Glauben

Schutzengel – über Intuition und Glauben und Wahrheitsfindung.

Intuition und Glauben und Wahrheitsfindung.
Es geht um Angst und Vorurteile. 
Um einen Glauben, der nicht trägt,
sondern einem der Kraft raubt, den Verstand benebelt.

Geh viel in die Natur,
sprich mit den Bäumen und den Tieren,

das ist deine feste Wurzel.
Liebe die Welt in ihrer einmaligen Vielfalt,
das sind die Flügel deiner Seele seit so vielen Leben.
 Schutzengelkontakt

Ich bitte meinen Guide,
mich mit dem Engel von Laura zu verbinden,
Laura bittet um diesen Kontakt.

Ich sitze auf einem alten Baumstamm, es ist kühl,
der Himmel strahlend blau,
vor mir ein See, in dem sich dieser Himmel spiegelt.

Um mich herum dichter Tannenwald.
Hier ist nichts!
Kein Weg, keine Straße, ich sehe keinen Menschen…

So schön es ist: Es fängt an, mich zu beunruhigen!
Soll das immer so weiter gehen?

Wo ist denn nur der Engel?

Ich rufe “Bitte”, aber es bleibt still…

Dann höre ich es neben mir knurren,
aus dem Unterholz kommt ein kleiner Bär
und dann noch einer.

Sie halten ihre Köpfe schräg, beäugen mich
und legen sich dann einfach auf meine Füße.
Ich kann gar nichts tun, so schnell schlafen sie da ein!

Ja, was jetzt? 
Ich wage nicht, mich zu bewegen und sie zu wecken.

Und zu Recht: Denn jetzt kommt auch noch die Mutter!
Sie sieht ihre schlafenden Kinder, beobachtet mich,
sie kommt näher (das ist kein so tolles Gefühl!)
und jetzt beginnt sie auch noch, mich zu beschnuppern.

Ach, du meine Güte!
Ich rieche sie: Sie riecht nach Wald und Tannen,
nach Erde und irgendwie warm,
aber ihre kalte Nase an meinem Ohr ist nicht schön…

Als sie endlich fertig ist, macht sie es sich an meiner Seite bequem,
legt ihren schweren Kopf auf meine Schulter
und – oh bitte, NEIN! – schläft so ein!!!

Ich wage es nicht, auch nur einen Mucks von mir zu geben,
hoffe nur, dass endlich der Guide kommt,
der mich in diese Lage gebracht hat.

Wenn das nicht bald passiert, geh ich hier raus…

Jemand ist da, ich kann ihn nicht sehen,
weil ich den Kopf nicht zu drehen wage.

Ah, endlich: Da steht er der Guide, ein Mann mit hellbraunem Haar.
Er trägt einen Wildleder-Anzug,
ganz, wie man sich die alten Waldläufer vorgestellt hat.
Und er grinst frech,
als er mich in meiner misslichen Lage betrachtet.

Hübsch ist er ja!
Aber was der mir hier zumutet, ist schon allerhand!

Er flüstert: Warum regst du dich auf!?

Ich trau mich nicht zu antworten,
deute mit den Blicken auf Mutter Bär und ihre Kinder…

G: Oh (lacht), verstehe.
Obwohl es mir angenehmer wäre, du würdest sprechen.
Deine Blicke könnte ich missdeuten?

Das macht mich jetzt aber richtig wütend. 
ICH kann doch nichts dafür, dass ich in dieser Lage bin!!!

G: Hm, habe ich deinen Gedanken richtig verstanden?
Du kannst nichts dafür?

Ich deute Zustimmung an…

G: Hm, du kannst nichts dafür, dass diese Bären da sind. 
Aber für dein ängstliches Verhalten bist du zuständig,
nicht ich! 
(Er lacht schon wieder!)

Da platzt mir der Kragen und ich schimpfe laut: 
Also du hast mich doch in diese Lage gebracht!
Da kann ich doch nichts dafür!
Wenn du mir solche Raubtiere schickst und ich Angst kriege!

Kaum hab ich das gesagt, schlägt mir das Herz bis zum Hals.

Die Bärin ist wach, sie brummt, kommt ganz nah
und schaut mir direkt in die Augen!
Was immer sie da sieht:
Sie schnaubt, zieht sich von meiner Schulter zurück 
und stupst ihre schlafenden Jungen an.

Und als die endlich aufwachen, gehen die Drei einfach
– ohne mich eines weiteren Blickes zu würdigen –
zurück in den Wald.

