Seele

Schutzengel – Du bietest den Menschen ein BILD von dir…

Du bietest den Menschen ein BILD von dir
und sie reagieren auf das BILD!

Du bietest sogar dir selbst ein „BILD“ und fragst dich:
WER BIN ICH?

Die Antwort „Wunderbar!“ kannst du dir nicht geben.
Dabei ist es so!
Du bist genauso wunderbar wie jede andere Seele,
die Gott ins Sein rief…

Du bist noch längst nicht vollkommen, natürlich nicht,
aber deshalb bist du dennoch wunderbar!

 Engelkontakt

Ich bitte meinen Guide,
mich mit dem Guide von Claire zu verbinden,
Claire bittet um diesen Kontakt.

Ich stehe an einem Tisch, ein Glas Milch steht vor mir,
gegenüber ein kleines Fenster.
Der Blick geht hinaus auf eine sonnenbeschienene Wiese,
es ist seltsam still hier.
Das Ticken einer Uhr ist zu hören, das Summen einer Fliege,
draußen sind Kühe weit entfernt anscheinend…

Der Raum ist klein: ein alter Kohleherd, Tisch, Eckbank, ein Bett,
eine Tür scheint in einen dahinter liegenden Raum zu gehen…

Auf dem Holztisch sehe ich außer dem Milchglas
nichts weiter als ein Schulheft, in sehr exakter Schrift lese ich:
die Schweizer.
Dann ein schön geschriebener Text, darunter mit rotem Stift:
Pfui, Liesel!
Du enttäuschst mich wieder einmal sehr!

Wer immer Liesel ist, sie tut mir leid:
so eine barsche Kritik!

Die Zeit scheint unendlich lang zu vergehen,
draußen zieht ein Wetter auf,
es wird dunkel in dem kleinen Raum.
Ich frage mich gerade: Wie lange ich hier noch warten soll?
Alles, was ich tun kann, ist, die Fliege daran hindern,
sich in die Milch zu stürzen.
Der Regen beginnt, gegen das Fenster zu prasseln…

Endlich! 
Die Tür wird aufgestoßen, schlägt mit einem Knall gegen die Wand.
Ein älterer Mann beugt sich, um hereinzukommen,
durch die niedrige Tür, in seinen Armen trägt er ein Mädchen.

Lange blonde Zöpfe sehe ich,
das Gesicht ruht an der Schulter des Mannes.

Das Kind ist völlig durchnässt und sehr schmutzig.
Ohne mich zu beachten,
legt der Alte das Mädchen auf das Bett.
Es scheint zu schlafen, wimmert nur leise,
als er vorsichtig ihre Schuhe auszieht und damit beginnt, Abschürfungen, die es an Beinen und Armen hat,
zu säubern und mit einer Salbe einzureiben.

Liebevoll geht der Alte vor, sanft und sehr umsichtig.
Als er sie schließlich zudeckt,
holt er aus einem kleinen Holzschränkchen noch eine Flasche
und gibt dem Kind einen Löffel voll des Inhalts.
Das Mädchen spuckt das Meiste davon aus,
aber dann zeigen ruhige Atemzüge,
dass sie endgültig eingeschlafen ist.

Erst jetzt wendet der Alte sich mir zu.

Sein Gesicht ist schmal, Kiefer und Kinn stark ausgeprägt,
ein mächtiger Schnauzer „ziert“ sein Gesicht.
Unter fast weißen Augenbrauen sanfte, braune Augen,
das weiße Haar kurz.
Seine großen, rauen Hände zeugen von
harter Arbeit ein Leben lang.

Er setzt sich zu mir, die Hände auf dem Tisch übereinander gelegt,
lächelt er mich an…

G: Da bist du also, das ist gut!
Nenn mich Bastian.

Magst keine Milch?

U: Nein…

B. Liesel mochte auch keine Milch,
aber sie hätte sie getrunken (lächelnd).
Ah, Liesel, hm, hm.
Hast schon gemerkt, wo wir sind, oder?

U: Eine Alm?

B: Ja, eine Alm in der Schweiz, 1932.
Nein, keine Angst,
ich werde dir nicht eine Geschichte erzählen von einer Heidi,
dem Alm-Öhi und dem Geißen-Peter,
das hier ist eine andere Geschichte.

Liesel hätte die Milch getrunken…
Ich hab drei Jahre gebraucht,
bis ich verstanden habe, dass sie keine mag.
So lange hab ich ihr frische Milch gegeben jeden Tag,
weil ich mich gefreut hab, ihr etwas geben zu können,
worüber sie sich freut.
Dabei war ich ein guter Beobachter!

