Liebe

Schutzengel – Ohne deine Liebe zu DIR kannst du nicht leben!

Ohne deine Liebe zu DIR kannst du nicht leben!

Du erwartest immer noch,
versorgt zu werden:
versorgt mit Liebe,
Achtung und
Zuwendung…
Aber du solltest dies Alles
dir selbst geben!

Schutzengelkontakt

Ich bitte meinen Guide,
mich mit dem Guide von Helen zu verbinden.
Helen bittet um diesen Kontakt.

Ich bin in einem kleinen Hafen,
einfache Häuser aus grauen Steinen.
Der Blick geht aufs Meer, da sind viele kleine Inselchen,
sehr steinig, wenig Bewuchs.

Es wird Abend, die Sonne ist schon untergegangen,
eine ganz alte, kleine Frau packt Fische,
die sie auf der Erde ausgelegt hatte, in einen Korb.

Andere scheinen hier auch Fische verkauft zu haben,
aber sie gehen schon längst auf ihre Häuser zu,
die Frau hier ist die Letzte.

Da kommt eine Frau in einem hellen Kleid,
sehr vornehm, sie trägt einen Hut mit Schleier.
Sie geht auf die Alte zu
und lässt sich einen der Fische in Zeitungspapier einpacken
und legt ihn dann in ein kleines Kästchen,
bezahlt und wendet sich lächelnd mir zu.

Die Alte spuckt hinter ihrem Rücken verächtlich auf die Straße,
reibt aber das Geldstück, das sie erhalten hat,
blank und steckt es in ihre Schürzentasche.

Sie sieht der Dame hinterher
und bekreuzigt sich drei Mal.
Die Dame kommt zu mir.

G: Willkommen, Uta, herzlich willkommen in mir.
Wundere dich nicht!
Das hier geschieht fast jeden Abend…

Ich bin Miranda, grüße mir meine Helen, ja?

U: Du bist Helens Guide?

M: Ja, Schau nur: Siehst du die Alte?
Jetzt geht sie viel aufrechter als vorher.
Sie hat es schwer, niemand kauft gerne von ihr…
Sie ist schmutzig.
Und das ist sie, weil sie gar nicht mehr richtig sehen kann.

Die Käufer kaufen ihr nur dann etwas ab,
wenn sie keine andere Wahl haben…
Sie haben meistens eine andere Wahl.

Ich wohne da drüben.
(Sie zeigt auf ein gelb verputztes Haus,
das Arkaden hat und ein Schild, das ausweist,
dass es sich um eine Gaststätte handelt.
Es sticht aus dem Einheits-Grau der anderen Häuser heraus,
wirkt irgendwie falsch an diesem Ort.
Miranda lacht, als sie merkt, was ich denke.)

M: Ja, da hast du Recht, es ist ganz anders,
genau wie ich ganz anders bin.
Aber falsch an diesem Platz
ist weder mein Haus noch bin ich es.

U: Warum hast du von der Alten Fisch gekauft?

M. lächelnd: Nicht, um ihn meinen Gästen vorzusetzen,
den kriegen gleich meine Kätzchen.
Ich tue es, weil es sonst niemand tut.

Ich habe das Geld, um es so zu verschwenden!
Andere nicht oder zumindest die Meisten nicht.
Und die, die es haben,
achten nicht auf die Not Anderer!
Mir macht es Spaß.

U: Aber sie achtet dich dafür nicht!

M: Hat sie sich wieder bekreuzigt und ausgespuckt?
Natürlich hat sie! (Lacht.)
In ihren Augen bin ich schlecht:
Ich tue Dinge, die gegen ihre Moral verstoßen.

Und ich bin, was sie sich niemals
– auch nicht in ihren besten Zeiten –
zu sein wagte!
Sie nennen mich Hexe
und aus ihrer Sicht bin ich das vielleicht sogar (lacht).

Komm, wir gehen in mein Heim.
Ich erkläre dir, worum es geht.

Wir durchqueren zuerst einen Schankraum, hier sind nur Männer.
Sie begrüßen Miranda mit viel Hallo, aber sie winkt ab…

Einige Männer fordern sie auf zu singen,
aber auch das lehnt sie ab…

Sondern sie zieht mich durch eine Tür eine Treppe hoch
und dort oben geht es in eine kleine Wohnung,
eine Diele – sehr schön eingerichtet – dann ein Zimmer.

