Dein ist das Reich

Das Gebet von Jesus: …denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit!

Elia über das „Vater Unser“,
das Gebet von Jesus:

…denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit!

Ich möchte heute über das Schönste und Wunderbarste reden, worüber ich mit euch reden kann:
über Gottes Größe.
Gott ist groß, so sagen die Moslems.
Ja, Gott ist groß.

Wie groß er ist, ihr Lieben, das zu erfassen braucht es mehr als euren menschlichen Verstand. Das zu erfassen, ist nur möglich, wenn ihr euer Herz öffnet.

Gott zu fürchten, oh, das ist einfach.
Aber Gott nicht zu fürchten und dennoch seine ganze Größe zu begreifen,
das ist eine spirituelle Entwicklung, zu der hin sich jede Seele aufgemacht hat.

Beides erkennen:
Seine Größe und seine unerschütterliche Liebe.
Das ist es, worum sich alle Inkarnationen drehen.

Zu erkennen, dass Er das große Alles ist,
dass Er alles ist, was außerhalb von mir existiert.
Und gleichzeitig zu wissen, dass Er in mir ist und ich Teil von ihm.

Das bedeutet zweierlei:
Zu erkennen, wie groß ich bin und dennoch wie klein.

Es ist nicht leicht für unsere Seelen, diese Erkenntnis in ihrer ganzen Tragweite aufzunehmen. Dennoch ist es Ziel Aller.

Allah ist groß, Gott ist groß!

Denn „dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit“.
So schließt das Vater unser.

Es schließt mit der Gewissheit darüber, dass all das,
worum wir gebeten haben in jedem einzelnen Satz davor,
als Bitte an den ging, der Alles in Allem ist.


Diese Bitten, die wir gestellt haben:
Die Bitte um Vergebung, die Bitte um Fürsorge, die Bitte um unser täglich Brot. 
All diese Bitten haben wir an den Mächtigen, den All-Mächtigen gestellt.

Der aber eben nicht wie ein despotischer Herrscher über uns herrscht und richtet. 

Sondern der will, dass wir ihn Vater nennen, weil wir ihn in uns tragen,
so wie ein Kind das Erbgut seines leiblichen Vaters in sich trägt.

Wie jedes Kind der Welt das Genom seiner leiblichen Eltern in sich trägt,
so trägt unsere Seele quasi das Genom Gottes in sich.

Nein, kein Kind wird je gleich wie seine Eltern sein.

Ein Kind ist immer individuell, aber es trägt in sich das Erbe der Väter.
Und so auch unsere Seelen.

Wir werden nie gleich unserem Vater sein!
Aber wir tragen ihn in uns als etwas, das sich entwickelt, als etwas, das sich vervollkommnet.

Wenn ein Kind klein ist, dann sagt es oft: „Wartet nur, bis ich einmal groß bin!“
Weil es weiß, dass es das sicherlich einmal sein wird.

Es wird einmal groß sein. Es wird einmal erwachsen sein.

Unsere Seelen aber, wenn sie inkarniert sind, wissen sie nichts mehr davon,
dass sie eines Tages groß sein werden.

Was bedeutet das? Welche Art von Größe wird es sein?
Nun, Freunde, die Größe Gottes ist unermesslich.

Sie ist so unermesslich, dass ihr sie nicht verstehen, wohl aber fühlen könnt.

„Dein ist die Kraft“.
Welche Kraft ist da gemeint?
Alle Kräfte, die es gibt, sind gemeint.
Vor allem aber die Lebenskraft.
Existent sein bis in alle Ewigkeit:
Das ist unser Erbe.

„Dein ist das Reich“.
Welches Reich ist da gemeint?
Ein Reich, ein Land, das hat eine Grenze, nicht wahr?
Und einen Mittelpunkt?

„Das Reich Gottes ist inwendig in euch“, sagt Jesus.
Es kommt nicht von außen, es ist inwendig in euch.

Ein Reich, das keine Grenzen hat, das alle Grenzen sprengt, das winzig klein sein kann
und unermesslich groß, eines aber auf jeden Fall:

Allgegenwärtig.
Dieses Reich ist unser Erbe.

„In alle Ewigkeit.“
Was heißt das?
Solange ihr lebt, gibt es Anfang und Ende.
Aber hier, wo ich bin, gibt es das nicht!
Alles ist gegenwärtig.
Alles ist eine nicht endend wollende Entfaltung und Entwicklung:
unermesslich, unendlich, immer während.

Und auch das ist unser Erbe.
Wir sind immer während in Gott.
Gott ist groß, wir sind in ihm und wir finden ihn inwendig in uns.

Was hindert die Seele, das wahrzunehmen?

Angst!
Was sie hindert, ist Angst.
Angst vor der Endlichkeit ihres Seins, Angst zu vergehen im unendlichen Nichts.

Sie ist auf dem Weg, die Trennung zwischen dem,
was außen ist und in ihr, zu überwinden.

Das ist es, was die menschliche Seele auszeichnen wird.

