Gefühle

Schutzengel – Gefühle und Pflicht sind keine Gegner, sondern zwei Brüder…

Gefühle und Pflicht sind keine Gegner!
Sondern zwei Brüder,
die gemeinsam Wunder wirken können.

Glaube an deine Gefühle.
Gefühle sind das Lebenselixier.
Schutzengelkontakt

Ich bitte meinen Guide,
mich mit dem Guide von Greta zu verbinden,
Greta bittet um Kontakt.

Ich sitze unter einer alten Weide.

Der Boden ist nass.
Und so weit ich sehen kann, sehe ich tote Krieger liegen,
über die Raben herfallen.
Ein fürchterliches Schauspiel ist das!

Neben mir steht eine große Frau
in einem langen, rostfarbenen Kleid und einem grünen Umhang.
Das dichte rote Haar hat sie nach hinten gebunden.
Sie steht da und Tränen laufen ihr über die
Wangen,
aber sie sagt nichts.

Ich wage es kaum, sie anzusprechen,
so stark empfinde ich ihre Trauer.

Doch sie wendet sich mir zu, lächelt und reicht mir die Hand,
um mich hoch zu ziehen.

Guidin: Komm, lass uns diesen schrecklichen Ort fliehen, Liebes. 
Verzeih, aber ich musste ihn dir zeigen, er hat große Bedeutung.

Sie verwandelt unser Umfeld: 
Jetzt sitzen wir in einer Waldlichtung,
vor uns eine Quelle und einige große Findlinge. 
Hinter uns ein großes Holzhaus,
umgeben mit einem herrlich blühenden Garten.

Einige junge Mädchen arbeiten darin und singen wunderschön.

G: Mein Heim, unser Heim. 
In deiner Vorstellung würde man es vermutlich
nicht für eine Königsburg halten, aber zu meiner Zeit war es das.
Ich bin Keltin und das hier ist euer heutiges Allgäu!
Für uns war es das Kernland
unserer Kultur, unsere Heimat.

Ich war Königin.
Aber das war nichts, was mir wert gewesen wäre,
dafür zu kämpfen.
Es war einfach mein Alltag, in den ich hineingeboren wurde.

Komm mit, ich möchte dir Jemanden zeigen.

Wir gehen einen kleinen Hang hinauf
und kommen zu einem kleineren Haus,
das aber bis auf die Größe dem Ersten gleich kommt.
Wir betreten dieses Gebäude
und stehen in einem hallenartigen 
Raum.
Herd und Bett sind hier drin,
Webstuhl und eine Art Harfe ist zu sehen.
In der Nähe des Herdes sitzt eine sehr alte Frau,
sie ist ganz eingehüllt in mehrere Decken.
Sie sitzt dort zusammen gekauert und mit leerem Blick,
bis sich die Guidin zu ihr hinstellt
und sie sachte mit der Hand berührt.

Da schaut die Alte auf und murmelt mit zahnlosem Mund: 
Du darfst niemals etwas Böses tun!
Hörst du, Tochter!
Du musst Edel sein, Edel sein ist der Triumph der Königin! 
Tue niemals etwas Böses, du musst Edel, Edel, Edel sein!
Versprich es deiner Mutter!

G: Ja, Mutter, ich verspreche es, ich werde immer Edel sein!

Die Guidin schaut mich an mit einem Blick,
den ich kaum beschreiben kann.
So etwa schauen sich Mediziner an, wenn sie sich einig
über die negative Prognose eines Patienten sind.

U: Was bedeuten diese Worte? 
Hat das etwas mit Greta zu tun?

S: Ja, mit Greta und mit mir.

Ich bin Shoi Gerda, Königin eines keltischen Stammes
und das hier ist meine Mutter.
Schwester eines keltischen Königs,
Tochter eines keltischen Königs.
Und nun war sie die Schwiegermutter eines
 solchen Mächtigen. 
Sie war mein Ein und Alles, sie war mein Gesetz!

Wie sehr sie es war, war mir allerdings nicht eher bewusst
als bis zu dem Augenblick,
an dem ich am Rand des Schlachtfeldes stand.

Weißt du, wer dort starb? 
Dort starben die Männer beider Stämme,
denen ich durch Geburt und Heirat verbunden war.
Es war mein Amt, meine Aufgabe, dieses Massaker zu verhindern!
Aber ich tat es nicht,
weil mir das
Gesetz meiner Mutter zu heilig war.

