Elia: Was Albträume sind und wie sie entstehen.

Was Albträume sind
und wie sie entstehen.

Albträume sind in aller Regel die Zusammensetzung
mehrerer Erlebnisse in eurem Wachbewusstsein
mit einer Mischung aus Rudimenten dessen,
was ihr bei euren Jenseits-Aufenthalten im Schlaf erfahren habt.

Zuerst kommt die Angst.
Die Angst produziert Bilder in eurem Traumbewusstsein.
Diese Bilder, die sind eine Spiegelei, eine Fantasie,
da ist nicht viel rauszuholen.

Elia

 

Hajo: Eine Frage zu Albträumen.
Was genau sind Albträume?

Elia: Ich sagte euch schon über den Schlaf und die Albträume Bescheid.

Albträume sind in aller Regel die Zusammensetzung
mehrerer Erlebnisse in eurem Wachbewusstsein
mit einer Mischung aus Rudimenten dessen,
was ihr bei euren Jenseits-Aufenthalten im Schlaf erfahren habt.

Er kommt da häufig zu sehr wilden Vermischungen.

Albträume sind nichts Mystisches!
Aber sie sind durchaus Hinweis auf eure derzeitige Situation.
Sind ein Wink aus eurem Unterbewusstsein,
euch darauf aufmerksam zu machen,
wovor ihr euch zu sehr fürchtet.

In aller Regel kann man es reduzieren auf wenige Rudimente: 
Es ist eure Todesangst,
e
s ist eure Angst, nicht mehr einem sozialen Umfeld zu sein.
Und es ist eure Angst vor Einsamkeit.

Das ist es auch schon.
Das könnt ihr wirklich so weit reduzieren, wenn ihr es auf den Punkt bringt.

H: Ist es dann abhängig von der körperlichen Konstitution? 
Albträume kenne ich eigentlich daher, wenn ich zu viel gegessen habe.

Ja, das ist ein schönes Märchen, nicht wahr? 
Nein, warum isst du denn dann zu viel?
Da ist ja schon etwas nicht in Ordnung.

Da ist schon die Seele belastet:
Es gibt einen Punkt der Angst und der Not.
Die kommen dann ins Bewusstsein.

Warum isst man zu viel in so einer Zeit? 
Um sich zu schützen.

Vergiss nicht, lieber Hajo:
Ihr seid vom Körper her immer noch ein Steinzeitmensch.
Und ein Steinzeitmensch neigte dazu, besonders viel zu essen,
wenn der karge Winter drohte! 
Also Angst.

H: Oft hat man nach Albträumen Angst, als wäre es tatsächlich passiert.

Ja, weil die Angst das eigentlich Reale ist,
die eigentliche Ursache für den Albtraum.

Deshalb weicht die Angst auch nicht so schnell.

Die Angst ist es, wo hingeschaut werden muss,
aber bitte nicht die Angst mit ihren Bildern.

Zuerst kommt die Angst.
Die Angst produziert Bilder in eurem Traumbewusstsein.
Diese Bilder, die sind eine Spiegelei, eine Fantasie,
da ist nicht viel rauszuholen.

Aber man kann es reduzieren, zusammenfassen
auf diese wenigen Begriffe, die ich euch genannt habe.

Es ist die Angst, nicht mehr in einem sozialen Verband zu sein.
Es ist die Angst vor dem Tod, liebe Freunde!
Das ist das, was euch prägt.

Ihr seid alle soziale Wesen und ihr habt alle Angst
vor dem großen Nicht sein.

H: Ja, die Angst vor dem überhaupt nicht mehr existent sein.

Ja, genau. Das ist eine Grundangst, die ihr in euch tragt.

H: Aber das ist ja eigentlich anerzogen, weil:
Normalerweise wussten ja früher die Menschen,
dass es das Jenseits gibt und sie weiter existieren, oder?

Nein.

H: Ich dachte, in den Mythen war davon die Rede.

Das war schon die Folgeerscheinung. 
Noch viel weiter zurück zu den allerersten Menschen eurer Spezies.
Also ich spreche jetzt nicht von den beiden vergangenen Kulturen.

Da gab es den Tod. 
Unerklärbar: Eben noch hier, plötzlich tot, was ist das?

Und das hat immensen Schrecken ausgelöst in den Seelen
der völlig Ungebildeten und rein physikalisch orientierten Menschen. 
Es hat großen Schrecken ausgelöst.

