Schutzengel – Der Sinn von Sucht oder: Ich muss beweisen, dass ich Dreck bin!

Der Sinn von Sucht
oder
Ich muss der Welt beweisen, dass ich Dreck bin!
Ein Guide-Reading über den Hintergrund
von Alkoholismus und anderen Drogen

Ich bitte meinen Guide Elia,
mich mit dem Guide von Stephanie zu verbinden.

Ich stehe im Innenhof eines großen Gebäudekomplexes.

Fachwerkbauten, wie ich sie
aus meiner norddeutschen Heimat kenne,
die in einem weitläufigen Quadrat zueinander stehen.
Und eine große, schöne, alte Kirche.
Der Unterteil ist romanisch,
darauf wurde anscheinend im gotischen Stil weiter gebaut.

Hier im Innenbereich wurde ein wunderschöner Garten angelegt.
Es blühen viele Rosen, aber auch Kräuter.
Eine wahre Augenweide!
Es ist still hier,
nur aus dem Inneren der Kirche höre ich einen Frauenchor singen.

Als ich mich frage, wo ich wohl bin,
antwortet eine warme Frauenstimme hinter mir:
„In der Heide. Dies hier war mein Zuhause am Ende meiner Tage.“

Ich drehe mich nach der Stimme um und vor mir steht eine Nonne.

Sie hat eine merkwürdige Tracht.
Sie trägt keinen Schleier, sondern eine sehr große, weiße Haube
mit weit ausladenden Spitzen rechts und links,
dazu ein weites, schwarzes Kleid.
Sie trägt ein großes Kreuz aus Silber mit einem Amethysten
in der Mitte.

Ihre Ärmel hat sie hochgekrempelt und ich sehe,
dass sie Blut an den Fingern hat.

Guidin lachend:
Nun ja, manchmal ist das auch ein blutiges Geschäft, komm mit!

Wir gehen durch einen schmalen Durchgang in ein Gebäude
und ich höre schon von weitem das Schreien eines Säuglings.

Dann öffnet sie eine Zimmertür
und ich werfe über ihre Schulter hinweg
einen Blick auf eine Wöchnerin,
die anscheinend gerade entbunden hat.

Sie hat ein Neugeborenes im Arm und strahlt die Nonne an.
Flüsternd sagt die Frau: „Danke, heilige Schwester!“
Dann wird die Tür wieder geschlossen.

U: Ah, du warst eine Hebamme!

G: Oh ja, eine Hebamme.
Wenn es nötig war!
Aber vor allem war ich hier Mutter und Vertraute in einem.

Siehst du, das hier ist eine unserer ganz speziellen Aufgaben.

Wir sind hier, um jungen verstoßenen Frauen zu helfen
oder auch solchen, denen es droht, verstoßen zu werden.

Sie sind schwanger, die armen Dinger!
Und sie wissen nicht, was sie tun sollen.
Es gibt keine Hilfe außer durch finstere Machenschaften.

U: Arme Mädchen, die uneheliche Kinder bekommen?

G: Ha! Nein, nein, die wissen sich zu helfen, glaub mir.
Nein, das hier sind reiche Mädchen,
die ungewollt schwanger werden!

Nu, man gibt sie ins Kloster, die missratenen Töchter!
So einfach ist das!

Die Eltern sind damit fein raus
und die jungen Frauen haben wenigstens die Chance,
ein ehrbares Leben weiterzuführen.

Das hier ist die Mitte des 19. Jahrhunderts.
Man legt Wert darauf, dass der angebliche Anstand gewahrt wird!
Koste es, was es wolle!

Und glaub mir, diese Anstandsregeln hat mehr
als einem der armen Dinger das Leben gekostet,
ehe wir uns entschlossen haben, ihnen zu helfen.

U: Was wird aus den Kindern?
Ich vermute:
Die Mütter werden sie nicht mitnehmen, wenn sie gehen?

G: Nein, natürlich nicht: heimliche Geburten und heimliche Kinder.
Die meisten Kinder vermitteln wir in Ziehfamilien.

