Das Rad der Zeit

Schutzengel – Ist die Macht der Zeit wirklich existent?

Ist die Macht der Zeit wirklich existent?
Diese Erkrankung ist eine der Folgen der Energie-Erhöhung,
die derzeit Welt-weit stattfindet.
Die Ohnmachts-Krankheit bringt mit sich
eine Möglichkeit zur absoluten Schuldlosigkeit.
Wie ihr eure Zukunft erleben werdet,
könnt ihr nicht beurteilen.
Ihr rechnet mit Wahrscheinlichkeiten,
das Wort sagt es schon:
Deren Wahr(heit) ist Schein.
Schutzengelkontakt

Ich bitte meinen Guide,
mich mit dem Guide von Sigmund zu verbinden.
Sigmund bittet um diesen Kontakt.

Ich gehe durch hohes Gras, Blumen blühen,
der Wind ist warm und leicht.
Über mir ist ein blauer Sommerhimmel,
der Horizont unendlich weit,
nichts als dieses Gras-Meer ist zu sehen.

Plötzlich höre ich eine Frauenstimme singen, sanft, klar… Melancholisch.

Ich versuche, heraus zu finden,
woher die Stimme kommt.
Ich gehe ihr langsam nach.
Plötzlich stehe ich vor einer von mir
vorher nicht bemerkten Erdvertiefung.
Dort sitzt – angelehnt an den Erdwall – eine Frau.

Die Hände hinter den Kopf verschränkt,
die Augen geschlossen der Sonne zugewandt, singt sie…
Scheinbar ganz in sich versunken.

Vorsichtig mache ich mich bemerkbar.
Am Liebsten würde ich sie gar nicht stören,
so schön ist ihre Stimme.
So sehr berührt mich der Frieden dieser Szene.

Aber sie hat mich bemerkt.
Sie richtet sich auf,
streicht ihr hochgestecktes, aschblondes Haar auf
und schaut mich aus wasserblauen Augen
– halb verlegen, halb belustigt – an.

G: Ui, da bist ja, ich dachte, ich warte vergebens!

U: Es ging nicht schneller…

G: Ja, ich weiß.
Aber es war schön, zu warten…

Komm, komm setzt dich hierher
und sei ganz still und lausch dem Leben!

Ich tue, wie sie mich heißt.
Ich setze mich zu ihr,
schließe die Augen und versuche,
mich auf das zu konzentrieren, was ich höre.

Ich bin sehr erstaunt,
wie viel das ist!

Eben noch dachte ich:
Außer ihrem Lied könnte ich gar nichts wahrnehmen.

Jetzt entdecke ich so viel:
Der Wind, der in den Gräsern flüstert.
Weit über uns der Schrei eines Greifvogels…
Das Summen der Insekten,
das Atmen der Guidin
und meinen eigenen Herzschlag.

G: Schön, nicht wahr?

U: Sehr schön, danke!

G: Und jetzt noch einmal:
Schließe die Augen!

Das tue ich.
Ich erwarte, das Gleiche zu hören,
aber es kommt ein neues Geräusch dazu.
Es hört sich an,
als würde etwas Feines rieseln…
Und kurz darauf höre ich bizarrer weise das Ticken einer Uhr.

Als ich die Augen öffne, sehe ich,
dass die Guidin eine kleine Sanduhr
auf ihre linke Handfläche gestellt hat.

Und vor uns eine alte Pendeluhr gestellt hat,
die mit jedem Atemzug größer und größer wird,
bis sie das ganze Blickfeld einnimmt
und ihr unerbittlicher Rhythmus alle anderen Geräusche übertönt.

Ganz ruhig, als sei eine derartig verzerrte Wahrnehmung
das Selbstverständlichste auf der Welt,
setzt sie sich zu mir.

G: Und?
Wie gefällt dir das jetzt?

U: Ja, na, gar nicht!
Kannst du die nicht bitte wieder weg machen?

G: Ich?
Nein!
In meiner Welt ist die nicht!
Ich hab die hier nicht hergeholt.

Oh, übrigens, ehe ich es vergesse,
mein Name ist Lucretia.
Eigentlich Therese, aber der Name gefiel mir nicht,
da hab ich ihn gewechselt.