Ich war in der Fessel ihres Gesetzes!
Und ich opferte lieber meine liebsten Männer,
als dass ich dagegen verstieß.

Uta: Du hättest verhindern können, dass es zu dieser Schlacht kam?

Shoi Gerda: Oh ja, das hätte ich!
Aber nur dann, wenn ich meinen Eid gebrochen hätte.

Siehst du: In meiner Zeit wählten wir nicht frei unsere Gatten,
nicht in meinem Stand.
Sondern wir Frauen wurden mit denen vermählt,
die der Herrschaft des Vaters gefährlich werden konnten!
D
iplomatische Ehen sozusagen!

Wer miteinander verschwägert war,
ja, wer sogar noch durch Bluts-Bande derer,
die Enkel solcher Könige waren, verknüpft war,
der hatte eine solide Basis für eine lange Friedenszeit
zwischen den
Stämmen erreicht. 
Versteh mich nicht falsch: Ich war durchaus einverstanden damit.

So war ich schließlich erzogen worden!
E
ure Vorstellungen von Liebesheirat waren mir völlig fremd!
Darum ging es nicht.

Aber der König, dessen Königin ich wurde,
entsprach nicht den Vorstellungen unserer Moral!
Er war ein Macht besessener Tyrann!
Nichts war ihm heilig! 
Keine Intrige zu schmutzig und keine Gewalttat zu fürchterlich,
um seine Macht weiter und weiter auszudehnen.

Ich wusste um jedes seiner Machtspiele. 
Ich wusste um jede seiner Untat,
denn er ließ mich niemals von seiner Seite,
wenn es um Verhandlungen ging.

Mein Ruf als Edelste aller Frauen ging durch alle Länder!
D
ie Sänger besangen meinen hohen Sinn
und meine absolute Treue und Hingabe an jedem Herd!

Ich war der lebende Gegensatz zu meinem Gatten
und er schlug daraus Profit.

Niemand misstraute ihm, wenn ich neben ihm war. 
Denn NIEMAND hätte es für möglich gehalten,
dass ich das Unrecht, das er spann,
widerspruchslos geduldet hätte.
Ach, wie sehr haben sie sich in mir geirrt!

Edel, freilich, das war ich!
Ich vertrat dem Volk gegenüber eine hohe Moral…
Ich achtete alle Gesetze, ich war fromm und Gut zu Allen…

Nur ehrlich: Das war ich nicht!
Denn damit wäre ich in einen fürchterlichen Konflikt geraten.

Dann hätte ich mich gegen meinen Gatten
– ja, später sogar gegen meinen Sohn –
stellen müssen und sie anklagen, beschimpfen!
Wenigstens aber mit ihnen streiten müssen.

Das aber galt meiner Mutter als völlig Unedel!
Eine Königin hatte ihrem Gemahl wortlos zu folgen.

Nun, es kam ein Tag, an dem ich anwesend war,
als mein Gatte und mein Sohn eine schreckliche Intrige
gegen meinen eigenen Bruder planten.

Der Plan so furchtbar, dass nichts als Tod und Vernichtung
meinem eigenen Stamm bevorstanden.
Verstehst du?

Ich war dabei, als sie sich damit beschäftigten,
ihre Pläne Taten werden zu lassen und ich unternahm gar nichts,
gar nichts,
gar nichts!

Ich war die edle Königin! 
Ich hätte meinen Bruder rechtzeitig warnen können,
i
ch hätte dieses Massaker an meinem Stamm verhindern können…

Und obwohl es mir das Herz versteinerte: Ich tat es nicht!

Ich schwieg und blieb edel im Ansehen der Welt. 
Aber in mir war ich es von dieser Stunde an nicht mehr.
In mir hatte ich alle Kraft zum Leben endgültig verloren. 
Ich litt, seit ich hier war.

Jeder Morgen, den ich erwachte,
war schon vorher Mühsal gewesen. 
Jeder Abend eine neue Qual, ihn neben mir zu wissen…

All das hatte ich ertragen!
Aber von dieser Schlacht an verlor ich meine letzte Reserve.
Ich starb sehr bald und folgte so meinem Stamm. 

