Bedürfnis

Schutzengel – Was ist es, was du hast: ein Bedürfnis oder WILLE oder WUNSCH?

Was ist es,
was du hast:
ein Bedürfnis
oder WILLE
oder WUNSCH?
Ein Bedürfnis ist,
was ich BEDARF!

Das,
was das „ICH BIN“ braucht!

Wonach die Seele!
sich sehnt.

 Schutzengelkontakt

Ich bitte meinen Guide,
mich mit dem Guide von Johann zu verbinden.
Johann bittet um diesen Kontakt.

Ich bin auf einen Weg, der tiefe Spurrinnen hat,
als wären hier oft Fahrzeuge gefahren.
Rechts und links stehen Apfelbäume und Birnbäume…

Vor mir geht Augustinus, er schaut komisch aus.
Mit langen Schritten eilt er mir voraus
und scheint mich gar nicht zu bemerken!

Er liest laut aus einer Schriftrolle!
Und als ich näher bei ihm bin,
höre ich, dass er Namen nennt:
Tauris, Emifa, Natanael, Seipo, Emanuel, Paul, Josephine, Taren…

U: Augustinus? Hallo?
Bleib doch bitte mal stehen!

Er dreht sich um und seine Augen schauen mich herausfordernd,
aber auch amüsiert an:

A: Meinst du mich
oder meinst du Tauris, Emifa, Natanael, Seipo, Emanuel…

U: Na, ich meine natürlich dich!

A. Ja? Gut dann meinst du eben doch Tauris…

U: Oh, verstehe! Es ist egal, wie du heißt?
Willst du das damit sagen?

A: Ja, es ist ganz egal!
Es ist egal, welchen Namen ich trage,
es ist egal, in welchen irdischen Leib ich mich in Erscheinung zeige.

Es ist sogar egal, in welchem Geschlecht
oder aus welchem Zeitalter, alles das ist NICHTS!

Das sind die Bühnengewänder!
Und je nachdem,
welches Stück gegeben wird,
so ändern sich Gewand, Name und Rolle…

Mein Ich bleibt so unberührt davon
wie die Intensionen meines Ichs…

Würdest du mich fragen, wer ich bin,
wäre die einzig wahre Antwort:
ICH bins.

Verstehst du das in der ganzen Tragweite?

U: ICH bins, ja, aber was wüsste ich dann über dich?

A: Siehst du!
Siehst du, genau das ist eines der schwierigsten Probleme,
wenn man inkarniert ist!

Nichts wüsste euer Verstand,
wenn ich wahrheitsgemäß antworten würde!
Dann müsstet ihr euch auf das Abenteuer einlassen,
ohne JEDES Vorurteil des Verstandes mich so zu nehmen,
wie ich gerade bin…

Weil dies so schwer ist, gebe ich mir Namen
und wähle einen Stand, gebe ich mir Kleidung und Geschlecht.
Ich passe mich also eurem Vermögen an!

Weißt du, dass wir Schutzengel, wenn wir euch leiten,
eine ganz besondere Schwierigkeit haben? 
Auf die wir erst umfangreich vorbereitet werden,
ehe wir unser Amt antreten?

U: Nein…

A: Wir werden darin geübt,
uns eurer KULTUR anzupassen!

Man könnte das Vergleichen mit einem Ethnologen,
der sich aus wissenschaftlichen Gründen
zu einem von der Welt völlig isolierten Indio Stamm begibt.

Um diese Menschen zu verstehen,
um ihre Werte und Gesetze zu begreifen,
muss er alles vergessen, was SEINE Kultur hervorgebracht hat.

Ein hoch kultivierter Mensch,
der sich der Denkweise eines Steinzeitmenschen anpasst.

Genauso ist es für uns!
Denn eure „Kultur des Denkens“
ist zwar noch als intuitives Wissen in uns,
aber weit, weit von unserer Wahrnehmung entfernt.

Wenn wir uns im Jenseits begegnen
und eine Seele die Andere fragt: Wer bist du?
Und diese Seele antwortet „Ich bins“,
dann sind alle Informationen
in dieser Öffnung zum Fragenden gegeben…

Wir nehmen eine andere Seele nicht über den Verstand wahr! 
Sondern wir fühlen, was sie fühlt,
wissen, was sie weiß,
kennen ihr Ziel und ihren Ursprung,
sind uns ihrer Fähigkeiten
und noch unerschlossenen Potenzialen bewusst.