G: Nun?
Wo ist deine Angst?

U: Na, weg, ist ja klar!
Die sind ja auch weg…

G: Die könnten wieder kommen…

U: Oh, bitte nicht, das reicht erst mal an Aufregung…

G: Nein, nein, keine Sorge,
ich hole sie nicht noch einmal her.
Aber hast du gemerkt?
Deine Angst war völlig unnötig!
Es war sinnlos, sich so zu fürchten.

U: Du bist wirklich Lauras Guide?

G: Wirklich!
Ich bin Sven!
Das hier ist Nordschweden, sehr, sehr weit im Norden
und wir schreiben das Jahr 1584.

U: Bist du so eine Art Trapper?

S: Nein, ich bin eine Art Landvermesser.
Ich zeichne Landkarten, um die Grenzen des Landes festzulegen.
Möchtest du?
(Er hält mir eine Bienenwabe voller Honig hin.)

U: Nein, danke.
Warum hast du das hier mit mir gemacht?
Ich verstehe es nicht…

S. Es geht um Angst und Vorurteile! 
Um einen Glauben, der nicht trägt,
sondern einem der Kraft raubt, den Verstand benebelt.
Das ist ein wichtiges Thema für Laura…

Uta, sag mir genau, was deine Angst ausgelöst hat.

U: Ja, die Bären, dass sie so nah waren!

S: Warum?

U: Bären sind gefährlich!
Also nicht die Kleinen,
aber so eine Bärenmutter, oh, oh…

S: Gut, ja, ich gebe dir Recht:
Bärenmütter sind gefährlich im Allgemeinen!
Aber diese Bärenmutter: War sie auch gefährlich?

U: Eigentlich nicht, sie war ja ganz zutraulich…

S: Bist du sicher, dass sie zutraulich war?

U: Ja, klar, sie hat sich doch auf meiner Schulter ausgeruht!

S: Sie war NICHT aggressiv?

U: Nein!

S: Nein, das war sie nicht!
Von Anfang an hat sie keinerlei Signal der Aggression gezeigt,
nur Interesse und dann Wohlgefallen!
Und dennoch hattest du fürchterliche Angst!

Weißt du, woran das lag?
Daran, dass du dein WISSEN
wichtiger genommen hast als deine Beobachtung.

„ALLGEMEIN“ sind Bärenmütter gefährlich.
Aber Begegnungen mit Anderen
– ob Mensch oder Tiere –
sind nie allgemein!
Die sind immer individuell!

Wer das vergisst
– wer sich im Leben auf Statistiken
und Glaubensüberlieferungen verlässt –
der wird niemals Wunder wie dieses erleben!

Wenn du nicht hier im Jenseits wärst,
sondern du tatsächlich mitten in den Wäldern Schwedens wärst: 
Dann wärst du beim ersten Auftauchen der kleinen Bären
nicht ruhig sitzen geblieben, sondern aufgesprungen und geflohen.

Deine angeborenen Menschen-Instinkte hätten es dir so befohlen!

Und die angeborenen Instinkte der Bären hätte sie veranlasst,
dich zu jagen!

Nur weil du genau wusstest
– hier kannst du nicht Opfer der Aggression werden –
hast du dich widernatürlich verhalten!
Und konntest so ein Wunder erleben!

Laura, in deinem Leben bist du aufgefordert,
immer wieder ganz genau zu prüfen, woran du glauben willst!

Utas Erlebnis hier ist ein Beispiel dafür:
Dass ein Glaube falsch sein kann, dass er lähmen kann
und Entsetzen bewirken kann.

U: Aber die Bärin hätte doch wirklich aggressiv sein können!

S: Ja, in der realen Welt!
Aber auch dort wäre es zu dem Zeitpunkt gar nicht klug gewesen,
wegzulaufen!

Laura, beobachten! Das ist wichtig! 
Übernimm nichts, ohne es geprüft zu haben,
ohne es darauf hin zu beobachten,
ob es wahr ist, was man sagt und glaubt!
Hörst du?

Deine eigene Beobachtung kann durch nichts ersetzt werden!
Sie wiegt immer schwerer als das, was Andere sagen.

Aber es muss wirklich eine Beobachtung sein,
nicht etwa reiner Widerspruch, nur um zu widersprechen.
Das ist manchmal schwierig, ich weiß.

Wenn dir jemand einen Rat gibt oder einen Glaubenshinweis
oder auch eine Warnung:
Dann ist es weder gut,
dass du dem blind Glauben schenkst
noch dass du es aus Prinzip ablehnst!