Ja, hm, hm…
Ich pflege, die Dinge,
die mir nicht gefallen, zu verändern…

Es war schon immer meine Meinung,
dass nicht ich mich der Welt,
sondern die Welt sich mir anpasst.

(Ich finde diese Guidin reichlich mysteriös und frage mich,
warum sie so sehr in Bildern zu mir spricht…
warum sie so kompliziert ist.)

L: Ich? Kompliziert?!
Ich bin nicht kompliziert, ihr seid kompliziert.
Also, was ist jetzt:
Weißt du, wem die Uhr da gehört?

U: Nein…

L: Was löst ihr Klang denn in dir aus?

U: Unangenehmen Druck, die Zeit läuft und läuft.
Und du kommst auch nicht zum Thema.
Und ich habe das Gefühl,
mir läuft die kostbare Zeit einfach davon,
wenn das hier so weiter geht mit dir…

L. lachend: Die kostbare Zeit läuft dir davon!
Ja, ja, so denkt ihr!
Die Zeit: Der Richter über alles, hm?

Diese Uhr da, die hat einmal Eberhards ganzes Leben diktiert!
Sein ganzes Sein…

Die Zeit und die Angst, dass sie davon läuft:
ungenutzt, vertan…
Niemals wiederkehrende Chancen,
nichts verpassen,
nicht versäumen!
Es eilt,
es eilt!

Ja…
Und jetzt?
Jetzt eilt gar nichts mehr.
Das Pendel steht still.
Und manchmal, für einen Augenblick kann er
– vorausgesetzt, dass er seinen Zorn darüber,
dass er Zeit verliert, vergessen kann –
es spüren.
Das, was wahr ist:
Er spürt das Leben…
Er hört den Wind,
den Vogel…
Das Singen der Engel…

Aber dann kommt die Angst zurück!
Und mit der Angst kommt wieder
das laute Ticken der Uhr
und das stete Rieseln des Sandes
in der Sanduhr
und der ängstliche Blick darauf,
wie viel Zeit wohl noch bleibt…

Und dann beginnt die verzweifelte Suche
nach dem Fehler im System:
Es muss IRGENDWO eine Ursache liegen,
dass er die Zeit nicht mehr so nutzen kann wie einst.
Und er muss nur diesen Fehler finden
und ausbessern
und schon wird alles wieder so sein,
wie es war.

Und die Uhr wird wieder den Takt angeben
in der Symphonie des Lebens!
Nicht das eigene Herz!

Aber es klappt nicht,
nichts klappt wirklich!
Manchmal hier und da ein Hoffnungsschimmer,
manchmal bessere Tage, manchmal…
Aber die Zeit verrinnt!
Und mit jeder aufgegebenen Hoffnung,
den alten Zustand wieder zu erreichen,
wird die Angst,
sein Ziel zu versäumen, noch größer
und die Krankheit noch mächtiger!

„Das hat ja alles keinen Sinn mehr!“
Hat es nicht?

Es war einmal eine Seele,
die sehr, sehr angesehen war:
So mutig,
so durchsetzungsgewaltig
und so tollkühn war kaum je eine.

Ein rechter Krieger und Eroberer.
Er setzte sich Ziele!
Und was er sich als Ziel einmal vornahm,
das setzte er auch durch.

Nie versäumte er es,
die Zeit dafür voll auszunutzen,
dass er erreichte, was er erreichen wollte!

Manches davon war gut für ihn und Andere.
Manches davon war schlecht für ihn und Andere.

Als er ins Jenseits zurückkam,
sah er kaum auf das Gute
(Wenn er das getan hätte, hätte ihn Freude ergriffen).
Er sah auf das, was schlecht war!
(Aber auch nur oberflächlich! 
Denn wenn er es sich genau betrachtet hätte,
hätte er gelernt, das selbst aus dem,
was „schlecht“ war, letzten Endes Gutes wuchs).

So aber nach dieser recht oberflächlichen Betrachtung
sagte die Seele:
Ich war ein gewaltiger Streiter,
mächtiger und rechthaberischer Herr.
Nie wieder will ich solche Stärke haben!

Und wenn ich sie schon in mir trage,
so will ich sie doch nicht leben können!

Ja, liebe Uta,
so streng können Seelen über sich urteilen!