„ICH bins“ ist eine alles umfassende Antwort.

U: Wie ist das möglich?

A: Weil unser Bewusstsein nicht getrennt ist
vom Bewusstsein des Anderen, darum ist es möglich!

Wenn eine Seele der Anderen begegnet,
findet eine Verschmelzung statt.
So ähnlich, wie mein Bewusstsein derzeit
mit deinem Bewusstsein verschmilzt.
Das ist der Grund, warum wir mit dir reden können!

Aber die Menschen verlieren diese Fähigkeit,
je größer ihr Bewusstsein sich abspaltet,
je isolierter sie sich empfinden.
Natürlich müsst ihr das tun!
Es ist eine wichtige Voraussetzungen,
Erfahrungen mit sich selbst zu machen.

Aber diese Barriere vom Ich zum Du hat den großen Nachteil,
sowohl das eigene Ich erklären zu müssen,
als auch das Du verstehen zu müssen.

Es bleibt lediglich der Verstand, das Gehirn,
und das ist auf Erfahrungen angewiesen…

Würdet ihr das vergleichen,
so hätten wir im Jenseits eine High Speed Datenbank
und ihr nichts weiter als einen Rechenschieber…

Johann: Egal, wie ich heiße, egal,
wer mich wie wahrnimmt:
ICH bins!

U: Aber woran erkennt dich Johann dann?

A: An meiner unbedingten Liebe zu ihm
und an meiner bindungslosen Liebe zu den Menschen,
an meiner unbeugsamen Liebe zur Schöpfung
und an meiner nie endenden Liebe zu Gott!

Alles, was dem widerspricht,
BIN NICHT ICH!

Johann, ich habe so viele Leben mit dir gelebt
in unterschiedlichen Rollen, genau deswegen bin ich da!
Denn du, mein lieber Johann,
suchst die Antwort auf die wichtigste Frage
aller menschlichen Existenzen:
Wer bin ICH?

Wer könnte dich besser leiten
als eben jene Persönlichkeits-Vielfalt,
die dich seit so vielen Leben begleitet?

U: Dennoch hat Johann nicht nur dich als Guide.
Ich spüre auch diese andere Wesenheit selbst jetzt…

A: Nein, es gibt einen lieben Freund.
Einen, den ich liebe und der Johann liebt. 
Aber er ist ein Helfer, ist nicht die Basis-Verbindung.
So was wird selbst von den besten Medien leicht missverstanden!

U: Aber Emanuel bist auch du?

A: Ja, das war ein Missverständnis.
Emanuel ist der weiter entwickelte Augustinus!
Oder anders herum:
Augustinus ist eine Teilpersönlichkeit des Emanuels.

U: Ah, wie bei mir der Guide vor Elia…

A: Ja, genauso!
Wenn ihr euch weiter entwickelt,
können auch wir eine höhere Entwicklungsstufe unseres Ichs
mit euch verbinden.
Wie ich schon sagte:
Wir müssen uns anpassen.

U: Danke für diese Erklärung!

A: Komm, lass uns hier unter diesem schönen Baum Platz nehmen!

Wir setzen uns unter einen dieser alten Apfelbäume,
unser Blick geht in ein weites Tal:
Wiesen, Wälder und eine kleine Stadt…

Augustinus bewegt die Zeit:
Die mittelalterliche Stadt wird größer, Fabriken kommen dazu,
Straßen werden gebaut, eine Dampfeisenbahn fährt durch das Tal, weite Straßen kommen, erste Autos fahren. 
Immer größer wird diese Stadt,
schließlich scheinen wir in unserer Zeit angekommen zu sein…

A: Wenn wir uns in einem deiner gelebten Leben
im Mittelalter getroffen hätten hier unter diesem Baum
und ich hätte meiner alten Freundin
– der Äbtissin, die du damals warst – gesagt:
Eines Tages werden Schiffe in der Luft über diese Stadt fliegen.
Und die Menschen werden in Kutschen sitzen,
die ohne Pferde fahren, aber so schnell sind,
dass es weniger als drei Minuten dauert,
von hier bis zur Kirche da unten zu gelangen.
Was hättest du mir geantwortet?

