Elia – über die Inkarnation: Auf der großen Bühne, die Welt heißt…

Bei einer Inkarnation auf der großen Bühne, die Welt heißt,
müsst ihr manchmal auf der Bühne Rollen spielen,

in denen ihr euch an diese Liebe zueinander
nur noch schemenhaft erinnern könnt.
Über Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg
wart ihr einander Freunde und Lehrer, Brüder.
Aber auch Feinde, sogar Mörder wart ihr einander.
Aber immer und in jedem Fall
aller wichtigste, gegenseitige Lehrmeister,

weil ihr euch als Seelen sehr liebt.
Elia

Zu Gast ist Ortfried.

Ortfried: Jetzt hätte ich eine Frage.

Elia: Ja, bitte.

O: Mein Guide hat schon mal versucht,
mir diese Frage zu beantworten.
Ich wünsche mir eigentlich, solange noch mein Vater lebt hier,
dass ich wenigstens einmal in diesem Leben
mit ihm ein Gespräch zwischen Vater und Sohn führen könnte.

E: Nein!
Was du vielmehr möchtest:
Du möchtest EINMAL, einmal fühlen, dass er dich ehrt,
als Persönlichkeit hoch achtet.

Lieber Freund, wir wissen nicht,
ob dein Vater jemals über diese Brücke gehen möchte!
Aber DU kannst dich bemühen,
ihm gegenüber in deinen Gefühlen ganz wahr zu sein:
„Lieber Vater, ich liebe dich.
Ich sehne mich nach deiner Liebe.
Und ich weiß ganz gewiss, eines Tages
– ob im Diesseits oder Jenseits –
aber eines Tages, da wirst du mich in meiner Wahrheit
bekennen und lieben und achten.
Ich weiß es ganz gewiss.“

Lass los von der Vorstellung,
dass es jetzt und zur Zeit sein muss.
Versuche, dies Inkarnations-übergreifend zu sehen.
Eines Tages – Diesseits oder Jenseits –
da wird er dich sehen in deiner ganzen Wahrheit,
stolz auf dich sein und dich sehr lieben.

Ihm, mein Freund,
fehlt die Liebe zu dir noch VIEL mehr, als du denkst.
ER leidet VIEL mehr darunter, denn er kann dich nicht genießen!
Was er ja könnte, würde er seine Wahrheit verändern.

Du fehlst seiner Seele!
Und es ist unangenehm für eine Seele,
wenn so etwas Wichtiges fehlt.
Aber es liegt GANZ an ihm, dies zu revidieren.

Kannst du verstehen, was es heute für ihn bedeuten würde,
wenn er seine Wahrheit über dich verändern würde?

Wenn er heute einsehen müsste:
Diesen meinen Sohn habe ich Jahrzehnte lang
für viel zu gering geachtet.
Kannst du das verstehen?

O: Ja.

E: Kannst du verstehen, wie sehr er sich darum WINDET,
dieser Tatsache nicht ins Auge zu schauen?
Was würde der Schmerz der Erkenntnis
mit diesem alten Mann wohl machen?

Liebst du ihn so sehr, dass du das verstehen kannst?
Ich denke schon.

Wenn er sich vor dieser Erkenntnis nicht mehr fürchtet,
dann ist es der Tag, an dem ihr – Vater und Sohn –
ganz beieinander sein könnt.

Wann das ist, darf ich dir nicht sagen.
Aber ich sage dir:
Es wird stattfinden.
Es WIRD eine innige Verbindung zwischen ihm und dir stattfinden!
Diesseits oder Jenseits.

Denn die Wahrheit eurer beider Seelen ist
– und dies über die Inkarnationen hinweg –
über Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg wart ihr einander Freunde und Lehrer, Brüder, aber auch Feinde, sogar Mörder.

Wart ihr einander aber immer und in jedem Fall
aller wichtigste gegenseitige Lehrmeister,
weil ihr euch als Seelen sehr liebt.

Er stand dir immer nah!
Er ist immer in deiner Gegenwart.
Als wahre Seelen liebt ihr euch sehr.

Aber auf der großen Bühne, die Welt heißt:
Da müsst ihr manchmal Rollen spielen,
in denen ihr euch an diese Liebe zueinander
nur noch schemenhaft erinnern könnt.
Kannst du dies tragen?

O: Ja, aber der Wunsch von mir
ist dadurch jetzt noch mehr übermächtig!

E: Liebst du ihn genug, um darauf zu warten:
Dass er aufhört, Angst vor der Erkenntnis zu haben,
dir Jahrzehnte lang Unrecht getan zu haben?

O: Ja.

E: Dann lass diese Liebe der Boden für die Geduld sein,
die du brauchst, ja?

O: Ja.