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Elia – Thema Borderline: Solange ihr inkarniert seid…

Solange ihr inkarniert seid, 
sind eure Gefühle
ein direktes Bindeglied zu eurer Seele.

Und das ist wichtig so,
das ist quasi der Transmitter

zwischen Erlebtem und Erlebnis.
Das, was die Seele erfährt!

Fällt dieser Transmitter aus,
funktioniert die Kopplung nicht:

so haben wir die Borderline – Symptomatik!
Die in ihrer ganzen Tragweite von euch derzeit begriffen wird.
Elia

 Elia: Guten Abend, mein Freund.

Hajo: Grüß dich, Elia.

E: So, dann wollten wir uns heute Abend noch einmal treffen.
Ich möchte, dass du Fragen stellst, Hajo.
Ich denke, thematisch und am Text gearbeitet
haben wir für dieses Wochenende genug.
Und das soll erst mal verarbeitet werden.

Ich möchte auch, dass ein bisschen weiter
über die Erkrankung Borderline nachgedacht wird
bei unseren werten Lesern.
Deshalb von mir heute kein neuer Text zu meinem Thema,
sondern ich werde nur die Fragen beantworten.

Ist denn für uns Borderline ein Ziel oder nur ein Facette?

Nein, es ist eine Facette, aber eine sehr wichtige.
Ich erlebt ja schon, dass ihr sehr viel erlebt,
ihr seid mitten im Geschehen.
Und ihr werdet erleben, dass ihr sehr vielfältige Kontakte knüpft
und dass daraus neue Wege und Ideen entspringen.

Wie weit das geht, dass kann ich euch
und darf ich euch nicht sagen.

Bleibt einfach mit eurem Engagement drin und schaut,
wie das vermehrte Wissen für euch
privat eine Erleichterung bringt. 
Aber ganz sicher auch für all Diejenigen, die es lesen werden.
Das trifft sowohl für Diejenigen zu,
die beruflich davon betroffen sind als auch für Diejenigen,
die selbst betroffen sind.

Es werden sehr viele Leser jetzt dazu neigen, Diagnosen zu stellen.
Und ich bin da geneigt,
euch darauf aufmerksam zu machen,
dass ihr diese Leser ein bisschen warnt!
Die Diagnose-Stellung ist durchaus schwierig!

Wir möchten auch nicht,
dass unsere Botschaften dazu missbraucht werden,
andere Menschen zu kategorisieren! 
Das ist mir sehr wichtig, das noch erwähnen!

Mir geht es hauptsächlich darum,
eine erweiterte Sicht auf diese spezielle Art
der Erkrankung zu haben,
die sich ja von eigentlichen Geisteserkrankungen
– also Krankheiten des Geistes –
doch erheblich unterscheiden!
Die sowohl in ihrer Ursache als auch in ihrer Auswirkung
doch sehr anders angelegt ist.

Und ich habe es deshalb mit hineingebracht in meine Erläuterung,
weil wir gerade an der Erkrankung sehen können,
was der Unterschied ist zwischen Seele und Gemüt
beziehungsweise Emotionalität, Geist und Körper.

Ich denke, nirgendwo können wir so deutlich erkennen,
dass die Seele noch etwas ganz anderes ist
als die Empfindung oder Gedanken, die wir haben!
Dass sie davon distanziert sein kann.
Und wie das dann aussieht, wenn sie es tut, nicht wahr?

Das ist wichtig! Ich glaube, gerade in unserer Gesellschaft
ist Seele so verschwommen,
so unklar,
so überhaupt nicht präsent!

Ja, unglücklicherweise
wird es in aller Regel verbunden mit Emotionalität.
Und das ist nicht so!
Sondern eure Emotionen unterliegen noch ganz anderen Einflüssen.
Sie sind zum Beispiel auch stark beeinflusst
von eurem hormonellen Gefüge!
Sie sind stark beeinflusst von eurer genetischen Veranlagung.
Sie haben auch einen sehr starken Bezug zum Körperlichen.
Sie sind des Weiteren beeinflusst von eurer Umwelt und von Reizen,
denen ihr dort ausgesetzt seid.