Geschmackvoll bis ins letzte Detail!
Der Blick von hier fällt hinaus auf den Hafen und das Meer.
Ein orangefarbener Mond ist inzwischen aufgegangen.

Ein Regal nimmt eine ganze Seitenwand ein,
gefüllt mit unzähligen Büchern,
auf der anderen Seite steht ein Klavier.

Wir beide nehmen auf zwei zierlich gearbeiteten Stühlen
vor dem Fenster Platz, auf dem kleinen runden Tisch
zwischen uns stehen zwei Gläser Wein.

U: Hast du all diese Bücher gelesen?

M: Ja, ich liebe es, Wissen zu sammeln.
Ich liebe es, zu philosophieren.
Und ich liebe es, mich mit dem Wissen zu beschäftigen,
das geheim ist.

Sie zieht aus einer Schublade unter dem Tisch einen Stapel Karten
und legt sie so, wie Kartenleser es tun.

U: Du bist ein Medium gewesen!?

M: Ja, ich war sehr medial in dieser Inkarnation.

U: Wirst du deshalb von den Bewohnern hier verachtet?

M: Verachten mich alle?

U: Na ja, die Männer da unten anscheinend nicht…

M: Hm, na ja, Einige tun es,
aber sie schätzen meine Musikalität und auch meine Schönheit.

U: Und deine Medialität?
Wissen die Bewohner davon?

M: Oh ja, sie wissen es!
Und das ist einer der Gründe, warum sie meinen,
dass ich des Teufels bin!
(Sie sieht mich aus ernsten, dunklen Augen schweigend an.)
Ja, aber sie kommen dennoch…
Sie kommen heimlich!
Sie kommen im Schutz der Nacht oder unter einem Vorwand…

Was sie wollen, ist immer das Gleiche:
Ich soll ihnen helfen, ihre Entscheidungen zu treffen!
Ich soll ihnen sagen, was sie tun sollen…

Und wenn es dann schief geht,
dann können sie die Schuld auf mich schieben.

Das ist aber nicht das,
was sie bekommen von mir.
Was sie bekommen, ist die Erkenntnis ihrer Selbst!
Und so ist es gut.

U: Warum erzählst du mir das?
Hat das was mit Helen zu tun?

M. (lachend): Ja, das hat es,
es geht aber weniger um Medialität.
Es geht ums Anders sein und darum,
wie ich damit umgehe.

Weißt du, Menschen sind im Grunde wie die Äffchen:
Sie müssen zusammenhalten, um zu überleben…
Ein einzelner Affe kann sich den Gefahren des Lebens
nur sehr unzureichend stellen.

So empfindet es einfach jeder Mensch!
Ohne das Wohlwollen der Gemeinschaft bin ich nichts,
bin ich verloren.

Das ist – was die frühe Kindheit angeht – doch auch richtig:
Ohne dass Eltern und Geschwister
durch ihre Fürsorge und Rücksichtnahme
dem Kleinkind die lebenswichtigen Ressourcen schaffen,
stirbt es. 

Es kann selbst nicht für Nahrung, Kleidung und Unterkunft sorgen,
es kann sich bei Übergriffen Älterer nicht verteidigen
und es ist WIRKLICH absolut
dem Wohlwollen der Gemeinschaft Familie ausgeliefert.

Sicherheit ist nur über das Wohlwollen der Gemeinschaft
zu erreichen, in der ich lebe.

Wenn in so einer Affen-Horde
eines der Tiere sich als artfremd benimmt,
wenn es mit seiner Individualität
die Grenzen der Toleranz-Bereitschaft
der restlichen Horde überschreitet,
wird es ausgestoßen, wenn nicht sogar getötet.
Ein solches Äffchen hat ein schweres Los.

Aber wir sind eben keine Äffchen mehr,
wir sind Menschen!
Und je älter wir werden,
umso mehr können wir selbst entscheiden,
wie viel der eigenen Individualität
den anderen Mitgliedern gezeigt wird.

