Borderline

Kontakt für eine Frau, die an Borderline Symptomen leidet

Kontakt mit dem Schutzengel von Babsi, die an Borderline Symptomen leidet

Für Babsi scheint die Zeit still zu stehen.
Was bewegt sich schon, alles dreht sich im Kreis, wiederholt sich nur.

Wo ist der Ausweg, wo ist ein Ziel, tausend Möglichkeiten und dann doch keine mehr, was ist da der Sinn?

Weißt du, dass es ohne Sinn nicht geht? Das wir, ohne unserem Leben einen Sinn zu geben, nicht leben können?“

Kontakt mit dem Schutzengel von Babsi, die an Borderline Symptomen leidet


Ich bitte meinen Guide Josef, mich mit dem Guide von Babsi zu verbinden.

Ich werde auf ein weitläufiges bäuerliches Gelände geführt, das hier sind anscheinend alles Pferdekoppeln, ich sehe ein weites Land, in einiger Entfernung stehen Tannen, weiße , einstöckige Gebäude, überall Pferde, schöne Pferde, sehr gepflegt.

Im Hintergrund ein großes Haus, fast ein Schloss. Ein Eisentor wird mir gezeigt, darauf sind zwei Elchschaufeln zu sehen.

Ich stehe vor diesem Tor, ein kleiner Mann kommt, er trägt eine schwarze Schirmmütze, eine doppelreihige Wolljacke und Stiefel: „Na komm Kindchen, komm rein…“sagt er.

Wir gehen ein Stück über das Gelände und dann in eine Art Bauernhäuschen, es scheint nur aus diesem Raum zu bestehen, ein Ofen ist an, ein Teekessel steht darauf, über dem Ofen hängen Kräuter und Apfelscheiben, die wunderbar duften.

Ein Sofa steht da, rot, mit hoher Rückenlehne, ein einfacher Tisch und drei Holzstühle, an den Wänden sind viele Bilder und Fotos von Pferden, alle Schwarz-Weiß. Und Medaillen hängen an der Wand.

Der Mann zieht seine Jacke aus, facht das Feuer im Ofen an und setzt sich mir gegenüber auf das Sofa. Er hat dichtes weißes Haar und blaue freundliche Augen, ein rundes Gesicht, obwohl er nicht dick ist, und einen weißen dichten Schnurrbart.

P: „Na Kindchen, da staunst du, einen solchen Guide hat das Babsi nicht erwartet. (Er lächelt.) Na, das hier war die letzte Inkarnation und dies hier mein letzter Abend, ich bin hier geboren, habe hier gelebt und ich werde hier sterben, alles in diesem Häuschen.
Weißt du wo wir sind?“

Uta: Nein.

P: „Das ist berühmt, das ist Trakehner, wir schreiben das Jahr 1928 und ich war hier ein Trainer. Früher als ich jung war, war ich Reiter, aber das ist lange her.

Ein gutes, sattes Leben: Ich habe alles gehabt, was der Mensch haben kann, Liebe und Hass, Hunger und Völlerei, Einsamkeit und Gesellschaft, alles hatte seine Zeit, heißt es nicht so?
Alles hat seine Zeit, ja, ja…

Für Babsi scheint die Zeit still zu stehen.
Was bewegt sich schon, alles dreht sich im Kreis, wiederholt sich nur.
Wo ist der Ausweg, wo ist ein Ziel, tausend Möglichkeiten und dann doch keine mehr, was ist da der Sinn?

Weißt du, dass es ohne Sinn nicht geht? Das wir, ohne unserem Leben einen Sinn zu geben, nicht leben können?“

U: Ja.

P: „Nu, was hab ich gesagt?“

U: Das wir ohne Lebenssinn nicht leben können.

P: „Ne, ne, Utachen, du musst richtig zuhören!
Ich habe gesagt, dass wir, ohne unserem Leben einen Sinn zu geben, nicht leben können.
Siehst du, Mädchen, den Unterschied?“

U: Also wir sind es selbst, die unserem Leben einen Sinn geben?

P: „Na siehst du, nun hast du es verstanden (lächelt und gießt mir Tee mit Milch ein.)“

U: Kannst du mir sagen, wie du heißt?