U: Dass du Scherze machst!

A: Ja!
Und warum?
Weil du – das heißt, dein Verstand –
es sich nicht hätte vorstellen können!

Das, was ein Mensch sich vorstellen kann,
ist geprägt von dem,
was er KENNT!

Das ist Paradox,
denn ihr setzt eure Vorstellungskraft ein,
um VORAUS ZU SCHAUEN,
um auf eine mögliche Zukunft vorbereitet zu sein.

Aber alles, was euch gelingen könnte, ist:
einzelne Elemente vergangener Erfahrungen
zu einem neuen, zukünftigen Bild zusammenzusetzen.

Ich möchte das ganz einfach anschaulich machen:
Kennst du Bilder der Maler im sechzehnten Jahrhundert?

U: Ja, und auch davor…

A: Ist dir, was die Farbgebung angeht,
an ihnen etwas aufgefallen?

U: Na ja, sie sind ziemlich bräunlich…

A: Und?
Denkst du, das ist so, weil das Alter sie verfärbt hat?
Ja, natürlich denkst du das!

Aber die Wahrheit ist:
In jenen Jahrhunderten kannte kein einziger Maler
die Farbe Pink zum Beispiel…
Es gab diese Farbe einfach nicht!
Viele leuchtende Farben gibt es erst,
seit Farben nicht mehr aus reinen Naturmaterialien
hergestellt werden.

Angenommen, ich hätte Leonardo da Vinci beauftragt,
mir eine Madonna in einem Pink farbenen Kleid zu malen.
Dann hätte er mich gebeten, diese Farbe zu beschreiben,
um zu verstehen, was ich meine.

Ich hätte gesagt: Das ist so eine Farbe, da ist Rot enthalten,
aber viel heller, da ist vielleicht auch etwas Weiss enthalten,
so eine Art von Rosa,
aber viel kräftiger und LEUCHTENDER…

Rot und Weiß wird Rosa, das kannte der gute Leonardo,
aber LEUCHTEND?

Das einzig Leuchtende, das Menschen seine Zeit kannten,
war die Sonne und das Feuer bzw. Kerzen.
Was hätte er getan?

Er hätte Rot und Weiß gemischt mit Gelb.
Das Ergebnis wäre eine Art Orange geworden,
weit entfernt von meinem Pink…

Der Verstand kann sich nicht vorstellen,
was er nicht kennt!

Also, lieber Johann, versuch gar nicht erst,
dir vorzustellen, was die Zukunft für dich bereithält!
Glaub mir!
Du KANNST es gar nicht wissen!

Das Einzige, was du tun kannst,
um dich auf deine Zukunft vorzubereiten, ist:
Dass du dir anschaust, WAS jetzt DA ist
und wie es sich deinem heutigen Stand der Kenntnisse nach
entwickeln KÖNNTE.

Uta, sehen wir im mittelalterlichen Bild dieses Städtchens
die Ursprünge von Entwicklungen deiner heutigen Zeit?

U: Hm…

A: Aber ja! Denk nach!
Zukunft basiert durchaus auf dem,
was in der Vergangenheit existierte.

Also, ich greife Punkt für Punkt auf:
Es gab schon Handelswege,
aus ihnen wurden Straßen.

Und es gab schon Handwerksbetriebe,
aus ihnen wurden Fabriken.

Es gab schon Karren auf Rädern,
aus ihnen wurden Autos, Eisenbahnen und LKW.

Es gab schon Laternen,
aus ihnen wurden elektrische Beleuchtungen.

Aber woher entwickelte sich dann das Telefon oder der PC?
Woraus entwickelten sich Flugzeuge und Fernsehen?

U: ?

A: Keine Antwort?
Aus den BEDÜRFNISSEN der Menschen!

Am Anfang JEDER zukünftigen Entwicklung
steht das BEDÜRFNIS!