Hätte diese Seele uns gefragt,
wir hätten gesagt:
Tapferer und mächtiger Streiter,
sieh nur, wie groß deine Kraft ist!
Wie dankbar dürfen wir sein,
eine solche Seele zu finden!

Aber du bist noch recht ungeschickt
mit deiner großen Kraft.
Es wäre klug, du würdest dir nun ein Leben suchen,
in dem du Weisheit erwirbst,
um deine Kraft gut einzusetzen.

Leider hat er uns nicht vertraut!
Und sagte: Lieber verliere ich all meine Macht,
als dass ich noch einmal so viel Schlechtes damit anrichte!

Gott sei Dank aber vergisst eine Seele niemals ganz,
was ihr die Meister der Himmel sagten.
Und so behielt auch sie,
als sie wieder inkarnierte,
in sich eine vage Ahnung davon,
dass sie eines Tages die Weisheit finden sollte!

Aber so, wie es das Gesetz des Karmas erfordert,
geschah ihm zuerst,
was er für Wahr erachtete.

Er bekam einen väterlichen Mann,
der seine Kindheit begleitete,
der geprägt war von Macht und Machtmissbrauch,
von ungestümer Unberechenbarkeit
und intoleranter Durchsetzung der eigenen Meinung.

Das war ein sehr schweres Vorbild
und seine Kinderseele schon sagte sich:
So will ich NIEMALS sein!
Nicht so stark,
nicht so dominant,
nicht so unberechenbar.

Es würde mein ganzes Ich zerstören,
würde ich ihm nach tun.
Also werde ich ganz anders!
(Doch innerlich blieb die Angst,
all diese ungezähmten Kräfte auch zu haben
und sich selbst damit zu zerstören!)

Er wurde ein ganz anderer Mann!
Er entdeckte sogar etwas in sich,
das er fast ganz vergessen hatte:
Er war nicht nur eine Seele
voller Kraft und Willensstärke,
sondern er war auch eine,
die in sich eine tiefe,
reine Liebe zu allem trug, was lebte…
Und die sich leidenschaftlich
und voller Hingabe Allem widmen konnte,
was schön und rein und gerecht war.

Diese Kräfte sah er kaum
und doch trugen sie ihn
in seinen ersten Mannesjahren durch das Leben!
Ohne dass die ihm so unheimliche Stärke
aus ihm den Tyrannen machen konnte,
der er fürchtete,
wieder sein zu können.
Leider von ihm völlig unbemerkt.

Doch mit anwachsender Verantwortung
begann er auch wieder,
Ziele zu entwickeln
und seinem Willen zu folgen
und das Leben wieder in Zeit zu messen…

Und so begann er,
sich innerlich aufzuzehren!
Nach außen durfte er seine gewaltigen Kräfte nicht nutzen,
das hatte seine Seele ihm verboten!
Also richtete er sie auf seine Ziele:
Mehr und mehr galt es, zu erreichen.
Schneller und schneller musste das gehen!
Unerbittlich verrann die Zeit!

Und er?
Sein ICH?
Er musste sich dem…
Opfern?
Aber so durfte es doch auch nicht sein!
Er wollte doch auch nichts Schlechtes
mehr gegen SICH tun?

Wie sollte diese arme Seele
nur eine Lösung aus diesem Dilemma finden?
Die Lösung kam in Form einer Krankheit!
Eine, die niemand behandeln oder
auch nur richtig diagnostizieren konnte…

Eine, die ihr Erschöpfungssyndrom nennt!
Ich nenne sie die Ohnmachts-Krankheit.
Ohnmacht bringt mit sich eine Möglichkeit
zur absoluten Schuldlosigkeit!

Hat man je davon gehört,
dass ein Opfer Schuld trägt?
Nein.
Selbst wenn es das tut,
so ist doch jede Schuld abgeglichen
durch das Opfern des Selbst.

Und damit erfüllt die Krankheit
sogar den Auftrag des Ahnen:
Opfere dich, Sohn!
Opfere deine Macht,
denn Männermacht ist von großem Übel!

Doch das Opfer ist selbst
dieser Seele sehr schmerzlich
und sie erinnert sich,
dass da noch ein anderer Auftrag war:
der Auftrag, Weisheit zu finden!

