Jenseitsebene 6

Elia – Jesus Christus und Maria Magdalena

Wo ist der weibliche Aspekt von Jesus?
In ihm finden wir ihn nicht,
also muss er außerhalb von ihm gewesen sein.

Und er war außerhalb von ihm.
Maria war ein weiblicher Aspekt Gottes.
Auch Maria Magdalena war ein weiblicher Aspekt Gottes.
Über den Film von Leonardo Da Vinci:
Sakrileg
Thema: Jesus Christus und Maria Magdalena
Elia

Elia: Nun also zu eurem Thema:
Maria Magdalena und Jesus Christus?

Hajo: Hm.

Elia: Ja, er liebte sie sehr.
Und sie liebte ihn sehr.
Und sie waren Eins in sich.

Ich werde dennoch nichts über Nachkommen Christi erzählen.
Aus den Gründen, die ich schon einmal nannte.

Hajo: Das interessiert uns auch eigentlich nicht so,
sondern…

Elia: Nein, das Prinzip interessiert euch.

Hajo: Ja.

Elia: Und da bitte ich, einmal ganz logisch zu werden.

Polarität gibt es immer dort, wo Leben ist.
Die Spannung zwischen beiden Polen ist der Lebensfluss,
ist Energie.
Wo Polarität aufhört, hört Spannung auf, hört Leben auf!

Gott ist weder Mann noch Frau.
Gott ist Mann und Frau.

Das Weibliche, das Männliche:
Beides energetische Prinzipien,
die sich in unterschiedlichen Formen materialisieren.

Es gibt weibliche und männliche Pflanzen,
weibliche und männliche Tiere,
weibliche und männliche Humanoide.

Es gibt eine weibliche Energie
und eine männliche Energie.
Ein Prinzip, das auf das ganze Universum zutrifft!

Denn, nicht wahr? 
Das Universum ist ein Spiegel Gottes!

Und somit ist Gott nicht nur Vater,
er ist auch Mutter.

Leider ist das mütterliche Prinzip Gottes
fast in Vergessenheit geraten!
Aber es erfährt eine Renaissance
gerade jetzt und gerade in dieser Zeit!

Gott ohne weiblichen Anteil zu denken:
Das ist, ihn unvollkommen zu lassen.
Das kann aber nicht sein!
Er ist ja die Vollkommenheit selbst.

Jesus ohne eine weibliche Person neben ihm hieße,
ihn unvollkommen lassen.
Weiblich und männlich in ihm allein vereint?
Nein, seht ihn euch an.

Studiert die Schriften, die euch überliefert wurden
und ihr werdet feststellen, dass er sehr männlich war.
Männlich in seiner Art, sich durchzusetzen,
männlich in seiner Art, zu verstehen.

Männlich in seiner Art, die Dinge in Ordnung zu bringen,
männlich in seiner Art, zu kämpfen, zu streiten und auch zu leiden.

Wo ist der weibliche Aspekt Jesu?
In ihm finden wir ihn nicht,
also muss er außerhalb von ihm gewesen sein.
Und er war außerhalb von ihm.

Maria war ein weiblicher Aspekt Gottes.
Auch Maria Magdalena war ein weiblicher Aspekt Gottes.

Es gibt verschiedene Formen der Weiblichkeit,
so, wie es verschiedene Formen der Männlichkeit gibt
auch und gerade im spirituellen Bereich!

Mann und Frau, männlich und weiblich:
Sie sind der Ursprung der Schöpfung.

Ihr in eurem Sein als Dual seid ein lebendes Beispiel dafür,
was das Übertragen in die Dimensionen
über das Göttliche aussagt.

Es gibt den Vater-Aspekt Gott
und es gibt den Mutter-Aspekt Gott.

Der Mutter-Aspekt wurde unterdrückt aus Angst!
Eine alte, archaische Angst des Männlichen
vor Gott in seiner weiblichen Form.
Es gab historische Gründe dafür.
In Wahrheit sind es Entwicklungsphasen der Menschheit selbst.

