Vater unser

Das Gebet von Jesus: „Vater unser…“

Die Weihnachtsbotschaft 2005 von Elia

Was das Gebet Jesu
„Vater unser, der du bist im Himmel…“
uns sagen soll.

Liebe Freunde,
Ich sagte ja bereits, dass wir,
nachdem wir uns die 10 Gebote angeschaut haben,
über die Gebote Jesu sprechen.

Es sind nicht viele, die er hinterlassen hat, das ist sehr reduziert.

Und das aus gutem Grund, denn es war schon klar:
Je mehr er sagt, um so mehr wird man es verfälschen!


Ich möchte zu allererst mit euch das „Vater unser“ besprechen,
gerade jetzt in dieser Zeit.

Denn es hat in sich die wirklich frohe Botschaft, um die es in dieser Zeit geht.
Sie gilt allen Menschen, die Konfessionen spielen keine Rolle.

Was wahr ist, ist wahr.

Und ein guter Moslem erkennt diese Wahrheiten in diesem Gebet ebenso,
wie ein weiser Buddhist sie erkennt.

Aber wir in unserer Kultur haben oft den Sinn vergessen.
Wir haben oft vergessen, dass dies kein Gebet ist,
geeignet, dahingeplappert zu werden.
Sondern dass es viel Weisheiten und Versprechungen in sich hat.

Ich beginne:

Vater unser, der du bist im Himmel…
Was sagt Jesus da Ungeheuerliches?
Er sagt nicht: Großer Gott, der du weit weg bist.
Großes, mächtiges Wesen, unnahbar fremd, über mich herrschend…

Er sagt: Vater „unser“!
Er sagt nicht: „mein“ Vater.
Denn das würde bedeuten, dass er nur zu ihm gehört.

Er sagt „unser Vater“…
Gott ist nun nichts Weiteres als der Vater.

Was ist denn ein Vater?
Ein Vater ist der, der eine Generation älter ist.
Das ist ein Vater.
Das ist nichts Fremdes, ganz im Gegenteil:
Es ist mein Ursprung und meine Richtung!

Ungeheuerlich, was Jesus da sagt, ganz ungeheuerlich.
Darüber regte man sich sehr auf!
Das war einer der Gründe, warum Jesus sterben musste!

Und dennoch bitte ich euch an diesem Abend,
das einmal ganz wahr werden zu lassen in euren Herzen.

Gott ist euer Vater!
Ihr seid seine Kinder, ihr folgt ihm nach.

Da wird nicht gesagt:
Er ist vielleicht, wenn ihr Bedingungen erfüllt, euer Vater.

Ein Vater ist man von dem ersten Atemzug des Kindes an.
Dann ist man Vater.

Da ist ein ganz unfertiges Wesen, was dort kommt:
Völlig unfähig, irgendetwas gescheit und vernünftig zu verrichten.
Es ist weder klug genug noch stark genug,
um auch nur ansatzweise das tun zu können,
was richtig und vernünftig und gut ist.

Und dennoch ist es das Kind des Vaters.

Und genau das seid ihr auch, ALLE seid ihr das.
JEDER ist das…

Und wenn ich jeder sage, dann meine ich JEDER.

Nein, das passt euch nicht:
Ich meine wirklich jeder!
Jeder ist Kind Gottes.

Und so wie ein Neugeborenes so gar keine Ähnlichkeit mit dem Vater hat:
Dass es so viel kleiner ist, so unfähig ist, soviel dümmer ist,
so war auch eure Seele ganz am Anfang eurer Entwicklung.

Aber genauso wie dieses Neugeborene in sich das Programm trägt,
eines Tages erwachsen zu sein.
Wie alle Potenziale in ihm liegen, klug, machtvoll, gut zu sein.

Eben dem Vater nachzugeraten!
Nicht identisch zu werden, das wäre etwas anderes.
Sondern nachzugeraten: so ist das auch euer Programm.

Das ist die Wahrheit!

Das wird geschehen, es wird einfach geschehen.
Ihr könnt euch noch solange noch so dumm und ungeschickt und böse anstellen:
Letzten Endes wird auch noch das allerletzte Kind Gottes nach dem Vater geraten sein.

