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Das Jenseits ist zeitlos

Das Jenseits ist zeitlos.

Das ist hier anders, ich bin schon mit der Familie zusammen.

Er zeigt mir hier immer und immer wieder
eure Ankunft im Jenseits, seine Familie.

Ich wäre am gleichen Tag gestorben, das war meine Zeit.

Ist wie eine Uhr, du kannst sie nur nicht wieder aufziehen.

Verstorbenenkontakt

Ich bitte meinen Guide, mich mit Jan zu verbinden, Jan wurde in Holland geboren, seine Tochter Evelin bittet um diesen Kontakt.

Das Erste, was ich sehe, ist, dass Jan im Bett liegt, das ist sehr ungewöhnlich …

Er trägt einen gestreiften Pyjama, er liegt auf der Seite und dann sehe ich ihn zweimal, gleichzeitig liegt er im Bett und steht daneben und schüttelt den Kopf … er nimmt mich nicht wahr …

Jetzt gibt es einen plötzlichen Wechsel, wir sind draußen, ein sehr gut gepflegter Rasen, ein hoher, belaubter Baum, er steht vor mir und bückt sich, um ein Gänseblümchen zu pflücken … er hält es mir lächelnd hin.

U: Danke, Jan! Weißt du, wer ich bin?

R: Die Übersetzerin…

U: Ja, deine Tochter Evelin möchte, dass wir dieses Gespräch führen, bist du einverstanden?

R: Warum nicht?

U: Na ja, es sah so aus, als wolltest du im Bett bleiben…

Er lacht, winkt mit der Hand ab… es dauert lange, bis er antwortet.

R: Nein, nein, das war was anderes. Magst du Autos?

U: Hm… ich verstehe davon nicht viel…

R: Na ja… wie wärs mit dem hier?

Wir stehen vor einem sehr schönen Oldtimer mit offenem Verdeck…

U: Ui, schön!

R: Wollen wir eine kleine Fahrt machen?

U: Jan…

R: Kannst auch Rudi sagen!

U: Okay, Rudi, ich fürchte, für so eine Fahrt haben wir keine Zeit…

R: Ach, verstehe, ja, Zeit…

Ja, ja… hat immer keiner Zeit, ja…

Ich auch, ich hab das auch gesagt, als ich jung war… das glaubt der Mensch…

Sag ihnen, sie sollen nicht traurig sein, keine Vorwürfe…

U: Vorwürfe?

R: Ich mach keine Vorwürfe. Sie fragen sich, warum sie keine Zeit hatten, wenn sie gewusst hätten, dass ich bald tot bin…

Na ja, wie man so denkt, wenn man jung ist… ich mache keine Vorwürfe!

(Er nestelt, während er mit mir spricht, mit Streichhölzern herum, als ob er etwas damit basteln will, aber dann zündet er sie an, fünf oder sechs gleichzeitig, fährt wie ein Zauberer bei einer Aufführung mit der Hand darüber und die Streichhölzer sind einfach weg …)

U: Was machst du da?

R: Zaubern mit Streichhölzern (er lächelt dabei).

Es ist eigenartig, mit ihm zu reden, er ist immer mit irgendwas beschäftigt, und ich denke: Der hört gar nicht zu…

Aber er hört sehr genau zu… mit seinen Antworten lässt er sich Zeit, ungewöhnlich viel Zeit, als würde er jedes Wort erst sorgfältig abwägen…

R: Bist du auch eine Schmusekatze gewesen?

U: ?

R: Bei deinem Papa?

U: Hm, nein…

R: Das ist ja schade, Mädchen, das ist ja schade!

Die hören alle zu?

U: Ich glaube schon…

R: Ich hatte keinen Liebling, sagst du ihnen das? Ich hab sie alle gleich lieb! (Er bekommt Tränen in den Augen.)

U: Sie fehlen dir?

R: (Schnauft so durch die Nase und schaut in die Weite, als würde er da draußen irgendwo die Antwort finden…)

Ne, ne… wie soll ich das erklären, das ist hier anders, ich bin schon mit ihnen zusammen…

U: Du meinst, du hältst dich in der Zeit auf, in der ihr alle im Jenseits wieder beieinander seid?

R: Ja! So! Genau so! Ja! (Freut sich, dass ich ihn verstanden habe.)