Es lag nicht an mir, dass ich ihr etwas zumutete,
was völlig unmöglich für sie war.
Es lag an ihr:
An ihrer Art, JEDEN Schmerz zu verneinen…

Claire? Mein Lieb?
Verstehst du, was ich meine?

Ja, du verstehst.

Die Liesel, das warst einmal du.
Ich muss dir von ihr erzählen, damit du dich verstehst.
Sei nicht ungeduldig, liebe Seele,
bald werde ich dir deine Fragen beantworten…

Bastian lehnt sich zurück,
er holt sich aus der Tasche eine Pfeife,
stopft sie umständlich und so sorgsam,
wie es offensichtlich seine Art ist.

Dann zündet er sie an
und der Raum ist erfüllt von einem köstlichen Tabakduft,
wie ich ihn nie vorher wahrgenommen habe.
Er beginnt, zu erzählen.

B: Liesel war meine Enkelin,
meine Tochter Magda hat sie mir geschenkt.
Unten im Dorf hab ich einen kleinen Hof
und eine noch kleinere Gaststätte.

Magda war mein einziges Kind.
Früher, als ich noch ein junger Mann war,
war die Gaststätte im Sommer geschlossen.
Die meisten Bauern waren auf den Almen genau wie ich.
Nur wenn der Winter kam, dann lohnte es sich,
den Betrieb dort weiterzuführen.

Aber nach dem Ersten Weltkrieg änderte sich das.
Nahe unseres Dorfes wurde eine Klinik für Lungenkranke gebaut,
viele Menschen waren damals Lungenkrank.

Hier in der klaren Luft der Berge sollten sie genesen,
falls dies möglich war.
Und diese Menschen waren oft Monatelang da,
also hatten sie Langeweile und darum entstand im Dorf
nach und nach mehr Betrieb.

Ich hielt meine kleine Gaststätte auch im Sommer offen,
Magda freute sich darüber.
Sie war ein hübsches junges Mädchen
und die Einsamkeit der Alm war einfach nie etwas für sie.
Sie war lebenslustig und wissbegierig.

Also war ich im Sommer hier oben und sie da unten.
Um es kurz zu machen:
Sie verliebte sich in einen der jungen Männer,
die im Sanatorium ihre Lungen ausheilen wollten.
Und sie wurde schwanger von ihm.

Aber als ich im Herbst zurück ins Dorf kam,
war er schon gestorben.
Er hatte ihr nicht gesagt, dass er ansteckend war!

Er hatte ihr vieles nicht gesagt:
Nicht, dass er verheiratet war,
nicht, dass er aus einer vornehmen Familie stammte,
die einer Bauerntochter wie ihr nicht den geringsten Wert beimaß.

Und sie hatte Niemanden gesagt,
dass sie seit drei Monaten sein Kind unter dem Herzen trug!

Sie brauchte mir auch nichts zu sagen,
ich spürte es mit jeder Faser meines Herzens.
Ach, weißt du, ich war gar nicht unglücklich darüber!

Wer weiß, vielleicht würde dieses Kind doch zum Segen werden.
Vielleicht würde es die Unruhe
aus dem Herzen meiner Tochter treiben
und vielleicht war es einfach ein Geschenk Gottes!

Wenn du hier oben lebst, dann lernst du,
worauf es wirklich im Leben ankommt:
Die Sitten und Gesetze des Dorfes haben hier keine Bedeutung! Bedeutend ist nur, was dir wahr ist.
Mir war nur wahr, dass ein neues Leben zu uns kam…

Aber schon bald nach Liesels Geburt wurde klar,
dass ihre Mutter sich angesteckt hatte.
Wir hatten anfangs gedacht, dass der harte Winter des Jahres
und der Kummer den Husten nicht heilen ließen.

7 Jahre hat meine Tochter der Krankheit widerstanden:
Aus Liebe zu Liesel, zu mir und zum Leben.
D
ann ging sie heim.

Aber Liesel, die hatte nie etwas anderes als eine kranke Mutter
und einen sorgenvollen Opa!
So etwas prägt das Wesen eines Kindes.

Liesel hatte – nein, nein – nicht lieb zu sein, 
sondern FRÖHLICH zu sein, optimistisch und heiter!