So beginnt die Suche
und endet vorerst hier…

U: Lucretia, willst du damit sagen,
dass das Erschöpfungssyndrom
seine Ursache darin hat,
dass die Seele ihre Macht ablehnt?

L: Generell?
Bei jedem Erkrankten?
Nein, sicher nicht!
Ich spreche als Guide von Sigmund.
Aber es ist in jedem Fall
ein bedenkenswerter Aspekt.

U: Elia sagte,
diese Erkrankung sei eine Folge der Energie-Erhöhung,
die derzeit weltweit stattfindet.

L: Das ist richtig!
Aber nicht jeder Mensch reagiert darauf mit dieser Krankheit,
jeder wird aber der Energie-Erhöhung ausgesetzt.
Es gibt nicht einen einheitlichen Auslöser der Erkrankung.
Sondern erst das Zusammenkommen
der unterschiedlichen Aspekte macht die Krankheit manifest.

Wir müssen hier aber bei Sigmund bleiben
und ich habe versucht,
die Ursache zu finden,
die eine Gesundung verhindert.

Und diese Ursache ist die Ablehnung der Macht! 
Die Angst der Seele,
sich selbst in diesen Kräften zu verlieren.
Vom eigenen Willen innerlich zerrissen zu werden!

U: Oh, puh…

L: Macht dich das sprachlos?

U: Na ja, ich frage mich,
wie die Lösung aussieht…

L: Im Akzeptieren dessen, was ist.

U: WAS!!!!!

L: Nein, nein,
NICHT im Akzeptieren der Krankheit,
sondern der Kräfte.

Schauen wir zuerst die Kraft der Zeit an:
Ist die wirklich existent?

U: Bei uns in der Welt schon!

L: Die Uhr auch?

U: Wie meinst du das?

L: Es ist nichts weiter als ein kulturelles Erbe,
dass ihr der Zeiteinteilung unterliegt!
Nichts weiter als die Folge der Tatsache,
dass ihr überhaupt Zeitmesser entwickelt habt! 
Die in gleichmäßigen Rhythmen anzeigen,
wie weit der Punkt zwischen
Gestern,
Jetzt und
Morgen ist.

Die Wahrheit ist es darum aber längst nicht!
Wäre es so:
Dann würdet ihr das auch IMMER so wahrnehmen.
Aber das tut ihr nicht!

Die Zeit eines Kindes
ist zum Beispiel viel, viel länger
als die Zeit eines älteren Menschen.
Für ein Kind von – sagen wir von vier Jahren –
sind zwei Jahre eine ganze Welt,
angefüllt mit unglaublich vielen Inhalten…
Es lernt in dieser Zeit, was Freundschaft ist
und es lernt,
sich seine eigenen Wege zu suchen
und es kommt in die Schule!
Und es vergisst ganz und gar,
was vorher war!

Für einen älteren Menschen,
der fest eingebunden ist
in einen routinierten Lebensablauf,
ist ein Jahr wie das Andere!
Die Zeit vergeht ihm wie im Flug!

Der Rhythmus der Uhr
sollte euch nicht so beherrschen!
Es geht nicht darum,
die Stunden und Tage und Wochen zu erfüllen!
Sondern darum,
der Zeit Qualität zu geben!
Durch Erfahrung,
durch erlebte Lebendigkeit,
durch die Tiefe des Seins im JETZT!

Ein vierjähriges Kind fragt sich nicht,
was in zwei Wochen sein wird
oder in einem Jahr.
Eine solche Frage ist viel zu abstrakt,
ein solches Kind IST einfach jetzt!
Hier!

Wenn es einen Streit mit einem Freund hat,
dann ist es jetzt
und hier wütend!
Es fragt sich nicht, ob,
wenn es nicht gelingt, den Streit beizulegen,
dieser Freund in zwei Jahren
ein nicht überwindbarer Feind sein wird.

Dadurch wird es frei
und kann fünf Minuten nach diesem Streit
mit genau diesem Freund
schon wieder lachen und Späße machen!

Ein Kind tut dies automatisch,
weil sein Verstand gar keine Möglichkeiten hat,
anders vorzugehen!

Aber als Erwachsener müsst ihr wieder lernen,
diesen Zustand der Flexibilität zuzulassen!

