Schutzengel – Weißt du nicht, dass der Herbst im Sommer beginnt?

Weißt du nicht, dass der Herbst im Sommer beginnt?
Die Menschen gehen noch leicht bekleidet,
sie genießen vielleicht ein Bad im See
und ein Eis bei einem Bummel durch die Stadt.

Der Herbst und der Winter scheinen unendlich weit entfernt!
Schutzengelkontakt

Ich bitte Elia, mich mit Bernadette zu verbinden,
der Guidin von Astrid.

Bernadette ist sofort da, sie sitzt auf einer Bank in einem Park.
Der Herbst hat schon Einzug gehalten, das Laub alter Ahornbäume glüht in den schönsten Farben dieser Jahreszeit.

Bernadette sitzt so da, als würde sie frieren. 
In den Händen hält sie eine Tüte mit gebrannten Maronen. 
Ich setze mich zu ihr.

B: Magst du?

U: Im Winter gern, in meinem Leben ist aber noch Sommer, Bernadette…

B: Ja? Bist du da so sicher?
Weißt du nicht, dass der Herbst im Sommer beginnt?
Die Menschen gehen noch leicht bekleidet,
sie genießen vielleicht ein Bad im See
und ein Eis bei einem Bummel durch die Stadt.
Der Herbst, der Winter scheint unendlich weit entfernt.

Und doch – und doch vom Menschen kaum bemerkt –
bereitet sich die stille Zeit vor: Die ersten Singvögel verstummen.
Die Winterschläfer wie der Bär sammeln unablässig,
um sich ihren Winterspeck anzufressen. 
Die Mäuse graben tiefe Löcher, damit der Frost sie nicht erreicht…

Und ihr?
Ihr denkt vielleicht:
Oh, wie schön, mich weckt nun kein Vogel mehr
am frühen Morgen mit seinem Gesang aus dem Schlaf…

Nur Wenige sagen: Nun wird es Zeit, sich für den Winter zu rüsten,
denn die Vögel schweigen.

So beginnt – unmerklich fast – das zu wirken,
was ihr doch gar nicht wollt…

Uta, hat es in deinem Leben Entwicklungen gegeben,
die du gar nicht wolltest?

U: Was für eine Frage?
Natürlich hat es solche Entwicklungen gegeben!

B: Ach ja? Und wie begann es?

U: Du meinst die Entwicklung zu Dingen hin, die ich nicht wollte?

B: Ja, sag mir, wie war der Anfang: überraschend?

U: Hm, hm, lass mich nachdenken: nur zwei Mal überraschend,
aber sonst…

Nein, im Nachhinein habe ich oft gesagt:
Ich habs doch gewusst!

B: Und dich dann gewundert,
warum du entgegen besserem Wissen weiter gemacht hast?

U: Ja, das ist mir ein Rätsel und es macht unsicher für die Zukunft,
verstehst du?

B: Oh ja, das verstehe ich!
Uta, Entwicklungen, die man nicht will, nicht wünscht,
vielleicht sogar fürchtet,
die sieht der unbewusste Mensch eben erst,
wenn er nicht mehr daran vorbeikommt.

Das ist wie mit dem Herbst!
Erst wenn die ersten Fröste das Laub verfärben
und die Wildgänse nach Süden ziehen,
wenn ihr des Abends friert und heizen müsst, dann sagt ihr:
Ich glaube, es ist jetzt doch der Herbst da!

Aber so muss es nicht sein.
Ihr müsst von Entwicklungen, die ihr nicht wünscht,
nicht „überrollt“ werden!
Wenn ihr lernt, auch das, was klein ist, zu beobachten:
unscheinbar und unwesentlich.
Dann könnt ihr euch rüsten,
genauso wie die Tiere in der Natur es tun!

Stell dir nur vor,
die Wildgänse würden auf die ersten Zeichen nicht achten.
Sie würden ignorieren,
dass es kleine Veränderungen gibt in ihrer Welt,
die darauf hindeuten, dass der Herbst nahe ist!

Jämmerlich müssten sie in der Kälte Sibiriens erfrieren!
Dabei sind diese ersten Zeichen sogar recht schön für die Gänse:
Die roten Beeren sind reif und süß
und das Gras ist ganz besonders schmackhaft
und durchsetzt mit fetten Samenkörnern…

Aber so sehr sie dies genießen, sie wissen:
Es ist der Beginn des Winters!

