Körperlichkeit

Das Gebet von Jesus: …und führe uns durch die Versuchung und erlöse uns von dem Übel.

Elia zum „Vater Unser“:

Führe uns durch die Versuchung und erlöse uns von dem Übel.

Elia: Guten Abend, mein lieber Freund
Hajo: Guten Abend, Elia!

Elia: Ja, heute werden wir uns wohl mit dem umstrittensten Themenpunkt des „Vater unser“ beschäftigen!

Ich verwende eine Übersetzung, die euch ungewöhnlich erscheinen mag.
Dennoch bestehe ich darauf, es so zu sagen!

Wir hatten zum letzten Mal das Thema Schuld besprochen
und wir werden auch heute darüber reden.
Nichts belastet uns so sehr wie Schuld!
Selbst im Jenseits folgt uns unsere Schuld!
Wir scheinen machtlos zu sein.
Wir brauchen Hilfe.

Aus diesem Bewusstsein heraus, dass wir Hilfe brauchen,
dass wir nicht allein und aus eigener Kraft in der Lage sind,
unsere schuldhaften Verstrickungen zu lösen,
ergibt sich der nächste Satz des „Vater unser“: 

Und führe uns durch die Versuchung und erlöse uns von dem Übel!

Das ist zusammen zu sehen!
Es ist übel, in Versuchung zu geraten!

Was aber ist Versuchung?
Versucht uns Gott? 
Nö (schmunzelt), sicher nicht!
Er muss uns nicht ausprobieren, wie ein Kind ein Spielzeug ausprobiert.

Er kennt unsere Funktion, denn er ist in uns und wir sind ein Teil von ihm.

Nein, er ist es nicht, von dem Versuchung kommt!
Ist es dann der große Versucher?
Das personifizierte Böse?

Nein, denn es gibt nichts außerhalb von Gott.

Es gibt den Gegenpol!
Es gibt das Minus zum Plus, aber Minus und Plus gehören zusammen.
So, wie Nord- und Südpol zusammengehören.


Nein, diesen personifizierten Versucher, den gibt es so nicht!

Wer also versucht uns?
Wir!
Wir selbst!
Wir sind es, die uns in Versuchung führen! Wir sind es!

Und was denkt ihr, ist das Übel?
Das Übel schlüsselt sich nicht auf in eine Reihe fester Sünden.
Sondern das Übel ist individuell.
Es ist etwas, das mit uns als Persönlichkeit der Seele zu tun hat.
Man kann es nicht messen.
Man kann es nicht werten, außer aus der Persönlichkeit selbst heraus!

Die größte Versuchung, die wir haben, ist:
Uns aus der Ordnung zu nehmen!

Es gibt eine Ordnung!
Es gibt eine Rangfolge!
Es gibt Gott, Erzengel, Menschen!

Wir können diese Ordnung nicht umdrehen und versuchen es doch ständig!

Wir nehmen ständig die Position Gottes ein, ohne es zu merken!
Und wir laden uns dabei eine Bürde auf, die wir nicht fähig sind, zu tragen.

Das ist unsere größte Versuchung seit jeher!
Wir hören auf, Kind Gottes zu sein, Teil Gottes zu sein
und versuchen zu sein, was er ist!

Nicht wie er ist, sondern was er ist!

Ihr meint, das träfe nur auf jene zu,
die hochmütig und despotisch versuchen, über andere zu herrschen?

Nein, nein, es trifft auch auf jene zu, die so stolz in sich sind,
dass sie es auf sich nehmen, lieber die Erbärmlichsten und Schlechtesten sein zu wollen.
Als etwas so belangloses wie eine gewöhnliche Menschenseele!

Das ist Versuchung!
Versuchung ist immer dann da, wenn wir außerhalb unserer Ordnung treten. Außerhalb der Ordnung zu sein, ist auch isoliert sein.
Das ist eine einsame Position!
Und es ist eine aussichtslose Position.

Sie hat Folgen für uns, für andere, die immer Leid verursacht!
Die Versuchung, sich außerhalb der Rangfolge zu stellen,
birgt das tiefste und größte Leid in sich!

Außerhalb der Rangfolge sein, das kann bedeuten,
dass wir uns in unserer Wirkung und Macht völlig überschätzen.
Dass wir uns in unserer Weisheit und Weitsicht völlig überzogen sehen!
Dass wir uns in unserer Gerechtigkeit
und in unseren Tugenden weit über alle anderen erheben.

Aber es kann auch bedeuten, dass wir das Urteil Gottes
über uns nicht annehmen, das da heißt: Du bist mein liebes Kind!

Dass wir uns dagegen wehren, lieb zu sein!
Dass wir uns dagegen wehren, zu ihm zu gehören!
Dass wir uns dagegen wehren, dass er uns ein wunderbares Erbe bereit hält.

