erste Gebot

Schutzengel – Gott will keine Opfer von uns!

Gott will keine Opfer von uns!
Es ist nicht Gott,
der das Opfer sucht! 
Sondern der Mensch.

Der Mensch,
der nicht begreifen will,
dass es Gottes Liebe
UMSONST gibt.

Seine Liebe können wir uns nicht verdienen.
Aber auch nicht verlieren!
Und so absurd dies ist:
Dies ist für manche Seele unerträglich.

Ein Schutzengelkontakt zu dem Thema

Ich gehe unter einer starken Sonne
über eine wüsten-artige Landschaft,
eigenartigerweise sehe ich an meinem Schatten,
dass ein Sonnenschirm über mich gehalten wird. 
Aber wer den hält, das sehe ich nicht…

Die Hitze ist wirklich riesig,
dennoch ertrage ich es,
sicher liegt es an diesem unsichtbaren Schirm.
Als ich das denke, sehe ich,
wie sich zu meinem Schatten
nun auch der Schirmhalter gesellt.

Ich drehe mich nach ihm um und bin erstaunt,
in ein so altes Gesicht zu schauen.
Seine Augen sind tiefbraun und
durchsetzt von kleinen funkelnden Lichtern,
sie wirken jung und überaus lebendig,
doch sein Gesicht ist das eines alten Mannes.

Er hat den Kopf nach der Art buddhistischer Mönche
kahl geschoren,
seine Gesichtszüge sind weder eindeutig europäisch
noch eindeutig asiatisch,
doch das lange, schlichte, grob gewebte Gewand
lässt mich eher den europäischen Raum vermuten.

G: Aber, Herzchen,
ihr habt doch gar nicht solche Wüsten in Europa!

Nein, nein, du hast schon Recht:
Das hier ist der Beginn der Wüste Gobi
oder war es zumindest zu meiner Zeit…

Ich hörte, das sei inzwischen eine andere Ortschaft.

Nun, und ich?
Weder Asiat noch Europäer,
weder christlich noch buddhistisch? Falsch!
Ganz und gar falsch.

Asiat UND Europäer war ich,
Buddha UND Jesus ehrte ich.

Ja. Was will man dazu sagen?
Kann denn ein Mensch gleichzeitig
mit zwei Schiffen segeln?

Er lächelt, hockt sich in den Sand
und lässt ihn langsam durch die Finger rieseln,
als läge darin die Antwort auf seine Frage.

Leise, mehr zu sich selbst redend als zu mir,
sagt er:
Kann ein Mensch gleichzeitig
Jung UND Alt sein?
Weise UND närrisch?
Stark UND schwach?
Heilig UND sündig?
Schwarz UND weiß?

Was meinst du,
Wanderin in den Welten?
Du hast viele gesehen! 
Lebende und Tote sprachen mit dir,
kann es sein?

U: Ja, falls du mich meinst, so sage ich:
Ja, das kann sein.

G: Ja, das ist deine Antwort.
Doch was denkst du:
Wie wird Vera mir antworten?

U: Ich weiß nicht,
ich kenne sie nicht…

G: Hm, hm…
Sie wird Nein sagen!
Nein:
Leben bedeutet, sich entscheiden zu müssen,
auf welcher Seite die Wahrheit liegt,
auf welcher Seite das Recht liegt…

Hm, hm, ja doch,
doch, ihre Seele antwortet so.
Und DAS ist der Grund,
warum sie gekommen ist
in diese Welt des entweder / oder.
Sie ist gekommen,
das große UND zu finden.

Ja, ja, sie ist gekommen,
um Toleranz zu entwickeln,
Neugier und Freude am Wandelnden.
Ja, ach, ja (seufzt).

Aber!
Ich vergesse gelegentlich jede Höflichkeit, mag sein. 
Ich habe einen gewissen Hang,
mich über Gesetze hinweg zu setzen. (Lacht.)
Nun, hiermit stelle ich mich offiziell vor
und möchtest du meinen WAHREN NAMEN?
(Anhaltendes Schweigen.)

U: Du sagst ja gar nichts…

G: Nein?
Aber dennoch bin ich ich!
Und das IST wahr!