Über unserem Haus hätte man ein Schild hängen können,
auf dem hätte stehen müssen:
Wenn sie dieses Haus betreten,
dann machen sie ein fröhliches Gesicht
und statt „Guten Tag“ sagen sie „Alles wird gut“! 
Falls nicht, werden sie erschossen!

Das ist natürlich eine Übertreibung,
aber im Wesentlichen trifft es das,
was Liesel empfunden hat.
Liesel wurde nur dann beachtet, wenn sie in Freude war.

Ihre Ängste, ihre Trauer, ihr Wille,
auch einmal die Hauptaufmerksamkeit zu bekommen,
wurde beständig übersehen.

Und da sie eine sehr empfindsame Seele war
– genauso wie meine Claire –
reagierte sie so, wie es erwartet wurde.
Obwohl nie ein Wort darüber fiel, nie!

Liesels Potenzial an Einfühlungsvermögen
war ohnehin schon überdurchschnittlich hoch
als Ergebnis vieler Inkarnationen vorher.
In diese Inkarnation hineingeboren,
verstärkte sich dies noch zusätzlich.

Denn nun galt ihrer Seele die Wahrheit: 
Solange ich mich so verhalte,
wie es erfreulich für Opa und Mama ist,
solange geschieht nicht das, was ich fürchte.

Nie, wirklich niemals tat oder sagte sie etwas,
das ihre Mutter auch nur aufgeregt hätte.
Kannst du dir vorstellen,
welche Leistung an Selbstkontrolle
das für ein kleines Mädchen ist?

U: Ich finde das gar nicht positiv!

B: Das ist es auch nicht!
Sie lebte nämlich in einer SCHEIN WELT! 
Eine SCHEIN GEBORGENHEIT aufrecht zu erhalten,
war das oberste Gebot.

Kein Kind der Welt kann so etwas unbeschadet überstehen.
Andere hätten dagegen rebelliert.

Weil ihr tiefstes Wesen aber sanft
und durch und durch fürsorglich ist,
hatte sie nur einen Ausweg:
Sie selbst ignorierte auch alle Bewegungen des Herzens in sich,
die auch nur irgendwie diesen schönen Schein stören könnten.

Das eigene Leiden zu spüren,
war ihrem Bewusstsein von nun an verboten, wahrzunehmen.

„Ach, was für ein Sonnenschein!“
Das oder Ähnliches sagten die Gäste,
die Liesel zum ersten Mal begegneten.

Aber dieser „Sonnenschein“ fand nur außen statt!
In ihrem Inneren lebte die Angst:
Die Angst um ihre Mutter und
die Angst vor der Angst.

Sie ließ selbst nur noch die Wahrnehmungen zu, die positiv waren.
Das war ihr Schlüssel zur Welt.
Nein, es war ihr Fenster zur Welt.

Als ihre Mutter schließlich starb,
blieb ihre Wahrnehmung „positiv“.

Herzlos hätte man meinen können:
Kaum war die Mutter begraben, gab es keine Träne mehr.
Sie spielte, lachte wie eh und je.
Einzig die Fähigkeit, Neues aufzunehmen,
wurde auffällig geschwächt.

In der Schule lernte sie nur sehr mühsam,
aber auch dort funktionierte lange Zeit
ihr System des Schutz-Lächelns.
Lange brauchte die Lehrerin, ehe sie begriff,
dass Liesel nicht die Wahrheit sagte,
wenn sie fragte, ob sie alles verstanden hatte.

Damals wussten wir noch nichts
über die Psychologie eines Kindes.

Und so veränderte sich die Einstellung der Lehrerin zu Liesel:
Sie hielt sie für eine Lügnerin, eine Täuscherin.
Und da sie nichts so sehr hasste,
begann sie dieses Kind aus tiefstem Herzen abzulehnen.

Jetzt! hätte jedes andere Kind rebelliert!
Oder wenigstens über diese Belastung gesprochen!

Liesel nicht!
Liesel versuchte, nicht zu fühlen, wie weh es ihr tat,
von der Lehrerin abgelehnt zu werden.
Liesel war keine Täuscherin!
Aber sie war längst nicht mehr fähig, zu spüren,
was nicht in das Konzept der „heilen Welt“ passte.

Und so wusste ich Jahre lang nicht,
dass für sie jeder Schultag,
jede Hausaufgabe eine unendliche Last war.

Ich fand mich damit ab,
dass meine Liesel vielleicht ein bisschen dumm war.