UND sie wissen, dass sie keine Wesen sind,
die dafür geeignet sind, tiefe Frosttemperaturen zu überleben.

Deshalb folgen sie den Zeichen, die sich aus der Situation ergeben
und geraten darum nicht in Gefahr:
Dass etwas geschieht, was sie nicht wollen.

Dies war bei den Menschen,
solange sie im Verbund mit der Natur standen, nicht anders!
Es ist auch dem Menschen von Natur aus gegeben,
die Zeichen zu achten und aufmerksam zu sein! 

Genauso ist es ihm von Natur aus gegeben,
zu spüren, wozu er nicht in der Lage ist,
weil es seinem Wesen widerspricht.

Wer also äußere erste Zeichen einer Entwicklung achtet
und wer darum weiß, welche Beschwernisse
seine Seele tragen kann und welche nicht:
Der ist klug und handelt, solange er handlungsfähig ist,
um das, was er nicht erleben will, zu meiden.
Ist es nicht so?

U: Ja, du hast sicher Recht.
Ich fürchte nur, dass die wenigsten Menschen wissen,
wozu ihre Seele in der Lage ist…

B: Das ist wahr.
Die Menschen dieser Zeit haben selten noch dieses Wissen.
Mit Glück haben sie Kontakt zu uns und spüren,
dass etwas nicht stimmt.
Aber der Wille des Menschen ist groß! 
Und darum bestimmt ihr Wille ihr Handeln!
Nicht ihre Inspiration und ihr Gespür…

Sie wollen dann nicht fühlen, was sie fühlen
und nicht wissen, was sie wissen,
und nicht sehen, was sie sehen.
Denn worauf das hinausliefe,
entspricht nicht ihren Vorstellungen.

U: Hm, und eh man sich versieht, ist man in der Situation,
die man gar nicht wollte und sagt:
Ich hab es doch gewusst!?

B: Ja…

U. Was wäre klug?

B: Die Zeichen betrachten, auch wenn sie noch lieblich sind,
vielleicht sogar verlockend,
doch überlegen, worauf die ganze Entwicklung hinausläuft.

Wenn ich im Beginn einer Handlung, eines Vorhabens
oder einer Beziehung den Keim von Destruktivem sehe
wie Machtmissbrauch, Mangel an Wertschätzung,
Ungleichbehandlung, Ausbeuten von Schwächen Anderer,
Hochmut oder Intoleranz,
darf ich nicht erwarten, dass sich dies ändert,
je weiter die Zeit voran schreitet.

Der Keim des Destruktiven ist eben KEIM
und strebt dem Wachstum zu!

So wie der Keim des Herbstes seiner Vollendung zustrebt!
Obwohl die Beeren süß sind und verlockend:
Sie sind der ANFANG einer Entwicklung, die sich vollenden will.

Vergesst nicht: Nicht nur das Konstruktive will sich vollenden,
das Destruktive hat diese Strebung auch!

U: Aber manchmal ist man dem doch auch gewachsen
und kann diesen Keim des Bösen ersticken, solange es Zeit ist!

B: Oh ja, natürlich!
Aber nur, wenn es den eigenen MÖGLICHKEITEN entspricht,
dies zu tun!

Wer einen solchen Kampf auf sich nehmen will,
muss sich selbst prüfen, ob er die Stärke hat.
Wenn nicht, dann ist es besser, zu gehen,
solange es Zeit ist und Kraft da ist, dies zu tun, nicht wahr?

U: Ich erinnere mich an den Beginn einer neuen Arbeitsstelle.
Schon beim Betreten des Gebäudes hatte ich ein ungutes Gefühl!
Das Gespräch mit dem Personalchef war wenig freundlich!
Und ich fragte mich:
Ob der immer so einen solchen Mangel an Freundlichkeit zeigte
oder nur einen schlechten Tag hatte.
Als ich durch den Betrieb ging,
fielen mir die angespannten Gesichter der Mitarbeiter auf.
Dennoch nahm ich die Stelle an und später sagte ich:
Das habe ich doch gewusst!

B: Warum hast du die Stelle angenommen,
du hattest Warnungen genug!?

U: Die Entlohnung war gut, die Zeiteinteilung optimal,
materiell verbesserte sich dadurch die Situation meiner Familie.