U: Ja gut,
aber wie soll dich die Vera denn anreden?
Soll sie sagen: Du da?

Der Guide lacht, dass ihm die Tränen kommen.

Nein, nein, sie darf meinem Ich
durchaus einen Namen nennen.
Nur den Anspruch darauf,
dass er der einzig Wahre sei,
den sollt ihr nicht haben dürfen.
Denn ich bin viel mehr,
als ein Name es auszudrücken weiß.

Du hast doch auch eine Vera gekannt, nicht wahr?

U: Ja…

G: Erinnerst du dich, was sie für dich war?

U: Ach, ein lieber Schulkamerad,
ein wenig zu schüchtern
und ein wenig zu sehr damit beschäftigt,
bei Anderen kein Missfallen zu erregen,
aber lieb und treu und nett.

G: Und war das die einzig wahre Vera?

U: Na, Unfug!

G: Gut, das hätten wir also geklärt. 
Dann sag ich auch einen Namen,
einer, der mir lieb wäre.
Ich würde mich freuen,
wenn sie mich
den alten Prinzen nennen würde (grinst dabei).

U: Ja, wieso denn das?!
Das ist doch kein Name!

G: Ich hab den Kleinen Prinzen so gern, du weißt schon! 
Der, der sagt: Man sieht nur mit dem Herzen gut.

U: Oh, den, ja, aus dem Buch „Der kleine Prinz!“
Jetzt, wo du es sagst:
Du hast eine gewisse Ähnlichkeit mit ihm, tatsächlich!

G: Nicht wahr?!
Aber ich kann doch nicht als Romanfigur zu meiner Vera gehen,
das schickt sich nicht…

U: Gut, dann also „Alter Prinz“.
Schön, dass du da bist, um Vera Antworten zu geben.

A: Aber ich bin doch gar nicht da, um Antworten zu geben,
sondern um Fragen zu stellen.
Weißt du eigentlich, dass es die Hauptaufgabe der Guides ist,
zur rechten Zeit für die rechten Fragen zu sorgen?
Denn unsere Antworten, ach, so klug sie sind: 
Ihr werdet sie vergessen, spätestens,
wenn der Alltag euch umfängt.

Doch unsere Fragen,
nach deren Antwort IHR suchen müsst,
die werden euch voranbringen
und über die Abgründe eures Lebens tragen helfen.
Darum: Bitte, liebe Vera, nimm meine Fragen ernst.

Siehst du?
Nichts als Sand.
(Lässt wieder Sand durch seine Finger rieseln.)
Aber ist das WIRKLICH wahr?

Ich behaupte: nein!
Nein, es stimmt nicht,
es ist nur eine Frage der Perspektive.

Wenn ich mir ein Vergrößerungsglas nehme
und eines dieser überaus unbedeutenden Sandkörner anschaue,
dann werde ich sehen, dass es eine Struktur hat,
wunderschön ist, wenn das Licht hinein fällt.
Oder Farben, die ich in ihrer ganzen Schönheit noch nie sah.

Wenn ich wiederum die Perspektive ändere,
mir ein Flugzeug nehme
und über diesen Sand hier fliege,
dann werde ich feststellen,
dass diese Körnchen hier
Teil einer wundervollen, bizarren,
aber erhabenen Schönheit sind,
die wir Wüste nennen.

Welche Perspektive ist nun die RICHTIGE?

Versteh doch, liebe Vera:
Es gibt gar keine richtige Perspektive!
Was immer ein Mensch tut oder lässt:
Er kann es, ob es RICHTIG oder FALSCH ist,
nur aus SEINER Perspektive betrachten.

Wer weise ist, bedenkt,
dass seine Perspektive
nur eine einzige Möglichkeit ist,
Wahrheit zu finden.
Und dass es viele Perspektiven gibt
und ebenso viele Wahrheiten.

Ach, nicht wahr?
Die letzten Jahre waren schwer.
Vor allem da (tippt sich auf die Brust, dort, wo das Herz sitzt).
Ai, ai, ai…

Vor allem da, da hast du oft gedacht:
Eigentlich ist es wahr:
Du bist ganz allein in einer Wüste.
Dein Garten Eden:
Wo ist er hin?