Im JETZT zu sein,
ist einem Kind selbstverständlich,
einem Erwachsenen ist es Frucht der Weisheit!

Wenn Sigmund in den Fängen seiner Krankheit ist,
dann ist er eben NICHT nur im Jetzt,
sondern er fängt an, die Zeit zu messen!

Er denkt darüber nach,
wie lange er schon so leidet!
Und diese Gedanken erzeugen in ihm
das Gefühl der Ohnmacht
und auch hilfloser Wut
und dieses Gefühl wiederum
verstärkt noch die Symptomatik.

Und er denkt auch darüber nach  
– wenn er die Vergangenheit
und die Gegenwart zusammen sieht – 
wie vermutlich die Zukunft aussehen wird…
Und dieser Gedanke macht ihn
noch ohnmächtiger
und noch wütender
und noch trauriger
und die Symptomatik wird noch einmal gesteigert!

Ihr seid nicht eure Gedanken!

Euer Verstand MACHT diese Gedanken
und teilweise auch eure Erziehung,
eure Genetik
und die Vorurteile eurer Seele…

Ihr SELBST aber habt es in der Hand,
diese Gedanken,
die entstehen,
weil sie nun einmal entstehen müssen,
das an Macht und Bedeutung zu geben,
was ihr SELBST zulasst!

Also Weisheit liegt
im JETZT sein,
in der Beschränkung
auf das Jetzt!

Jetzt! bin ich müde,
jetzt! zittere ich,
jetzt! bin ich unkonzentriert…

Gestern?
Das ist vorbei!
Mein SELBST gibt dem Gestern
und den Gedanken daran
die Bedeutung, die es für mein Jetzt hat:
Es ist vorbei!

Morgen?
Gedanken pessimistischen Inhalts kommen auf,
aber sie sind weder logischer
noch unlogischer als positiven Inhalts.

U: Oh, da muss ich Einspruch erheben!
Es gibt schließlich die Erfahrung!

L: Ja natürlich!
Aber die These:
Das, was gestern geschah,
auch morgen sein muss! 
Das ist reine Statistik!
Und euer Selbst ist keiner Statistik unterworfen.

Statistisch stimmt es,
dass kaum ein Mensch
eine Chance auf einen Lottogewinn hat,
dennoch gibt es immer wieder Lottogewinner.

Statistisch wird kaum ein Mensch
vom Blitz erschlagen,
dennoch gibt es Menschen, die dies erlebten.

Keine eurer Wahrscheinlichkeiten ist also realistisch…
Wenn das so ist:
Wieso dann pessimistische Zukunftsvisionen hegen?

U: Na ja, vielleicht,
um sich vor Enttäuschungen zu schützen?

L: Gut, das ist ein Argument!
Dann also gar keine Zukunftsvisionen hegen:
weder gut
noch schlecht.
DAS ist realistisch.
DENN!
Wie ihr eure Zukunft erleben werdet,
könnt ihr ohnehin nicht beurteilen! 
Mag ja sein, dass ihr im Lotto gewinnt.
Aber wer sagt,
dass ihr dadurch Glück empfinden werdet?

Vielleicht wird es ganz schnell
zu einer großen Last und Verantwortung
und ihr müsst euch von Freunden
und Lebensweisen trennen,
die euch lieb waren,
weil euer Reichtum
euer ganzes Leben auf den Kopf stellt?

Mag ja sein,
dass ihr einen gewaltigen Schock bekommt,
wenn euch der Blitz trifft! 
Aber vielleicht kommt dieser Tod
auch in einem Augenblick,
wo ihr ihn als große Befreiung erlebt?

Ihr rechnet mit Wahrscheinlichkeiten.
Das Wort sagt es schon:
Deren Wahr (heit) ist Schein!

Also: Zur Weisheit finden,
ist Ziel der Seele von Sigmund,
um zu lernen, weise mit seinen Kräften umzugehen.
Die Krankheit drängt ihn dazu,
genau das zu lernen!

Bisher hat er seine Energien nicht positiv genug gesehen!
Schauen wir sie uns an,
so stellen wir fest,
dass sie sowohl positiv
als auch negativ gelebt werden können.

Bernhard hat eine starke Willenskraft.
Ist das nun positiv
oder negativ?