Nun magst du dich fragen, was das alles mit Greta zu tun hat.

Ich will es dir gerne erklären: 
Weißt du, um ein edler Mensch zu sein,
darfst du niemals Teile deines Selbstes ungelebt lassen.

Ein edler Mensch ist einer, der alle seine Fähigkeiten auslebt,
d
er alles, was er an Kräften hat, dieser wunderbaren Welt schenkt.

Nicht nur das Eine oder das Andere,
j
e nachdem, was die Umwelt für gut hält. 
Nicht das Urteil der Anderen darüber, ob du edel bist, trifft dich, sondern dein eigenes Urteil.
Und es trifft dich immer, so sehr du dich auch bemühst,
den Urteilsspruch nicht zu hören.

In all den Jahren hier brachte ich jeden Einwand meines Selbstes,
diesen Tyrannen durch Verrat zu stoppen,
zum Schweigen mit den Worten meiner Mutter.

Aber als schließlich geschah, was geschehen musste:
Da verstand ich, dass ich die Einzige gewesen wäre,
die dieses Unheil hätte aufhalten können.

So vieles wäre ganz anders gewesen,
wenn ich mir und meinen Gefühlen mehr vertraut hätte,
w
enn ich so gehandelt hätte, wie ich gefühlt habe!

Diese Inkarnation war die letzte Inkarnation,
in der ich versuchte, die Pflicht, die mir auferlegt war,
über meine Gefühle zu stellen!

Das tat ich nie wieder!
Denn ich hatte verstanden, dass sie der einzige Punkt waren,
der Wahrheit nahe zu kommen!

Greta und ich bindet eine verhängnisvolle Inkarnationsreihe
aneinander.

Wir beide haben Inkarnationen gehabt,
da haben wir auf nichts Anderes geachtet als auf unsere Gefühle!

Wir haben nur sie wichtig genommen und sonst gar nichts!

Natürlich haben wir die entsprechenden Erfahrungen
damit gemacht! 
Und als Resultat haben wir beschlossen,
nun unseren wahren Gefühlen nie wieder
so viel Wichtigkeit beizumessen,
dass wir 
darüber unsere Pflichten
Anderen gegenüber versäumen.

Ach, es ist gut, sehr, sehr hellhörig zu werden,
wenn eine Seele beschließt:
Etwas NIE! zu tun
oder etwas NIE WIEDER zu tun!

Denn es beinhaltet, dass wir Teile dessen,
was wir sind oder was wir an Kräften in uns tragen,
aus dem Erleben ausschließen!

Das soll aber nicht sein!
ALLES! was wir sind und an Eigenschaften haben,
ist ein Geschenk an die Welt!

Leben wir es nicht aus,
ist sie ein Stück ärmer, als sie sein müsste.
Nicht die Gefühle ernst zu nehmen,
nicht ihnen zu folgen und zum Ausdruck zu bringen,
ist verwerflich!

Verwerflich ist immer nur das Übermaß!

Nun sieh es dir an.
Ich war eine Frau, die sich als Seele echte Hingabe verboten hatte,
d
ie sich ganz und gar der Verpflichtung verschrieben hat
und daraus ihren ganzen Selbstwert bezogen hat.

Oh, oh, wie sehr habe ich mich
in all den Jahren als Opfer gefühlt!
A
lle Umstände und vor allem mein Mann
waren Ursache meiner inneren Leere.

Und ich war ganz leer. 
Mich erfreute wenig!
Und als dieses hier geschah,
erfreute mich gar nichts mehr.

Gefühle sind euer Lebenselixier!
Ohne Gefühle auszuleben, seid ihr wie ein Pferd,
das einen Wagen den Berg hochzieht,
der viel zu schwer beladen ist…

Denn es ist ein ganz und gar ausgehungertes Pferd!

Ich hatte keine Ahnung, wie ausgehungert ich war,
bis ich mir dieses Leben hier im Jenseits ansah
und endlich verstand!

Die Antwort auf Gefühls-Missbrauch ist nicht
– keine Gefühle zu haben, k
ein Gefühl ernst zu nehmen –
s
ondern sie ins rechte, lebendige Verhältnis
zwischen Pflicht und Lust zu stellen.