Deine Aufgabe ist es, zu prüfen, was dir wahr sein kann!

Beobachte die Menschen, denk darüber nach:
Ob das, was sie für wichtig halten, wirklich wichtig ist.

Denk darüber nach, ob das, was ihnen die größte Bedeutung ist,
sie auch wirklich zufrieden macht!

Du bist sehr klug, kleine Laura!
Deshalb musst du auch klug vorgehen.

Es gibt Regeln im Leben:
An die muss man sich halten,
um selbst so glücklich wie möglich zu sein!
Und auch, um deine Nächsten so glücklich wie möglich zu machen.

Aber es gibt auch eine Pflicht zum Widerspruch,
es gibt auch eine Pflicht dazu,
Dinge anders zu sehen und anders zu machen.
Und zwar immer dann, wenn man sich SICHER ist
– durch Beobachtung und Nachdenken –
dass die Wahrheit eine andere ist, als man erzählt bekommt.

U: Das ist sehr schwer für eine knapp 16-Jährige, Sven.

S: Ihr Umfeld verlangt das jetzt, sonst verliert sie zu viel Kraft!

Laura, hab keine Angst davor, deine Meinung,
die du einmal getroffen hast, auch wieder zu ändern! 
Alle Menschen, die klug sind,
tun das ein Leben lang bis ins hohe Alter.

Aber versuch nicht, aus dieser Angst zu kommen,
dich für etwas Falsches festzulegen,
in dem du einfach das akzeptierst, was Andere glauben.

Die Werte, Ziele, Erfahrungen der Anderen sind es wert,
sie sorgfältig zu überprüfen.

Aber dann musst du zu deinem eigenen Ergebnis kommen! 
Zumindest so lange, bis du durch eigene Erfahrungen
eine Änderung annehmen musst.

Niemand darf verlangen, dass du blind folgst! 
Und niemand darf verlangen, dass du deine Meinung nie änderst!
Auch du selbst darfst das nicht von dir verlangen!

Laura, hier in den Wäldern des Polarkreises
sind wir uns zum ersten Mal begegnet. 
Ich war ein junger Mann.
Im Auftrag des schwedischen Königs hatte ich
– so weit es möglich war – Lappland zu vermessen.

Auch du warst ein junger Mann,
aber ein Lappe, ein Rentier-Züchter.

Wir trafen uns und ich bat dich, mich zu begleiten
und durch die Wälder und Tundren zu führen.
Das Abenteuer gefiel dir.
Also zogen wir Zwei gemeinsam zwei Jahre durch deine Welt.

Aber ich war dumm damals!
Ja wirklich!

Ich war überzeugt, dass alles, woran du glaubtest,
nichts als dummer Heiden-Glauben war.
Unentwegt gab ich dir „Aufklärung“, ob du die wolltest oder nicht!

Ich war fest davon überzeugt, dass du unwissend warst
und ich dir einen großen Gefallen tue,
wenn ich dich über die WAHRHEIT aufkläre!

Ach, Laura, wie unsinnig das war und wie sehr ich es bedauerte. 
Denn du hattest viel, viel mehr Wissen als ich!

In dir lebte das Wissen deiner Vorfahren,
die seit Jahrtausenden in dieser unwirtlichen Gegend lebten!

Ich fand es so lächerlich,
wenn du mit den Steinen und Bäumen gesprochen hast
und wenn du dich an den Rand der Seen gesetzt hast
und deinen merkwürdigen Gesang begonnen hast:
Damit die Fische besser beißen, weil du der großen Wasser-Mutter
dein Lied gesungen hast.

Nach zwei Jahren mit mir hast du kein Lied mehr gehabt,
an das du glauben konntest. 
Du hast dich geweigert, mit den Tieren zu reden
und die Bäume zu streicheln,
das war ja alles „DUMMES HEIDEN-ZEUG“.

Unsere Wege trennten sich, zu Lebzeiten sah ich dich nicht wieder.

Aber im Jenseits erfuhr ich, welchen Schaden ich angerichtet hatte!

Du warst der schlechteste Rentier-Züchter deiner Sippe! 
Nichts gelang dir mehr so leicht wie den Anderen.
Und du hattest die kränksten Tiere,
weil du dich geweigert hast, mit der Land-Mutter zu reden,
damit sie deine Tiere zu guter Weide führt.

Du hattest auch die wenigsten Fische
(weil du dich geweigert hast, für die Fisch-Mutter zu singen).

Oh, ich habe dich sehr unglücklich gemacht mit meiner Aufklärung!