U: Warum zeigst du mir dann Traurigkeit?

R: Für sie ist es anders, sie sind traurig… ja… das tut weh, ich wollte sie nie traurig machen… nie!

U: Sie bedeuten dir sehr viel?

R: Alles! Ein Mann kann alles verlieren, alles kann ein Mann ertragen, aber nicht, dass er seine Familie traurig macht! (So gelassen er am Anfang des Readings war, an dieser Stelle wird er sehr emotional, das geht ganz tief. Ich bekomme dabei Druck in der Herzgegend, ich weiß, dass er an einem Schlaganfall gestorben ist, aber hatte er auch Schwierigkeiten mit dem Herzen?)

R: Sie hat immer gesagt, dass ich vernünftiger Leben soll (er grinst ein bisschen). Aber sag ihr: Das hätte auch nichts genützt, ich wäre am gleichen Tag gestorben, das war meine Zeit.

Ist wie eine Uhr: Du kannst sie nur nicht wieder aufziehen…

(Seufzt, schaut wieder in die Weite …)

Sie sind alle noch so jung… wie soll ich es ihnen erklären?

U: Was willst du ihnen erklären?

R: Warum es gut ist…

U: Was, dein Tod?

R: Hast du schon mal einen alten Hund gehabt?

U: Ja…

R: Wenn der nichts mehr kann…

U: Hm, dann muss man als Hundehalter eine Entscheidung treffen, meinst du das?

R: Ja, das ist schwer…

U: Ja, sehr schwer, man hat ihn ja lieb.

R: Ja… ja… ich musste auch eine Entscheidung treffen…

U: Aber du bist doch nicht freiwillig aus dem Leben gegangen!

R: Ich stand am Tor (er meint das Jenseits) und ich hätte noch einmal zurück gekonnt, noch einmal… aber das wäre kein Leben gewesen…

Ich hätte nur da gelegen, ich konnte das nicht, ich wusste, sie haben mich lieb genug um, mich loszulassen, aber…

U: Aber?

R: Jetzt sehe ich, dass ich noch hätte bleiben sollen… ich hätte noch da sein sollen.

U: Wozu denn, wenn du nur gelegen hättest und nichts mehr hättest sagen können?

R: Ja, aber sie hätten das Gefühl gehabt, dass ich noch zuhöre…

U: Sie hätten es gehofft?

R: Ja, ja, richtig, so meine ich! Ja!

U: Du meinst, du hast ihnen diese Hoffnung genommen, weil du einfach – so schnell es ging – durchs Tor bist?

R: Ich frage dich, kann das richtig sein?

U: Das kann sehr richtig sein, aber du fragst gar nicht mich, du fragst deine Familie!

R: Ja… ich frage euch, war das richtig?

U: Wie können sie dir antworten?

R: Ich bin ja da, ich höre das! (Er scheint jetzt sehr erleichtert, das scheint ihm sehr, sehr wichtig zu sein.)

Wir sind wieder auf dieser Wiese oder besser dem sehr gepflegten Rasen, auf uns läuft ein Tier zu, ich denke, es ist ein kleiner Hund, sehr dichtes, helles Fell, mit dunklen Flecken.

Jan nimmt es in den Arm, es verschwindet regelrecht in seinen Armen, steckt das Köpfchen unter seine Schulter und er zottelt in seinem Fell und freut sich daran…

Er geht weiter, mit sehr langen Schritten, bis wir vor einem Beet halt machen, Dahlien stehen hier, Rosen… er zupft ein wenig an den Rosen herum…

U: Du magst die Natur…

R: Auch, ja auch, ja, ja… die neuen Maschinen sind ja so teuer!

Einen Augenblick lang habe ich den Eindruck, als sei er verwirrt, aber das legt sich wieder, in dieser Zeit ergibt das, was er sagt, keinen Sinn…

Jetzt sitzen wir auf einer Bank, wieder draußen, aber es ist überdacht, eine Terrasse.

U: Warst du gerne draußen?

R: Ja, ja, sehr gerne! Ich bin jetzt immer draußen (lacht wieder).

Ich werde mir doch im Himmel kein Büro machen, in dem ich eingesperrt bin!

U: Nein, das wäre ja Unsinn!

Er nickt nur…

Jan, ich würde jetzt gerne beschreiben, wie ich deine Persönlichkeit wahrnehme, darf ich das tun?