Pflicht und Lust, Pflicht und Freude: 
Beides im gleichen Maß! 
So kannst du nicht ermüden,
so bist du eine lebendige Seele.

Ich war mit so vielen Verlusten geschlagen in diesem Leben: 
Der Tod meines Vaters,
d
er Tod eines geliebten Freundes,
noch ehe ich seine Frau werden konnte.

All das schien mir zu bestätigen, dass es völlig sinnlos sei,
den eigenen Emotionen zu viel Gewicht beizumessen.

Und so war ich eine ganz und gar hungrige Seele geworden. 
Viel zu hungrig, um weiter zu machen.

Was hätte ich tun sollen? 
Ich hätte mich zu allen!!!! Gefühlen, die ich hatte,
offen bekennen sollen!

Mein Gatte liebte mich durchaus!
Und wer weiß: Vielleicht hätte ich viel Unheil verhindern können,
hätte ich mich zu meinem Gefühl ihm gegenüber bekannt.

Auch was unsere Ehe anging, war ich unehrlich. 
Seine Art, mich zu lieben, kränkte mich…
Hätte ich doch nur gesagt, was ich fühlte!
Wer weiß?
Vielleicht hätten wir doch eine Chance gehabt,
Freude miteinander zu erleben…

Und vielleicht hätte ihn das weniger Einsam
und damit weniger Grausam gemacht…

Verstehst du, was ich meine?
Wenn du niemals darüber sprichst, was du wirklich fühlst,
dann kann niemand wissen, was du wirklich brauchst!

Und dann eben auch nicht entscheiden, ob er dir das,
was du brauchst, wirklich geben kann oder nicht!

Wenn du aber sogar noch einen Schritt weiter gehst
und deine Gefühle dir selbst gegenüber nicht eingestehst,
sie zum Schweigen bringst, wie ich es tat:
Warum sollte deine Seele dann der Ansicht sein,
dass es den Aufwand wert sei, zu leben?

Diese Einstellung ist äußerst gefährlich!
Und ich bitte mit Nachdruck darum,
dies nicht zur Gewohnheit werden zu lassen!

Gefühle und Pflicht sind keine Gegner, sondern zwei Brüder! 
Die gemeinsam Wunder wirken können.

Wenn ich gezeigt hätte, dass mich die furchtbare Politik
meines Gatten überfordert und tödlich betrübte:
Er hätte die Chance gehabt, sie zu ändern.

So aber nahm ich alle Verantwortung auf mich,
w
ar mir die Anerkennung der Gesellschaft
als edelste Frau der Kelten wichtiger als ich mir selbst…

Und was ich für ein Opfer hielt, war in Wirklichkeit eine Untat.
Schweigen ist Gold?
Oh nein, nein!
Das ist nicht wahr!

Die Schlimmsten aller Untaten
sind nur deshalb möglich,
weil Menschen es für ihre Pflicht halten, zu schweigen! 
O
der weil sie es für edel halten, nicht zu handeln.

Überdenke das, meine Liebe!

Aber das beinhaltet auch, zu sehen:
Wo deine eigene Verantwortung für dein Leben liegt
und wo diese aufhört.

Du bist nicht dafür verantwortlich, was Andere von dir halten!

Du bist aber sehr wohl dafür verantwortlich,
was DU selbst von DIR hältst!

Niemand kann dir die innere Zufriedenheit mit dir selbst geben,
wenn du es nicht tust! 
Niemand kann an deiner Stelle dir zugestehen,
dass es richtig ist,
deine Eigen-Macht zu benutzen,
wenn du es
nicht tust.

Hingabe ist etwas,
vor dem du dich fürchtest!
Weil du dich fürchtest,
die Kontrolle zu verlieren!
Gleichzeitig sehnst du dich danach!

Aber Hingabe ist nicht gefährlich!

Der zeitweilige Kontrollverlust
über eine Situation ist nicht gefährlich,
sondern ist Lust am Leben!

Weißt du denn nicht,
dass du eine Seele mit großer spiritueller Kraft bist?

Weißt du denn nicht, dass du in dir die Fähigkeit trägst,
Diesseits und Jenseits zu verknüpfen?
Glaubst du: 
Wenn du ganze Teile deines Wesens unterdrückst,
dann hast genug Kraft für dein Leben?

