Borderliners

Schutzengel – Die Angst vor der tödlichen inneren Leere eines Borderliners.

Die Fähigkeit zur eigenen Identifikation

Die fehlende Identifikationsmöglichkeit
eines Borderliners
und die
Angst des Borderliners
vor der daraus folgenden tödlichen Leere.

Schutzengelkontakt

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Beate zu verbinden.

Ich stehe in einem Kohleschacht. 
Es ist dunkel, nur wenige Lampen brennen.
Vor mir steht ein Mann mit schwarzem Haar,
er trägt eine Art Zunft-Kleidung,
hat eine Lampe in der Hand,
in der eine Kerze brennt.

Das ganze hier wirkt im Vergleich zu Bildern,
die ich vom heutigen Bergbau kenne, sehr einfach.
Die anderen Bergleute schlagen den Stein mit den Hacken
und ich sehe nur Esel, die Kohle transportieren.

Der Mann mit dem dunklen Haar nimmt mich an der Schulter
und bedeutet mir, mit ihm raus zu gehen.

Der Lärm hier unten würde eine Unterhaltung
auch unmöglich machen.
Mir fällt auf, dass die anderen Männer
diesem Mann hier mit viel Respekt begegnen.

Wir kommen aus dem Schacht heraus
und er geht mit mir noch eine Leiter hoch.
Wir stehen jetzt draußen auf einem Berg. 
Unter mir sehe ich eine sehr schöne Mittelgebirgslandschaft,
die mich an den Harz erinnern würde,
aber die Berge sind weniger bewaldet, als ich es kenne.

G: Das ist der Harz, wir bauen auch keine Kohle ab,
sondern Silber.
Das hier ist das Jahr 1678.

U: Bist du der Guide von Beate?

G: Ja, das bin ich.
Und das hier ist eine unserer gemeinsamen Inkarnationen.
Hier heiße ich Hans, eigentlich Johannes,
aber so nennt mich niemand.

U: Wie soll dich Beate nennen?

J: Hans fällt ihr vielleicht schwer,
sie kann Johannes sagen,
das ist schon recht.

Siehst du, sie wird sich fragen, was das hier soll.
Eigentlich wäre es doch gut gewesen,
einen weiblichen Guide zu haben.
Das hätte das Vertrauen vielleicht leichter gemacht.
Denkst du nicht auch so?

U: Doch, das denke ich auch!

J: Aber das ist nicht so!
Es ist viel zu wichtig, sich der Auseinandersetzung
zwischen männlichen und weiblichen Kräften zu stellen.

Das ist ja gerade das Problem, um das es geht: 
Es geht um die Fähigkeit zur eigenen Identifikation.

Weißt du, wie wichtig das ist,
seine eigene Identifikation zu haben? 
Das ist die Basis für so viele andere Dinge!

Genau dieser Vorgang ist bei Beate gestört! 
Jede mögliche Identifikation ist
mit enormen Belastungen ihrer Seele verbunden.

Wer bin ich? 
Was bin ich?
Wie soll sie das sagen können,
ohne dass sie sich in ihrer Tiefe
emotional angesprochen fühlt?

Siehst du:
Wenn du dich glücklich fühlst in den Dingen,
die du tust, dann ist es leicht,
dich mit diesen Dingen zu identifizieren:
Du empfindest Glück,
wenn du Jemanden liebst…
Du empfindest Glück,
wenn du für uns arbeitest…
Du empfindest Glück,
wenn du deine Kinder ansiehst…
Du empfindest Glück,
wenn du dich auf einem Ausflug mit der Landschaft verbindest…

Hast du dich je gefragt,
wie es einem Menschen geht,
der diesen Zugang nicht hat,
weil er dieses Gefühl nicht hat?

U: Ich erinnere mich daran,
es auch nicht gehabt zu haben.
In der Zeit einer Depression fehlte es mir völlig!