Schon die Menschen des Mittelalters
hatten das Bedürfnis nach Kommunikation,
daraus entwickelte sich das Telefon…
Und sie hatten das Bedürfnis nach Unterhaltung,
daraus entwickelte sich das Fernsehen und das Kino…

Und sie hatten das Bedürfnis,
möglichst schnell und bequem zu reisen,
daraus entwickelten sich Autos und Flugzeuge…

Also, der Beginn einer zukünftigen Entwicklung ist
in BEDÜRFNISSEN der Gegenwart abzulesen.
NICHT in dem, was ihr schon kennt
und euer Verstand schon weiß,
weil er Erfahrungen ähnlicher Art hatte
oder entsprechende Beobachtungen gemacht hat.

Lieber Johann, weißt du,
was das für dich heißt?

Das bedeutet, dass du nicht MICH fragen musst,
wie es weiter geht in deinem Leben,
sondern DICH!

Du musst dich fragen, welche Bedürfnisse du hast.

U: Ja, aber das würde doch bedeuten,
dass wir immer das bekommen,
was wir auch wollen?

A: Nein, nein, so nicht.
Das widerspricht gewiss auch allen Erfahrungen,
die du gemacht hast und allen Beobachtungen.

Euer WILLE ist nichts als ein Bestandteil dessen,
was zu Bedürfnissen führen KANN.

Stell dir vor, ich hätte dir
als mittelalterliche Äbtissin gesagt:
Weißt du, ich WILL schon morgen früh in Rom frühstücken!

U: Das hätte ich natürlich als völlig albern betrachtet!
Mit Pferden über die Alpen:
Das hätte Wochen gedauert,
um nach Rom zu kommen!

A: Natürlich!
Euer WILLE ist auch nichts weiter
als ein Produkt eures Verstandes.
Und der kann eben nur wollen, was bekannt ist!
Der hat mit der tatsächlichen, zukünftigen Entwicklungsmöglichkeit
gar nichts zu tun.

Aber wenn ich dir gesagt hätte:
Ich habe ein solches Bedürfnis,
so schnell wie möglich in Rom zu sein.
Was hättest du dann gesagt?

U: Dann hätte ich dich ermuntert,
alle Vorkehrungen zu treffen,
um diesem Bedürfnis zu folgen.
Natürlich mit den Möglichkeiten unserer Zeit…

A: So ist es, genau so ist es!
Jetzt hast du verstanden!

Lieber Johann, es ist gut,
dass du dir Gedanken um deine Zukunft machst!

Ich freue mich darüber!
Viele Menschen deines Alters machen sich keinerlei Gedanken,
sondern glauben sogar, gar keine Zukunft mehr zu haben! 
Weil sie ein dumpfes, blindes Alter erwarten,
in dem nichts weiter geschieht, als die Zeit abzuarbeiten,
die ihnen noch bleibt auf Erden…

Aber das ist nicht dein BEDÜRFNIS!
Dein Bedürfnis ist es, zu LEBEN!
Dich zu fühlen, Erfahrungen zu machen
und weiter und weiter zu lernen…

Deine Seele hat ÜBERHAUPT kein Bedürfnis,
Tag für Tag,
Jahr für Jahr damit zu verbringen,
darauf zu warten,
wann es endlich vorbei ist mit dem Leben!

Andere – du weißt, wen ich meine – haben dieses Bedürfnis!
Zukunft ist genau das, wohin die Bedürfnisse gehen!

U: Ja, das klingt ziemlich einfach…

A: Oh nein,
einfach ist das für euch nicht!

Bedürfnisse sind NICHT Wünsche,
auch nicht euer Wille…

Wünsche und Wille haben mit euren Ego zu tun!
Selten sind sie wahr,
meistens sind sie beeinflusst von anderen Menschen,
eurer Umgebung, eurer Kultur…

Ein Bedürfnis ist,
was ich bedarf!

Das, was das „ICH BIN“ braucht!
Wonach die Seele! sich sehnt.

Könntet ihr in der ganzen Tiefe begreifen,
was ich hier sage: 
Ihr hättet sehr viel Eigenmächtigkeit!
Aber das ist nur langsam und mit großer Weisheit zu erreichen.

Es mag für den weisen und liebenden Menschen
noch einigermaßen leicht sein, zu erkennen,
wonach die Seele seines Gegenübers ruft.
Aber den eigenen Ruf erkennen, ist sehr schwierig!