U: Willst du damit sagen,
dass da wirklich Götter-ähnliche Wesen waren,
die auf seinen Gesang – oder was auch immer – reagierten?

S: Nein, die gab es nicht!
Aber ER reagierte nicht mehr auf seine Intuition!
Aus seinem alten Glauben heraus
hatte er mit der Natur selbst kommuniziert.
Er nannte sie Götter, aber das ist im Grunde völlig unwesentlich!

Wichtig war: Nach seinen Gesängen und Gebeten und Opferungen
öffnete er sich für die Intuition und
damals fand er die größten Fische und fettesten Weide-Gebiete!

U: Intuitiv?

S: Ja, genau!
Aber ich habe ihm GESETZE gebracht und Informationen…

U: Statistiken und Vorurteile, Verallgemeinerungen?

S: Ja, damit hatte ich sein Leid herauf beschworen!

Laura, meine liebe, gute Freundin meiner Seele:
Immer noch spielt das, woran du glauben kannst,
eine sehr wichtige Rolle.

Aber ich freue mich so sehr, dir wenigstens jetzt sagen zu können,
worauf du achten musst.

Hier – in dieser Zeit und diesem Leben –
da hättest du mich nur beobachten müssen
und schon hättest du gemerkt,
dass dein Glaube meinem Wissen überlegen war!

NIE fand ich eine Bienenwabe selbst! 
Nie zog ich den größten Fisch aus dem See
und niemals fand ich den richtigen, einfachen Weg
aus einer der Wildnisse!

Was mein Wissen wert war,
hättest du mühelos an meinen Ergebnissen sehen können!
Aber damals hattest du nur ein sehr geringes Selbstvertrauen!

Heute ist vieles besser geworden, aber es bleibt dabei: 
Es ist eine sehr wichtige Lebensaufgabe für dich, zu beobachten:
Was gut ist und was nicht,
was hilft und was nicht!

Du bist aufgerufen, deine ganz eigenen Wahrheiten zu finden
und auch zu ihnen zu stehen!

Fürchte dich nicht, du kannst es, es ist ganz leicht! 
Du musst einfach nur darauf schauen, wohin etwas führt,
an das du glaubst oder an das Andere glauben.

Ich helfe dir dabei, so gut ich kann! 
Denn ich bin glücklich, dass ausgerechnet ich Derjenige sein darf,
der dich wieder daran erinnern darf, deiner Intuition zu folgen.

Liebe Laura, deine Seele sucht danach, gerecht zu sein,
Gutes in der Welt zu bewirken
und Weisheit zu sammeln, aber auch zu schenken…

Vertrau diesem Ziel deiner Seele!
Nimm das Bedürfnis, all diese Schätze zu erwerben, ernst!
Es ist eine sehr gute Intuition.

U: Vielen Dank, Sven,
ich würde jetzt gerne Lauras Fragen an dich stellen.

S: Gerne!

U: Wer du bist und wieso du gerade ihr Schutzengel bist,
hast du ausreichend erklärt?

S: Laura, ich war auch sonst dein Guide,
ich durfte deine Lehrerin sein und ich durfte ein guter Freund sein. 
Aber immer ging es darum, was zu glauben ist! 
Das ist eben unser gemeinsames, großes Thema.

U: Damit hast du die Frage
nach ihrem wichtigen Thema des Lebens erklärt?

S: Nein. Laura!
Interessant wird das erst, wenn man versteht:
Dass in diesem Leben das Thema Intuition und Glaube
und Wahrheitsfindung natürlich nichts mit Rentier-Zucht zu tun hat.

Dieses Mal spielt sich alles
im Bereich der zwischenmenschlichen Beziehungen ab.
DAS ist dein großes Feld, das es zu bebauen gilt.

Was ist Liebe? 
Wie lieben Menschen? 
Was erwarten sie zu Recht, was zu Unrecht?

Wie liebe ich? 
Was brauche ich, um Liebe geben zu können?
Aber auch, um sie nehmen zu können?

Du hast Leben hinter dir,
in denen andere Menschen keine große Rolle gespielt haben.
Denn du musstest erst lernen, dich selbst lieb zu haben.

Aber jetzt geht es darum, Erfahrungen mit dem DU zu machen.

Du würdest sagen: Wie ticken Andere eigentlich? 
Und warum so und nicht anders? 
Was bewegt sie, was fürchten sie und warum?

Hier ist dein Arbeitsplatz:
Werde ein guter „Menschen – Liebe – Beobachter“.