Wer kann das sagen?
Es kommt ganz darauf an, nicht wahr?

Ich sage:
Dein Wille mit dir
und deinen Mitmenschen ist weitaus besser,
als du glaubst,
weil man es dich glauben ließ.

Na und?
Du wirst schnell einmal zornig!
Das ist schon in Ordnung,
solange du auch schnell wieder
davon loslassen kannst.

Na und?
Du gehst mit dem Kopf durch die Wand.
Das ist schon in Ordnung,
solange du respektierst,
dass du Andere damit nicht zu verletzen hast.

Beides
– deine Fähigkeit zum Zorn
und deine Bereitschaft zum Mut –
sind große Kräfte, die dir sehr helfen,
dich selbst aus deiner Krankheit zu lösen.

Im Moment besitzt dich die Krankheit!
Aber mit dieser Kraft, die du hast,
musst du lernen,
sie zu besitzen!

Du kannst das,
sei weise!
Vergeude deine Kraft nicht
mit Gedanken an Gestern und Morgen!
Die Herausforderung deiner Erkrankung
liegt im Heute!

Du bist sehr gerne bereit,
neue Wege zu gehen! 
da ist eine Kraft in dir,
stets das zu suchen,
was dich frei und unabhängig macht!

Das hat nichts mit Unbeständigkeit zu tun,
sondern mit der Lust darauf,
sich neue Welten zu erobern!

Nimm diese Kraft und nutze sie,
DEINE! individuellen Wege zu gehen,
Herr deiner Erkrankung zu werden.

Lass dir nichts vorschreiben,
was du intuitiv
als für dich ungeeignet empfindest!

Du hast enorme Regenerationskräfte,
einen sehr starken Überlebenswillen!
Und das IST gut so!

Nimm diese Kraft an! 
Deine Seele
und deine väterlichen Vorfahren wollen,
dass du dein Ich opferst!
Stelle dich dagegen!
Und begreife:
Du hast ein Recht darauf,
ganz und gar DU zu sein!
Ein Krieger,
ein Kämpfer,
ein mächtiger Herr…

Du hast ein Recht darauf,
je weiser du wirst
und je mehr du erkennst,
wie sehr du die Welt
und was darinnen ist, liebst.

Die wirkliche Gefahr deiner Kräfte ist,
dass du deinen Willen nicht flexibel hältst,
dass du das,
was du WILLST, erzwingst!
Statt zu sehen, dass dein Wille nun einmal
– einfach, weil du Mensch bist –
begrenzt ist auf das,
was DIR machbar ist!
Im JETZT!

So, und nun frischer Mut geschöpft
und zu neuen Ufern gegangen!
Auf, auf!

U: Danke Lukretia, ich muss dir noch Fragen stellen,
die Sigmund beantwortet haben möchte.

L: Gut!

U: Er fragt, wer du bist und
warum du sein Guide bist?

L: Sigmund, ich bin schon sehr, sehr lange Guide
und ich wende mich denen zu,
die sich opfern wollen,
um gerade das umzuwandeln in solche,
die sich lieben wollen!

Das ist mein Anliegen!
Und du bist mein lieber Schüler,
dem ich, solange du es möchtest,
zur Seite stehe.
Ich bin die,
die dir anstelle eines Vaters zuruft:
Ich bin stolz auf dich!
So, wie du dein Leben trotz aller Schwere meisterst,
bist du wahrlich ein Großer.

U: Er fragt, warum er krank ist
und wie er wieder gesund werden kann.

L: Das habe ich erklärt.
Sigmund, es ist ein Weg,
den du Schritt für Schritt zu gehen hast,
ich stehe dir bei!
Die Lösung liegt in dir selbst
und in deinen Ahnen.

U: Worauf sollte er sonst achten,
um ein erfülltes und glückliches Leben führen zu können?

L: Vertrauen fassen in seine tiefe Liebe! 
Wirklich sehen, wie sehr er zu lieben fähig ist
und wie stark sein inneres Bedürfnis ist,
dieser Welt ein wenig mehr
Liebe und Vertrauen zu geben.

U: Danke, ich hoffe sehr, dass es Sigmund hilft.

L: Ich auch, meine Liebe.
Ich auch! 
Auf Wiedersehen.