Oh, es tut mir leid,
dass du so gelitten hast.
Aber schau, so hart es war:
Es hat dich mit einer Frage konfrontiert,
auf die du bis jetzt stets meintest,
eine Antwort zu haben.
Die Frage war:
WAS spendet mir die Kraft, leben zu wollen?

Ach, in deinem Garten Eden waren es DEINE Pflänzchen,
die dir den Grund gaben, leben zu wollen.
Du musstest sie wässern und düngen
und wohl auch hier und da erzieherisch binden und biegen.
JA, freilich, freilich,
DAS war ein guter Grund, leben zu wollen…

Ja, wenn man gebraucht wird,
ja, wenn es wichtig ist, zu leben,
für Andere wichtig!
Na, DANN ist es auch für DICH wichtig!

Ja, wo ist er nun, dein Garten?
Wo sind die Pflänzchen,
die du zu wässern hast?

Hm, hm, ich weiß, dass dich diese Frage schmerzt.
Aber ich muss sie doch stellen…

Liebe Vera, schnell antwortest du mir: Weg, alles weg.
Könnte es wohl sein,
dass der Grund da für DEINE Perspektive ist?
Könnte es vielleicht sein,
dass du aus alter Gewohnheit die Pflänzchen,
die du zu wässern suchst,
AUSSERHALB von dir suchst? 
Und weil du da nichts findest
und meinst, in einer Wüste zu sein?

Könnte es nicht auch sein,
dass du NACH INNEN schauen musst,
um gerade die Pflänzchen zu entdecken,
die JETZT deiner Aufmerksamkeit bedürfen?
Was gäbe es alles zu entdecken und zu entfalten!
Ich bin MIR mein neuer Garten Eden!

Huch, was für ein vermessener Satz,
das ist ja Hochmut!
Also, das ist ja so egoistisch!
Das klingt ja gerade so,
als wäre ICH MIR
mein Lebens-Grund!!!

Geht das?
Darf das sein?
Reicht das als RECHTFERTIGUNG aus dafür,
dass du so unverschämt warst,
auf die Welt zu kommen?
Vera?
Wem gegenüber – meinst du –
müsstest du dich rechtfertigen,
dass du geboren werden wolltest?!
Ja, ja…

Hm, hm…

ICH BIN BERECHTIGT, FRÖHLICH ZU LEBEN!
Einfach so, Vera, ganz ohne Gegenleistung!
Kein: Du bist berechtigt,
fröhlich zu leben,
WENN du die und die Bedingung erfüllst…

Einfach nur so!
Weil DU DAS willst
und immer wolltest!
Ist das unverschämt?

Hm? Was fühlst du,
wenn ich dich das frage?

Könntest du dir vorstellen,
dass du dich in deinem inneren Kind dafür schämst,
dir das Recht genommen zu haben,
geboren zu werden?
Ich sage dir jetzt:
Es ist SEHR GUT, dass du das getan hast.

Du fragst mich, warum?
Ich antworte: Weil du es wolltest!
Sehr gut, das reicht völlig aus!
Das ist Grund genug!

Hu, hu, nein, nein,
das kann doch nicht ausreichen!
Ich kann doch nicht einfach so unverschämt
dieses Gefühl da – wie hieß es noch? –
diese Lebensfreude da an mich reißen!
Das geht nicht!

Das geht überhaupt nicht!
Wer leben will,
muss Opfer bringen!
Basta!
Ja…

HA! 
Wessen Perspektive ist das?
DEINE?

Schau sie dir an,
die Frauen vor dir,
die Frauen deiner Kindheit.
Ho, ho, war das eine Opferei!
Frau!
Du bist entweder ALLES
oder NICHTS!
Du bist entweder die Muttergöttin
oder Nichts!

