Jenseits

Elia – über das Gebet von Jesus: … der du bist im Himmel.

Elias Erklärungen zum „Vater unser“
Link zum Teil 1

Hier ist der Teil 2:
Das Gebet von Jesus „Vater unser“.
… der du bist im Himmel.

Ich habe euch sehr eindrücklich
den ersten Teil des „Vater unser“ erklärt.


Vater unser…

Das trägt in sich tiefste Geborgenheit,
die eine Menschenseele je erfahren kann.
Und ich spreche von Erfahrung,
nicht nur vom Begreifen.

Sich so geborgen zu wissen,
das ist mehr als etwas,
was der Geist zu lösen hat.
Das ist etwas, was ihr erfahren werdet:
Jeder, immer.
Und gerade dann,
wenn ihr es am Wenigsten vermutet! 

Das „Vater unser“:
Dieser Satz wird in seiner Tiefe
oft erst in der Todeserfahrung ganz erfasst.
Und es gibt auch andere Gelegenheiten.

Das „Vater unser“ wird in seiner Tiefe erfasst
in den großen Momenten des Lebens. 
Es wird erfasst in der Geburt.
Es wird erfasst in großen Gefahren
und es wird erfasst in tiefen Glücksmomenten.
Und in jedem Leben
– in jedem Leben! –
gibt es Situationen,
in denen es euch ganz erfasst.
Aber zulassen müsst ihr es!

Nur Wenige erlauben es sich!
Die Meisten versuchen,
es weg zu rationalisieren. 
Die Meisten!
Traut euch ein bisschen mehr,
die Gelegenheiten auszuschöpfen.

Wenn wir euch sagen:
„Versucht, eurem Leben mehr Lebendigkeit zu geben!“,
dann auch deswegen,
weil ihr dann die Möglichkeit habt,
dieses „Vater unser“ viel öfter
in eurem Leben zu begreifen.

Spirituelle Erfahrungen,
Gotteserfahrungen!
Das ist das Größte,
was ein Mensch je erleben kann.

Und damit komme ich zum nächsten Satz:
der du bist im Himmel…


Was ist denn der Himmel?
Ein ferner Ort,
getrennt mit einer unüberwindlichen Mauer
zwischen Diesseits und Jenseits?
Nein, das ist er nicht.

Jesus sagte:
„Der Himmel ist inwendig in euch!“

Und damit spricht er an,
was ich eingangs sagte. 
Sich als Gottes Kind zu erfahren:
geliebt und geborgen,
voller Kraft und
voller Vertrauen.
Das begegnet euch in eurem Leben schon.

Der Himmel ist in euch
in dem Maß,
in dem ihr euch traut,
Gottes Kind zu sein.
In dem ihr den Mut habt,
euer Ich ganz zu verschmelzen mit dem Augenblick,
den ihr erlebt.

Das ist der Himmel!

In dem Moment,
in dem ihr sterbt,
da erlebt ihr das sehr intensiv! 
Ihr seid ihr
und wachst doch über die engen Begrenzungen
eures Körpers und eures Geistes hinaus.
In etwas, das unendlich Groß,
unendlich Schön
und unendlich Liebevoll ist.
Und dann erlebt ihr,
wie dieses große Unendliche
ein Teil von euch ist.
Und ihr ein Teil von ihm.

Ihr löst euch nicht auf in ihm! 
Ihr werdet nicht zum Nichts.
Im Gegenteil:
Ihr nehmt es auf in euch!
Das Himmelreich findet ihr in euch selbst!

Gott findet ihr in euch selbst!

In den größten Augenblicken eures Lebens
könnt ihr dem nicht entweichen.
Dann ist es mächtiger als eure Angst!
Dann ist es mächtiger als euer Wille!
Dann ist es mächtiger als euer Verstand!

Aber dass heißt nicht,
dass der Himmel in euch
nur in diesen großen Momenten des Lebens
zu finden ist.

Der Himmel in euch,
Gott in euch:
Das könnt ihr täglich erfahren!
Denn es ist die Wahrheit
jedes einzelnen Tages!

Jeder Tag könnte
zumindest ein oder zwei Minuten
dieser Erfahrung gewidmet sein:
Ganz in Gott zu sein und
ganz Gott in sich zu haben.

Die Möglichkeiten, dies zu erreichen,
die sind vielfältig.
Dem Einen mag es Meditation sein,
dem Anderen mag es Betrachtung der Natur sein.
Es kann in der ekstatischen Freude der Sexualität liegen. 
Oder es kann in dem Zuhören und
Mitgehen einer wunderbaren Musik sein.
Es kann im Sturm über eurem Haus liegen.
Oder es kann im Spiel der Sonnenstrahlen
durch euer Zimmer sein. 

Sich für einen Augenblick der Ekstase zu öffnen!
Des Aufgehens in dem, was größer ist!
Und des Bewusst werdens,
in sich selbst dieses Große zu haben!

Man geht nicht in den Himmel!
Man fährt auch nicht in den Himmel!
Sondern man hat den Himmel!
Es ist ein fester Besitz!
Es ist euer Erbe!

Das ist das Erbe der Kinder Gottes!
Sie haben den Himmel in sich! 
Und damit Gott.

Und in dem Maße,
in dem ihr dies zulasst,
in dem Maß seid ihr Gottes Kinder.

Das Alltägliche findet sich von allein.
Aber dem Himmlischen,
dem muss man sich öffnen!
Das muss man zulassen!

Ihr sprecht vom Fallen lassen!
Ich finde, das ist ein schlechter Ausdruck.
Wer fällt, schlägt irgendwann schmerzlich auf.
Ihr sollt euch nicht fallen lassen,
sondern öffnen!
Ihr sollt nicht nach unten sinken,
sondern in die Weite gehen!

Weit, weit, weit macht auf euer Herz!  
Ein enges Herz hat Angst!
Und wo Angst ist,
da ist der Himmel weit weg,
da ist er kaum zu erreichen! 
Da muss man sich schrecklich quälen! 
Da, wo es euch gelingt,
eure Angst zur Seite zu stellen,
wo ihr euren Ängsten
ein „und trotzdem tue ich es“ entgegenstellt,
da habt ihr die Chance,
die Wahrheit zu erleben: 

Den Himmel in euch
und euch im Himmel! 
Gott in euch und
ihr in Gott…

Fortsetzung mit dem: 3. Teil