Die Kräfte, die wir haben, sind ein gemeinsames Zusammenwirken!
Fehlt das Eine, so leidet das Andere mit.

Eigenwille, Intuition, Leidenschaft und Hingabe:
S
ollen das an sich unedle Eigenschaften sein?
Wie kann das sein? 
Es sind menschliche Eigenschaften!

Und da der Mensch ein Ebenbild Gottes ist,
wie können sie unwichtig sein?
Oder zumindest unwichtiger als Pflichterfüllung,
Treue,
Zuverlässigkeit?
Das gehört zusammen!

Du sehnst dich so sehr danach, geliebt zu werden. 
Aber wie soll man dich lieben, wenn man nicht weiß,
WER du bist?

Und wie soll man wissen, wer du bist,
wenn man nicht weiß, was du fühlst?

Gefühle dürfen schwanken, sie dürfen unvernünftig sein,
s
ie dürfen unedel sein.
A
ber sie sollten nicht Klein gemacht werden!
Von dir nicht und auch nicht von Anderen!

Ich weiß, wie tief du fühlen kannst!
Ich kenne deine Fähigkeit zur Leidenschaft,
zur Hingabe,
zur Liebe an alles, was lebt…
Ich kenne die Sehnsucht deiner Seele danach,
all das zu leben!
Aber wer soll dir die Erlaubnis geben,
wenn du selbst es nicht tust?

Ich war genau wie du!
Ich hätte meiner Mutter beizeiten sagen sollen: 
Es ist gut, dass dir die edle Gesinnung so wichtig war,
d
ass du es mir beigebracht hast, sie zu achten…

Aber es ist nicht der Sinn MEINES Lebens,
auf nichts Anderes ausgerichtet zu sein.

U: Danke!
Darf ich dir jetzt die Fragen von Greta stellen?

Du kennst sicher ihre gesundheitliche Situation.
Was hat es damit auf sich
und wie kommt sie wieder zu mehr Energie?

S: Uta, alles was ich sagte, hat damit zu tun! 
Das Problem ist:
Dass sie nicht versteht, was ihre Seele versucht,
über den Körper auszudrücken.

Wenn du es ganz vereinfachst, dann sagt die Seele:
Ihr erschöpft mich alle,
ich bin todmüde, euer Leben macht mich so schwach! 
Denn es ist nicht mein Leben!

Sie will arbeiten und das ist ja gut so. 
Aber wie kann sie, solange sie nichts hat,
um sich Energie zu holen, um Liebe geben?
Gut, das ist edel!
A
ber Liebe nehmen ist weniger edel?

Was würdest du sagen, Greta:
Wenn keiner mehr deine Liebe annimmt?
Wenn alle sagen: 
Nein, danke, ich sorge schon für mich selbst,
ich brauche deine Liebe nicht!

Das wäre ja furchtbar!

Siehst du?  Sie beschenken dich ja auch damit,
dass sie deine Liebe nehmen…

Nun ist es aber an der Zeit, dass auch du nimmst
– ja, sogar forderst – was dir Not tut, ja?

Ein Leben, in dem sich kein Traum mehr befindet,
in dem kein Ziel mehr ist, d
as ermüdet so sehr!

Nimm dir wieder Zeit, zu träumen! 
S
ieh dir deine wahren Bedürfnisse an und lerne daraus, zu sehen:
Was dir fehlt!
Das ist wichtig!

Wenn ich nicht weiß, dass mir Liebe und Leidenschaft fehlen:
Wie soll ich dann dafür kämpfen,
sie zu bekommen?

Sich als begehrte Frau wissen, das ist doch wunderbar! 
Das ist ganz und gar nicht unedel!

Aber wie soll ich das wissen, wenn es mir niemand sagt?
Wenn ich meinen Verstand für diese Herzens-Botschaft
längst verschlossen habe?

Auch darüber musst du dir Klarheit verschaffen:
Stell dir vor, du hättest die Möglichkeit,
dein Leben ganz neu zu gestalten.
Wie würdest du deine Rolle als Frau dann leben wollen?

Stell dir das überhaupt einmal recht plastisch vor: 
Wie würdest du deine Rolle als Frau,
als Freundin,
als Nachbarin,
als Kollegin, usw.
jetzt mit dem Wissen, das du jetzt hast, gestalten wollen? 
Hm?