Opfer gefälligst ALLES,
was es sonst noch in dir gibt:
Deine Fantasie,
dein kindliches Schaffen wollen,
deine Träume von der Welt und der Liebe.
Opfere deine Sehnsüchte und
Begierden,
deinen Eigenwillen und
dein Durchsetzungs-Streben,
deinen Widerspruchsgeist und
deine Leichtigkeit,
dein Tanzen und
deine wilde Musik im Kopf…

Schneide deine langen Haare ab
und leg dir knarrende Gelenke zu,
damit du ja nie wieder meinst,
durchs Leben tanzen zu können! 
Und dann werde ALT!

Flüsternd: Liebling:
DAS ist die Botschaft der Ahninnen! 
Pst, nicht verärgern,
nicht aufbegehren!

DOCH!
Begehre auf, Liebe,
begehre auf!
Es ist DEIN Leben
und du hast ein Recht darauf, es auszukosten!
Bis zum letzten Atemzug hast du ein Recht darauf,
es auszukosten!
Ja mehr noch:
Du hast die PFLICHT, das zu tun!

Oder möchtest du,
dass deine Kinder wie du mit 50 da stehen
und sich der Wüste des Alters ausgesetzt fühlen?

Kann ein Mensch Alt UND Jung sein?
Kind UND Erwachsener?
Mutter UND Weib?
Stark UND Schwach?

Ja, ja, ja, ja!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Aber erlauben musst du es dir selbst!
Die Pflanzen außerhalb von dir,
die brauchen dich kaum noch,
aber IN DIR liegt so viel brach!
Erinnere dich daran,
wer du wirklich bist!
Erinnere dich daran,
dass DU ES bist, die noch immer lebt:
Kind Vera,
Mädchen Vera,
junge Frau Vera…

Wo sind deine Träume?
Geopfert!
Deshalb unwiederbringlich verloren?

Hm, den Einen oder Anderen gewiss
und Gott sei Dank…
Aber: Gibt es noch Träume?
Noch Ziele?

Oh, ah! Ha, ja!
Ich weiß,
jetzt kommt das große „DAS GEHT NICHT“!

Vera, ich möchte dich bitten:
Wann immer du als Antwort auf einen Wunsch,
einen Traum oder
ein Ziel von dir dir selbst antwortest
– „DAS GEHT NICHT!“ –
daran zu denken,
dass ich ganz sicher die Frage stelle:
WIRKLICH?

Oder ist das nur eine Frage der Perspektive?
Wirklich?
Oder hast du nur Angst,
nicht genug geopfert zu haben,
wenn du dir das hier NICHT versagst!

Komm, lass es zu,
deine Angelegenheiten
einmal aus einer neuen Sicht zu betrachten.
Hab den Mut,
einmal auf dem Kopf zu stehen!
Nichts liegt fest,
es gibt gar kein absolutes Richtig
und es gibt schon gar nicht
ein Entweder/Oder,
ein Alles oder Nichts.

Das glaubst du,
weil man es dich glauben ließ.
Wach auf, wach auf!

Du hast in Trauer Abschied genommen
von einem langen Lebensabschnitt.
Deinen ganzen Sinn und Wert hast du darin gesehen.
Doch nun kommt nicht das NICHTS,
sondern ein NEUER ANFANG!
Jetzt wirst du entscheiden, was du möchtest:
ALT sein oder
WEISE.
Der neue Garten mit allem,
was es zu pflegen gilt, liegt nun in dir!

Eine Frage der Blickrichtung.
Um dich herum ist nichts mehr,
was begossen werden müsste
mit dem Wasser des Lebens.
Das ist wahr! 
Aber statt auf diese Wüste zu schauen,
schau auf DICH SELBST!
Es gibt so viel zu entdecken.

Wo du beginnen solltest?
Da, wo der Spaß beginnt!
Ja, wirklich!
Da, wo die Freude zu fühlen ist!

Weißt du das noch?
Nein!
Vergessen…

Nun, dann wird es Zeit,
es wieder auszuprobieren:
Als du 15 warst,
musstest du doch auch ausprobieren,
was dir Freude macht.

Da war es selbstverständlich! 
Jetzt ist es das nicht weniger.
Nur dann bist du freilich nicht mehr
im Einklang mit deinen Ahninnen!

