Der Sinn des Lebens

 Der Sinn des Lebens

Vereinfacht gesagt, geht es hierbei darum,
sich der Sinnfrage des Lebens zu stellen:

Was ist der Sinn?
Warum bin ich hier?
Wohin werde ich gehen?

Elia

 

Ich möchte als nächstes darüber sprechen, was das Thema der erweiterten Bewusstheit innerhalb des Netzsystems angeht.

Dieses ist ein Schritt, der auf den Erfahrungen mit dem Du und der Verpflichtung zum Du
und auf dem Eingebunden sein in eine Kette der Ahnen beruht.

Das Bewusstsein, welchen Platz das Ich im Universum einnimmt, ist,
wie ihr euch unschwer denken könnt, vor allen Dingen ein religiöses, philosophisches Thema, das jeder Mensch in gewisser Weise berührt, nur wird es nicht jeder so bezeichnen.

Vereinfacht gesagt, geht es hierbei darum, sich der Sinnfrage des Lebens zu stellen.

Jeder Mensch, ganz gleich, in welcher Weise er an dieses Thema herangeführt wird – ob über eine religiöse Vorstellung, ob über philosophische Fragen, ob er besonders intelligent ist oder wenig intelligent ist – wird im Laufe seines Lebens mit dem Sinne seines Lebens konfrontiert werden.

Er wird sich fragen:
Was ist der Sinn?
Warum bin ich hier?
Wohin werde ich gehen?

Es ist eine sehr zentrale Frage, die darüber entscheidet, ob ein Mensch sich zufrieden und glücklich erlebt oder ob er in tiefe Depressionen fällt.

Sie ist so zentral, dass man im weitesten Sinne sagen kann:
Sie entscheidet über Leben und Tod.

Und zwar tut sie das in einem Alter, in dem die wesentlichen biologischen Abläufe bereits geschehen sind:
Die Kindheit ist vorbei, die Adoleszenz  ist vorbei, das frühe Erwachsenenalter ist in der Regel vorbei.
Und dann kommt ein Punkt, in dem jeder Mensch damit konfrontiert wird, ob er denn erfüllt hat, was es zu erfüllen galt,.
Und ob er erlebt hat, was er erleben wollte.

Und hier findet eine sehr entscheidende Entwicklung für die Seele statt.

Ist dieser Mensch sehr überlagert von den Vorstellungen seiner Gesellschaft und der Erziehung, so wird er den Sinne seines Lebens an äußeren Merkmalen versuchen, ausfindig zu machen:
An Statussymbolen
An seiner Funktion innerhalb gesellschaftlicher Schichten

Ist er jedoch unabhängig von diesen Meinungen anderer – von diesen „Viren“ –
so wird er versuchen, in sich selber eine Antwort auf diese Frage zu finden:
Ist dieses mein Leben?
Und ist dieses der Sinn meines Lebens?

Diese Phase findet häufig im Alter zwischen Vierzig und Fünfzig statt, manchmal auch noch in dem nächsten Jahrzehnt seines Lebens.
Es wird quasi eine Bilanz dieses Lebens gezogen und man schaut voller Angst auf das Ergebnis.

Wir werden sehr häufig im Leben gebeutelt von der Vorstellung, ein vertanes Leben geführt zu haben und wir wenden uns dann sehr leicht den einfachsten Antworten zu.

Ich möchte im folgenden Diktat die jenseitige Ansicht über dieses Thema wiedergeben.
Und ich werde hier zum ersten Mal sehr deutlich in gewisser Weise jene Toleranz verlassen, mit der ich bisher diktiert habe.

Denn hier geht es um etwas, worüber wir im Jenseits mehr wissen als ihr!
Und was über jedes Maß religiöser Einstellung und Wissen hinausgeht, was euch bisher vermittelt wurde.

Der Sinn eures Lebens ist die Frage danach, wie lebendig ihr sein möchtet!
Und damit ist es die zentralste Frage überhaupt.

Mehrmals in eurem Leben werdet ihr mit der Sinnfrage konfrontiert.
In der Regel geschieht das nicht freiwillig.
Sondern durch Ereignisse in eurer Biografie, die euch konfrontieren mit der Endlichkeit des Lebens an sich.

Es gibt Lebensperioden, die dazu besonders geeignet sind.

Dies sind auch unter anderem Verluste von Menschen, die ihr liebt,
Verluste von Dingen, die ihr liebt,
Verluste von Ansichten über euch, die ihr liebt.

Diese Anstöße sind die so genannten Planpunkte.
Sie werden stets erreicht, ganz unabhängig, wie ihr euch zwischen diesen Punkten entscheidet.
Sie sind unabänderlich und fast das einzig Unabänderliche in eurem Leben.

Die menschliche Seele bedarf eines äußerlichen Anstoßes, um sich mit dieser Thematik in aller Tiefe auseinanderzusetzen.
Nur sehr wenige Menschen gehen freiwillig diesen Schritt!

Es ist nicht immer so, dass es spektakuläre Ereignisse sind.
Es kann auch sein, dass es eine lange Periode der Unzufriedenheit ist, die dem zugrunde liegt.

Wie auch immer!