Diese Familien werden in aller Regel
von den Familien der Frauen unterstützt, die zu uns kommen.
Und gelegentlich sind es auch die Damen der Gesellschaft selbst,
die bei uns entbinden
von einer Frucht der Liebe, die nicht erlaubt war.

Siehst du, meine Liebe, ich zeige dir das hier,
weil es um Doppelmoral und ihre Folgen geht!

Es geht darum, auch noch aus dem Schlechten, das es gibt,
Gutes zu wirken!
Und es geht darum,
wie man die eigene Seele aus der Sackgasse der Sinnlosigkeit führt.

U: Kannst du bitte mehr über dich selber sagen?

G: Mein Name ist Schwester Emertina Maria Stephania.

Schwester Emertina sollte genügen.
Dies hier ist, wie ich schon sagte, das Ende meiner Inkarnation.

Der Anfang begann hoffnungsvoll.
Ich wurde in einem wohlhabenden Haus geboren,
mein Vater war Staatsdiener bei Hofe.

Wenn wir auch nicht reich im eigentlichen Sinn waren,
so hatten wir doch niemals wahre Not.
Ich war ein hübsches junges Mädchen und eine große Träumerin.

Ich hatte nicht die leiseste Ahnung von der Welt,
als ich mit 18 Jahren an einen Cousin verheiratet wurde.

Ich glaubte, ihn lieben zu müssen und tat, was erwartet wurde.
Nur das Erwachen aus meinen Träumen kam schneller,
als ich dachte.

Er war ein Mann ohne Gefühle!
Er war ein Mann, der sehr viel mit Geld spekulierte
und sehr viel Geld brauchte.
Anfangs war ich geblendet von seinem Lebensstil.
Wir lebten in verschiedenen Städten: Paris, London, Wien.
Überall machte er Geschäfte.

Welcher Art die waren, erfuhr ich nicht.
Er führte seine schöne junge Frau vor
und die Herren der Gesellschaft waren entzückt.
Und ich war geschmeichelt.
Doch schon nach kurzer Zeit erbat mein um 20 Jahre älterer Gatte einen „kleinen“ Gefallen, mit dem ich ihn und damit uns
aus einem finanziellen Engpass helfen sollte.
Du ahnst es schon?

U: Du wurdest von ihm verkuppelt?

E: Ja, das wurde ich und das wurde ich zunehmend öfter!
Und es raubte mir den Verstand.
Ich floh schließlich zu meinen Eltern.

Aber die – wie wohl tief betrübt (lacht ironisch) –
schickten mich zurück und erbaten zwar meinen Gatten,
nun mehr achtbar mit mir umzugehen.

Aber mich wieder aufzunehmen,
wäre ein furchtbarer Skandal für die Eltern gewesen.
Also ging es weiter.

Mein Gatte selbst
hatte keinerlei körperliches Interesse mehr an mir,
aber schulte mich, um auch Ansprüchen
der reichsten Geschäftspartner zu genügen.

Aus Sorge, dass ich ihm
durch meine geistige Verdrehtheit zum Nachteil gereichen könnte, gab er mir Opium.

Eine Sitte, die damals aus China nach Europa kam
und in den Kreisen, in denen wir verkehrten,
ein begehrter Zeitvertreib wurde.

Ich fand keinen anderen Trost als diesen
und so floh ich die Wirklichkeit meines Daseins
in den bunten Träumen des Giftes.

Mehr und mehr brauchte ich davon!
Doch mein Gatte wusste mich stets ausreichend zu versorgen.
Nie soviel, dass ich die Haltung verlor!
Und nie so wenig, dass ich zur Besinnung kam. 

Bis ich eines Tages feststellen musste, dass ich schwanger war!

Als ich es merkte, umnebelt vom Gift,
war es für einen Abbruch bereits zu spät.
Oh, wie tobte er!
Er schlug mich,
er trat mich,
er drohte, er weinte…

Nichts, was er nicht versuchte,
um dieses Kind in mir zu töten!
Aber es half nichts!
Ich wollte dieses Kind, ich wollte es unbedingt!