Wag es, fang an!
Frag dich jeden Tag:
Was würde mir heute Spaß machen?
Und frag dich jeden Abend:
Was hat mir heute Spaß gemacht?

Auf einer Skala von 1 bis 10:
Wie viel Spaß hat mir mein Sein heute gebracht?

Du hast sie!
Die Fähigkeit zum Glücklichsein! 
Die Begabung zur Lebensfreude! 
Aber du musst sie dir auch erlauben!

U: Danke, Alter Prinz,
darf ich dir jetzt die Fragen von Vera stellen?

A: Ganz sicher!

U: Was hat sie aus vergangenen Inkarnationen mitgebracht?

A: Sie ist zutiefst überzeugt,
dass es immer ein ABSOLUTES Richtig geben muss: 
SCHWARZ ODER WEISS.
Und nie, nie darf sie falsch liegen!
Das ist verheerend!
Sie muss RECHT tun,
koste es, was es wolle!

Ah, ja, aber wie das so ist:
Absolut RECHT hat nur Gott!
Nicht ihr,
nicht wir,
nur er!

Wer meint,
dass er sich dem verpflichten muss,
IMMER Rechtes zu tun,
verlangt von sich übermenschlich viel
und nur allzu schnell auch von Anderen.

Weiß du, warum GOTT immer RECHT tut?
Weil er gütig ist,
weil er versteht,
dass nur er allein je weiß, was die GANZE Wahrheit ist
und was WIRKLICHE Gerechtigkeit.
Euch, ja sogar uns fehlt es dazu
an der nötigen Perspektive.

Das hat deine Seele verstanden! 
Dass sie diesen Standpunkt lernen muss, los zu lassen.
Vom Recht sein zum Gütig sein zu wachsen:
Das RECHT durch Liebe zu ersetzen,
DAS ist ihr Ziel.
Halt, halt, nicht nur mit Anderen!
Sondern vor allem DIR selbst gegenüber!

Über viele Leben warst du dir selbst
ein harter, harter Richter!
Immer und immer wieder:
Urteile statt Gnade.

Es wird Zeit, Liebes!
Nimm sie endlich an:
die Gnade. Hm?

Glaubst du, das DARFST du nicht?
Ja, dann ist das die nächste Pflanze,
die du in dir zu wässern hast.

Du bist nur ein Mensch,
Gott reicht das!
Dir nicht?
Doch?
DAS ist gut!
Dann habe ich Hoffnung (lacht).

U: Welche Aufgabe hat sie jetzt?

A: Sich in Freude zu akzeptieren!
Ja doch!
Vera, was für ein Hochmut,
dich so streng zu beurteilen!

Und was für ein Gottesbild!
Liebes, ER liebt dich,
er hat Gefallen an dir so, wie du bist!
Ist ER ein Dummkopf?
Ein sentimentaler alter Greis?
Der nicht einzuschätzen weiß,
wen er geschaffen hat?
Na also!
Wer widerspricht ihm also
in seinem absoluten Ja zu dir?

Denk nach:
Wer will das nicht,
dass du dich mit ihm an dir freust?
Richtig, das hat man dir so beigebracht!
Um Liebe zu bekommen,
muss man immer Lieb sein! 
Aber um Gottes Liebe zu bekommen,
musst du nur DU sein!
Ganz einfach und so unverschämt (lächelt).

U: Welche Ursachen haben ihre Magenschmerzen?

A: Oho, weißt du eigentlich,
wie viel Giftiges du wortlos geschluckt hast?
Hm?
Da ist viel Wut in dir
und die frisst und frisst…

Du wirst lernen,
in Zukunft besser damit umzugehen
und nicht mehr alles zu schlucken,
um Lieb zu sein!

U: Welche Ursache hat ihre Arteriosklerose…

A: Ja, Liebes,
das ist sowohl genetische Last
als auch im Seelischen zu suchen.
Eng, es war immer eng für deine Ahnen.
Der Fluss des Lebens
wurde nur in engen Bahnen erlaubt.
Starr wird so,
was elastisch sein soll.
Der Fluss des Lebens muss un eingeengt fließen dürfen.
Du musst sein dürfen:
ohne Opfer, ohne Zwang.
Du musst du sein dürfen
und das Leben muss und darf unkontrollierbar sein dürfen.