Schaut jene Energiewesen, jene Wesen, die ihr „Erzengel“ nennt:
Sie sind sich jederzeit Gottes bewusst und ihrer selbst.

Sie wissen jederzeit, dass sie sowohl Teil Gottes sind als auch autonome Individuen. Beides.
Die Trennung der Dualität ist ihnen allgegenwärtig.

Doch uns ist etwas anderes vorgegeben.
Das ist unser Auftrag:
Uns aus der Selbstverständlichkeit der Gottes Gegenwart,
aus der heraus wir entstanden sind, in die Einsamkeit der Individualität zu begeben. 
Um dann aus freien Stücken Kraft unserer eigenen Willensentscheidungen
uns wieder zu ihm hin zu bewegen.

Nicht, weil uns ein innerer Zwang dazu treibt.
Nicht, weil es nun einmal zu unserem Sein gehört,
sondern wirklich aus freien Stücken in ihn eingehen.

Das bedeutet: Auf unserer Wanderung von Existenz zu Existenz geht es darum!

Auf diesem Wege machen wir Erfahrungen, die so groß und wichtig sind,
dass sie es Gott wert sind, all das auf sich zu nehmen, was erlitten wird.

Er ist unser Vater und er leidet mit jedem Einzelnen mit.

Unterschätzt das nicht!

Kein einziges Leben, in dem er nicht mit leidet,
in dem er nicht mit erlebt, mit erfährt,
was wir erleben und erleiden müssen.

Er ist in uns!

Aber er zwingt uns nicht, das zu akzeptieren, dass wir in ihm sind.
Wir dürfen uns jederzeit gegen ihn entscheiden.

Wir dürfen uns jederzeit gegen seine Macht entscheiden, ja.

Er zwingt sie uns nicht auf, seine Liebe.
Er zwingt uns nicht auf, unsere Angst fallen zu lassen.
Und er zwingt uns nicht auf, unseren Hochmut aufzugeben.
Er zwingt uns nicht auf, unseren Zorn fahren zu lassen.
Er zwingt uns nicht auf, unsere Gier aufzugeben.

All das tut er nicht.

Denn Zwang wäre das Gegenteil von Erkenntnis.

Ihm geht es um die Wahrheit.
Ihm geht es darum, dass wir in ihm sind als freie Wesenheiten.

Um das zu können, durchlaufen wir einen weiten Prozess,
in dem wir einen Irrtum nach dem anderen ablegen.
Und mit jedem Irrtum, den wir auskehren,
wird sein Reich, das ewig ist, größer.

Was ich euch sage, ist nicht zu verstehen, wohl aber zu erfahren.
Gott ist Alles – und wir sind in ihm.

Wenn ich euch sagte: Ihr seid der Mond, die Sterne, ihr seid die Erde und die Wasser.
Ihr seid in der Lage, euch als Seelen in all das hinzubegeben,
dann sprengt DAS euren Verstand.
Dennoch ist es die Wahrheit der Seele.

Ihr seid eurer Gestern und euer Morgen, nicht nur euer Heute.
Ihr seid die, die euch begegnen im Jetzt und die, die einmal waren im Gestern.
Eure Gegenwart seid ihr selbst.

Alles ist durchwoben mit der Wahrheit, dass ihr Kinder Gottes seid
und damit zu allererst und vor allem: spirituelle Energie.

Alles, was ist in eurem Leben, ist spirituelle Energie, ist Geist Gottes, ist euer Erbe.

Und alles ist Gott: Das Reich, die Kraft und die Ewigkeit und ihr seid Teil davon.

Und darüber hinaus werdet ihr in der Lage sein,
selbst dieses „Teil sein“ nicht mehr als Dualität zu empfinden,
sondern als ein Aufgehen in Allem – was – ist.


Ihr werdet euch nie verlieren, ihr werdet niemals aufhören zu sein, was ihr seid
und dennoch aufgehen in Allem – was – ist.

Gott ist groß – und wir sind in ihm. Jeder ist ein Teil Gottes.

Versucht es hin und wieder wenigstens mit dem Herzen zu erfassen, was das heißt:

Jeder ist ein Teil des Vaters.

Wir alle sind in ihm gemeinsam.
Wir sind UNTRENNBAR miteinander verbunden in ihm.
Wenn ihr auch nur einen Zipfel dieser Wahrheit begreifen wolltet,
dann müsst ihr in euch hineinhorchen, in eure Stille des Herzens.

Gottes Reich ist IN euch, nicht außerhalb.

Ihr erreicht es in der Stille, nicht im Lärm.
Es kommt im Kleinen, nicht im Großen.
Es ist eine Entwicklung, die nicht durch äußere Anlässe geschieht.

Und es kommt durch Freiwilligkeit, nicht durch Zwang in euer Leben.

Es kommt mit der Wahrheit.
Und die Wahrheit ist: Gott IST Liebe.
Liebe ist die Kraft.
Liebe heißt das Reich:
Liebe in alle Ewigkeit.