Solange ich dennoch im Frieden
mit meinem Anders sein bin,
mag dies einigermaßen gerechtfertigt sein:
Ich passe mich eben klug an die Erwartungen der Anderen an!
Ohne mich selbst aufzugeben,
ohne mein Gewissen zu unterdrücken,
ohne meine dringenden Bedürfnisse zu unterdrücken!

Ich lebe im Kompromiss
zwischen der Erwartungshaltung der Mitmenschen
und der Durchsetzung der Eigeninteressen.
Das ist durchaus gesund!

Aber wenn meine Furcht davor,
ausgestoßen zu werden
und damit meinen Wert – zu leben – zu verlieren,
größer ist als mein angeborenes Streben,
ich selbst zu sein,
dann haben wir immer fatale Folgen zu erwarten.

Ein solcher Mensch ist Sicherheits-orientiert
bis zur Selbstaufgabe und verliert dadurch gerade das,
was er doch zu erhalten wünscht:
Sich selbst!

Wenn du denkst, Helen,
das träfe auf dich nicht zu
– schließlich bis du ganz klar in der Äußerung deiner Ansichten –
dann stimme ich dir insofern zu,
dass du tatsächlich sehr gerade heraus sein kannst in dem,
was du denkst.

Aber noch längst nicht in dem,
was du fühlst,
was du wünschst
und was du unbedingt brauchst.
Denn genau hier macht sich das Anders sein bemerkbar!

Deine Ansichten kannst du belegen!
Du kannst logisch argumentieren,
du kannst eine Beweisführung machen,
dass du rein rational mit deiner Ansicht richtig liegst.

Aber wie willst du deine Gefühle BEWEISEN?
Wie willst du deine Intuition beweisen?
Und wie willst du beweisen,
dass du das, wonach du dich sehnst,
auch berechtigt bist, einzufordern?
Du hast solche Angst davor!

Soweit deine Gefühle und Bedürfnisse
mit denen Anderer übereinstimmen,
soweit bekennst du dich dazu.
Aber dort, wo dies nicht so ist,
hältst du sie verdeckt
und erlaubst dir gerade noch, sie zu träumen!
Und auch das nur gelegentlich…

Denn das hast du schon begriffen:
Wenn deine Traumwelt sich zu weit
von deiner gelebten Realität entfernt,
bist du nur noch traurig und du hast solche Angst:
Solche Angst, so Anders zu sein,
dass sie dich verstoßen könnten.

Mir ist das auch so gegangen:
Ich war die Tochter eines Professors.
Ein wohlbehütetes Mädchen und intelligent genug,
sich anzupassen.
Aber ich wusste:
Dass es in mir noch andere Dinge und Fähigkeiten gab
außer denen, die meinem Vater angenehm waren
und die meine Mutter teilte.

Ich sah und ahnte Dinge, die niemand sonst sah und ahnte.
Ich fühlte mich hingezogen zu Themen,
die niemand sonst für wichtig hielt.
Und ich beurteilte manche Dinge in meinem Herzen
völlig anders als meine Familie.
Aber SICHERHEIT war mir so wichtig!
Geborgenheit war mir so wichtig!

Eines Tages sollte ich verheiratet werden:
Ein guter, junger Mann auf dem besten Weg
zur akademischen Karriere.

Zur gleichen Zeit verliebte ich mich in einen verheiraten Mann.
Und wie leidenschaftlich diese Liebe war!
Ich wusste, bei ihm würde ich niemals „sicher“ sein, aber wahr!

Er respektierte meine Gedanken und Ansichten,
sogar meine mediale Gabe.
Ja, er liebte gerade dieses Ungewöhnliche an mir!
Das war so wundervoll,
aber es gab keine sichere Zukunft mit ihm.

Ich stand also am Scheideweg:
Entweder gehorchte ich meiner Angst, verstoßen zu werden
und heiratete den Mann, den meine Eltern bestimmt hatten.
Oder ich ging als Mätresse eines alternden Adligen
weg aus meiner Geborgenheit,
nahm alle Risiken auf mich und wagte es,
völlig aus der vorgeschrieben Rolle zu gehen.

Meine Entscheidung fiel mir ungeheuer schwer!
Dennoch tat ich es.
Nein, nicht nur aus Liebe zu ihm,
sondern auch aus Liebe zu mir selbst!