J: Nein, da widerspreche ich dir! 
Da hattest du wenigstens noch deine Trauer
als Möglichkeit einer seelischen Resonanz auf das,
was du getan hast!
Es geht noch schlimmer!
Es gibt sogar noch das Fehlen der Trauer!

Das ist ein wirkliches Nichts!
Und glaub mir:
Nichts ist so erschreckend und grauenvoll
wie dieses Nichts!
Keine menschliche Seele ist geeignet, das auszuhalten.
Es erzeugt einen ungeheuren Druck, diese Leere zu füllen.

Egal womit:
Nur um alles in der Welt herauskommen aus dieser Leere!
Im Grunde erlebt keine Seele wirklich den Tod,
abgesehen von diesem Zustand.

Kein seelischer Zustand ähnelt so sehr
der menschlichen Vorstellung vom Tod wie dieser!
Und keiner bringt einen so abgrundtiefen Schrecken mit sich! 
Wie die Unmöglichkeit, sich mit was auch immer
identifizieren zu können!

Die Frage darauf,
was ich bin,
wer ich bin,
muss unbedingt beantwortet werden!
Denn davon hängt ab,
ob ich überhaupt bin!
Ich bin, weil ich eine Resonanz habe!
Habe ich diese Resonanz in mir,
in meiner Emotionalität,
dann bin ich mir selbst sicher.

Bekomme ich dies aber nicht,
weil meine Emotionalität von mir abgespalten ist,
kenne ich mein Selbst nicht,
bin mir nicht sicher,
ob ich überhaupt bin!

Dann gibt es nur eine einzige Lösung: 
Ich brauche dringend die Resonanz im Außen!

U: Was hat das mit Beate zu tun?

J: Beate muss verstehen, was passiert
und sie muss die Hintergründe begreifen,
um aus der gefährlichen Nähe
zu diesem Nichts fortzukommen!

U: Wie ist sie da überhaupt hineingeraten? 
Wir empfinden doch alle!
Schon lange vor unserer Geburt fangen wir an,
zu empfinden!

J: Das ist wahr. 
Aber wenn ein schweres Trauma geschieht
– ein unendlicher Schmerz meine Seele verletzt –
dann vermeidet die Seele es, zu empfinden,
sie distanziert sich davon.
Für eine Weile ist das gut und richtig!
Wehe aber, wenn es dabei bleibt!
Verlassen zu werden,
kann ein solches Trauma sein
genauso wie körperlich verletzt zu werden.

Bei Beate ist beides geschehen!

Die Dinge, an die sie sich erinnert, sind nur Bruchstücke: 
Sie kann den Zugang nicht finden,
ohne sich dem Schmerz zu stellen…
Und sie kann sich dem Schmerz nicht stellen,
ohne wieder in den Schutz
des nicht Empfindens zu geraten. 
Ein Teufelskreis!

Aber ich werde sie nicht in diese alte Verletzung führen,
weil das viel zu früh ist. 
Welchen Sinn hat das?

U: Nun, sie wüsste dann,
dass ihre Vermutung richtig ist,
dass sie nicht böse ist!
Weil sie es vermutet…
Das wäre doch eine große Hilfe!

J: Wäre es das?
Nein, das wäre nur eine weitere Unfähigkeit,
sich selbst ins Gleichgewicht zu bringen…
Eine Möglichkeit, die Verantwortung für sich selbst
auf einen Anderen abzuwälzen.

Es wird ihr reichen müssen, wenn ich sage: 
Du wurdest,
als du weniger als drei Jahre alt warst, verletzt!
Du musstest dich vor deinen Gefühlen schützen
und seither bist du nicht wieder
zu deiner vollen Emotionalität gekommen.

Du wurdest auch danach verletzt,
aber da warst du schon so weit
aus deiner Empfindungsfähigkeit heraus,
dass dich das nicht mehr so getroffen hat!
Wenn du darüber erzählst, dann so,
als wäre es einer Anderen geschehen.