MEIN! Kind:
Dieses Kind kam auf die Welt.
Heimlich, im Verborgenen, brachte ich meine kleine Tochter
nachts in einer Kirche zur Welt!
Es war der einzige Platz, der mir einfallen wollte…

Ich wurde gefunden von einem braven Pater
und klagte ihm schließlich all mein Leid!

Siehst du: Und hier begann mein Wunder!
Dieser Pater kannte nicht – wie viele seines Standes –
die Doppelmoral einer Gesellschaft!
Die sich nach außen hin lustfeindlich gab,
aber hinter verschlossenen Türen Menschen, die unterlegen waren, an ihrer Lust sterben zu lassen.

Er nahm mich auf und meine Tochter.
Er versorgte uns und er teilte mit mir
die grausamsten Tage meines Lebens:
als das Gift langsam
und unter furchtbaren Schmerzen meinen Körper verließ.

Er pflegte mich und er hielt mich,
bis ich aus den Klauen des Giftes heraus kam.

Meine Tochter aber war zu schwach,
um die Vergiftung in meinem Leib zu überleben.

Sie starb, während ich nach Gift verlangend
stundenlang an die feste Türe meines Zimmers schlug. 

Sie starb am Gift, das ich ihr gegeben hatte in meinem Leib,
während ich um dieses Gift bettelte!

Das war etwas, was mir die Augen öffnete!

Nein, nein, nicht dafür, dass es falsch war, Opium zu nehmen.
Ich hatte immer gefühlt, dass es falsch war.

Aber etwas anderes war falsch, ganz falsch!
Es war falsch:
Denen zu gehorchen, die dir vorschreiben wollen,
welche Last du in deinem Leben zu tragen hast!

Es war falsch:
Sich in solche Abhängigkeit zu begeben,
dass du dich selbst dabei verlierst!

Es war nicht nur falsch!
Es war tödlich und es war MÖRDERISCH!

Siehst du, liebe Uta, und hier findet meine Erfahrung
mit denen Stephanies zusammen.

Oh, Stephanie weiß,
dass es falsch ist, sich zu besaufen.
Ja, ja, ich nenne es so: Suff.
Wollen wir es doch nicht verniedlichen!

Sie liebt ihre Kinder,
sie liebt sie so sehr…
Und sie möchte um ihretwillen aufhören damit!

Aber das geht nicht,
ohne an die eigentliche Ursache zu kommen.
Weißt du, was meine eigentliche Ursache für meine Sucht war?

U: Na, ja ich denke:
Der Ekel vor den Freiern…

E. lacht: Ach was, das hatte ich schnell überwunden!
Nein, nein, es war der Ekel vor mir selbst!
Siehst du:
Mir war durchaus klar,
dass ich diesen Gatten verlassen konnte.

Ich war jung und kräftig
und nichts und niemand hätte mich aufhalten können,
ihn zu verlassen.

Ich träumte oft davon,
mir eine Schiffspassage nach Amerika zu besorgen
und dann heimlich zu verschwinden,
um dort ganz neu anzufangen.

Weißt du, warum ich es nicht getan habe?
Weil es so UNSICHER! war.

Es war unsicher, wovon ich dort leben sollte!
Womit ich mir Unterkunft und Nahrung hätte verschaffen sollen.

Also blieb ich und ließ alles mit mir machen!
Hauptsache SICHER!

Und das war es, was mich so anwiderte an mir selbst!

Ich glaubte meinem Gatten schließlich:
Ich war im Grunde genommen nichts als Dreck.
Und um diesen Gedanken ertragen zu können,
brauchte ich Opium, um vor ihm zu fliehen.

Mein ganzes Verhalten mit diesem Gift
war ein einziger Aufschrei meiner Seele!
Schaut her!
Helft mir, seht doch nur, was ich von mir halte.

Wer befreit mich von diesem Gedanken:
Dass ich Dreck bin?

Sinnlos, mein ganzes Leben ist vollkommen sinnlos!
Gibt es denn keinen, der mich davon befreit?

Meine Seele schrie um Hilfe,
aber mein Verstand wollte SICHERHEIT!

Ist das nicht völlig paradox?
Wie paradox es ist,
dafür öffnete mir der Tod meiner Tochter die Augen.