H: Waren die damals nicht so wie die Tiere,
die halb im Jenseits, halb im Diesseits sind?

Nein, Nein, das war nicht so. 
Sie haben sehr viel spirituelle Energie gehabt, aber Tod war erschreckend.
Sie konnten sich immer mit dem Lebendigen verbinden.
Aber der Tod war erschreckend.

H: Kommen wir also jetzt erst in dieser Zeit zu dem Punkt hin,
wo wir erkennen, dass es im Jenseits weitergeht,
dass wir unsterbliche Seelen sind?

Nein, du verstehst es falsch. 
Es ist die Ambivalenz zwischen dem Bewusstsein,
immer zu sein und überall zu sein.

Ein solcher Mensch konnte
– wie ich eingangs schon mal sagte im ersten Buch –
selbst zum Wind werden, den er sah.
Er konnte selbst zum Gewitter werden, dass er erlebte,
konnte selbst zum Regen werden, der ihn traf.
Das war ihm möglich.

Er konnte sogar selbst zum Wolf werden, der ihn jagte!
Oder zum Mammut, das ihm begegnete.
Das war für ihn nie ein Problem.

Da geht es so ähnlich wie das, was ich eben erklärte bei den Tieren. 
Diese Imagination:
Sich durch gegenseitige Imagination verständlich machen.
Das war ihm möglich.

Und es war auch Teil seines Bewusstseins,
dass er ist, war und immer sein wird,
weil es die Wahrheit der Seele ist.

Aber dennoch war die Konfrontation mit Tod,
mit wirklich fühlbaren, sehbaren, riechbaren Tod
außerordentlich schrecklich. 
Noch viel mehr als heute.

Ihr habt heute viele, viele Konstrukte
und ihr habt viele Glaubenssysteme,
die versuchen, diesen Zwiespalt aufzuheben.
Das ist schon so.

Aber der Tod am Anfang der menschlichen Entwicklung
war ein großer Schreck.

Es gab ja noch keine spirituelle Erklärung für den Geist, Hajo. 
Der Geist, der war ja dem Menschen von Anfang an gegeben.

Es waren immer denkende Wesen, auch jene,
die unter primitiven Verhältnissen gelebt haben im Vergleich zu euch.
Sie waren immens intelligent,
waren denkende Wesen und haben versucht,
durch Logik zu ergründen, warum der Freund,
der gerade noch neben ihm stand, jetzt tot war.

Und es gab kein Futter für das Gehirn, dem logischen Teil für den Geist.
Es gab nichts, kein Angebot, dass den Geist ruhig stellte.
Und so entstand die Todesangst.

So entstand auch die Spaltung zwischen seelischer Gewissheit.
Nämlich der, immer gewesen zu sein und immer weiter zu sein
und dem logischen Verstand, der sagte:

Tod ist die Wahrheit, am Ende kommt immer der Tod.

Da ging das auseinander.
In dem Moment, wo die Intelligenz des Menschen voll entwickelt war,
kam es zur Spaltung dieser beiden Dinge und damit kam es zur Todesangst.

H: Gut, diese Spaltung haben wir ja auch, wenn Menschen sagen:
Mit dem Tod ist alles vorbei.
Dass sie das Leben nur vom logischen Verstand her verstehen wollen.

Ja. Aber ihr habt trotzdem Todesangst.

H: Ja, natürlich…

Und es gibt auch zu dieser abstrakten Todesangst,
die rein auf eurem Denken basiert
und die sich dann in Albträumen widerspiegelt,
auch die ganz kreatürliche Todesangst,
die notwendig ist, um euch am Leben zu erhalten.

Ihr hättet fast alle nicht eure Kindheit überlebt ohne Todesangst.
Das ist gar nicht denkbar.

Dann wäret ihr auf die höchsten Baugerüste geklettert
oder auf die höchsten Bäume
und wäret in die Untiefen eines Stromes geschwommen
an einem heißen Sommertag.

Ja, das ist ein Schutz vor einen frühzeitigen Tod.
Todesangst, kreatürliche Todesangst, die jeder hat.

Es gibt keinen Tod ohne Phasen der Todesangst,
es sei denn, es ist sehr plötzlich.

Todesangst kennt sicher jeder!
Ich spreche aber, wenn es um den Traum geht,
um die Kontroverse der Psyche.