B. Bist du lange dort geblieben?
Sicher nicht!

U: Oh doch!

B: Warum?
Konntest du etwas daran ändern,
dass der Chef so unfreundlich war?

Oder konntest du etwas an der Überlastung deiner Kollegen ändern
und wolltest bleiben, um zu kämpfen?

U: Nein, ich konnte gar nichts ändern,
das ließ meine Position gar nicht zu.

B: Dann hat es dir vielleicht nicht viel ausgemacht,
unter solchen Bedingungen zu arbeiten?

U. Doch! Jeder Tag war eine Qual…

B: Warum bist du dann nicht gegangen?

U: Am Anfang, weil ich nicht wahrhaben wollte,
eine solche Fehlentscheidung getroffen zu haben.

Dann aber, weil ich einfach keine Kraft mehr übrig hatte,
überhaupt irgendeine Entscheidung zu treffen.
Ich hatte viel zu lange gewartet!

B: Dein Guide hat dann eine sehr heftige Erkrankung zugelassen,
wie ich höre.
Dann bist du also doch gegangen,
aber ganz und gar nicht so, wie du es gewollt hattest.

Ja, Uta, das ist ein gutes Beispiel!
Jetzt weißt du, was ich meine! 
Und ich hoffe, meine liebe Astrid weiß es auch.

Astrid, ich will damit nicht sagen:
Geh aus allem heraus, was dir nicht hundert Prozent gefällt.
Du wirst in Nichts und Niemandem
hundert Prozent deiner Bedürfnisse befriedigt finden!

Aber ich rate dir: Überprüfe, wohin eine Entwicklung geht,
wenn sie sich ungebremst entwickeln kann.

Frage dich: Wie geht das weiter?
Wie geht es mir in einem Jahr, in fünf Jahren,
in zehn Jahren,
wenn sich nichts Wesentliches ändert?

Und wenn du darauf eine Antwort hast,
dann frage dich, ob DU etwas ändern KANNST! 
Ob deine Kräfte, Fähigkeiten und deine Macht ausreichen,
um dies zu bewirken.

Wenn die Antwort „Ja“ ist,
dann lohnt es sich, zu kämpfen.

Wenn die Antwort „Vielleicht“ ist,
dann musst du dich noch einmal prüfen
– nur dich, nicht die anderen –
ob deine Kraft reicht, Geduld zu haben.

Wenn die Antwort aber „Nein“ ist,
dann musst du dich entscheiden,
deinen Möglichkeiten und Kräften entsprechend zu reagieren.

Liebste Astrid, du weißt es doch:
Ich darf dir nicht deine Entscheidungen abnehmen!
Ich darf dir nur sagen,
WIE du den Weg einer weisen Entscheidung treffen kannst.

Ich weiß ja, du bist müde, das ist sehr natürlich in deiner Situation.
Und du bist traurig und ohne Hoffnung!
Auch das ist eine natürliche Reaktion auf die Enttäuschung
und die Zweifel,
mit denen du dich seit Monaten auseinander setzen musst.

Aber, Astrid, denk daran!
War es nicht immer so?

Sobald du ein Ziel hattest,
hattest du auch wieder Kraft.

Sobald du IN DIR klar warst,
hattest du auch wieder Frieden!

Warum sollte es jetzt anders sein?
Darum verzage nicht, sondern bleib dir SELBST TREU, Astrid,
das ist das Wichtigste.

U: Darf ich jetzt Astrids Fragen stellen
oder möchtest du ihr noch etwas sagen?

I: Ja, dass ich sie sehr liebe und sie immer in mir trage…
Nun darfst du ihre Fragen stellen.

U. Astrid fragt: Ihr Mann hat kein Interesse, sich beraten zu lassen,
also könne nur sie versuchen, etwas zu ändern.
Gibt es irgendetwas, was ihre Liebe zum Leben bringt?
Was kann sie tun?
Sie sei bereit, wisse aber nicht, was sie tun kann,
bzw. unterlassen soll?

B: Astrid, meine Liebe, es gibt Dinge,
die kann NIEMAND machen:
Gefühle zum Beispiel gehören dazu.

Man kann sie nicht in sich machen
und man kann sie nicht in Anderen machen.

Gefühle SIND, wie sie SIND.

