr es in euren ersten Beziehungen wart.
Oder, liebe G.,
als du es in anderen Inkarnationen warst.

Und ich möchte euch noch etwas sagen,
das ist noch wichtig.
Ihr habt die Frage nicht gestellt, aber sie ist mir wichtig.

Aus einer Ehe gehen Kinder hervor. 
Das hat eine große Bedeutung,
die ihr bitte nicht unterschätzt.
Diese Ehen haben ein besonderes Gewicht,
denn ihr seid durch die Kinder immer miteinander verbunden.

Ihr könnt euren Kindern nicht in die Augen sehen,
ohne den Partner zu sehen,
so schlimm der auch war.

Und gerade hier bitte ich euch: 
Versucht doch, dahin zu kommen,
diesen schlimmen Partnern in euren Herzen zu danken!
Ja?
Dann seid ihr von ihnen frei! 
Das macht vieles leichter
und die Kinder dürfen die Kinder von euch
und den schlimmen Partnern sein.

Und ihr habt euren Frieden damit,
weil ihr dankbar sein könnt.

So, und nun gebt einander die Ehre,
wie auch immer ihr es tut,
tut es richtig.

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend.

H: Danke schön, Elia.