Mein geliebter Pater tat etwas Wunderbares:
Er sah meine Verzweiflung, er sah,
wie beschmutzt und schuldig ich mich fühlte!

Und wie das wiederum dazu beitrug,
mich erneut nach der betäubenden Wirkung
des Giftes zu sehnen!
Und er brachte mir Opium.

Er legte es vor mich hin und sagte: 
Nimm es! 
Nimm es nur!
Dann ist deine Tochter umsonst gestorben!
Und dann ist sie genau solch ein Dreck wie du!

Siehst du!
Und da konnte ich nicht mehr!
Es ging nicht.
Ich dachte,
damit hätte ich es nun ein für allemal überwunden.

Aber er sagte: Nein!
Das ist nur eine von vielen Möglichkeiten,
der Welt zu beweisen, dass du Dreck bist!

Und das ist es doch, was du willst, nicht wahr?

Du willst der Welt UNBEDINGT beweisen, dass du Dreck bist!

Wenn du kein Opium mehr nimmst,
wirst du Wermut nehmen!
Und wenn es das nicht ist, wird es etwas anderes sein.
So lange du glaubst, dass du Dreck bist!

Und so lange wirst du nicht frei sein!

Stephanie!
Liebe dumme, kleine, kluge, raffinierte Stephanie:
SOLANGE DU GLAUBST, DASS DU DRECK BIST,
WIRST DU NICHT FREI SEIN!

Wer lässt dich das glauben?
Wer nahm dir deine Ehre?
Wer lässt dich so gering von dir denken?

Du selbst?
Ach UNSINN!

Sieh dir deine Mutter an…
Schau hin…

Weißt du noch, wie sie dich als kleines Kind angesehen hat?
Erinnerst du dich daran, wie sie dir in die Augen sah?
Erinnere dich an den Blick!

Siehst du nun, wer der Erste war
– der dir sagte, ohne ein einziges Wort zu verlieren –
was du bist?

Und?
Bist du der Ansicht, dass sie UNBEDINGT Recht behalten muss?
Warum?

Du forschst und forschst immer und immer auf der Suche danach,
WAS GENAU mit dir nicht stimmt!
Lag es in vergangenen Inkarnationen?
Liegt es am Stand der Sterne zu deiner Geburt?

Etwas so UNHEIMLICHES muss es sein!
Dass nicht einmal deine eigene Mutter dich ansehen kann,
ohne dass du in ihren Augen
Widerstand, Vorsicht und Abneigung liest.

Stephanie, nichts davon, einfach GAR NICHTS davon ist wahr!

Du bist ein entzückendes Kind gewesen.
Das war es!
Du warst entzückend und damit gefährlich.
Deine Präsenz allein war schon gefährlich,
deine Kraft zur Selbst-Durchsetzung gefährlich!

Dein Zorn musste unterdrückt werden!
Dein Stolz musste unterdrückt werden!
Deine Lust musste unterdrückt werden!

Nicht nur deine Mutter, auch dein Vater begriff:
Dass es gefährlich war,
etwas wie so ein überaus entzückendes Kind zu haben.

Wer weiß, wer weiß, wozu es verleiten kann?
Sehr gefährlich!

Und dein Mann?
Ui, so eine gefährliche Frau!
Was wird aus ihm, wenn die entdeckt, wie stark sie ist?

Gott sei Dank glaubt die ja schon, dass sie Dreck ist!
Und Gott sei Dank ist ihr das sichere Elend lieber
als eine unsichere Freiheit.

Da muss man nur immer wieder klar machen, dass sie Dreck ist!
Und schon kann man sich selbst
in seiner Position wieder sicher fühlen.

Pst, Pst!!!
Still, nicht weiter sagen!
Stephanie darf es auf keinen Fall wissen:
Sie ist stark…
Sie hat mächtige Kräfte in ihrer Seele…
Ui, ui… GEFÄHRLICH!

Wenn die erst merkt, wer sie wirklich ist,
dann können wir alle einpacken!
Dann ist es aber vorbei mit unserer Macht über Stephanie!

Stephanie, schau:
Ich verurteile weder deine Eltern noch deinen Mann.