Er nickt wieder…

Mein Eindruck ist, dass Jan noch nicht sehr weit im Jenseits ist und sich noch eine ganze Weile erholen muss.

Er genießt sein Umfeld, die Landschaft und die Freiheit, sich das machen zu können, was er gerne hat: Tiere, die mit ihm schmusen und Vögel, die singen, und Blumen…

Das ist alles noch sehr irdisch.

Ich denke, die meiste „Zeit“ seines Seins ist er gar nicht in dieser Zeitebene, sondern in ferner Zukunft, in der die gesamte Familie wieder vereint ist.

Das erlebe ich sehr, sehr selten und es lässt mich vermuten, dass er ganz außergewöhnlich stark an euch gehangen hat, dass er sich selbst vor allem als Teil der Familie definierte.

Und es wird wohl noch eine Weile dauern, bis er sich aus dieser sehr starken Identifizierung löst.

Er ist sehr ruhig, sehr besonnen, abwartend, manchmal anscheinend auch einfach träumend… nicht sehr wortgewaltig… vielleicht fiel es ihm ja nie leicht, seine Gefühle in Worte zu kleiden.

Aber man spürt sie, seine Liebe zu euch, seine Sehnsucht und auch ein Stück Hilflosigkeit ohne euch…

Ich denke, wir müssen sehr dankbar sein, dass er trotzdem bereit war, sich aus SEINER Realität, dass ihr schon wieder vereint seid, zu entfernen, um mit mir zu reden.

Jans Gespür für Familie, für Zusammengehörigkeit ist sehr stark.

Ich denke, als Vater und Mann konnte man sich ganz auf seine Liebe verlassen, auch auf seine Bereitschaft zur Fürsorge.

Ich glaube, der Jan hat immer irgendwen und irgendwas gebraucht, um das er sich „kümmern“ konnte… nur für sich allein da zu sein, das ist ihm nichts.

Aber ich möchte hier nicht den Eindruck erwecken, dass er durch und durch „weich“ war. Er hatte feste und unverrückbare Prinzipien, und es dürfte schwer gewesen sein, ihm vom Gegenteil zu überzeugen, wenn er denn mal ein Prinzip hatte…

Und trotz dieser tiefen Gefühle für euch habe ich auch den Eindruck, dass er eine ganz natürliche, angeborene Autorität hatte.

Was er sagte, galt. Was er versprach, wurde eingehalten und was er verwarf, blieb verworfen.

Kein Wankelmut, kein Verschleiern, kein Taktieren.

Aufrecht, ehrlich, zuverlässig: Ich denke, das war ihm wichtig und Fairness, die hat er erwartet und die hat er gegeben.

Meiner Ansicht nach hat er nichts so verabscheut wie Lügen, und nichts war ihm so zuwider, wie, falsch interpretiert zu werden.

Ich denke, er war in jungen Jahren nicht ohne Ehrgeiz, war immer hart am Ball und mit halbem Einsatz hat er bestimmt gar nichts gemacht.

Das Beste zu geben, egal wo, Beruf, Familie, Gesellschaft… er hat immer von sich selbst verlangt, dass er sein Bestes gibt.

Was ich mitbekomme, ist seine Fähigkeit, sich an allem zu freuen, was schön und gut ist, innerlich offen für alles Echte, Wahre, Schöne…

Sehr tief in seiner Empfindung dafür und sehr abgeneigt allem Lauten, Schrillen, Oberflächlichen gegenüber.

Sanft und klar ist er hier und es geht ihm gut damit.

Ich denke, es gab Zeiten, in denen von ihm weniger Sanftheit beruflich gefordert wurde, auch weniger Fairness, aber da hat er sich standhaft dagegen gewehrt. Nie und unter keinen Umständen war er in seinem Rechtsempfinden zu brechen. Darauf ist er heute sehr stolz.

Allerdings hat all das auch kleine Schattenseiten, ich erlebe ihn angespannt und schnell nervös, wenn er eine Lage nicht von vornherein abschätzen kann…

Da kommt Unruhe auf, fast so etwas wie Lampenfieber und dann auch eine gewisse Reizbarkeit, was sonst gar nicht zu seinem Wesen passen will…

Solche Situationen versucht er, mutig, aber auch so schnell wie möglich hinter sich zu bringen.