Alles, was bei dir liegt, ist: 
Darüber Klarheit zu bekommen,
ob deine Möglichkeiten und deine Kräfte reichen.
Das, was dir jetzt begegnet, zu akzeptieren
und damit Frieden zu machen.

Es geht nicht darum, ob du das WILLST,
sondern ob du das KANNST!

Das gilt auch für deinen Mann:
Was will er und was KANN er?

Es darf nicht darum gehen,
eine Meinung darüber zu haben,
was der Andere zu KÖNNEN hat!

Niemand außer ihr selbst
könnte das für euch entscheiden,
auch ich nicht!

Du bist auf der Welt,
um DICH im Leben zu erleben,
um zu lernen und zu erfahren, was dein Selbst braucht,
um sich weiter zu entwickeln.

Das Leben ist also ein Experiment!

Das bedeutet einerseits Freude, wenn man entdeckt,
dass man Fähigkeiten hat oder entwickelt,
die man sich nicht zugetraut hätte.

Es bedeutet andererseits aber auch Frustration,
wenn man erkennt: 
Dass es Dinge gibt, für die man nicht geeignet ist,
auch wenn man es noch so sehr will…

Mein Rat ist darum:
Habe Respekt vor den in euch liegenden Möglichkeiten.

Es hat keinen Sinn, von dir selbst Dinge zu erwarten,
die nicht in deinem Wesen liegen.

Es hat aber auch keinen Sinn,
von ihm zu erwarten, dies zu tun.

Du kannst ihn nur bitten!
Und wenn er deiner Bitte nicht folgen kann,
dann musst DU FÜR dich entscheiden:
Wie es weitergehen KANN,
gemessen an DEINER Kraft.

Idealerweise einigen sich Paare
auf den nächsten gemeinsamen Nenner,
aber das ist nur im Rahmen der zur Verfügung
stehenden Wesensarten möglich.

U. Astrid fragt, warum sie so kraftlos ist?

B. Ach, meine arme, liebe Seele:
Weil du traurig bist.
Und du bist traurig, weil du enttäuscht bist.

Du darfst nicht so enttäuscht sein,
es war ein Experiment!
Und Experimente lassen eben offen,
wie sie ausgehen.

Du hast alles gewagt und das war mutig!
Nun, jetzt weißt du mehr!

Warum enttäuscht sein?

Du konntest es nicht wissen,
es war keine Täuschung, es war ein VERSUCH!

U. Astrid fragt, ob ihre momentane Arbeitsstelle sinnvoll ist?

B: Astrid, sie ist eine ERFAHRUNG!
Versuch, dich in dieser Haltung zu üben,
das nimmt dir viel Druck von der Seele…

U. Astrid fragt, ob ihre Kanalfunktion als Heiler wirkt?

B: Das hängt von deiner Verfassung ab, Astrid.
Wenn es dir nicht gut geht,
wirkt es mehr bei dir als beim Patienten.

Daran kannst du nichts MACHEN! 
Hörst du?
Außer dass dir hoffentlich bewusst wird,
WIE wichtig es ist,
für dein eigenes Wohlempfinden Sorge zu tragen.

U: Astrid fragt, ob es einen Edelstein gibt,
der ihr hilft?

B: Ja, der Türkis!

U: Der Stein, der vor Fremdenergien schützt?

B: Eben dieser!

U: Astrid fragt, welche Pflichten sie sich noch
für dieses Leben vorgenommen hat?

B: Oh, reicht es denn nicht, mein Liebes?
Nun ich könnte von der Pflicht sprechen,
gut auf dein Wohl zu achten.

Aber ich vermute,
das würdest du nicht so recht wichtig finden zurzeit?

Lass uns nicht über Pflichten reden, Astrid!

Sondern über Freuden!
Die hast du ordentlich vernachlässigt!
Und ich wünsche mir so sehr,
dass du dich denen TROTZ ALLEM wieder mehr widmest.

Auch wenn es vielleicht nicht die Pflichten sind,
die du WILLST!
Dann aber die, die du bekommen kannst,
ohne dass du dazu Jemanden brauchst?

Hm?

Was meinst du:
Wäre das nicht ein schöner Beginn
für eine neue Episode deines Seins?

Ich umarme dich, meine liebe Seelenfreundin!
Und ich bete um Kraft für dich.

Deine Bernadette!