Peter: Ja, na, ich bin doch ein altes Männchen, das nicht an die Höflichkeit denkt, na so was, ne, ne auch!

Peter ist mein Name eigentlich Ludwig August Peter aber, mir war immer der Peter lieber.
Ich habe mir überlegt, ob ich mich für das Babsi ein bisschen als hübscher Jüngling zeige oder als starker Mann, aber, ne, habe ich gedacht, der Peter hier, der Opa von ganz Trakehnen, das ist gerade der Rechte. (Lacht.)

Ich habe viele Inkarnationen gehabt, ich war schön, reich, stark…
Aber ich war nie weiser, nie liebevoller als in dieser hier.

Mag sein, es war das Land, mag sein, es waren die Pferde, mag sein, es war meine polnische Mutter oder auch alles zusammen. Aber in dieser Inkarnation wurde ich ein weiser, alter Mann.

Und das Babsi, das schaut auf das Herz, das schaut schon lange nicht mehr auf die Fassade (zwinkert mir zu).

Aber manchmal sieht sie schlecht, dann denkt sie sich: Wo gibt es nur die guten Herzen? Gibt es denn nur eine Fassade?

Ja, na ja, das kommt darauf an, wohin man guckt. So, (reibt sich die Hände) und nun an die Arbeit!

U: Das ist schön, Babsi fragt, was sie gegen die Einsamkeit machen kann, woher sie kommt?

Peter zieht die Augenbrauen zusammen: Hm, hm, nu, wie sagen wir ihr das? Das ist ein großes Problem für meine kluge Freundin, es ist eine Glaubensfrage, nicht wahr?

Es war einmal ein kleines Fohlen, so ein süßes Kleines, das hat die Welt noch nicht gesehen. Na, was waren wir alle stolz!

Die Stute war da, eine treue Mutter diesem Fohlen, aber es gab viele Stuten zu der Zeit und die Mutter war abgelenkt und leckte es und schleckte es nur wenig.

Da kam aber immer mal diese und mal jene Stute und leckte und schleckte unser Fohlen und so dachten wir, es ist alles in Ordnung. Und die Tantchen kamen und leckten und schleckten unser Fohlen, dass es eine Freude war.

Doch dann fiel es mir auf: Wenn die anderen Fohlen so behandelt wurden, dann sprangen sie und hüpften, dass eine Freude war, es anzusehen.

Aber unser kleines Fohlen hier, das liess sich alles geduldig gefallen, aber es wollte einfach nicht fröhlich sein.
Da half nichts, es war immer nur geduldig.

Da begann ich mir Sorgen zu machen.
Eines Nachts, ich war beim Otto gewesen und wir haben ein bisschen getrunken und ein bisschen geredet über Gott und die Welt.

Da ging ich an der Koppel vorbei, die hinter der Stall von unserem Fohlen war und der Max, der Schlawiner, hatte vergessen, die Stalltür zu schließen und unser Fohlen, na was denkst du, wo es war?

Es war nicht bei seiner Mutter geblieben, ne, es stand da auf der Koppel mitten in der Nacht und sah hoch zu den Sternen, es stand ganz still und schaute immer nur hoch.

Und ich fragte mit meinem Herzen – du musst wissen, mit Tieren kannst du mit dem Herzen reden – da fragte ich also: Was tust du da mitten in der Nacht, was schaust zu den Sternen, statt im warmen Stall zu sein bei deiner Mutter?

Und weißt du, was es sagte? Es sagte: Was soll ich im Stall, er ist mir fremd. Und was soll ich bei meiner Mutter, sie ist mir auch fremd!

Ich gehöre nicht hierher, mir gehöre in eine andere Zeit, in einen anderen Himmel, was soll ich nur hier, wo alles so fremd ist und so ganz anders?

Siehst du, Kindchen, so ist es mit unserem Babsi: Heimweh hat sie, so schlimmes Heimweh. Und sie weiß nicht, warum ihr alles nichts taugt.

Na, weil einer, der Heimweh haben will, nicht sehen kann, was die Neue Heimat bietet. Verstehst du?

Was der Babsi fehlt, ist, andere zu spüren. Ich meine: wirklich zu spüren!
In ihrem Kopf nimmt sie die anderen wahr, in ihrem Herzen aber nicht, da ist sie Heimweh-krank.