Das wird dir das Schwerste sein:
Die Kontrolle aufzugeben über das,
was sein wird,
was Recht ist.

U: Wird Jesus ihr vergeben?

A: Oh, du dummes Gotteskind!
Weißt du nicht,
dass er dich liebt und nichts als liebt?
Weißt du denn gar nichts von dem,
was er gesagt hat?
Willst du ihn zum Richter machen,
der doch als Retter kam?

Schiebe ihm nur wie alle Anderen
Gnadenlosigkeit zu!
Aber nicht er ist ohne Gnade!
Sondern du TRAUST es dich nicht,
zu glauben!
Weil du in DEINEN Augen
nicht RECHT tatest.

Kennst du alle Perspektiven?
Glaubst du,
auch nur ein Blatt fiele von einem Baum,
das von Gott unbemerkt bliebe?
Auch kein Kind geht je verloren,
ohne dass es in Gottes großem Plan war.

Dir ist nicht nur vergeben,
du wurdest nie angeklagt!
Außer von dir selbst!

Deine Frage darf nicht länger sein:
Wie konnte ich nur so was tun?
Sondern:
Was kann ich daraus lernen,
dass ich es tat?

U: Wird ihr ein Kind genommen?

A: Ist Gott ein Teppichhändler?
Du nimmst,
also nehme ich?
Ist das die Liebe,
die du in ihm suchst?

Versteh doch endlich!
Er ist Liebe und
er will keine Opfer!!!

Er nimmt sie sich nicht!
Und wenn ein Mensch versucht,
ihn mit seinen Opfern zu bestechen,
dann hilft das nichts.

Denn es ist nicht Gott,
der das Opfer sucht,
sondern der Mensch!

Der Mensch,
der nicht begreifen will,
dass es Gottes Liebe UMSONST gibt!

Seine Liebe können wir uns nicht verdienen.
Aber auch nicht verlieren!
Und so absurd dies ist:
Dies ist für manche Seele unerträglich!

U: Vera fühlt dich traurig,
kann sie etwas dagegen tun?

A: Ja!
Fröhlichkeit lernen!

Vera?
Du fühlst dich an allem und jedem Schuld!
Schuld und Unrecht: 
Die haben in deiner Seele
ein viel zu großes Gewicht.

Ja, oh ja, ja, Menschen machen Fehler,
schlimme Fehler sogar.
Aber die Lösung ist nicht Opfer und Buße! 
Sondern aus den Fehlern zu lernen! 
Und darüber dankbar zu sein,
daraus lernen zu dürfen.

Gott hätte euch perfekt machen können! 
Aber dann hättet ihr nie SELBST gelernt: 
was wichtig ist
und was nicht.
Und deshalb wäret ihr nie
im Besitz einer eigenen Wahrheit,
der ihr zu folgen wünscht,
sondern seiner Wahrheit,
der ihr folgen MÜSSTET!

Gott ist Liebe und Weisheit!
In seiner Güte wartet er ab,
bis auch noch die letzte Menschenseele
ganz zu sich gefunden hat,
abgelegt hat, was unwichtig ist
und verfeinert hat, was wichtig ist.

U: Danke, alter Prinz,
willst du wirklich bei diesem Namen bleiben?

A: Hm, sie kann auch Franz sagen oder Karl oder?
Jim, oder? 
Hm…
Was sie mag, es ist schon Recht. 
Ich hatte über 800 Namen.
Ich mag mich nicht entscheiden,
das fällt mir schwer (lacht),
aber das ist schon recht so.

Uta, ich verabschiede mich.
Wenn du es magst,
dann hilf ihr, sich an sich zu freuen,
das wäre der wahre Gottesdienst.

Und hilf ihr, dass das Einzige,
das sie zu opfern hätte,
ihre pessimistische Einstellung zu Gott wäre
und damit zum Leben!

Ja, freilich dazu gehört Mut!
Lebens-Mut!

U: Mach es gut, alter Prinz,
und danke für deine Worte!