Dass heißt: Eure Emotionen allein sind keinesfalls euer ICH!

Wäre es so, würde jede Meditation gänzlich widersinnig sein.
Was tut ihr in der Meditation?
Ihr lasst los von Allem!
Also von Außenreizen, aber auch von euren Emotionen.
Ihr könnt nicht meditieren,
wenn ihr gerade akut traurig oder wütend seid!
Das geht nur, wenn ihr euch auch von den Emotionen löst!

Und dann bekommt ihr über die Meditation Zugang zu eurer Seele,
zu eurem Ich.

Das Gleiche gilt für ein vertieftes, sehr offenes Gebet.
Ich meine damit nicht jene Gebete,
die vorgefasst sind und nachgesprochen werden,
sondern ich meine:
Von dem wirklich tiefen Gespräch mit dem,
was größer ist als ihr selbst.
Ob ihr das Gott nennt oder wie auch immer…
Das spielt keine Rolle!

Aber auch hier löst ihr euch von euren Emotionen.
Ihr löst euch heraus
und dadurch gewinnt ihr Zugang zu eurem tiefen Selbst.
Gleichwohl sind Emotionen ein Bindeglied zur Seele,
sofern ihr gesund seid!

Solange ihr inkarniert seid,
sind eure Gefühle ein direktes Bindeglied zu eurer Seele.
Und das ist wichtig so!
Das ist quasi der Transmitter zwischen Erlebtem und Erlebnis: 
das, was die Seele erfährt!
Fällt dieser Transmitter aus, funktioniert die Kopplung nicht,
so haben wir die Borderline – Symptomatik!
Die in ihrer ganzen Tragweite von euch derzeit begriffen wird.

Hajo: Da hat uns jemand eine Mail geschickt.
Ich weiß nicht,
ob er selbst unter den Borderline – Symptomen leidet.
Er möchte wissen,
ob eine bestimmte Energie – Mantra EBON
bei dem Borderline – Symptom hilft.

Das ist das Problem!
Wir kommen da wieder zur Meditation.
Ein Mantra zu benutzen, ist ja eine Meditations-Technik.

Ob es nun ein Mantra EBON ist oder nicht:
Die Schwierigkeit wird gerade da für einen Borderliner liegen,
über einen meditativen Weg Zugang zu seinem Selbst zu finden!

Das kann sehr, sehr, sehr frustrierend sein für einen Borderliner,
der sich jetzt voller Freude darauf stürzt
und wieder einmal wie so oft feststellen muss,
dass es in ihm hohl und leer ist!

Sehr viele Borderliner versuchen es mit Spiritualität
– in welcher Form auch immer, in welcher Religion auch immer –
über den Weg der Spiritualität Zugang zu ihrem Selbst zu finden.
Aber das ist eben so, dass sie da auf ihre Grenze wiederum stoßen
und dies wiederum als ausgesprochen schmerzlich empfinden!

Sicherlich ist jede Form von echter Meditation
eine Möglichkeit, sich mit seinem ICH zu verbinden.
Aber das erfordert sehr, sehr viel Geduld
und sehr, sehr viel Gelassenheit1

Nun ist aber das Problem:
Dass wir es hier mit einer Störung zu tun haben,
die eine sehr geringe Frustrations-Grenze – wie wir so sagen – beinhaltet.
Dass heißt, da wird mit viel Enthusiasmus versucht,
diese Distanz zu überwinden
und es wird sehr schnell aufgegeben und verworfen.
Teils mit Selbstvorwürfen,
teils mit dem noch schlimmeren Gefühl,
nicht nur von Menschen getrennt zu sein.
Sondern nun auch noch von Gott getrennt zu sein!