Ich denke, er hat IMMER versucht, auf euch souverän zu wirken, nur das ist nicht immer gelungen.

Er lächelt, während ich das schreibe, und zeigt mir eine Szene: Da versucht er, einen Kragenknopf zu schließen, was nicht gelingen will, das macht ihn so ungeduldig, dass er einen ganz roten Kopf kriegt und am liebsten den Knopf abreißen würde…

Er lacht, während er mir das zeigt…

Die großen Herausforderungen seines Lebens hat er mit Bravour, besonnen und zuverlässig gemeistert, aber solche kleinen Irritationen und Hemmnisse, die konnten ihn durchaus aus der Fassung bringen.

Ich denke, er war eben nicht NUR ruhig, er war ein Mensch, der sich emotional sehr engagieren konnte, sehr intensiv fühlen konnte und so mag er seine zwei Seiten gehabt haben, beide gleichermaßen liebenswürdig, aber man muss ihn sehr gut gekannt haben, um darum zu wissen.

Was er meiner Ansicht nach gar nicht mochte, war, wenn man seine Hilfe und seinen Rat NICHT gesucht hat… er wollte helfen, er wollte sich einbringen, ganz besonders für die Familie.

Andererseits umgekehrt: Wenn man IHM helfen wollte, dann war das unangenehm oder meistens „nicht nötig“.

Über all das, was ich hier schreibe, lächelt er nur.

Hat er einmal Pfeife geraucht? Ich bekomme jetzt einen sehr intensiven Duft nach Pfeifentabak, aber er zeigt mir einen Finger, der sieht eher nach Zigarette aus…

Dennoch sagt er, dass er immer gewusst hätte, das rechte Maß zu halten… ich glaube, im Begründen von Schwächen war er ganz begabt.

R: Ein Mensch, der keine Schwächen hat, ist gar kein Mensch.

U: Da hast du Recht, Jan, möchtest du mir noch etwas zeigen?

Das Erste, was ich sehe, ist eine alte Dampflok, schwarz und fauchend steht sie auf einem Bahnhof, kein gutes Gefühl dabei, eilig, gehetzt, schlimm…

Hatte er Schwierigkeiten im Krieg?

Das Gefühl zu diesem Bild ist wie gezwungen werden, zu reisen und ein großer Schmerz dabei…

Er zeigt mir eine zerstörte Stadt, so weit ich sehe, Trümmer, Männer in Uniformen auf einem Feld…

Wurde er gefangen genommen oder hatte begründete Angst davor?

In jedem Fall waren die Erlebnisse dieser Zeit sehr entscheidend für ihn, er bekam ein ausgeprägtes Gefühl dafür, wie wichtig Menschenwürde für ihn ist.

Dann zeigt er mir ein Schwarz/Weiss Foto, ein gewellter Rand, darauf Kinder, aber mein Hauptaugenmerk lenkt er auf ein Mädchen mit langen Zöpfen.

Das nächste Bild ist eines von einer Stadt mit einem sehr hohen Ziegelschornstein, grau ist diese Stadt… aber ich bekomme keine Gefühle dazu.

Dann zeigt er mir eine Wand, da ist ein Schild angebracht, ich kann nicht lesen, was darauf steht. Es sieht auf den ersten Blick aus wie ein Arztschild, aber das scheint nicht richtig zu sein: ein Anwalt oder Notar?

Das scheint wichtig zu sein, aber mehr bekomme ich nicht, man geht an diesem Schild vorbei eine Holztreppe hoch, hohe Räume, dann durch eine weiße Tür, eine junge Dame hinter einem Schreibtisch, der Empfang?

Er freut sich beim Anblick der Dame…

Jetzt zeigt er mir einen Stammbaum, sehr viele Äste, eingerahmt in einen schönen Holzrahmen, das Gefühl dazu ist Stolz und Freude.

Als Nächstes eine Zeitung: Sportteil, dann die Vorderseite… konnte er sehr schnell lesen? Es geht so schnell…

Ein Fahrrad, es steht gegen eine Hauswand gelehnt und das scheint ihn zu ärgern. Die Wand ist weiß und er mag es nicht, dass da jemand dauernd das Fahrrad an die weiße Wand lehnt…

Was ich jetzt sehe, verstehe ich überhaupt nicht, ich sehe Enten auf dunklem Wasser schwimmen, sie picken Brotkrumen auf…

Als Letztes sehe ich einen kleinen hellen Ball über Rasen rollen…

U: Danke, Jan, darf ich dir jetzt die Fragen deiner Tochter stellen?