Denn man muss dazu ein neutraler Beobachter seiner selbst sein,
muss Wunsch, Angst, Wille und
wahres Bedürfnis voneinander trennen können!

Dennoch: Wenn ich dir, mein lieber Johann,
dieses „Geheimnis“ erkläre, dann,
weil ich dieses Bewusstsein für die Bedürfnisse deiner Seele
in dir wecken möchte.

Denn mein Anliegen ist das Anliegen deiner Seele,
ihre berechtigten Bedürfnisse zu erfüllen.

Doch, lieber Freund meiner Seele:
Es darf nicht sein, dass ich es bin, der deine Bedürfnisse benennt.
Du bist es, der sie in sich erst suchen
und dann finden muss!

Das ist ein so überaus wichtiger Entwicklungsschritt!
NIEMALS werde ich da eingreifen! 
Nie werde ich dir das Erlebnis des Suchens und Findens abnehmen!
Ich würde dich um einen so kostbaren Schatz berauben!

Komm, guter Freund,
lass uns gemeinsam auf die Bedürfnisse deiner Seele schauen.

Ich werde dich so gerne aufmerksam machen!
Und ich werde so gerne mit dir Wege suchen,
um dich von deinen vielen
„ABER ich darf das nicht“,
„Aber ich kann das nicht“ befreien helfen…

Die Reise beginnt!
Finde deinen Weg nach „Rom“.

U: Danke, Augustinus, deine Worte sind voller Weisheit.
Ich hoffe, es hilft Johann.

A: Ich bin sicher,
freu dich nur!
Das ist doch ein Bedürfnis deiner Seele,
sich am Wachstum der Menschen zu freuen!
Über Johann wirst du dich so freuen,
wie ich mich freue.

U: Ja, das wäre schön.
Darf ich dir jetzt die Fragen von Johann stellen?

A: Ja, natürlich, STELLEN darfst du sie…

U: Johann sagt: Du hättest gesagt,
dass er es mit jungen Männern
zu tun bekommen würde…

A: Hast du ein Bedürfnis,
mit jungen Männern zu tun zu haben?

Hast du ein Bedürfnis, ein Lehrer zu sein?
Ein Ratgeber und Tröster zu sein, einer, der Mut macht?

Hast du ein Bedürfnis, ihnen zu zeigen,
was du gelernt hast und wie es geht,
ein GUTER MANN zu sein?
Fühl in dich hinein!

Ist es so?
Dann wird es sein…

Ist es so,
aber du traust es dir (noch) nicht zu,
so wirst du dir Fähigkeiten und Kenntnisse aneignen können,
damit sich daran etwas verbessert.

WAS ist es?
Bedürfnis?
Oder WILLE und WUNSCH?

U: Er fragt, ob das Tal der beruflichen Ungewissheit
bald durchschritten ist?

A: Johann, das hängt von dir ab!
Im Moment ist es so, dass du ein Wanderer bist,
der sich auf seinen Weg setzt und wartet,
dass sein Ziel bei ihm vorbei kommt!

Du musst dich schon bewegen, damit sich etwas ändert,
das darf ich dir nicht abnehmen.

Jetzt kommt vorbei,
was dem Bedürfnis Anderer entspricht,
DIE bewegen sich nämlich durchaus!

U: Er sagt, er hätte gedacht,
dass er bei der Firma seines Vetters aufhört,
stattdessen ist er mitten drin…

A: Ja, wer ist da SEINEN Bedürfnissen gefolgt?

Ohne eine Alternative zu entwickeln,
ohne die eigenen Bedürfnisse AKTIV
in Vorgehensweisen zu verändern,
bist du der passive Teil der Entwicklung Anderer.

Johann, kein Mensch auf dieser Welt ist PASSIV!
Selbst einer, der GAR NICHTS unternimmt, HANDELT,
löst etwas aus!
Alles, was immer ihr macht,
BEWIRKT etwas!

Das Schicksal kommt nicht auf euch zu,
sondern ihr formt es nach euren BEDÜRFNISSEN!