Sie alle wurden von deiner Seele ausgewählt, damit du lernst:
Dich selbst so wertvoll zu halten, 
dass du bereit bist, jedes Risiko einzugehen,
um deine Ehre zu retten!

Es nützt dir nichts, wenn dir von Anderen bestätigt wird,
dass du wunderbar bist!
Das musst du selbst tun, damit es dich auch trägt.
Deshalb hast du diesen schweren Weg gewählt!

Aber wir wissen beide: JETZT! geht es um Alles oder Nichts!

Entweder wählst du jetzt das Risiko,
frei zu sein und ganz von vorne anzufangen!
Oder du kommst in deinen eigenen unsinnigen Vorstellungen
über den Unwert deiner Existenz um.

Entweder fängst du jetzt an,
DEIN Leben zu leben
oder dich hält nichts mehr auf.

Du hast Angst…
Du hast solche Angst davor,
wie es sein wird ohne Gift.
Aber du hast noch viel mehr Angst davor,
wie es sein wird, wenn du wirklich frei bist!

Aber weißt du, DAS ist es, was deine Seele will!
Ihre Individualität leben, ja doch!

Du BIST anders als Andere…
Du hast andere Ideen, Werte, Kräfte…
Ja, doch, du BIST! UNHEIMLICH…….. Stark!

Freiheit!
Diese Kräfte in dir, dieses Ungewöhnlich-Sein,
das will frei sein, will gelebt werden…
Alkohol?
Das soll nun die einzige Freiheit!!!??? sein,
die du dir zu erlauben wagst?

Stephanie, NIEMAND hat das Recht bekommen, zu beweisen,
dass DU Dreck bist!
Wer auch immer diese Phantasie von dir hat,
der hat zutiefst Unrecht!

Es ist nicht deine Aufgabe, die Lügen Anderer
über den Sinn deiner Existenz aufrecht zu erhalten.

Aber siehst du: So wie ich aus dem Leid, das ich erlebte,
herausfand und damit zur Helferin all jener wurde,
denen es ähnlich ging wie mir!
So wünsche ich mir auch für dich eine Aufgabe:
Mit denen du jenen hilfst, die sich selbst für Dreck halten!

Mein Pater hatte Recht: Die Leere, die entsteht,
wenn das Gift weicht, wird durch ein anderes Gift gefüllt!
Es sei denn, man füllt diese Lücke mit Nächstenliebe!

Der einzige Weg,
um dir selbst zu beweisen,
dass du kein Dreck bist, ist der: 
Anderen zu helfen.

Es ist nicht genug, wenn du sagst,
dass du deinen Kindern keinen Kummer mehr machen willst!
Geh darüber hinaus!

Du weißt doch selbst, wie gerne du Anderen hilfst!
Tu es!
Du wirst eine wunderbare Helferin sein!

Und glaub mir: Alle Kräfte des Himmels werden dir zur Seite stehen.

Aber zuerst musst du dich von deinem Zwang befreien,
den Beweis zu LIEFERN, dass du Dreck bist!
Schluss damit!

U: Ich danke dir sehr.
Aber Stephanie hat einige Fragen,
wenn du die bitte noch beantworten könntest.

E: Das Meiste ist gesagt!

U: Ich weiß.
Ich stelle nur die Fragen, von denen ich glaube,
dass sie noch offen sind:

Kennt Stephanie dich aus anderen Inkarnationen?

E: Nein, ich bin nicht ihr einziger Guide.
Ich kam zu ihr, als sie ihren Mann kennen lernte.
Aber wir sind hier auf meiner Ebene gute Freunde.

U: Sie fragt, ob ihre Alkoholsucht eine Besetzung ist?

E. Nein, sie sucht nach einer guten Entschuldigung.
Nein, sie ist nicht besetzt!

Aber sie ist vergiftet von der Idee:
Nichts wert zu sein!
Und dass es besser sei, wenn sie handlungsunfähig ist.
Dazu habe ich alles gesagt.

U: Was ist das für eine Problematik mit der Mutter?

E: Das hat tatsächlich karmische Ursprünge!
Beide waren einander mehrfach Opfer und Täter
und nie haben sie einander vergeben!
Sie haben sich gegenseitig viel angetan!