Ich wählte das Abenteuer,
ich selbst zu sein mit allem, was ich bin:

Geist, Gefühl und Körper.

Er starb nur wenige Jahre danach.
Es waren glückliche Jahre trotz aller Heimlichkeit,
trotz der Tatsache, dass ich von denen verachtet wurde,
die ich liebte.

Er hinterließ mir eine kleine Erbschaft
und ich kam hierher und eröffnete das Lokal.
Ich sang für die Männer
und ich beriet die Menschen
mit der Kraft meiner Medialität…

Ich war hier nie etwas Anderes
als „die Frau, die nicht zu uns gehört“:
die Andere, die Hexe!

Ich war aber keineswegs einsam damit
und das ist das eigentlich Interessante!

Einsam war ich vorher! 
Einsam inmitten der schützenden Gemeinschaft!
Denn was ich mich nie zu zeigen traute,
war ja meine Wahrheit!

Ich fühlte es doch immer in mir, dass ich nicht so war wie sie
und es machte mir vor mir selbst Angst!

Sie liebten doch gar nicht mich,
sondern das Abbild,
das ich ihnen vorgaukelte.
Hier aber konnte ich ICH sein!

Wer mir hier sagte, dass er mich liebe, der meinte auch mich.
Das kam nun selten vor,
aber es war umso schöner, umso wertvoller.

Und da ich aufgehört hatte,
ängstlich darauf bedacht zu sein, geliebt zu werden,
konnte ich selbst plötzlich wirklich lieben!
Selbst solche undankbaren, alten Weiber wie die Frau,
die ich euch zeigte.

Ich brauchte die Zuwendung Anderer nicht mehr,
um mir selbst Lieb und Wert zu sein.

Weißt du, als junge Frau hätte ich gesagt:
Ohne die Liebe meiner Eltern
und ohne die Achtung meiner Freundinnen
hätte ich nicht leben können.

Aber das war ein Irrtum!
Mein geliebter Freund erst lehrte mich,
ohne wessen Liebe und Achtung ich WIRKLICH nicht leben kann.

OHNE MEINE LIEBE ZU MIR KANN ICH NICHT LEBEN!

Helen, ich wollte dieses Reading, um dir das ganz klar zu machen!

Darum geht es und es geht um deinen Mut zum Risiko.

Weißt du, diese Sicherheit,
die man sich durch Anpassung erkauft,
ist doch auch nur eine scheinbare Sicherheit.
Jederzeit kann sie verloren gehen!

Sieh dich um in deiner Welt!
Schau in die fernen Länder.
Alles, ALLES kann verloren gehen:
die Familie,
die Freunde,
der Partner.

Wahre Sicherheit kommt nicht aus dem Außen.
Wahre Sicherheit kommt aus dem Innen heraus!

Du bist dir immer Gut,
du kannst Jederzeit Gut zu dir sein
und du kannst Jederzeit das Beste
aus der Situation für dich machen…

Du bist gerade so – wie du bist – absolut richtig,
bist so und nicht anders gewünscht von Einem,
der höher ist als alles Andere!
Du darfst dich so lieben, wie du bist.

U: Danke, Miranda.
Ich würde jetzt gerne die Fragen von Helen stellen.

M: Ja, gerne!

U: Was ist ihre Lebensaufgabe?

M: Sich dem Risiko zu stellen
und nicht in einer Erstarrung
der Entwicklung stehen zu bleiben,
die nur vermeintlich Sicherheit gibt.

Sich dem Thema „Mut zu sich selbst“ zu stellen,
Mut zur Individualität.

Sie hat viele Inkarnationen damit verbracht,
gerade das nicht zu leben,
was an ihr Anders ist als bei Anderen:
Über angepasst und ängstlich vermeidend,
sich selbst so zu leben, wie sie ist.

Die Gruppe war ihr allemal wichtiger
als sie selbst.
Für diese Angepasstheit wurde sie gut versorgt.
Aber sie opferte sich dafür!

Es ist eine Gelegenheit in dieser Zeit,
sich selbst wieder liebend Vertrauen zu schenken!
Du denkst, du bist ein Spielball der Anderen.
Aber so ist es eben nicht.
Du erwartest immer noch, versorgt zu werden:
Versorgt mit Liebe,
Achtung und
Zuwendung…

Aber du solltest dies Alles dir selbst geben!
Siehst du nicht, dass es darauf hinausläuft?
Du bist gekränkt
und du hast Angst!