Ist dein Bedürfnis, in RUHE gelassen zu werden,
wichtiger als dein Bedürfnis,
ein sinnvolles Leben zu führen?

Das musst du entscheiden, nicht ich.

Ja, ja ich weiß schon:
Von Irgendetwas musst du leben.

Aber weißt du, mein Freund,
dass selbst Jesus
und später seine Jünger
von ihrer Hände Arbeit lebten?

Der SINN ihres Lebens aber, das war:
Was sie Anderen an Trost, Rat und Liebe gaben!

Sie sind ihren Bedürfnissen gefolgt!
Und je länger sie dies taten,
umso mehr Menschen waren bereit,
die Früchte ihrer Hände Arbeit
mit ihnen zu teilen.
Damit sie so sicher waren, von ihnen
– wann immer sie es brauchen –
Trost und Rat zu bekommen.

Der Weg, seinen Bedürfnissen zu folgen,
ist nie so spektakulär,
wie ihr es euch denkt,
sondern stets eine natürliche Entwicklung.

U: Er möchte gerne wissen,
was seine Qualifikation zur Service Fachkraft
und seine Arbeit im Büro für einen Sinn hat.

A: Von der Hände Arbeit leben,
das ist einfach so auf Erden, lieber Johann!

Es lässt sich nur in extremen Ausnahmefällen umgehen.

Und selbst bei jenen, denen Beruf Berufung ist,
ist ein großer Teil ihrer Arbeit Pflicht
und wird auch als solche empfunden.

Schau dich doch um:
Gibt es irgendein Wesen in der Natur,
das ohne Mühe lebt?

Die Biene muss emsig fliegen, um Nektar zu sammeln,
die Spinnen feine Netze spannen,
das Reh im tiefen Schnee graben…

Mühe zu haben, ist Teil des Irdischen!

U: Kannst du Johann etwas
über die körperliche Situation sagen,
besonders über den Blähbauch?

A: Johann, da ist viel, was du verdauen willst,
aber es gärt und gärt…

Da ist viel Verletztes in dir
und noch mehr das Gefühl,
nie ausreichend genug zu sein.

Du schluckst etwas
und dann musst du dich aufblähen.

Was sagt deine Seele dir?
Sie sagt: Ich bekomme wirklich viel zu schlucken,
das kann ich gar nicht alles verdauen!

So viel ist das!

Hoffentlich merkt keiner,
dass ich das gar nicht verdauen kann!

Hoffentlich merkt keiner,
dass ich gar nicht die Kapazität dafür habe!

Da blähe ich meinen Bauch auf, dann wirkt es so,
als wäre ich viel größer, als ich mich eigentlich fühle!

Lieber Johann,
dies ist leider eine Grundeinstellung deiner Seele!
Sie meint, dass sie eigentlich zu klein ist
und fürchtet, dass man ihr draufkommt…

Deine Seele ist kein bisschen Klein!
Aber sie kann es einfach nicht glauben,
wie! mutig sie eigentlich ist
und WIE stark…

U: In welchem Jahr ist er in seinem letzten Leben gestorben
und wie war sein Name?

A: Es tut mir leid, darauf werde ich nicht antworten,
bedaure, lieber Freund!
Aber die Folgen dieses Wissens
involvieren Lebende und das darf ich nicht.

U: Du sagtest, er würde noch viele Reisen unternehmen,
auch ins Jenseits.
Kannst du ihm noch mehr dazu sagen?

A: Alles hat seine Zeit, Johann!
Auch deine Medialität hat ihre Zeit der Entwicklung
und auch sie richtet sich sowohl nach deinen Bedürfnissen.

Aber auch nach den Glaubensvorstellungen deiner Seele:
Solange sie derart klein von sich denkt,
wird es schwierig!

Sie darf größer denken,
sie darf zuversichtlich sein,
dass es WIRKLICH reicht,
was sie an Potenzialen in sich trägt.
Die Frage ist, ob wir sie überzeugen können.

U: Damit bin ich am Ende, lieber Augustinus,
ich möchte dir herzlich danken
und wünsche dir ein gesegnetes Sein!

A: Ich danke dir.
Hoffen wir, unser lieber Freund steht auf
und begibt sich auf SEINEN Weg zu SEINEM Rom!