Ist das nicht eine wunderbare Nachricht?
Stellt euch nur eure größten Feinde vor!
Stellt euch die vor, die euch so sehr verletzt haben.
Es gibt keine Ausnahme!


Das Gebet beginnt mit Vater unser.
Es schließt jeden mit ein!

Und das bedeutet, dass ihr Hoffnung haben dürft für jeden Menschen,
dass auch er sich seinem Plan gemäß entwickeln wird.
Dorthin, wofür er vorgesehen ist.

Ein Kind Gottes zu sein, ein erwachsenes Kind mit allen Fähigkeiten gesegnet,
auf dem Wege zum göttlichen Sein.
Jeder Einzelne!


Das sind nur zwei Worte dieses Gebetes: Vater unser …

Und dann kommen die nächsten Worte: …der du bist im Himmel.

Ja, das kann man leicht missverstehen.
Und es wurde sehr gerne und sehr gründlich missverstanden:
… der du bist im Himmel.


Weit weg, unerreichbar für uns, weit, weit fort.
Noch weiter weg konnte man zur Zeit Jesu gar nicht sein als im Himmel.

Aber das ist nie gemeint, das hat etwas mit der Sprachverwirrung zu tun.
Gott ist nicht im Himmel, weit da oben.

Ihr kennt ja die dummen Sprüche jener Menschen, die sagen:
Er wurde aber nicht gesehen von den Astronauten.

Der Himmel, den Jesus meint, ist nicht ein Ort!
Es gibt keine geografische Lage.

Der Himmel, von dem Jesus spricht, das ist kein Ort, sondern ein Zustand!
Gott ist in einer anderen Bewusstseins-Sphäre.
Es ist ein anderes Wahrnehmen.
Das ist der Himmel.

Das, was ihr jetzt seht und begreift, dort in eurer Inkarnation,
das ist nur ein Bruchteil der Wahrheit.
Das ist nur ein Bruchteil dessen, was es wahrzunehmen gäbe.

Das Ganze, das ist der Himmel.
Und dort befindet sich Gott.

Das heißt: Er ist überall!
Er ist überall, er kennt alles, er weiß alles:
Zusammenhänge, Ursprünge und Zielrichtungen,
die nicht einmal wir bis in die ganze Tiefe begriffen haben.

Das ist Himmel.

Er kennt das Große und die großen Zusammenhänge, die für uns kaum zu fassen sind.
Aber genauso das Kleine, das Unscheinbare.
Auch dort ist er.


Der Himmel:
Das ist ALLES, was es gibt.
Er umfasst alles:
Von dem kleinsten Kern der Materie bis hin zu Welten,
deren Namen ihr nicht einmal kennt.

Er ist Teil von euch und er ist alles, was ist.
Das ganze Universum und alle Universen, die darauf bauen.

Und er ist euer Vater…
Und das bedeutet: Dort, wo er ist, das ist euer Zuhause.
Ihr seid wie euer Vater im Himmel zuhause.

Ich möchte, dass ihr diese Worte in euren Herzen bewegt.

Ich möchte, dass all ihr Zweifelnden und ihr Einsamen diese Worte in euch aufnehmt
und versucht, sie mit eurem Herzen zu verstehen und zu begreifen,
wie wundervoll diese Botschaft ist. 

Jesus sagt nicht: Gottes Kinder sind nur diejenigen, die gut sind.
Er sagt auch nicht: Gottes Kinder sind nur diejenigen, die gute Dinge tun.
Oder nur diejenigen, die alles begreifen, was es zu begreifen gilt.
Oder nur die Tapferen oder nur diejenigen, die besonders gut verzichten können.

Das alles sagt er nicht.
Vater unser…

Jeder… jeder, jeder, jeder ist ein Kind Gottes!
Und zwar so, wie er ist!

Ein Kind bist du, ob du ein Säugling bist oder ein mutiger kleiner Dreijähriger.
Oder renitenter Fünfzehnjähriger: Du bist Kind deines Vaters.
Das ist völlig unabhängig von dem, was du tust oder denkst oder fühlst…

Das ist ein Naturgesetz!

Und ich wünschte – und mit mir alle eure Guides –
ihr würdet begreifen, aufgreifen und festhalten daran, was das bedeutet!