Es wäre gut, wenn wir dieses Problem lösen könnten.
Sie ist nicht ausreichend in den Regressionen
an das Problem gekommen.

Außerdem geht es hier sehr um deine Weiblichkeit, Stephanie.

Deine Mutter hat aus alten Inkarnationen dich als Rivalin erlebt.
Deine Weiblichkeit wurde beschmutzt!
Und sie will gar nicht, dass du es anders siehst.

Versuch bitte, da heraus zu kommen!
Solange du der Ansicht bist, „Schmutzig“ zu sein,
kannst du nicht ausreichend für dich kämpfen!

Deine Weiblichkeit ist gut und du hast das Recht darauf,
entzückend zu sein!

Du bist und warst niemals eine Rivalin für deine Mutter!
Das ist eine unbewusste Übertragung.

Ich sehe keinen anderen Weg,
als hier noch einmal einige Regressionen zu machen.

Die Regression, die du hattest, war echt,
aber du bist noch nicht tief genug gekommen.

U: Weshalb kann sie sich nicht durchsetzen?

E: Oh, Uta, die Gründe habe ich erklärt.

U: Weshalb findet sie nicht den richtigen Mann?

E: Stephanie, weil du von dir selbst zu gering achtest!
Weil du ausgerechnet die Dinge für Unrein an dir hältst,
die Wunderbar sind!

So lange du das Theaterstück von Vater und Mutter spielst
und du dabei die Mutter bist:
So lange spielst du in der Liebe nicht DEIN Stück!

Und so lange hast du die falschen Männer!

Sieh dir an, wo du dich selbst ausbremst,
wo du einfach übernimmst, was deine Mutter vorgibt!

Und wo du deine Liebe selbst nur benutzt,
um wieder einmal zu beweisen, dass du „Dreck“ bist!

Das gehört alles zusammen!

U: Weshalb hat sie solche Lebensängste?

E: Nein, nein. Sie hat keine Lebensängste!
Sie hat Angst davor, stark zu sein!

Mächtig!
Selbstbewusst!
Sich das nehmend, was sie zum Glücklich sein braucht!

Sie hat Angst davor, glücklich und selbstbewusst zu sein.
Weil sie ihre Mutter so sehr liebt!
Dass sie der unbedingt Recht geben muss!
Das ist eine alte karmische Last
und sie hat die wunderbare Möglichkeit:
Sie zu verlieren!
Lade sie ein, Uta!
Es wird Zeit!

U: Okay, aber das könnte schwierig werden mit drei Kindern!

E: Nein, sie denkt ohnehin darüber nach.

U: Gut.
Sie fragt:
Was kann ich tun, damit meine Kinder glücklicher werden?

E: Oh, das weiß sie!
NATÜRLICH aufhören, zu saufen.
Aber VOR ALLEM!: Sich selbst endlich als das sehen,
was sie von Geburt an ist:
Stark!
Gut!
Und ungewöhnlich!

U: Schön, dann danke ich dir und ich hoffe,
das wir Stephanie damit helfen können.

E: Oh, das hoffe ich auch.
Ich möchte ihr noch etwas schenken:
(Sie gibt mir eine Feder und ein kleines Tintenfass
und ein kleines Buch. )
Ich möchte, dass sie schreibt!

Sie soll schreiben:
Was war und
Was wird!

Und ich schenke ihr dieses hier:
(Sie gibt mir eine kleine Kette, ein Herz in Rot,
das mit goldenen Strahlen eingefasst ist.)
Weißt du, was das ist?
Ein befreites Herz!
Und nun Lebewohl!

Und sag ihr:
Es ist nicht wahr, dass Frauen Sünderinnen sind,
weil sie ein Kind aufgeben mussten!

Es ist auch nicht wahr, dass sie Sünderinnen sind,
weil sie ihre Mutter sehen, wie sie ist!

Und es ist erst recht nicht wahr, dass sie Sünderinnen sind,
weil sie überhaupt weiblich sind!

U: Danke, ich werde es ihr sagen.
Und nun Lebewohl und vielen Dank!