Eine Illusion, die zu nichts führt? 
Es ist keine Illusion! 
Es ist eine Möglichkeit, die so lange besteht,
so lange du lebendig bist.

Deine Müdigkeit soll weg gehen! 
Bist du da ganz sicher? 
Was würde das bedeuten?
Solange du müde bist, KANNST du ja nichts ändern!

Mein liebes Kind:
Weißt du nicht, wie vielen Menschen das zum Fallstrick wird?

Sie wollen nicht mehr leiden, ja!
A
ber um nicht mehr leiden zu müssen,
müssten sie ihr Leben, ihre Werte ändern!
A
ber davor haben sie große, große Angst!

Du auch!
Deine Seele kennt sich damit aus,
ein Opfer der Umstände zu sein, gut aus! 
Das ist ihr vertraut!
So sehr vertraut, dass es ihr allemal lieber ist,
als die Eigenmächtigkeit zu leben,
d
as EIGENE Leben zu leben statt das der Anderen!

Nicht ich entscheide, was du jetzt tun willst.

Du kannst, wenn du magst, weiter müde bleiben
und deshalb nichts ändern müssen…

Du kannst aber auch langsam und Schritt für Schritt
die Dinge ändern, die dich hemmen, dein Leben zu genießen!

Du kannst deine Seele bei ihren alten Irrtümern lassen
und warten, bis sich hier die Gelegenheit ergibt,
alles zu klären…
Du kannst dich aber auch JETZT! von ihnen lösen.

Ich kann dir sagen:
Dass du dich um deinen Körper so sehr kümmern musst,
liegt daran, dass du dich um deine Gefühle
zu wenig kümmerst!

Gleichwohl gibt es zwei Dinge,
die ich dich erneut bitte, zu überprüfen:
In den Räumen, in denen du lebst, sind Giftstoffe! 
Die nicht gut für dich sind!

Und ich bitte dich, so weit es geht, deine Nahrung von Milch
und unreinem Salz zu befreien.

Nur versteh du bitte:
Das allein ist nicht die Ursache!
Denn man muss sich fragen,
wieso du derart empfindlich darauf reagierst?

Die wahre Ursache liegt in deiner Seele!
Du willst als Seele glauben:
dass es gefährlich ist, Glücklich zu sein.
Ändere diesen Glauben, mein Kind!

Deine Einsamkeit, der Mangel an Zuwendung liegt daran,
dass du nicht dafür kämpfen kannst!

Du kannst aber nicht dafür kämpfen, so lange du glaubst,
keinen Anspruch auf ein erfülltes Dasein zu haben!

Leben genießen UND Verantwortungsbewusst sein: 
Das ist die Aufgabe, mit der du geboren bist!

Manchmal muss der Druck sehr groß sein, ehe man sich wagt,
etwas gegen sein Unglück und für sein Glück zu unternehmen.

Denk daran: Du bist ein Vorbild deiner Kinder!

Wünschst du, eine Mutter zu werden,
wie Meine eine war?

Und wünschst du, dass sie sich so verhalten wie ich?
Wie ich es tat?

Nein! Niemals! 
Weil du sie mehr liebst als dich selbst.

Sei eine Mutter, die das Leben liebt! 
Du hast diese Kraft in dir! 
Du bist so voller gefesselter Kräfte! 
Wann, wann, wann willst du sie befreien?

Du hast Angst, eine Hexe zu sein!

Aber du bist eine gute, kleine Hexe!

Wie arm wäre die Welt ohne die guten, kleinen Hexen!

U: Ich denke, damit hast du zu ihren Fragen schon alles gesagt.
Außer die nach ihrer Seelenfamilie…

S. Lehrerseelen müssen viel, viel lernen. 
Mütterliche Lehrerseelen ganz besonders viel!

U: Ich danke dir sehr und hoffe, dass wir Greta helfen können.

S: Hier, dieser Mondstein soll sie schützen. 
Sie muss zurück finden zur Kraft der Frauen! 
Sie muss zurück finden zur Stärke der Weiblichkeit!

Der Weg ist nicht lang, es ist nur ein Schritt! 
Aber er bedeutet, dass sich alles ändern kann!

Und ob sie das will oder sich lieber weiter davor fürchtet,
das müssen wir ihr überlassen!