Du denkst,
dass du etwas mit der Anpassung nicht richtig machst.
Denn würdest du es richtig machen,
dann würdest du doch bekommen,
was du brauchst!?

Das ist die Logik vergangener Inkarnationen!
Du bist Erwachsen
und du bist stark!
Du bist sehr verantwortungsbewusst!
Und du bist sehr gerne bereit,
Andere zu unterstützen!

Aber all das ist etwas,
was du dir selbst auch Geben lernen musst!
Und zwar unbedingt!!!
Werde so stark, wie du bist!
Das geht!

Aber es geht nur, wenn du dich traust,
das Risiko einzugehen,
in der einen oder anderen Angelegenheit
ganz Anders zu sein,
als man von dir erwartet!

Geh das Risiko ein,
dich selbst zu schützen.
Geh das Risiko ein,
dich selbst mit all dem zu erfüllen,
was dir wichtig ist.

Wage es, Unabhängig zu sein!

Ein Sklave liebt seinen Herren niemals!
Nur ein Freier kann freiwillig WIRKLICHE Liebe schenken!
Bedenke das, meine Liebe!

U: Sie fragt, warum du ihr Guide bist?

M: Ich war ihre Tochter,
ich war ihre Freundin
und ich war ihr Lehrer…
Wir sind  uns sehr verbunden.

U: Sie fragt:
Warum sie immer die gleichen Probleme mit Beziehungen hat.
Warum verliert sie den Kontakt immer wieder,
oftmals durch Dritte…

Was kann sie mit diesem Problem erkennen
und was kann sie ändern?
Warum zieht es sie so runter?

M: Voller Hingabe widmet sie sich dem DU!
Aber es ist,
als hätte sie einen schillernden Kristall vor sich:
Sie weiß einfach nicht, wer und wie dieses DU ist.

Helen, versuche bitte, rationaler zu sein.
Ich weiß, dass es schwer ist!

Aber bitte frage dich in jeder Beziehung:
Was WILL ich von ihm haben?
Was will ICH diesem Menschen geben?
Und frage dann, warum.
Und dann frage dann den Anderen!
Es geht nicht anders!

Immer, wenn du deine Erwartungen
in den Anderen hinein phantasierst,
wirst du zwangsläufig enttäuscht werden!

Du musst verstehen,
dass du erst Klarheit über die Ziele der Anderen bekommst,
wenn du dir Klarheit
über deine eigenen wahren Ziele geschaffen hast!

Du erwartest immer noch,
das Andere dich so intuitiv erfassen können,
wie du sie und ihre Bedürfnisse erfassen kannst.
Aber so ist es nicht!

Du musst lernen, ganz konkret
– auch in ganz alltäglichen Dingen –
zu sagen, was du willst und was du erwartest!
Nur so wissen die Anderen,
ob es für sie richtig ist oder nicht,
sich mit dir zu verbinden.
Nur so können tragfähige Kompromisse gemacht werden!

Du sollst lernen, dass es notwendig ist,
zu dir und deinen Ansprüchen offen zu stehen.

Seelen-Freundschaften, meine Liebe,
die werden hier im Jenseits erfüllt!
Auf der Erde können selbst die größten Seelenfreunde
sich als Gegner begegnen.
Darum geht es nicht!

Jeder, der dich dazu treibt,
dir selbst Aufmerksamkeit zu schenken, hilft dir!!!
Selbst dann, wenn er dich erst einmal enttäuscht!

Liebe – und ich meine jede Form der Liebe –
ist keine romantische Gefühlssache,
sondern eine sehr bodenständige Aufgabe,
in der nicht nur euer Gefühl,
sondern auch euer Verstand einbezogen werden muss!

U: Sie fragt,
was sie im Umgang mit ihren Kindern besser machen kann?

M: Oh, da gibt es einiges, was mehr Beachtung verdient!
Und auch das hängt mit dem zusammen, was ich gesagt habe.
Helen, wer ist in eurer Familie der Bestimmende?
Du?
Dein Mann?
Die Kinder?

Wird gemacht, was die Eltern wollen
oder wird gemacht, was die Kinder wollen?