R: Hast du Zahnschmerzen?

U: Manchmal Trigeminus, spürst du das?

R: Ach, das ist ganz furchtbar, so was ist ganz furchtbar! (Er hat echtes Mitleid mit mir und überlegt, wie er mir helfen könnte.)

U: Jan, das geht schon in Ordnung, mein Mann wird mir helfen.

R: Ja, das muss ein Mann auch tun!

U: Ja, das ist gut, du hast Recht, wie ist es, wollen wir jetzt die Fragen von Evelin beantworten?

R: Ja, ja…

U: Sie fragt, ob du mit ihrem Schwiegervater zusammen bist?

R: Jetzt? Nein…

U: Nein, nicht jetzt, überhaupt…

R: Ach so… so… nein, nicht… wäre das wichtig?

U: Wenn dir nicht danach ist, dann nicht, nein. (Er zeigt mir hier immer und immer wieder eure Ankunft im Jenseits: seine Familie.)

U: Wie ist das mit deinen Eltern?

R: Eltern und alle Kinde … ja, ja, das manchmal… da gibt es viel zu klären, aber es ist gut, es ist gut!

Frauen auch, ja… Kameraden manchmal… wie es wahr ist, so machen wir das…

U: Sind die beiden Katzen bei dir?

R: Ne, ne, ich bei ihnen! Anders herum. Das geht nicht, das schaffen die nicht in unsere Ebene… ich geh zu ihnen.

U: Möchtest du etwas zu deiner Enkelin sagen?

R: Stolz, ich bin stolz auf sie. Sie ist eine gute Seele, das wird jeder verstehen, aber ich will, dass sie auch auf sich stolz ist.

Sie soll immer so denken: Werde ich stolz auf mich sein, wenn ich einmal von dieser Welt gehe? Wenn sie so lebt, lebt sie gut.

U: Was sagst du über deine zwei Söhne?

R: empört: Ich darf doch nichts über sie sagen!

U: Vielleicht ist gemeint, was du zu ihnen sagen möchtest!

R: Wenn ich streng war, dann, weil ich euch lieb hatte…

Ich will, dass ihr wisst, dass ich euch gerne Vater bin, dass ich da bin und dass mich nie etwas hindert, da zu sein. Ihr seid gute Männer, gute Männer!

Der Älteste muss aufpassen auf sein Herz, der hält zu viel zurück, das ist nicht gut, gibt nur Ärger…

Der Jüngere ist wie ich: Lass dich nicht treiben, lass dich nicht in die Ecke treiben, du musst kämpfen!

Soll ich zu Frauen noch was sagen?

U: Wenn du willst…

R: Reden, man muss mit ihnen reden! Wenn ihr sie raten lasst: Die raten immer falsch, macht das besser nicht, redet. (Kann es sein, dass er mit der Liebe Schwierigkeiten hatte? Ich komme da einfach nicht dran. Ich versuche, ihn zu fragen, was mir seiner Frau ist, aber ich krieg nur Schmerz, Trauer, Resignation.)

U: Was du im Jenseits machst, hast du uns gezeigt, oder?

R: Ja… nein… nicht alles, ich studiere viel…

Da gibt es Dinge, die wusste ich nicht, da lerne ich… so viel Geschichte, man muss die Geschichte verstehen…

U: Ist dein Ur-Ur-Opa bei dir?

R: Nein… nein, nein, das führt zu weit… nein.

U: Jan, dann danke ich dir, ich hoffe, dass wir deiner Familie etwas Trost geben konnten.

R: Ja, wir sind eine Familie, du sagst vielleicht Dickkopf, aber das stimmt nicht! Nein!

Nur, wir brauchen Zeit um unsere Meinung zu ändern. Ja!

Danke, Mädchen, das war nett von dir!

Er geht, um ihn herum springt fröhlich ein kleiner Hund und an der Hand hält er ein Kind… ich glaube nicht, dass es mit ihm verwandt ist… er hat einfach nur Spaß daran, sich mit ihm zu unterhalten.