Wer nur einen väterlichen Gott hat,
der bleibt in seiner Sehnsucht
nach mütterlicher Wärme unterernährt.

Der wird sich immer nach einer Nähe, Geborgenheit,
Wärme und Fürsorge sehnen,
die nicht in ein Vaterbild unterzubringen ist.

Einige eurer Kirchen haben das sehr früh erkannt
und haben Maria diese Aufgabe gegeben
und – wie ich finde – durchaus zu Recht.

Sie übernimmt diesen Teil des göttlichen Seins.
Sie übernimmt die Position der Fürbitterin.

Diejenige, die auch die finstersten Schwächen versteht.
Diejenige, die tröstend beisteht 
in den einfachen Angelegenheiten des Alltags.

Und Diejenige,
die sich wenig um die spirituelle Entwicklung kümmert.
Sehr wohl aber um das, was menschlich,
ja allzu menschlich ist.

Sie übernimmt diesen Part des Teiles Gottes,
der zu uns sagt:
„Liebes Kind, komm, du bist traurig.
Du bist ängstlich.
Dir tut etwas weh.
Komm, ich nehme dich in den Arm.“

Sie belehrt nicht, sie stellt nicht zur Rede.
Sie erklärt nicht Hintergründe und Sinn.
Und sie nimmt einfach in den Arm.
Das ist gut so!
Sie ist die Hüterin, die Beschützerin,
die Mutter.

Die Gerechtigkeit,
die intellektuelle Auseinandersetzung,
die Sinnfindung:
Das bleibt Gottes Sache!

Und aus Beiden wurde Jesus geboren.
Der Dritte im Bunde: Jesus – ein Mensch.
Ein Mensch, der besonders war,
aber doch menschlich blieb.

Der ein Vorbild ist über die Jahrtausende hinweg
gerade in seiner Mitmenschlichkeit.
Der in sich die Fähigkeit zur Gnade
und den Gerechtigkeitssinn vereint.

Dennoch: Er ist ganz Mann!
Er ist als Mann ein Vorbild, täuscht euch nicht.
Wenn ihr das Weibliche in Jesus sucht:
täuscht euch nicht.
Er ist ganz und gar männlich!

Und das, was vermeintlich
als seine weiblichen Eigenschaften angesehen wird
und worauf man die These begründet,
dass dieser eben vollkommen
in sich beide Teile vereinigt habe:
auch das sind männliche Eigenschaften.

Väter begnadigen,
Väter machen Mut.
So sind wahre Väter!

Väter stärken das Selbstbewusstsein.
Darauf legen sie Wert, dass ihre Kinder stark werden!

Das alles hat Jesus getan.
Väter suchen die Gerechtigkeit. 
Auch das hat er getan.
Das alles ist männlich.

Aber er tut etwas nicht:
Er nimmt nicht einfach in den Arm.
Er sagt nicht einfach:
„Komm, weine an meiner Brust.“
Das macht er nicht.

Er sagt nicht:
„Komm, ich habe dir, weil du heute so traurig bist,
etwas Schönes gekocht.“

Nein, das alles tut er nämlich nicht.
Er bleibt männlich.

Maria Magdalena hatte diese Funktion.
Genau das tat sie:
Sie tröstete bei den kleinen Dingen,
den kleinen Wunden,
den kleinen Kümmernissen
im Vergleich zu den tiefergreifenden
Lebenssinn Fragen,
die Andere stellten an ihren Mann.

Sie tröstete dort, wo gerade der Schmerz war.
Das ist etwas sehr Schönes gewesen für alle.

Das hat einen Teil der Anziehungskraft Jesu ausgemacht,
dass es das dort auch gab:
die Versorgung der alltäglichen Nöte.

Und Jesus macht etwas sehr Schönes am Ende seiner Zeit:
Da gibt er seinen Jüngern ein wunderbares Zeichen dafür,
was wahres Gottes-Kindestum ist.
Er wäscht ihnen die Füße.
Das war bis dahin immer die Aufgabe Maria Magdalenas.