Wer regiert? 
Die Kinder!

Warum?
Weil du deine Interessen nicht klar genug,
eindeutig und unverrückbar durchsetzt.
Keine Ausnahmen,
keine Kompromisse!
Lass dein Nein ein Nein bleiben
und dein Ja ein Ja!

Wie sollen sie dir vertrauen,
dass du sie schützt und verteidigst,
wenn sie deine Hilfe und Verteidigung brauchen,
wenn du dich nicht einmal vor ihnen
selbst schützt und verteidigst?

Wie sollen sie sich sicher fühlen,
wenn du dich und deine Interessen
selbst nicht zu sichern weißt
und bereit bist?

Wohlwollende Härte ist besser
als unklare Gefühls-Intervalle.
Konsequenz gepaart mit Zuversicht.
Sie leben dein eigenes Gefühlschaos.
Auch hier setze deine eigenen Bedürfnisse durch.

Du wirst kämpfen müssen und das behagt dir nicht.
Du wirst offensiv sein müssen, das macht dir Angst…

Aber es lohnt sich,
auch für deine Kinder!

Du wirst autoritär sein müssen,
sie brauchen das!
Sonst fühlen sie sich von dir völlig ungeschützt!
Du bist es, die Entscheidungen zu treffen hat!
Sie KÖNNEN das noch nicht.

Lass sie damit nicht allein,
nur weil du eine liebe Mami sein willst!
Besser, du bist eine liebende Mami!
Das ist nicht das Gleiche!
Das mit dem Nägelkauen ist WUT!!!

Denk darüber nach: 
Wie ist es denn, wenn man überfordert ist?
Da ist man so wütend!!!
Wer überfordert?
Zuerst einmal du dich selbst!
Deine Kinder werden auch wütend auf sich!
Sie merken doch,
dass sie nicht selbst schaffen können,
was sie brauchen.

Komm, jetzt nicht traurig werden:
Du hast alle Fähigkeiten und Unterstützung,
um das alles zu schaffen.

U: Wie kommt sie zu ihrer inneren Weisheit?
Hilft meditieren?

M: NEIN! 
Gerade das hilft dir nicht dabei!!!
Es hilft dir, Spannungen los zu werden…

Aber du gerätst auch in die Gefahr:
Dass du notwendige Spannungen verlierst, die du brauchst,
um dir darüber klar zu werden, was du brauchst
und die Energie zu finden, Umstände zu ändern.

Statt Realität
ein Versinken in einer Traum-gleichen irrationalen Geborgenheit.

Du kannst das gelegentlich tun, um dich mit uns zu verbinden,
aber nicht, um aus deiner Aufgabe zu fliehen!

U: Wie kann sie ihr Verhältnis
zu ihren Eltern und Geschwistern verändern?

M: Meine Liebe:
Ich sagte dir, du solltest lernen, dich so zu lieben, wie du bist.
Könntest du auch lernen,
dass sie dich so lieben dürfen,
wie sie nun einmal sind?

Wenn du dich liebst,
dann dürfen sie dich so lieben,
wie sie es nun einmal vermögen.
Du kannst an ihren Gefühlen zu dir nichts verändern!

Aber du kannst etwas daran ändern,
was es dir bedeutet:
Dass sie dich nicht so lieben, wie du es willst.

Alles, was ich sagte, dient dazu,
dich gerade in dieser Hinsicht freier und heiterer zu machen. 

Weil du unabhängiger davon bist,
in welcher Weise Andere dich lieben können.
Kein Anderer kann je ersetzen,
was DU dir selbst nicht gibst.

U: Ich danke dir, Miranda, und ich hoffe,
dass wir Helen damit helfen konnten.

M: Ich denke schon.
Ich möchte ihr noch etwas geben.
(Sie nimmt eine Stoffpuppe mit blonden Zöpfen aus gelber Wolle
und einem roten Tuch,
die sieht schon ganz abgelebt aus.)

Sie sagt: So eine Puppe macht,
was die Puppenmama sie machen lässt.
Sie sagt, was die Puppenmama sagen lässt.

Helen? 
Du bist NICHT die Puppe!
Du bist die Puppenmama!!!

Kein Anderer als du selbst bestimmt, was du spielst!