Wozu lebe ich?
Das ist die Kernfrage.
Und die Antwort begründet Lebens-Lust oder –Unlust.

Viele Religionen versuchen euch Menschen eine Antwort zu geben und das ist der Grund dafür, warum ich sage: Jede Religion ist gut.

Denn wer auf diese Frage: „Warum lebe ich, wozu lebe ich?“
keine Antwort findet, ist ein trauriger Mensch, ist ein schwacher Mensch, der kaum in der Lage sein wird, den Anforderungen des Lebens gewachsen zu sein.

Das Entscheidende ist dabei, dass jeder von euch sich dessen bewusst wird, dass er eine ganz persönlich Antwort auf die Frage finden muss.

Es wird in schweren Zeiten eures Lebens nicht ausreichend sein, dass ihr euch auf die Aussagen anderer beruft!
Selbst wenn diese anderen so wunderbare Menschen sind wie Jesus, Buddha, Mohammed oder die großen Philosophen.

Selbst dann reichen deren Antworten nicht aus, wenn es nicht in eurem Herzen eure ureigenste Antwort ist!

Viele von euch, die in christlicher Tradition erzogen wurden, versuchen den Sinn ihres Lebens darin zu sehen, dass dieses Gott eben wollte und darum gelebt werden muss.

Aber nur wenige finden in dieser Antwort jenen Trost, der sie durch die Tiefen ihres Lebens tragen kann.
Im Gegenteil: Sehr viele zerbrechen daran.
Sehr viele hadern mit Gott oder verwerfen ihn gänzlich, da er Dinge zulässt, die ihrem ethischen Empfinden nicht entsprechen.

Andere wieder wenden sich dem Buddhismus zu oder anderen östlichen Religionen, die euch von Karma sprechen.
Davon, dass ihr Schuld abzutragen habt.
Davon, dass ihr als Wesen immer ethischer werdet, immer reiner, immer vollkommener von Leben zu Leben.

Doch auch dieses trägt euch nur bedingt durch die Tiefen eures Lebens.
Nämlich dann, wenn es nicht eurer inneren Wahrheit entspricht, einzusehen, dass ihr noch nicht gut genug, perfekt genug seid.

Ihr Alle, auf welche Philosophie oder Religion ihr auch immer euch beruft, müsst eure eigene, individuelle Antwort finden.
Und die liegt tief in euch!

Es gibt eine Ursache des Lebens, es gibt eine Ursache eures Leidens.
Aber diese Ursache liegt weit entfernt von Schuld und Nichtschuld, von Willenlosigkeit und Schicksalsergebenheit.

Diese Ursache ist der feste Wille eures Gesamtselbstes – und ihr seid euer Gesamtselbst – sich zu entwickeln, sich in seiner Gänze zu entfalten.

Dieses ist der Sinn eures Daseins!

Ihr tragt dazu bei, dass euer Gesamtselbst sich mehr und mehr entfalten kann.
Einer Blüte gleich, die sich Blatt für Blatt öffnet, bis sie in voller Schönheit für Jedermann sichtbar ist, entwickelt sich euer Gesamtselbst.

Und ihr seid eines der Blätter, die sich entfalten. 
Schweres erlebt ihr, Einsamkeiten, Ängste, Verluste.
Und es ist eine falsche Frage, die ihr euch stellt, wenn ihr sagt: Warum muss ich das erleben?
Eure Frage sei: Wozu erlebe ich es?

Und ihr werdet die Antwort dazu nicht allein darin finden, dass es eurem Gesamtselbst dient.
Sondern so, wie ich euch von den Verknüpfungen sprach, dient auch das Schwere, das Leid den mit euch verknüpften anderen Selbsten.

So ist der Sinn eures Lebens sowohl euch zum Guten als auch allen Anderen, die mit euch verbunden sind.
Ja selbst die ganze Schöpfung, da sie miteinander verwoben ist, profitiert von dem, was ihr erlebt und erfahrt.
Denn das ist wirklich Karma.

Karma ist gelebtes Leben!

Karma ist die Erfahrung, die Verantwortlichkeit für sich selbst,
die Verantwortlichkeit dafür, Andere zu lieben.

Und nicht nur zu verstehen auf eurer rationalen Basis, sondern es zu lieben.

Wenn ihr alle Texte, die ich euch mitteilte, im Kontext seht, so seht ihr – wie die aufgehende Sonne am Horizont – den ersten Schimmer dessen, wie groß die Bedeutung jedes einzelnen Lebens für die gesamte Schöpfung ist.

Eure individuelle Erfahrung in der Auseinandersetzung mit Planpunkten wirkt sich auf sämtliche andere Wesen aus, wird sogar Teil der göttlichen Erfahrung.

Denn ihr seid – so wie auch ich – weil Gott sein will.

Ich möchte dieses Thema für heute beenden.

Denn ich halte dafür, dass wir diesen Text, so kurz er sein mag,
in seiner Reinheit erhalten, wie er ist.

Ich verabschiede mich für heute, es sei denn, du hättest noch Fragen, Hans-Jürgen.

Nein, ich glaube, für heute lassen wir es dabei.
Danke, Elia.