U: Babsi ist also nicht von dieser Welt?

P: Na doch! Was fragst du! Babsi ist ein Mensch, genauso wie unser Sternenkind ein Fohlen war.

Aber unser Sternenkind und unsere Babsi, die GLAUBEN, dass sie hier fremd sind.
Und das ist ein Glauben, der aus ihrer frühen Kindheit kommt. Die Stute tat ihre Pflicht, aber nicht mehr, denn sie war abgelenkt.

Und Babsis Mutter war auch abgelenkt, und weißt du was?

Das Fohlen und die Babsi waren genau so wie ihre Mütter: abgelenkt! Sie haben zwar bekommen, was sie brauchten, aber sie haben es nicht empfunden.

Die Nähe, die man ihnen gab, war nicht ihre Realität und deshalb denken sie, dass sie ganz fremd sind, weit weg, so ganz anders, Sternenkinder eben.

Aber ihr Heimweh ist eine Phantasie! Sie sind irdisch und sie sind genauso wie andere, nur sie fühlen es nicht, Verbundenheit fühlen sie einfach nicht, es berührt nicht ihr Herz.

Weißt du, was ich mit dem Fohlen gemacht habe? Ich habe es gerieben und gestreichelt, ich habe es ganz eng mit der Stute zusammen in den Stall gestellt, damit es immer diese Wärme fühlt. Dann wurde es nach und nach gut!

Nun, wir können der Babsi nicht die gleiche Behandlung vorschlagen, das brauchen wir auch nicht.

Ich sagte ja, das ist eine Glaubensfrage und der Glaube, dass sie nicht von hier ist, dass sie fremd ist, ganz anders als andere, den muss sie auflösen!

Das Fohlen war ein wirkliches Fohlen und Babsi ist ein wirklicher Mensch, das ist die Wahrheit.

Dass sie die Verbundenheit mit anderen nicht bis in ihr kleines Herz fühlt, das ist ein großer Schmerz, aber sie kann, wenn sie es zulässt, fühlen.

Nur so lange sie daran glaubt, hier in der Fremde zu sein, hat sie Heimweh: Heimweh nach einer Heimat, die es nicht gibt, Heimweh nach der Nähe zu einer Mutter, die abgelenkt war. Verstehst du?

Das ist kompliziert, aber das ist der Grund für ihre Einsamkeit und das ist der Grund, warum sie nicht leben will!

Aber auch das ist eine Glaubensfrage. Babsi ist nicht satt am Leben, ganz im Gegenteil!
Sie ist so hungrig, nur sie hat es leid, nach Nahrung zu suchen, die ihr schmeckt.

Aber weißt du was? Sie kriegt ja ihre Nahrung. Nur wenn sie die hat, dann spürt sie nichts, das ist das Problem, nichts anderes, so wie das Fohlen das Schlecken und Lecken nicht gespürt hat.

Sie braucht Hilfe dabei, sie muss sich Hilfe suchen!

Kindchen, was du da trägst, ist nicht deine Last, das ist die Last deiner Großmutter. Schau nur, wer wurde als Fremde abgelehnt, wer durfte nicht da sein?

Du bist das nicht! Aber du hast aus Liebe zu ihr das Fremd sein in der Welt übernommen. Gib es zurück, Babsi, gib es der zurück, zu der es gehört.

(Anm.: Bitte, lies dir das Thema Ahnen auf unserer Seite durch.)

Du hast so viel versucht, du spürst diese Distanz zu allen anderen und du willst ja Gemeinsamkeit haben, aber das geht ja nicht.

Weil du die falschen Signale gibst, solange du daran glaubst, Heimweh haben zu müssen, so lange du daran glaubst, fremd sein zu müssen!

Nun geh und gib es ab und dann wirst du üben müssen. Weißt du, dein Gehirn wird es üben müssen, Nähe und Verbundenheit zu empfinden.

Das ist das Problem: Es ist wirklich so, dass ganz neue Verbindungen in deinem Gehirn wachsen müssen, denn sie wurden in deiner frühen Kindheit nicht gebildet.

Aber auch das schaffst du, verstehst du?