Lerne, meine liebe Laura, und sei nicht traurig,
wenn manche Ergebnisse weniger schön sein sollten,
als du erwartet hast.

Versuch, zu verstehen, dass du die Liebe studierst, egal welche: 
Die Liebe zwischen Mann und Frau,
die Liebe von Mutter und Kind,
die Liebe von Lehrern und Schülern…

U: Laura fragt:
Warum sie so viele körperliche und psychische Probleme hat?

S. Meine Liebe,
weil du nie SICHER bist, genug geliebt zu werden.
Das ist sehr schlimm für dich, diese Ungewissheit auszuhalten. 
Aber du wirst geliebt!
Doch natürlich nicht von Allen!

Und du?
Liebst du alle? 
Ach nein!
Selbstverständlich nicht!

Siehst du, schon hast du wieder
eine Lektion in Sachen Liebe gelernt: 
Die Liebe, die man gibt, hängt mit der zusammen, die man nimmt.

Du kannst (noch) nicht frei entscheiden, wem du wie viel gibst. 
Auch (noch nicht), wie viel du nimmst…

Aber du wirst sehen:
Es wird dir immer bewusster werden,
dass du wirklich mit entscheiden darfst.

U: Was kann sie gegen ihre Probleme tun?

S: Glauben durch Beobachtung:
Dass sie es Wert ist, geliebt zu werden!!!
Das ist sehr schwer für dich, Victoria. 
Ich möchte gar nicht, dass du es mir jetzt einfach glaubst.

Ich möchte, dass du dir nur einen Augenblick lang überlegst,
wie sehr du manchen Menschen fehlen würdest,
wenn du NICHT existieren würdest!

Wenn du mir nicht glaubst, ist das in Ordnung.
Aber dann frag sie!
Frag deine Mutter, deinen Vater, deine Freundin,
frag Alle!

Bitte sie doch einfach einmal darum, drei Dinge aufzuschreiben,
die ihnen fehlen würden, wenn du NICHT wärest!

Du musst nichts glauben, was du nicht glauben kannst! 
Aber du solltest wirklich nachfragen!

Auch deine eigenen Ergebnisse: 
Ist das, was ich MEINE, WIRKLICH wahr?
Kann ich das SICHER wissen? 
Oder glaube ich das nur?

Du wirst schnell sehen, wie groß der Unterschied im Ergebnis ist!

U: Sie fragt:
Wieso sie in so vielen Situationen den Drang hat,
etwas zu verbessern,
ihre Meinung durchzusetzen
und zu diskutieren?

Sven lacht herzhaft:
Oh, Laura, weil du so bist und nie anders sein wirst! 
Selbst hier mit mir hast du versucht,
zu handeln wie ein Fischverkäufer.

Aber weißt du, Laura:
Niemand auf der Welt entspricht einem Ideal. 
Und wenn jemand das über sich weiß
und deshalb über sich lachen kann, dann ist er weise!

Laura?
Nimm diese Versuche, Andere überzeugen zu wollen,
nicht so ernst.
Du KANNST Niemanden überzeugen, der das nicht will!

Ich hätte dich hier NIE überzeugen können,
wenn du es nicht gewollt hättest.

Nur um Eines bitte ich dich! 
Denk immer daran: Je mehr Druck du ausübst,
um so drückender empfinden dich Andere!

Es ist viel besser, lachend einzusehen,
dass es dir einfach nicht gelingt, weniger engagiert zu sein.

Später einmal wirst du sehen:
Dass eigentlich auch die nicht GEWINNEN, die Recht haben!
Letztlich kann jeder Mensch nur schauen,
dass er selbst für seine Wahrheiten einstehen muss!

Ein weiser Mensch lernt, zu lachen, wo Andere verbissen kämpfen!
Er lacht über sich selbst zuerst
und er lächelt über die Fehler Anderer, denn er weiß:
KEINER hat je GANZ Recht.

U: Kannst du ihr die Beziehung
zwischen ihr und ihren Eltern erklären
und ihr sagen, was sie verbessern kann und
wie sie damit umgehen soll?

S: Laura, Beide sind wie Sonne und Mond!
Und du scheinst zwischen ihnen zu stehen
und dich entscheiden zu müssen.
Aber so ist das gar nicht!

Du, Laura, bist Sonne UND Mond!
Deine Aufgabe ist es, sie und ihr Leben zu bedenken
und aus beider Art und Weise, zu leben,
für DICH das Beste und Klügste zu nehmen.