Ich wusste auch nicht, dass sie keine Milch mochte.
Und ich wusste nicht,
dass sie die Zeit unten im Dorf im Winter hasste,
weil sie sich von Allen beobachtet fühlte
und es so sehr anstrengend war, jedem das zu geben,
was der von ihr erwartete:
dass sie ein „Sonnenschein“ war.

Und ich kannte Liesel gar nicht!
Nur das Bild, das sie meinte, mir von sich zeigen zu dürfen.

Schlimmer noch: Liesel kannte sich selbst nicht!
Sie hatte völlig verlernt, darauf zu achten, was sie fühlt! 
Sondern sie sah nur noch darauf, wie sie WIRKT.

U: Dann hat sie sich gar keine Identität aufbauen können…

B: Nicht im Geringsten!
Du fragst dich sicher, wie das hier ausging?
Natürlich habe ich dich nicht umsonst
an diesen Tag in ihrem Leben geführt.

Nun, Liesel war, als sie die Beurteilung ihrer Lehrerin las,
emotional völlig überfordert.
Sie wusste einfach nicht,
WOMIT sie die Lehrerin enttäuscht hatte.

Sie hatte doch SCHÖN geschrieben!
Und Wunderbares über die Schweiz geschrieben.
Zum Beispiel:
Dass es nicht nur das schönste Land der Welt ist,
sondern auch das Wichtigste und Beste!

Sie meinte, sich genau zu erinnern,
dass ihre Lehrerin das so einmal gegenüber
einem Vater in einer Unterhaltung erwähnt hatte!
Also hatte sie doch geschrieben, was der Lehrerin wahr ist!

Oft war es ihr mit der Lehrerin schon so gegangen!
Egal, wie sehr sie sich auch bemühte:
Diese Lehrerin war nicht zufrieden.

Auch ich hatte an diesem Tag zu ihr gesagt:
Liesel!
Du machst mich wahnsinnig!
Sei endlich still!

Der Anlass war mir ganz banal:
Ich hatte am Morgen die Nachricht erhalten,
dass ein guter alter Freund gestorben war.
Ein Mann,
den die Liesel von klein auf
als lieben Onkel Antonio kannte.

Aber sie reagierte nicht,
wie ich es als angemessen empfunden hätte,
sondern begann, zu singen
und mir ihre neuesten Jodler vorzuführen.

Herzlos – so dachte ich – sie ja ganz herzlos!
Ich wusste doch nicht, dass sie nur versuchte,
meine Traurigkeit weg zu singen!

An diesem Tag war der Punkt gekommen,
an der ihrer kleinen Seele all das zu viel wurde.

Sie KONNTE einfach nicht mehr auf ihre Wirkung schauen,
es war genug, genug!
Liesel rannte hinaus, sie rannte und rannte! 
Und als der Weg nicht mehr weiter ging,
begann sie zu klettern:
Höher und höher…

Dieses Verhalten hatte sie schon einige Male im Leben gezeigt:
Wegrennen von den Orten zu großer Belastungen,
weg vom Schmerz, schnell,
damit zwar alles andere wehtut
– Beine, Hände, Arme –
aber nicht die Seele.

Ich hatte sie mehr als einmal in der Steilwand gefunden…

Worum es dabei ging,
wusste ich allerdings nicht,
ich hielt es für kindlichen Übermut.

Auch heute suchte ich sie dort.
Dieses Mal aber fand ich sie am Fuß des Felsens.

Sie war abgestürzt und kaum noch bei Sinnen.
Sie ist noch in der Nacht ganz still und ganz,
ohne mich zu schrecken – wie es eben ihre Art war – gestorben.

Meine liebste Claire,
das war eine deiner Inkarnationen,
in denen du den Glaubenssatz
„Ich will niemanden enttäuschen“
auf die Spitze getrieben hast.

Claire, meine liebe Seele,
aber jetzt ist ein ganz neues Leben!

Jetzt ist es deine Aufgabe, zu lernen,
dass du sein darfst und vor allem fühlen darfst,
was in dir wahr ist!

Ja, ich weiß es doch,
deine Erfahrung aus deiner Kindheit ist eine ganz andere!
So viele, viele Jahre liegt diese Kindheit zurück.
Dennoch bleibt das prinzipielle Gefühl,
das du für dich selbst hast, fast unverändert.