Auch das ist „außerhalb der Ordnung sein“!
Sich unter dem eigenen Wert befinden wollen!
Beides sind schlimme Versuchungen!

Und zu Recht, zu Recht bitten wir darum:
Hilf mir da durch, Vater!

Denn es gibt niemanden, der je geboren wurde,
ohne in diese Versuchungen zu geraten!
Alle erleben sie!
Dies ist die sogenannte Erbschuld.
Dies ist sie: Dass wir uns außerhalb der Ordnung stellen!

Diese Schuld ist kein Zufall der Schöpfung!
Sie ist nicht da, um uns zu testen.
Sondern sie ist da, damit etwas sehr Wunderbares geschieht.

Sie ist der Grund, warum alle humanoiden Wesen einmal
eine ganz besondere Rolle im Gefüge des Universums bekommen werden.
Sie allein werden sich freiwillig auf ihren Platz in der Ordnung stellen.

Ein Erzengel kann gar nicht anders als in der richtigen Reihenfolge stehen.
Er kennt Gott allemal, jederzeit.
Er kennt den Verlauf der Entwicklung.
Er kennt den Zusammenhalt der Kräfte des Universums.

Aber den Humanoiden ist dieses Wissen nicht gegenwärtig,
solange sie nicht eine bestimmte Entwicklung genommen haben.

Sie wissen nicht!
Sie müssen glauben.
Sie müssen zutiefst und zuinnerst die Überzeugung erlangen, dass es eine gute Ordnung ist! Freiwillig und mit Freuden sollen sie annehmen, was wahr ist:

Dass sie ein Teil sind des Ganzen.
Und nicht das ganze Selbst.
Dass sie ein Kind sind und nicht der Vater.

Dass sie klein sind und er groß, sollen sie nicht als Demütigung begreifen,
sondern als Geschenk.
Sie sollen nicht danach streben, selbst Vater zu sein,
sondern sich von Herzen darauf freuen, ganz Kind sein zu dürfen!

Diese Freiwilligkeit der Entscheidung
ist das wichtigste Prinzip im Diesseits und im Jenseits.

Um diese Freiwilligkeit der Entscheidung zu erreichen, ist es notwendig und unumgänglich, eine tiefe Einsicht der Richtigkeit dieser Reihenfolge zu erfahren.
Nicht nur zu wissen, sondern lebendig zu erfahren!

Die Versuchungen sind das „sich selbst erleben“ in Situationen,
die mit dieser Reihenfolge, mit dieser Ordnung, zu tun haben.
Sich darin erleben, zeigt der Seele, wo etwas fehlt, wo etwas schmerzt!
Wo etwas unbedingt geändert werden muss!
Wo sie ihre Einstellung, so wie sie jetzt ist, verändern muss.

Ihr nennt es Reue.
Ja, es kann Reue sein!
Reue ist etwas, was euch niemand abnimmt.

Was immer irgendwann geschehen muss!
Reue ist schmerzhaft, solange wir stolz sind!
Reue ist heiter, wenn wir begreifen, dass es Erkenntnis ist,
die dazu führt, sich positiv zu ändern.

Wir freuen uns über jeden Schützling, der Reue erfährt!
Denn Reue bedeutet, eine Korrektur vornehmen zu wollen.

Damit meine ich nicht die schreckliche Selbst-Verdammung so vieler Menschen,
die sie gelernt haben aus euren kirchlichen und staatlichen Erziehungssystemen!

Sondern ich meine die Erkenntnis, dass wir sehen, wo wir falsch gelegen haben.
Wo wir Chancen übersehen haben,
wo wir uns unterschätzt oder überschätzt haben
und uns damit selbst schadeten und auch anderen.

Und wo wir zu einem Ergebnis kommen.
Die heißt:
„Das würde ich so nicht mehr tun!
Es ist nicht recht, es so zu tun, ich mache das jetzt anders.“

Reue will nicht in die Knie zwingen!
Sondern Reue will uns wieder zurückbringen an den richtigen Standort.
Und der richtige Standort ist:
„Lieber Vater im Himmel, ich bin dein Kind!“

Wir schaffen das nicht allein, wir schaffen das nicht!
Egal, wie viele Regeln und Gesetze uns reglementieren!
Egal, wie gut unser Gerechtigkeitssinn funktioniert.
Das schaffen wir nicht allein!
Wir brauchen dabei die Wärme Gottes um uns.
Wir brauchen dabei sein Vertrauen in uns.

Und wir, die Guides, sind es,
die euch diese Wärme und dieses Vertrauen zu vermitteln versuchen!

Seid getröstet, seid getröstet in euren eigenen Finsternissen.
Schaut sie euch ruhig an und habt keine Angst!
Erschreckt euch nicht vor dem, was in euch ist!

Denn es ist menschlich und es ist veränderbar!
Habt den Mut, euch verändern zu lassen.