Und führt man dich dort hin,
anzunehmen, dass du!! es warst,
dann staunst du
und verstehst die Aufregung nicht!

Wer kein Ich mehr hat,
der empfindet auch die Verletzungen
des Ichs nicht mehr?
Das glaubst du? 
Das ist ein völlig falscher Glaube! 
Es ist der Glaube eines Kindes!

Es wird Zeit,
Erwachsen zu werden!
Es wird Zeit, nicht nur zu rekapitulieren,
was geschehen ist,
sondern den Zusammenhang
zwischen deinem Fehlglauben von Damals
mit deinem Jetzt zu EMPFINDEN!

Das weißt du alles, Beate,
aber darum geht es nicht.
Was nützt es dir,
wenn du weißt,
was in deiner Vergangenheit geschehen ist?

Es gibt nicht eine einzige Zelle deines Körpers,
die noch exakt die Gleiche ist wie zu jener Zeit.
Das ist deine Vergangenheit.
Was nützt es, diese zu beleuchten? 
Kannst du sie ändern? 
Nicht eine einzige Sekunde
deiner Vergangenheit kannst du ändern!

Alles was du ändern kannst,
liegt im Hier und Jetzt! 
Gelingt es dir, das zu ändern,
dann änderst du auch deine Zukunft.
Nichts Anderes zählt wirklich,
nichts Anderes hat Bedeutung!

Siehst du:
Schmerz zu empfinden,
ist noch die stärkste Emotion überhaupt!
Schmerz,
Hass,
Selbstverachtung…
Das soll gehen? 
Das soll reichen?
Was ist mit Freude?
Mit Hoffnung?
Mit Liebe?
Mit Vertrauen?
Mit Geborgenheit?
Mit Achtung?
Mit Leichtigkeit?

Das nicht?
Ausgerechnet das nicht?
Wer gewinnt da,
wenn du so weiter machst?
Wem gibst du damit ungeheure Macht?
Dir? 
Irrtum!
Deinen Peinigern!

Wenn ich dir jetzt den Namen sage,
das befreit dich? 
Irrtum!

Das entbindet dich nur davon,
selbst verantwortlich dafür zu sein,
ob du ein erfülltes Leben führen wirst oder nicht.

Ich MUSS das Leben eines unglücklichen
– nein schlimmer noch –
eines unwerten Menschen führen,
weil der da mir was angetan hat!

Oh, Beate, sieh doch ein,
dass du ihm!
damit viel zu viel Macht gibst.

Das ist deine Macht!
Du bist Diejenige,
die über dein Leben entscheidet,
niemand sonst!

Aber es liegt ganz bei dir!
Ergreife deine Macht,
nimm deine Selbstverantwortung an…
Oder bleibe Opfer bis zum letzten Atemzug
und darüber hinaus!
Ja, darüber hinaus! 
Der Tod ist keine Lösung!

Das Einzige,
was du von ihm zu erwarten hast,
ist die Unmöglichkeit,
das Ergebnis zu verändern.

So lange du lebst,
kannst du ändern,
was geschehen ist,
kannst du ein anderes Ergebnis herbei führen.

Uta, ich möchte nun Beates Fragen beantworten,
dies soll als Basis dienen,
damit sie meine Antworten versteht.

U: Gut, danke!
Ihre erste Frage ist: 
Wer du bist?
Ob du schon immer ihr Guide warst
und warum du es bist!

J: Ja, ich war von Anfang an ihr Guide. 
Ich bin, wie du siehst,
ein ehrenwerter Mann gewesen (lacht).
Diese Inkarnation hier war nur Eine von Vielen,
in der es um nichts anderes ging,
als zu lernen,
Verantwortung zu tragen
und doch ein fröhliches Herz zu haben.