Diese Eltern in ihrer ganzen Unterschiedlichkeit sind dir eine Hilfe, wenn du verstehst:
Dass du weder GENAUSO wie dein Vater
noch GENAUSO wie deine Mutter sein sollst.

Sondern dass sie dir etwas vorleben, an dem du üben kannst!
Wozu du Ja und
wozu du Nein sagen darfst.

Versuche, zu verstehen,
dass du jetzt immer weiter zu DIR HIN finden musst.
Sie sind der Anfang, aber weder Vater noch Mutter sind DEIN Ziel!

Habe Geduld, lass dich NICHT hineinziehen!
Sondern nutze, was gut ist und lass liegen, was schadet.

Klug ist ein Kind, das vom Leben der Eltern lernt!
Nicht, in dem es alles nachmacht, das siehst du ganz richtig!
Aber auch nicht, in dem es alles verwirft!

Und bitte, Laura, niemand ist ein Gewinner,
wenn er sich mit denen streitet, die er lieb hat!
Lass es genug damit sein, zu fragen
und die eigene Ansicht zu sagen…

Aber kämpf nicht einfach, um zu kämpfen!
Das kostet Allen nur Kraft.

U: Kannst du ihrem Opa sagen, dass sie ihn sehr lieben
und ob er ihnen noch etwas ausrichten möchte?

S: Er hat euch sehr lieb, macht euch keine Gedanken!
Es ist alles so gelaufen, wie es gut war.
Er ist zufrieden.

Aber er würde sich sehr freuen,
wenn ihr an seinem Sterbetag zusammenkommen würdet,
um zu feiern, dass es ihn gegeben hat.

U: Kannst du ihr sagen,
wie sie mit ihrer Oma umgehen soll väterlicherseits?

S: Laura, du kannst sie nicht ändern!
Sie versteht es nicht!
Das ist traurig: besonders für sie selbst!

Denn so wird sie nie das bekommen,
was ihr so gut tun würde:
Liebe und Geborgenheit…

Die Welt ist Krieg! 
Und es muss immer einen geben, der gewinnt! 
So glaubt es ihre Seele!

Daran ist nichts von Außen zu ändern, Laura.

Lerne von ihr!
Lerne, wie Liebe sich NICHT zeigen darf:
Liebe darf nicht zum Macht-Instrument benutzt werden!

Sei klug!
Und wenn du ganz klug bist,
dann verstehst du vielleicht:
Ddass eigentlich sie Diejenige ist,
die sich selbst um das Schönste bringt,
was sie bekommen könnte!

Und du hast Mitgefühl mit ihrer Seele,
die noch so viel lernen muss,
bis sie Vertrauen schöpft in Andere.

U: Vielen Dank, Sven, ich hoffe,
dieses Reading hilft Laura.

S. Liebe Laura: Geh viel in die Natur,
sprich mit den Bäumen und den Tieren,
das ist deine feste Wurzel.
Liebe die Welt in ihrer einmaligen Vielfalt,
das sind die Flügel deiner Seele seit so vielen Leben.

Versäume nicht, diesen Schatz immer und immer wieder zu spüren. 
Du bist ein Mensch der großen Stadt.
Aber du bist eine Seele, die ganz eng mit der Erde verbunden ist
und allen Geschöpfen, die sie hervorbringt.

Und jetzt nimm den hier! 
(Er gibt mir einen kleinen Teddybären, hellbraun,
mit einem Glöckchen um den Hals.)

Ich kann dir leider keinen Echten schenken,
aber dieser hier soll eine Erinnerung an mich sein.

Laura, ich bin da und ich höre dir zu!
Ich höre dich weinen und ich spüre, WIE traurig du manchmal bist.
Aber halte bitte durch! 
Benutze diese Zeit, um durch Beobachtung zu lernen.

Denk daran: Es geht darum, Weise zu werden.
Menschen, die diese Aufgabe haben,
MÜSSEN einen steilen Weg gehen, es geht nicht anders.

Sie müssen lernen durch Erfahrung und Beobachtung,
was wirklich im Leben zählt.

Aber Eines verspreche ich dir: Du bist niemals allein!

Und du musst auch niemals aufhören,
Jemanden zu lieben, egal, wie dumm er sich verhält.
Nur lieb zu so einem Dummkopf sein,
das ist eben nicht weise! 
Und deshalb hast du zu lernen, dass das nicht geht!

Sei umarmt, meine gute Seele.

Fass Mut und Vertrauen und werde ein guter Beobachter!

Dein Sven.