Es beginnt eine neue Geburt und jetzt! Erst jetzt, Kindchen, mein Mädchen, kommst du wirklich auf die Welt.

U: Ich hoffe, sie versteht es und sie findet gute Helfer!

P: Nu ja, was wir tun können, das tun wir auch. Bis hierher sind wir schon gekommen, dann wird es auch weitergehen.

U: Sie fragt, nach wem oder was sie sich so sehnt?

P: Sie fragt es und glaubt es zu wissen. Nein, nein, nicht nach der fernen Heimat, nicht nach dem Geliebten hinter den Sternen, ne, ne.

Du sehnst dich danach, Liebe zu empfinden!, die man dir gibt.

Nicht nach Liebe! Du kannst lieben, das meine ich nicht.

Aber es wirklich bis in die Tiefe auch zu spüren, wenn du sie bekommst, das ist es. Dass dein ICH berührt wird, das ist es.

Du sehnst dich danach, zu leben, nicht danach, zu sterben, ne, ne.

Aufgehen in aller Liebe, die es gibt?

Ach, liebes Mädchen, später einmal. Aber erst einmal wirst du lernen, zuzulassen, eine von Millionen anderen Menschen zu sein, und zuzulassen, berührt zu werden von dieser Tatsache.

Deine Aufgabe suchst du? Das ist eine deiner Aufgaben und wenn du sie gelöst hast, dann kommt die nächste.

Dann wirst du lernen, dein Bewusstsein für die Wünsche und Bedürfnisse der anderen zu vervollständigen. Und du wirst lernen, die Dinge zu genießen, die das Leben hier auf der Erde dir schenkt, ohne zu fragen, ob du es mit Sicherheit für immer behalten kannst.

Dann wirst du lernen, dich unterstützen zu lassen, wo andere dir voraus sind, ohne dich dabei hilflos zu fühlen.

Ja, und du wirst lernen, dass wir immer nur den Moment besitzen, sonst nichts. Nicht die Vergangenheit, nicht die Zukunft, nur den Augenblick.

Und du wirst lernen, dass es wundervoll ist, im Hier und Jetzt zu haben, was dir das Leben bietet.

Wenn du es willst, wenn du deinen Glauben loslassen willst, dass du nicht von hier bist.

U: Danke, Peter, ich hoffe sehr, dass ihr das hilft. Sie fragt auch noch, ob du manchmal ihre Hand hältst.

Peter wird rot: Ja, das tue ich, was konnte ich sonst tun, du ahnst nicht, Kindchen, wie groß ihre Einsamkeit ist!

Aber ich möchte ihr trotzdem etwas sagen: Nun, so wie es ist, hast du Fähigkeiten, bist du medial. Aber bitte sei vorsichtig, wenn es um dich selbst geht, da bist du leicht zu täuschen.

Bitte, wende es niemals für dich an, für andere ja, aber niemals für dich, das ist mein dringender Wunsch.

U: Gut, das werde ich ihr sagen, Peter. Ich denke, damit haben wir alle Fragen beantwortet, möchtest du ihr etwas sagen oder geben zum Abschluss?

P: Ja, ich habe ein Geschenk für meine liebe Freundin. (Er nimmt aus der Ecke des Raumes ein kleines Säckchen, darin liegt ein kleiner Baum mit Wurzeln.)
Ich will, dass sie den pflanzt und beobachtet, so lange sie lebt.

Der Baum, damit er prächtig wird, braucht tiefe Erde unter sich, braucht dichte Wurzeln. Wenn er das nicht bekommt, wird er ein Bonsai, er sieht dann aus wie ein Baum, aber er ist es nicht, das ist eine Täuschung.

Im Grunde ist er nur ein Kind, das nicht wachsen durfte und darüber alt geworden ist!

Und ich schenke ihr das hier, damit sie sich an mich erinnert: Ein kleiner goldener Anhänger mit einer Elchschaufel darauf.

Und nun sage ich meiner lieben Freundin: Ich bin immer da, du bist nicht fremd und du bist nicht allein, aber du bist ein kleines Fohlen in der Nacht, das sich so fremd und soweit weg fühlt wie die Sterne! Es wird besser, wenn DU ES WILLST!

U: Ich danke dir, Peter, und ich sage Lebewohl!