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Elia – Weder dich selbst täuschend noch Andere enttäuschend: Darum geht es!

Es ist das Loslassen von Macht! 
Zuzugeben,
nur eine Teilwahrheit zu haben.

Aber es wäre der erste Schritt zur Wahrheit.
Gut, als Lösung muss ich hier vorschlagen,
dir dieses auslösende Leben
in einer Reinkarnation anzuschauen,

um zu verstehen,
wie unmöglich dein Vorhaben ist,
stets wahr zu sein.

Elia

Zu Gast ist Tina.

T: Die erste Frage ist Toms Wunsch.
Er möchte, dass ich dies frage: 
Warum glaube ich nicht, was ich weiß und was ich spüre?

E: Das ist eine karmische Last.
Ich möchte ihr nicht vorweg greifen,
indem ich sie dir völlig entdecke.
Ich möchte dich aber darauf aufmerksam machen,
dass es eine bittere Last ist: 
„Ehe ein Anderer dir nicht glaubt, glaubst du lieber dir selbst nicht“.

Verstehst du, was ich meine?

T: Hm.

E: Die Angst ist weniger „Ich kann mir nicht vertrauen“
als
„Es könnte sein, dass wichtige Menschen dies nicht tun.
Und es könnte sein, dass sich daraus ein Desaster ergibt“.

„Bitte glaub mir!“

Weißt du, wie viele deiner Sätze so anfangen,
zumindest gedacht?

T: Hm.

E: Weißt du, wie oft du es Tom gesagt hast,
zumindest gedacht? 
„Bitte glaub mir.“

Das ist etwas sehr, sehr Wichtiges für dich.
Es hat damit zu tun,
dass du ein Zeuge von Vorgängen warst,
die sehr wichtig waren.
Und dass dir dein Zeugnis nicht geglaubt wurde
zu deinem Schaden,
aber schlimmer noch zum Schaden Anderer. 
Darum, darum misstraust du deinem eigenen Empfinden:
Wahrnehmen und für Wahr halten.

Die Wahrheit ist stets nur ein Teil des Ganzen! 
Worum auch immer es geht.

Wenn ihr auf Erden eine Gerichtsverhandlung habt,
dann werden trotz aller Bemühungen
– vorausgesetzt der Richter ist ein
wirklich guter, engagierter Mann –
und trotz aller Bemühungen von Verteidigern
und aller Bemühungen von Zeugen
doch nie völlige Wahrheiten herauskommen.

Völlige Wahrheit schließt völliges Wissen voraus. 
Wer aber hat völliges Wissen?

Wer sieht in die Herzen der Menschen? 
Wer kennt ihre karmischen Läufe?

Wer kann also urteilen?

„Ich beurteile meine Wahrheit selbst“. 
Das ist möglich, wenn man darüber Eines nicht vergisst:
Diese Wahrheit wird nur ein Teil sein! 
Damit leben zu können, Tina, das kannst du lernen.

Tina, wer in der Welt behauptet von sich,
absolut wahr zu sein?

T: Vielleicht Könige?

E: Oh, da es die Könige nicht mehr betrifft,
ihre Macht verteidigen zu müssen, zumindest Politiker! 
Da hast du Recht.
Sie behaupten es.
Und wer behauptet es noch?

T: Die Eltern.

E: Die behaupten es oft auch.
Wer noch?

T: Weiß ich jetzt nicht.

E: Wissenschaftler zum Beispiel…

T: Oh ja, genau! Da haben wir ein Thema.

E: Und religiöse Führer.

T: Auch. Ja, stimmt.

E: Was haben die miteinander gemeinsam?
Macht. 

Es ist das Loslassen von Macht! 
Zuzugeben, nur eine Teilwahrheit zu haben. 
Aber es wäre der erste Schritt zur Wahrheit.


Gut, als Lösung muss ich hier vorschlagen,
dir dieses auslösende Leben in einer Reinkarnation anzuschauen,
um zu verstehen,
wie unmöglich dein Vorhaben ist, stets wahr zu sein.

Weder dich selbst täuschend noch Andere enttäuschend!
Darum geht’s, ja?

T: Hm.