nimmt

Elia – Die Angst, Böse zu sein, wenn man nimmt.

Die Angst, Böse zu sein, wenn man nimmt.
Wer nimmt, ist immer der Böse, nicht wahr?
Die Folge:
Die Angst, Böse zu sein, wenn man nimmt.
Die Angst vor der Männlichkeit ist die Angst vor der Weiblichkeit.
Hier wirkt das Genom der Vorfahrinnen.
Das hat nichts mit Demut zu tun,
sondern mit Macht.
Scheinbar bescheiden…
In Wahrheit Machtmissbrauch.
Elia

Hajo: Ja, wir haben noch eine Frage zum Thema, das öfters kommt.
Und zwar die Weiblichkeit.

Frederike fragt: Was ist der Grund für meine Angst
vor der Männlichkeit?

Elia: Tja, die Angst vor dem Weiblichen. Nichts Anderes.

Die Angst davor, in der Weiblichkeit falsch zu sein,
böse und unwert, aggressiv und vernichtend, zerstörerisch.

Sie soll sich bitte einmal GENAU die Beziehungen ihrer Mutter
und Großmutter ansehen.
Sie soll sich Vater
und Großvater anschauen:
Frauen kosten Kraft.
Frauen zerstören,
machen klein,
machen ratlos,
machen hilflos.

Nein, Frederike!
Frauen stärken! 
Und du stärkst sehr!
Aber du siehst es nicht.
Du spürst es nicht.
Es ist nicht deine Wahrheit!

Du meinst, du hast Angst vor der Hingabe?
Nein, du hast Angst, zu nehmen!

Es ist dem Mann eine Lust, genommen zu werden.
Es ist ihm eine Freude, Freude zu sein.

So ist es Recht!
Nehmen in aller Freude!

Schau, Frederike: Wenn du ein wunderbares Essen gekocht hast,
den Tisch schön gedeckt, köstliche Speisen stehen darauf
und deine liebe Familie sitzt drum herum.
Was wünschst du dir dann?
Dass sie NEHMEN!

Und am Besten noch einmal nehmen.
Dann freust du dich, denn dann weißt du:
Ja, das, was ich zu geben habe, das ist GUT für meine Familie.

Genauso ist es mit deinem Mann.
Wie soll er wissen, dass es gut ist, was er dir zu geben hat,
wenn du nicht nimmst, nicht forderst, nicht bittest?
Wie soll er das wissen?
Das kann er nicht.

Das wäre so, als hätte er dir ein köstliches Mahl bereitet
und du säßest davor und fändest es wunderbar.
Aber es ist dir verboten, es zu genießen.
Wer hat dir diese seltsame Diät verordnet?
Nicht deine Seele!
Die ist mit ihrer weiblichen Stärke schon im Einklang.
Nein, nein.

Hier ist es das Genom deiner Vorfahrinnen:
Nichts nehmen dürfen!
Scheinbar Demut!
Scheinbar!
Denn es hat nichts mit Demut,
sondern mit Macht zu tun! 
Die Aussage, die dahinter steckt, ist:
Egal, was du mir anbietest, es reicht nicht!
Egal, was du mir auf den Tisch stellst, es sättigt mich nicht.

Streng dich mehr an!
Das ist die Falle, in die die Männer deiner Sippe gegangen sind.
Streng dich mehr an!
Und ich sage dir: Es wird dennoch nicht reichen!

Damit hat die Frau die Macht: Obwohl sie nichts fordert,
nichts nimmt und nichts genießt.

Schein-Heilig, aber nicht Heilig.
Scheinbar bescheiden, in Wahrheit Macht-Missbrauch.

Nein, nein, du hast keine Angst vor der Männlichkeit,
oh nein.

Du liebst sie, ja, ja, sie interessiert dich,
sie ist faszinierend, sie ist köstlich.

Aber du DARFST nicht!
Denn eine Frau, die solches tut, verliert die Macht,
verliert sich selbst,
verliert die sichere Position der “guten Schwachen”.
Hm.
Schau, Frederike: Brauchst du das?
Nein. Du brauchst es nicht.
Es ist überflüssig. Du darfst es aufgeben.

Du darfst es hin und wieder aus alter Gewohnheit praktizieren,
wenn du meinst.
Aber grundsätzlich brauchst du dich nicht so
an der gedeckten Tafel deines Mannes setzen.

Freude haben am Nehmen, Appetit zeigen und Lust.

Das ist ein Geschenk, das du ihm machst
als Ausgleich für das Geschenk, das er dir macht.
Denn es IST ein Geschenk, das er dir macht.

Was für ein Ammenmärchen:
Dass ein Mann darum, weil er Lust hat,
Derjenige ist, der immer nur nimmt!
Nein!
Worauf hat denn der Mann Lust?
Aufs Nehmen?

Irrtum! Aufs Geben.
DAS ist die männliche Funktion: zu geben.

Denk darüber nach, was er dir gibt:
Stärke,
Wärme,
Interesse,
Zuversicht.
Schau ihn an, wie er dich anschaut, wenn er dich begehrt.
Voller Liebe!
Er gibt dir Wert! 
Und das soll ein Mahl sein, das du ablehnst?
Und darauf sollst du keinen Hunger haben dürfen?

Er gibt dir auch im Körperlichen SEINE Energie.
Er gibt dir SEINE Lebenskraft.

Die muss er erst wieder aufbauen, wenn er sie dir gab!
Weißt du das?
So viel gibt er dir davon ab. Und du darfst es nehmen.

Das bedeutet: ihn erfreuen.
Er gibt, du nimmst.
Du darfst das tun mit aller Lust.
Offen und frei, denn du bist frei.

All die Lasten deiner Ahninnen sind IHRE Lasten gewesen,
nicht deine!
Nein, nein, keine Angst vorm Männlichen.
Sondern vorm Weiblichen!

Wer nimmt, ist immer Böse, nicht wahr?

Und das geht weit über die Grenzen
der ehelichen Gemeinschaft hinaus:
Wer nimmt, ist Böse.

Frederike, was für ein unsinniges, altes Muster!

Wer nimmt in Freude, in Dankbarkeit, mit ganzer Lust,
der wahrlich ist ein Gotteskind.

Denn wir nehmen alle!
Und das ist die Botschaft der Frauen: wahre Nehmende zu sein.

Ich wünsche dir auf dem Weg zur Nehmenden
viel Freude, viel Genuss.
Sei frei!

Nimm dir, was du brauchst.
Das ist die Botschaft der Männer
an ihre Frauen seit Urzeiten.
Ja, das sind meine Worte!

H: Schön, dann sind die anderen Fragen auch schon beantwortet.

E: Wie schön.

H: Hm, obwohl, sie meint:
Warum kann ich die Liebe eines Mannes nicht wirklich fühlen?
Aber das gehört ja dazu.

E: Ist das gleiche Prinzip.
Sie hat Angst, böse zu sein, wenn sie nimmt!

Das ist allerdings eine Form von Machtmissbrauch
und Hochmut, den ihre Ahninnen ihr vermitteln:
So sei es Recht!
Nicht wahr?

Nein, so ist es nicht Recht!
So ist es grauenvoll für alle Beteiligten!
Sie kann da raus wachsen.
Sie wächst da raus, sie will es doch!

Und das ist doch das Wichtigste:
Sie WILL es ja!

Aber: Der erste Schritt ist, sich zu seinem Hunger zu bekennen,
DANN kann man essen.
Nicht wahr?

H: Gut.