Das war Frauensache, die Füße der Gäste zu waschen
und anschließend zu trocknen und zu salben.
Dieses Versorgen der brennendsten Wunden
– und diese Füße hatten brennende Wunden –
das war Frauensache.

Und an diesem letzten Abend, da zeigt Jesus:
„Das sollt ihr für einander tun.
Vergesst nicht, wie wichtig die Liebe der Frauen
zu den Menschen ist, 
die leiden.

Es ist eine andere Art der Zuwendung
als meine männliche Art.
Aber gerade diesen Auftrag gebe ich euch,
dass ihr das für einander tut!

Die weibliche Form der Liebe Gottes,
die dürft ihr nicht vergessen!
Die ist sehr wichtig!“

Leider wurde es vergessen! 
Das spielte keine Rolle mehr!
Man hörte auf, sich die Füße zu waschen.
Man wusch einander gegenseitig den Kopf!
Und das gründlich!

Natürlich hat das karmische Ursachen
und steht so im Plan der Welt.

Und das ist es,
genau das ist es,
was heute in euren Kirchen vermisst wird
und das schmerzlich:
Dass dieser weibliche Aspekt fehlt!
Die Mütterlichkeit fehlt!
Das ist ein großer Schmerz.
Das ist etwas, wonach die Menschen sich sehnen.
Und wonach sie sich sehnen,
das werden sie erfüllt finden!
Da seid gewiss!

Die Dinge ändern sich.
Und es wird wieder entdeckt werden:
dass Gott Mann und Frau ist!

Es wird wieder entdeckt werden,
dass es eine schmerzliche Einseitigkeit ist,
nur auf das Väterliche zu schauen!

Hajo: In Altötting
– dieser Energie der mütterlichen Seite Gottes – 
die ist ja nun scheinbar schon sehr lange dort.

Elia: Natürlich.
Sie ist ursprünglich, sie ist in der Erde verankert!

Sie ist eine Kraftquelle für die Mütterlichkeit
und sie zieht in sich hinein.
Und sie inspiriert euch dazu,
in eurer Menschlichkeit angenommen
und aufgefangen zu sein.
Es ist eine weibliche Energie!

Euer Planet hat Energien, wie ihr sie habt!
Er ist ein Lebewesen!

So paradox euch das erscheinen mag:
Aber er ist ein Lebewesen!

Und so wie ihr in euch Stellen im Körper habt,
in denen eure geschlechtliche Energie besonders stark fließt,
so hat es auch eure Mutter Erde!
Es gibt sehr männliche Energien
und es gibt sehr weibliche.

Eure Vorfahren wussten um diese Energien, um diese Kräfte.
Sie erlebten ganz intensiv, welche Energie an welchem Ort war.

Und sie wussten sehr wohl um die weibliche Göttlichkeit.
Freilich trennten sie!
Sie trennten in weibliche Götter und männliche Götter.
Dass alles Eins sein soll:
Das überstieg noch ihr Fassungsvermögen.
Dualität spielte damals noch eine sehr viel größere Rolle.

Aus der bei einander Stellung weiblicher und männlicher Götter
wurde die Einseitigkeit des männlichen Gottes!

Das allerdings befriedigte nicht!
Und so traf man den Kompromiss,
von nun an die alt überlieferten Kraftquellen
der weiblichen Energie der Mutter Gottes zu überlassen:
nämlich Maria.

So löste die Kirche ein Problem,
das sie mit der Sexualität hatte.
Denn diese Orte waren immer auch Orte,
in denen es um Fruchtbarkeit ging.

Was ist denn Fruchtbarkeit?
Fruchtbarkeit ist der Garant für die Erhaltung der Schöpfung,
nicht wahr?

Aber dieses Prinzip widersprach der damaligen Einstellung
der Kirche!
Fruchtbarkeit spielte eine profane Rolle!
Sie hatte nichts Göttliches mehr.
Das wiederum sollte zum großen Nachteil
vieler Generationen werden!