Das ist sehr schwer zu ertragen und das ist einem Menschen,
der diese Symptomatik selber nicht hat, kaum zu erklären,
was dort passiert.

Meditation ist die Verbindung mit der Seele.
Und was ist die Seele?
Die Seele ist die Verbindung mit Gott!
Wenn nun der Versuch unternommen wird,
die Verbindung mit Gott aufzunehmen,
geht das immer nur über die Seele!
Über die eigene Seele!

Wenn nun dieser Versuch scheitert,
so fühlt sich so ein Mensch um so mehr verstoßen:
nun auch noch vom Göttlichen!

Es gibt allerdings sehr individuelle Möglichkeiten! 
Das muss bei jedem mit Borderline erkrankten Menschen
individuell ausprobiert werden,
andere Möglichkeiten des Zugangs zur Seele zu finden.
Das Eine habe ich euch beschrieben:
Das ist die Übung, die ich euch bitte, zu vollziehen.

Das ist die Übung über den Augenkontakt:
„Die Augen als Spiegel der Seele“.

Liebe Freunde, das ist nicht einfach nur ein Wort,
sondern das ist eine Tatsache!
Der Weg ist sehr direkt!

Man kann aber auch über andere Dinge gehen.
Man kann über den Klang gehen,
man kann einfach nur Töne benutzen.
Man kann auch über Bilder gehen.
Und zwar über Bilder, die wenig Signale für den Geist bieten,
aber sehr viel Signale über Farbe und Formen,
ohne einen Inhalt zu haben.

Diese Möglichkeiten wären ein Versuch,
zu mindestens zeitweise zu einem Kontakt
zwischen den Gefühlen und der Seele zu kommen.

Wenn ich zeitweise sage, dann meine durchaus Sekunden,
ich bitte das nicht so euphorisch zu betrachten.
Dieses ist ein mühseliger Weg!

Es ist im Grund so
– und das bitte ich genau zu überlegen, was das heißt –
es ist so, wie:
Wenn ein Säugling ganz von vorn anfängt
in einem ganz bestimmten Bereich.

De facto fängt ein untrainiertes Gehirn an,
sich völlig neue Erfahrungsmöglichkeiten zu erschließen!
Und das ist ein langer Weg.

Der ist um so länger,
weil wir es mit Persönlichkeiten zu tun haben,
die sehr schnell frustriert aufgeben.
Und es ist ein gefährlicher Weg, wenn er nicht begleitet wird!
Ein gefährlicher Weg deshalb,
weil die Selbstverurteilung
– wenn sich nicht sehr schnell ein Erfolg einstellt –
sehr früh einsetzen kann und dann in eine erneute Krise führt.

Ich halte sehr viel von Mantras!
Sie sind eine sehr gute Übung.
Aber ich möchte bitte, dass ihr mit aller Ernsthaftigkeit
euch des Problems bewusst seid!

Gäbe es eine Zauberformel, Freunde: Ich hätte sie euch genannt.

Aber hier geht es um weitaus mehr!
Hier geht es um Arbeit.
Und es ist nicht meine Aufgabe,
euch ein komplettes Konzept in die Hand zu geben.

Ich sehe aber meine Aufgabe darin,
denen hier einen Anstoß zu geben,
die sich hier angesprochen fühlen.

Und ich weiß, das werden Etliche sein,
die sich angesprochen fühlen!
Die kompetent genug sind,
um meine Anstöße in neue Erkenntnisse über die Erkrankung
und in neue Möglichkeiten der Therapie umsetzen.

Hajo: Ja, die haben wir ja auch schon, die neuen Erkenntnisse!
Das hat uns schon weiter gebracht in Bezug auf alle,
die wir kennen, welche die Symptomatik Borderline haben.

Ja, weil die Problematik deutlicher wird.
Gut, dann ziehe ich mich jetzt für heute Abend zurück.

Hajo: Ich danke dir.

Bitte.