Siehst du:
Ich war hier der erste Steiger,
von mir hing sowohl das Leben meiner Kameraden ab
als auch der Gewinn des Fürsten an dieser Mine!
In diesem Leben lernte ich zu unterscheiden
zwischen meiner Möglichkeit und Verantwortung,
die Dinge zu bewirken
und der Demut,
meine Grenze der Verantwortung
und Handlungsmöglichkeit zu finden! 
Das war nicht einfach!

Am Anfang schwankte ich zwischen beiden Extremen: 
Entweder hielt ich es für denkbar,
dass Alles von mir abhing
oder ich hielt es für denkbar,
dass alles, was ich tat, völlig von Dingen abhing,
auf die ich keinen Einfluss hatte. 
Ich musste lernen, zu unterscheiden
und das tat ich auch.

Siehst du, ich hätte es nicht lernen können,
wenn ich nicht für mich selbst,
für mein seelisches Gleichgewicht die Möglichkeiten
und Grenzen meiner Verantwortlichkeit begriffen hätte.

Du denkst, was dir geschah, war unerträglich hart. 
Beate, es war hart, aber unerträglich? 
Das ist dein GLAUBE!

Sieh dir die Geschichte an! 
Sieh dir an,
wie Kinder zu meiner Zeit behandelt wurden!
Die Folgen des dreißigjährigen Krieges
lebten in den Werten meiner Gesellschaft! 
Ein Menschenleben galt wenig,
das Leben eines Kindes nichts!

Dennoch: 
Wir waren keine Generation von Selbstmördern! 
Das seid ihr! 
Warum?
Weil ihr eure Verantwortung
für euch selbst und euer Glück abgebt!
Das ist ein Fehl-Glaube eurer Generation!

Segensreich sind die Erkenntnisse
seelischer Verletzungen und ihrer Folgen aber nur dann,
wenn ihr aufhört, daran zu glauben,
dass diese Folgen irreversibel sind!

Es ist die Hoffnungslosigkeit,
die ihr damit verknüpft,
die euch von uns unterscheidet.

Ein Mensch,
der eine schwere Kindheit überstanden hatte,
galt bei uns als stark! 
Empfand sich schon deshalb als Sieger!
Bei euch herrscht die Ansicht vor,
dass er damit
ein für allemal Opfer bleibt,
unfähig, sein eigenes Lebensglück zu gestalten.

Wenn es uns doch nur gelänge,
euch aus dieser Mutlosigkeit zu lösen!
Wenn es mir doch nur gelänge,
dich daraus zu lösen!

U: Sie fragt, ob du ihr sagen kannst,
was mit ihr als Kind passiert ist?

J: Was die Wahrheit ist? 
Sie traut ihrer Wahrnehmung nicht. 
Ihre Wahrnehmung ist echt. 
Sie wurde missbraucht,
aber sie soll aufhören, sich damit zu quälen.

WO ZU dient es ihr? 
Nur da zu, eine Begründung zu finden
für ihren Mangel an Lebensfreude.

Noch einmal! 
Obwohl geschah, was geschah,
ist es deine Aufgabe,
deine Verantwortung für deine Lebensfreude zu tragen!
Keine Frage,
nicht eine einzige Frage danach,
wie es dir gelingt,
dich deines Lebens zu freuen!
Aber ich will es dir trotzdem sagen
und es ist mir die größte Freude,
es dir zu sagen!

Es ist deine Lebensaufgabe,
für dich selbst verantwortlich zu sein!

Du denkst,
das tust du schon? 
Ach, Liebes, nein, nein, noch nicht!
Du bist dafür verantwortlich,
dass du ein gesegnetes, glückliches Leben führst.
Was gehört dazu? 
Nun zuerst einmal,
dass du deine Vergangenheit loslässt!
Nimm sie nicht als Entschuldigung dafür,
dass du schlecht für deine Gefühle sorgst!

Dann ist es deine Aufgabe in diesem Leben,
Verantwortung für die Gefühle Anderer zu übernehmen!