Erinnerst du dich?
Als du klein warst, hattest du abends, wenn du schlafen solltest,
die Angst, jemand könnte unter deinem Bett sein.
Dann hast du ganz still gelegen und kaum zu atmen gewagt:
„Etwas ganz Schreckliches ist da, wo ich nicht hingucken mag.“

Auf deine Seele bezogen,
gilt dieser Satz immer noch!
Irgendwas! Muss doch völlig falsch an mir sein!

Wie anders ließe sich erklären,
dass ich mich SO SEHR anstrengen muss,
um geliebt zu werden!
IRGEND WAS muss da sein, wohin niemand schauen kann,
nicht einmal ich selbst!

Ach, liebes Herz!
Nichts Dergleichen ist da, so wenig,
wie damals jemand unter deinem Bett lag.
Das Einzige, was dort ist, ist die Angst!

Claire, du glaubst deinen Gefühlen nicht mehr!
Wie solltest du auch?
Die Gefühle, die dir bewusst werden,
die sind wie ein Mantel,
der sich um die wahren und tiefen Gefühle legt! 
So wurdest du in deiner Kindheit geprägt.

Das, was ganz tief und ganz mächtig ist,
das darf nicht offensichtlich werden,
nicht einmal dir!

Doch, Liebes, wahr und gut und tief ist all das,
was da verborgen liegt.

Eine gute Seele bist du:
voller Mitgefühl und Gerechtigkeitssinn.
Bereit, das, was wahr und schön in der Welt ist,
zu stützen und da zu helfen,
wo die Kraft der Anderen nicht reicht.

Verstehen möchtest du die Menschen:
ihr Leiden,
ihr Sehnen,
ihre Traurigkeiten und
ihre Hoffnungen.
Und du handelst danach,
so gut du es vermagst.

Aber in dir ist auch die tiefe, tiefe Sehnsucht,
selbst so angenommen zu sein,
wie du bereit bist, Andere anzunehmen.

Nur du glaubst nicht daran,
dies je WIRKLICH verdient zu haben!

Wollen wir das ändern?
Was meinst du?
Magst du, es mit mir gemeinsam wagen?

Du brauchst Mut dazu!

Auch den Mut, sich der Tatsache zu stellen,
dass du Mangel leidest.
Nicht erst jetzt, sondern seit langer, langer Zeit.
Mangel an Mitgefühl und Interesse der Anderen dir gegenüber!
Da ist ein großer Hunger in dir
und es wird Zeit, sich um diesen Hunger zu kümmern.

Ja, mein Herz, du kannst Wege finden,
diesen Hunger zu stillen.
Niemand sonst als du selbst kann das tun!

Die Erwartung,
diesen Mangel durch jemand Anderen erfüllt zu bekommen,
weil der ahnt, spürt,
was es ist, dass du brauchst,
der kann sich nicht erfüllen.

Nicht, solange du ihn vor dir selbst geheim hältst.

Darum, mein Herz, sage ich dir heute:
Dein Mangel ist gut!

Ja, er ist wirklich gut,
denn er bewegt dich, dich anzustrengen! 
Er ist eine große Kraft,
endlich, endlich Wege zu finden zu dir hin!
Und endlich, endlich aus ganzem Herzen JA!
zu dir selbst sagen zu können!

„Wenn mich nur endlich Einer WIRKLICH liebt,
dann werde ich glücklich sein!“

So sagt deine Seele.
Der Weg dorthin beginnt damit,
dass du dich liebst!

Und der erste Schritt auf diesem Weg ist,
dir selbst tiefstes Vertrauen entgegenzubringen.

Ich bin sehr, sehr dankbar,
dass ich dir dabei helfen darf!

U: Vielen Dank, Bastian,
ich würde jetzt gerne die Fragen von Claire stellen.

B: Ja, gerne!

U: Claire fragt, was ihre Aufgabe in ihrer Inkarnation ist?

B: Ich habe das Wesentliche gesagt, Claire:
Es geht darum, dich von den Täuschungen
über dein eigentliches Selbst zu befreien.

WIRKLICH zu fühlen! 
Und diese Gefühle zu achten!
Zu verstehen, dass du nicht dazu da bist,
Anderen angenehm zu sein!
Sondern wahr!

U: Claire fragt weiter,
warum ihr Leben so rastlos ist und unruhig
und sie sich bis jetzt nirgends niederlassen konnte?

B: Mein Lieb, weil du AUSSEN suchst,
was INNEN fehlt!
Du bist in DIR nicht Zuhause!

Und solange dies so ist,
gibt es keinen Ort und keinen Menschen,
den du als Heimat empfinden könntest!