Ich möchte einen weiteren Aspekt
zwischen Jesus und Maria Magdalena benennen,
der eine wichtige Rolle im Fortgang der Geschichte spielte.

Sie liebten sich sehr in jeder Beziehung!
Das war etwas, was nicht in die Prinzipien
einiger seiner Nachfolger passte.

Maria Magdalena war eine Frau,
die ganz liebte mit Körper, Geist und Seele.

Den Geist, den mussten sie akzeptieren,
weil Jesus darauf bestand.
Die Seele akzeptierten sie, weil es unumgänglich war,
diese Frau nicht als liebenswerte Seele zu sehen.

Aber ihre Körperlichkeit wurde ihnen zu einem Problem!

Sie war ganz Frau und das war gut für Jesus!
Sie liebte auch seinen Körper!

Und sie allein war ihm ganz nah, auch körperlich.
Sie war ein Segen für ihn!

Sie war eine Stütze in seinem Sein,
sie war ihm ein Trost!
Diese Art der Liebe hat man schmählich verraten,
indem man sie zur Hure erklärte!

Sie war nie eine Hure.
Sie war nur eine ganz und gar Liebende!

Es gab damals in anderen Religionen viele Göttinnen,
in denen die Sexualität im Laufe der Jahrhunderte
eine pervertierte Form angenommen hat.

Diese anderen Religionen erfuhren gerade in der Zeit
einen großen Zulauf, hatten eine große Popularität!

Die ersten Christen versuchten,
sich gerade von diesen anderen Religionen abzusondern,
sich zu unterscheiden.

Und so zogen sie es vor,
Sexualität ganz auf das Zeugen der Kinder zu reduzieren!
Die Randgruppen jedoch dieser Kirche taten dies nie.

Es gab immer Orden und Zusammenschlüsse
einiger Kirchenmänner, die
– ganz im Gegensatz zur offenen Religion
und zu den offen gelegten Zeremonien –
weiterhin um die Spiritualität der Sexualität wussten!

Sexualität ist spirituelle Energie! 
Sie kann missbraucht werden, sie kann genutzt werden.
Sie ist Segen oder Fluch.

Die Kirche
– so, wie sie sich entwickelte in ihrer Angst
vor der Macht heidnischer Frauen –
verfluchte diese Form der Sexualität.
Aber so ist es nicht der Ursprung!

Sexualität zwischen Jesus und Maria Magdalena war rein,
war eine wunderbare Energie!
Und sie war eine Kraftquelle für den vollkommensten Menschen,
den die Erde je gesehen hat!

Maria war der andere Teil Jesu! 
Sie war, wenn du so willst, die Erde und er der Himmel.

Und wenn sie sich begegneten, dann war es eine Ganzheit,
die kosmisches Ausmaß hatte.

Neid und Missgunst schlugen Maria von Anfang an entgegen.
So wollte niemand den Messias sehen!

Der Messias sollte rein sein von jeder Form der Sexualität,
selbst seine Geburt sollte rein sein.

Eine katastrophale Wirkung bis zum heutigen Tag! 
Denn Sexualität ist rein, nichts daran ist schmutzig! 
Sie ist das Leben selbst!

Sie ist die Energie, mit der die Schöpfung stattfindet! 
Wir entwickeln uns wieder dort hin.
Wir sehen mit Freuden, dass mehr und mehr erkannt wird,
dass diese alten Gesetze eurer Kirchen mehr schaden
als heilen können.

Die reine Form der Sexualität:
Das lebten Jesus und Maria Magdalena
und es ist sehr schade, dass dies verloren ging.

Aber: Es wird wieder erwachen.
Man wird es wieder verstehen.

Denn so wie Jesus ein Vorbild
in allen Angelegenheiten des Lebens war,
so war er es auch als sexueller Mensch ein wahres Vorbild.
Vorbildhaft in seiner Art, seine Sexualität zu leben.
Und so war es auch Maria Magdalena:
Vorbildhaft in ihrer Freude der Hingabe.

Verstehe es, wer es verstehen möchte!