Das musst du lernen: 
Du löst in Anderen Gefühle aus
und bist für die Folgen verantwortlich.
Und du musst lernen,
aus dir selbst heraus wirkliche Selbstachtung zu entwickeln.

Was denkst du:
Wie kannst du das am Besten tun?
In dem du dich in allem,
was du tust und sagst, fragst: 
Wenn ich das jetzt mache,
stärkt es meine Selbstachtung oder nicht?
ES IST DEINE AUFGABE,
DICH SELBST ZU ACHTEN!
Benutze nicht die Vergangenheit,
um die Zukunft zu verhindern, Liebes,
lass das doch bitte sein!

Angst? 
Oh ja, das alles macht eine ganze Menge Angst!
Oh ja, es gehört jetzt sehr, sehr viel Mut dazu,
wieder ALLES! fühlen zu wollen!
Auch das Gute.
Gut: Schmerz,
Verzweiflung
und Wut zu fühlen,
ach, das kannst du…
Aber echtes Glück? 
Was ist?
Traust du dich? 
Traust du dich, zu lieben?

Es wird vermutlich Weh tun…
Beate, diese Leere der Emotionslosigkeit
tut noch viel weher!

Man braucht weniger Mut zum Unglücklich sein
als zum Glücklich sein,
wusstest du das?

Es ist deine Aufgabe, dafür zu sorgen,
glücklich zu sein.

Nein, nein, ich spreche nicht von Euphorie,
die ohne jede realistische Begründung aufkommt,
weil man gerade mal etwas bekommt,
was man sich gewünscht hat.

Du weißt selbst,
wie lange dieses Glück anhält!
Nein, ich spreche von einem
tiefen Ausgefüllt sein,
von reifer Zufriedenheit.
Vom Einverstanden sein mit sich selbst
und von dem Glück, das man erlebt,
wenn man im Frieden mit sich ist.

Im Frieden mit sich,
mit seiner Vergangenheit,
seiner Gegenwart…
Davon rede ich. 
Das zu erreichen,
hat deine Seele sich vorgenommen.

Du bist mutig,
das warst du schon immer,
du hast dir etwas sehr Wichtiges vorgenommen (lächelt).

U: Damit hast du schon die Frage
nach ihrer Lebensaufgabe erfüllt.
Sie fragt vorher, warum sie überlebt hat?
Ob du dafür gesorgt hast,
dass sie nicht sterben kann?

J: Oh nein, da muss ich sie enttäuschen! 
SIE! hat überleben wollen.

Ja, das glaubt sie nicht! 
Aber das ist die Wahrheit! 
Ihre Seele weiß,
dass sie ihre Aufgabe noch nicht erfüllt hat
und sie weiß, was das bedeutet.

U: Was bedeutet das?

J: Sie wird unter der gleichen Aspektierung
eine weitere Inkarnation machen. 
Das ist nun einmal das Prinzip des Karmas.

Sie hat die Selbstverantwortung
in einer anderen Inkarnation völlig aufgegeben,
hat sich ganz dem Willen Anderer überlassen.
Nun muss sie ihre eigene Kraft und Macht zurück erobern 
genauso, wie ich es hier getan habe!
Ganz genau so!

U: Sie fragt, ob ein Kontakt zu ihrem Vater wichtig wäre?

J: Für deinen Vater wäre es wichtig, Beate!
Frage dich: 
Trägt es zu meiner Selbstachtung bei?
Ich denke schon,
denn es ist keineswegs alles so,
wie du denkst.
Er war es nicht, Beate!

Gleichwohl hat er dir Schmerz bereitet,
weil er deine Weiblichkeit
und deine Intelligenz nicht ehrte.
Ein Vater muss seine Tochter ehren,
weil sie eine Tochter ist. 
Das ist sehr, sehr wichtig!
Sonst ehrt sie ihre weibliche Seite selbst zu wenig.
(Beate kann es sein, dass dein Vater tot ist?
Ich habe den Eindruck,
dass sich jemand aus dem Jenseits melden möchte?
Oder ist das ein Großvater…
In jedem Fall ein männlicher Verwandter.)