U: Sie fragt, warum sie sich immer einsam, depressiv
und niemandem zugehörig fühlt?

B: Oh, ich weiß, wie tief dieser Schmerz in dir ist!
Und ich hoffe so sehr, dass du es dir wert bist,
daran etwas zu ändern.
Denn das kannst du!

Claire, versuche es mit dem ersten Schritt!
Der erste Schritt ist:
Zu lernen, dass du WIRKLICH ein guter Mensch bist!

Da ist nichts VERKEHRT an dir,
du bist ein guter Mensch.

Und wenn du das aus tiefstem Herzen akzeptieren kannst,
dann brauchst du dein Ich nicht verbergen:
nicht vor dir selbst,
nicht vor Anderen…

Du bietest den Menschen ein „Bild“ von dir
und sie reagieren auf das „Bild“!

Du bietest sogar dir selbst ein „BILD“
und fragst dich,
fragst dich,
fragst dich: 
WER BIN ICH?

Die Antwort „Wunderbar!“ kannst du dir nicht geben.
Dabei ist es so!

Du bist genauso wunderbar wie jede andere Seele,
die Gott ins Sein rief…

Du bist noch längst nicht vollkommen, natürlich nicht!
Aber deshalb bist du dennoch wunderbar!

Wenn du in den Spiegel schaust,
dann versuchst du, dich nicht zu sehen.

Warum nicht?
Weil du nicht WUNDERBAR genug bist!

Aber sag mir:
Würdest du auch nur einen Menschen so abwertend beurteilen,
wie du dich selbst beurteilst?
Nein, niemals!

Wie soll man sich IRGENDWO geborgen fühlen,
wenn man sich selbst
einer so beständigen Beurteilung unterzieht?

Geborgenheit findet nicht durch andere statt, mein Lieb,
sondern ist etwas, das IN DIR liegt!
In deinem Verhältnis zu dir selbst,
ungeborgen in sich selbst!

Es ist genug, meinst du nicht?

U. Claire fragt, was sie tun muss,
damit sie das Gefühl hat,
angekommen zu sein und
Glück und Zufriedenheit zu empfinden?

B: Claire, als bleibendes Bewusstsein ist dies
innerhalb einer Inkarnation außer wenigen Ausnahmen
kaum einem Menschen möglich.
Nur sehr Weise vermögen dies.

Das Streben nach Glück
ist ein gewaltiger Motor der Weiterentwicklung
und darum kann ein solches Empfinden auch nur temporär sein.
Aber wenigstens das zu erreichen,
dabei will ich gerne helfen.

Doch der Anfang ist:
Bei dir selbst anzukommen
und glücklich mit dir zu sein
und zufrieden mit dir.

Aber auch zu akzeptieren,
dass es phasenweise nicht so ist
und darin den Wegweiser zu sehen,
dass die Entwicklung weiterzugehen hat
und nicht das Indiz dafür,
dass „wieder einmal“ ALLES schief läuft.

U: Claire fragt, wie sie ihr Wissen erweitern und verstärken kann?

B: Claire, NIE aufhören, Fragen zu stellen!
Und Antworten suchen, wo immer du bist!

Jeder Tag hat seine Antwort:
jeder Traum, jede Begegnung!

Es ist also wichtig, zu lernen, GUTE FRAGEN zu haben.
Zu dir selbst,
zu den Menschen,
zu der Welt,
zu Gott.

Jenny?
DEINE Fragen!

U. Wen kann ich um Hilfe bitten und werde ich gehört?

B: Ach, Liebes,
frag Menschen und Gott wirkt durch sie.
Frag das Leben und Gott wirkt durch jede Begegnung.
Frag mich und Gott antwortet durch mich.

Jede Wirkung geht von Gott aus!
Was immer sein Werkzeug ist: es wirkt. 
Was er dir gibt, ist,
was deine Seele braucht, um zu wachsen.
Zugegeben:
Nicht unbedingt, was du dir wünschst,
aber ganz gewiss, was du benötigst.

Und nun, meine Liebe,
beginne, die Welt und Gott zu verstehen,
in dem du dich verstehen lernst!

Such dir Hilfe!
Such dir jene, die bereit sind, dir zu helfen,
dich von dir selbst begeistern zu lassen,
ohne dass du dafür ihnen gegenüber
eine Maske tragen musst.

Gott segne dich, liebe Claire
und führe dich auf leichtem Weg.

Dein Bastian!