Wie verändert Gott uns? Mit Strafe? Niemals! 
Sondern durch Erkenntnis!
So verändern sich Seelen!
Nur und einzig und allein durch tiefe Erkenntnis!


Führe uns durch die Versuchung! 
Sei doch bitte bei uns, wenn wir es uns und anderen schwer machen!
Und halte uns fest, wenn wir das erkennen!
Und zeig uns Deine Liebe, wenn wir das begreifen:
Wir haben Fehler, wir lagen ganz falsch!

Sei dann bei uns, wenn wir die größte aller möglichen Enttäuschung erleben:
die Enttäuschung über uns selbst!

„Ent Täuscht“ sein, das heißt doch nichts anderes als:
Die Täuschung hört auf! Und das ist gut!

Lieber Vater, bitte hilf mir, meine Täuschungen zu erkennen!

Das ist deshalb gut, weil dass, was ich hinter der Täuschung entdecke,
die Wahrheit ist über mich und über andere.

Und diese Wahrheit ist Liebe.

Die Wahrheit über jedes Wesen, das ist, ist: Es ist Teil Gottes.
Die Wahrheit über euch alle ist: Ihr seid Gottes geliebte Kinder!
Aber ihr seid Teil!

Führe mich durch meine Täuschungen, ich bitte dich!
Und erlöse uns von dem Übel!

Ja, bittet!
Das ist eine wichtige Bitte!

Erlöse uns von diesem Übel.

Dieses Übel ist Teil der Entwicklung der humanoiden Seelen.
Dieses Übel der Selbstüberschätzung oder Unterschätzung ist Teil der Entwicklung.

Und es gibt nur einen Einzigen, der beeinflussen kann, wann diese Täuschung beendet ist.

Das ist ER!
Die Ursache der Entwicklung alles Seins!


Wenn dieser Teil der Entwicklung abgeschlossen ist, dann habt ihr ein Bewusstsein,
das dem unseren ähnelt!
Hier im Jenseits ist jeder – so er es denn will – in der Lage, seine Täuschungen zu entlarven! Aber auf Erden ist das nicht möglich!
Das Bewusstsein dafür fehlt euch noch.

Die Erde braucht zunehmend dieses neue Bewusstsein,
aber noch wäre es eine zu schwere Last!
Nicht, weil ihr so schrecklich seid!
Wenn ihr erkennen würdet, wie vielen Täuschungen ihr nachrennt,
dann hättet ihr nicht genug Liebe für euch, um euch das zu verzeihen!

Es mangelt noch an Liebe, um dieses Bewusstsein zu ertragen. 
Noch urteilt ihr zu streng: sowohl über euch als auch über andere.

Und noch begreift ihr das ganze Ausmaß der Liebe Gottes nicht,
um zu verstehen, dass er niemals straft.

Dass er unendlich geduldig ist!
Dass er niemals das Vertrauen in euch verliert!

Darum bitten wir:
Führe uns durch die Versuchung und erlöse uns von dem Übel!

Wir geben die Verantwortung dafür, jeder Versuchung widerstehen zu können
und jedes Übel zu überwinden, in seine Hände.

Wir lassen es ihm, dass er es lenkt und unsere Seelen so bewegt,
dass wir im rechten Maß zur wahren Erkenntnis kommen,
wo unser Platz in der Schöpfung ist.

Wer ihn gefunden hat, diesen wahren Platz, der ist selig!
Ob er lebt oder stirbt.
Ob er auf der Erde inkarniert oder auf einem anderen Planeten!

Der ist selig, denn er hat die Wahrheit des Seins begriffen.
Kein Zweifel mehr, keine Frage nach dem Sinn.
Sondern Freude und Erfüllung im Sein!
Das ist das Ergebnis, wenn er uns durch die Versuchungen unserer Leben geführt hat und das Übel von uns genommen ist.

Ich wünsche euch, dass diese Worte Frieden in euch bringen in eure zerrissenen Herzen.
Ich wünsche euch, dass sie euch begreiflich machen, dass ihr geliebt werdet.

Nicht dafür, dass ihr so gut seid, nicht, obwohl ihr auch schlecht seid …

Sondern, dass ihr geliebt werdet, wie immer ihr gerade seid!
Gott liebt euch!
An jedem Punkt eurer Entwicklung seid ihr sein Kind!
Vertrauen, Zuversicht und Umsicht hat er für euch.
Geduld und Nachsicht hat er für euch!
Wer – wenn nicht er – hat es, der euch doch erschaffen hat.

Er ist wirklich in euch und ihr seid wirklich in ihm!
Immer!
Jederzeit!
Und Jedermann!

Das ist schwerer zu ertragen als alle Gesetze,
als alle Gebote eurer Welt!

Ich danke dir, Hajo, dass du mir soweit zugehört hast!