U: Beate fragt, warum sie allein ist,
ob Einsamkeit Teil ihrer Lebensaufgabe ist?

J: Ihre Lebensaufgabe besteht darin,
nicht von Anderen zu erwarten,
sie aus ihrer Einsamkeit zu befreien. 
Sondern sich selbst daraus zu befreien,
in dem sie Andere aus deren Einsamkeit befreit!
Deine Aufgabe ist,
dass du deine Verantwortung
erkennst und ergreifst.

Nein, du hast keinesfalls genug getan! 
Bedenke, dass du Gefühle auslöst in Anderen!
Lerne zu reflektieren,
welche Gefühle das sind! 
Beobachte Ursache und Wirkung.

Du kannst alles ändern,
aber nur, wenn du deine Blickrichtung veränderst. 
Erwarte nicht von Anderen,
wozu du selbst noch nicht bereit bist!

Beate, wann wirst du das verstehen?
Es macht mich traurig zu sehen,
wie überflüssig dein Leid ist.

U: Sie möchte wissen, wie sie es ändern kann,
dass sie sich immer selbst im Weg ist?

J: Ha! 
Ja, genau das GLAUBT sie: 
„IMMER mache ich alles falsch!“

Nein, sie macht es nur immer NOCH
nach einem überholten Muster.
Das ist alles!
Sie kann es ändern,
ich sagte ja, wie!

U: Wo kann sie Unterstützung bekommen?

J: NIRGENDWO!

Solange sie selbst es nicht ist,
die sich unterstützt…
Solange sie nicht
nach ihrer Macht zur Veränderung greift…
Solange sie
an den Schäden der Vergangenheit klebt…
Solange sie nicht bereit ist,
ein emotionales Risiko einzugehen,
solange kann Niemand ihr helfen.

Ändert sie das,
kann Alles und Jeder ihr helfen.
Dann hilft ein Spatz auf dem Dach,
ihr ein Lachen zu geben
und an die Schönheit des Lebens zu glauben.

U: Ich danke dir sehr, Johannes!

J: Ich bin froh,
dass Beate diese Gelegenheit ergriffen hat.

Es tut mir leid, wenn ich harte Worte fand. 
Aber es ist so schwer, ihr klar zu machen,
wie überaus wichtig es für ihre Seele ist,
aus den alten Fesseln heraus zu finden.

Sie ist wie ein Tier,
das in einem Käfig aufwuchs!
Der Käfig ist längst offen,
die Freiheit und Lebensfreude
nur einen Schritt weit entfernt…
Doch das Tier hat Angst,
es bleibt lieber im Käfig.
Wer, was kann da helfen?

Beate, ich liebe dich
und es schmerzt mich, zu sehen,
was du mit dir machst.

Am meisten schmerzt es mich,
wie du vermeidest,
die guten und schönen Gefühle in dir
wieder Lebendig werden zu lassen.

Aber ich hoffe sehr,
dass dieser Appell an deine Selbstachtung dich aufwühlt
und dich wieder zu einem
lebendigen Teil unseres Netzwerkes macht.

Dass du herausfindest aus deinem Schlaf der Seele,
der eher ein Koma ist denn gelebtes Leben.
Lebe!
Fühle, riskiere es,
lebendig zu sein!
Verstehe,
das du Teil eines Ganzen bist
und dennoch für dich selbst verantwortlich.
Niemand nimmt dir das ab,
niemand darf es dir abnehmen!

Du bist eine erwachsene Seele! 
Lege ab, was kindisch ist
und ziehe an, was dir die Ehre gibt.

U: Ich danke dir, Johannes
und sage Lebewohl in der Hoffnung,
dass wir Beate helfen können.