Mutter

Elia – Die Mutter ist immer die erste Bezugsperson

Deine eigene Mutter und
dein eigener Vater sein:
Die Mutter ist immer die erste Bezugsperson.

Später übernimmt die Gesellschaft
die Rolle der Mutter.

Der Ausgleich von Defiziten in der Familie.

Elia

Auszug aus einem Channeling.

 

Elia: Ihr habt doch sehr viele Erkenntnisse gewonnen,
auch über euch.

Auch du hast Erkenntnisse gewonnen! 
Zum Beispiel über den Konflikt, in den man geraten kann,
wenn die Gesellschaft Reaktionen von einem erwartet
und man sie tatsächlich gar nicht hat. 
Das muss man wirklich erfahren!

Hajo: Man muss es erfahren.
Ich dachte die ganze Zeit,
es wäre Trauer
und dann ist es der Energie-Entzug.

Elia: Ja, und du musstest erfahren,
dass für dich die Gesellschaft als Norm,
als Wertmaßstab so prägend ist,
dass sie in der Lage ist,
mit ihrer Erwartung
deine eigene Emotion zu überlagern. 

Das hat etwas mit dem dominanten Verhalten
deiner Mutter zu tun!

Hajo: Ach ja…

Elia: Die Mutter ist der erste gesellschaftliche Bezug,
den ein Mensch in der Inkarnation hat.

So wie die Mutter ist und sich ausgewirkt hat
auf die Psyche des Kindes,
so wird das Kind später
die Gesellschaft an sich sehen und wahrnehmen.

Und hatten wir eine Mutter,
die sehr dominant war
und meinte, immer recht zu liegen mit ihren Ansichten,
so übernehmen wir das als Wahrheit:
Sie hat immer Recht!
Und so ziehen wir gar nicht in Betracht,
die eigene Emotion zu vergleichen mit dem Wert,
der uns vermittelt wird.

Und das passiert dann später: 
Diese Funktion der Mutter
übernimmt später die Gesellschaft.

Bei deiner zweiten Frau
ist es eine andere Mutter gewesen: 
Sie war sehr kalt und unberechenbar,
in allen Dingen unberechenbar.

Und für ihre Tochter
ist die Gesellschaft prinzipiell unberechenbar,
völlig unberechenbar, das hast du sicherlich schon bemerkt. 
Sie vertraut in keinerlei gesellschaftlichen Prozessen.

Hajo: Und wie ist das mit dem Vater?

Elia: Der Vater prägt andere Dinge.

Der Vater ist im Wesentlichen dafür verantwortlich,
dass das Bewusstsein für die eigene Stärke wächst,
für die eigene Anerkennung dessen, wozu man fähig ist.
Aber er prägt auch in einem sehr großen Maße
das Rechtsempfinden.

Wenn ein Vater ein gestörtes Rechtsempfinden hat,
ambivalent ist in Grenzziehung
oder Strafen setzen
oder auch zu streng ist
oder zu wenig Grenzen setzt,
dann wird sich das später widerspiegeln
in einem sehr gestörten Gerechtigkeitsempfinden.

Ich weiß,
das ist eine sehr tradierte Rolle des Vaterbildes,
aber die menschliche Psyche ist nun mal so: 
Die Mutter ist eher für die Gnade zuständig
und der Vater für die Grenze.
Der Vater setzt die Grenze,
die Mutter begnadigt.

Das ist im späteren Verlauf der Psyche: 
Das Ich setzt die Grenze durch das Gewissen
und die Emotion begnadigt durch den Tränenfluss.

So ist das!
Das sind die alten Strukturen. 
Und hatten wir einen schwachen Vater,
haben wir häufig ein sehr schwaches Selbstbewusstsein.

Hajo: Ich habe ja nun auch keinen starken Vater gehabt,
glaube ich.

Elia: Nein.

Hajo: Aber ich glaube,
ich habe ein sehr gutes Selbstbewusstsein.

Elia: Hajo, du hast aber auch viel gelernt. 
Und dein Selbstbewusstsein von heute
ist nicht mehr das von vor zwanzig Jahren.

Hajo: Das ist richtig,
das habe ich mir selber erarbeitet.

Elia: Eben!
Nicht wahr? 
Du bist ab einem gewissen Punkt der Entwicklung
dein eigener Vater geworden.

Hajo: Ach so, ja!

Elia: Du hast dir dein eigenes Selbst-System geschaffen!

Hajo: Ja, das hatten wir letztens in einem Reading:
dein eigener Vater,
deine eigene Mutter sein…

Elia: Das ist so,
das ist für jeden Menschen gültig!
Das ist die natürliche Entwicklung bei jedem Menschen:
Es kommt irgendwann der Punkt,
wo der Mensch autark werden muss! 
Nicht nur in Bezug auf räumliche Nähe,
sondern wirklich autark.

Das kann er nur,
wenn er für sich selber
die mütterliche Verantwortung
und die väterliche Verantwortung übernimmt.
Und zwar bewusst! 

Irgendwann einmal muss ich bewusst sagen: 
Vater, lieber Vater, deine Werte sind nicht meine.

Hajo: Das ging ja bei mir schon früher los,
weil er sich verabschiedet hat.

Elia: Ja, natürlich!
Das hat auch für dich einen Prozess in Gang gesetzt.
Denn das war ja kein Vorbild.
Das ist ja das Gegenteil, nicht?

Aber auch ein negatives Vorbild kann sehr hilfreich sein,
absolut hilfreich!

Dennoch hast du auch Elemente deines Vaters
in deine Beziehungen übernommen. 
Du hast dort gezielt
– deine Seele hat das gezielt gemacht –
den Part des sich verteidigenden Mannes auf sich genommen.
Überleg dir einmal,
wie oft du dich verteidigt hast
oder versucht hast,
dich vor Angriffen zu schützen. 
Wessen Struktur ist das?

Hajo: Die meines Vaters. 
Ja, man ist etwas blind,
wenn es um einen selbst geht.

Elia: Ja, natürlich.
Das ist ganz selbstverständlich!

Das ist ja unsere Aufgabe,
das Licht in diese Finsternis
eures Unterbewusstseins zu werfen,
damit ihr eben stärker und freier sein könnt.

Denn das ist klar,
dass wir kein Interesse daran haben,
dass ihr in diesem Prozess stecken bleibt.
Das ist ja selbstverständlich.