mediale Begabung

Elia – Keine Seele ist je allein!

Das Miteinander sein…
Ihr ahnt nicht einmal, wie viele mit euch sind.
Dieser Moment hat Verbindung zu so vielen Seelen.
Ihr kennt davon die Wenigsten und doch spürt ihr sie.
Elia

Zu Gast ist Ursula.

Elia. Guten Abend, liebe Freunde.

Hajo. Guten Abend, Elia.

Ursula. Guten Abend.

E. Wie schön, in einer dunklen Nacht wie dieser beieinander zu sein,
nicht wahr?
Miteinander sein: wie wichtig das ist.
Ihr drei könnt Zeugen sein, wie wichtig das ist.
Keine Seele ist je allein.

Miteinander: Ihr ahnt nicht einmal, wie viele mit euch sind.
Dieser Moment hat Verbindung zu so vielen Seelen.
Ihr kennt davon die wenigsten und doch spürt ihr sie.

Mit dir, meine Liebe, sind so viele.
Und es ist die Zeit, zu erfahren,
dass du in einem riesigen Miteinander bist:
jenseits jeder Grenze,
jenseits des Sichtbaren und dennoch wahr.

Jenseits der Worte und dennoch wahr.
Dies ist, meine Liebe, deine hohe Zeit.
Wie Ebbe und Flut sich abwechseln.
Nun ist die Zeit der Flut,
nun ist die Ebbe vorbei.
Stell deine Frage.

U: Zunächst mal:
Uta und Hajo haben ja schon Arbeit für mich getan mit deiner Hilfe
und dafür wollte ich mich zunächst mal bedanken.

E: Warum dankst du mir?
Weder ich noch meine Freunde haben Dinge getan ohne dich.
Wir können nichts tun ohne dich.
Danke dir von Herzen!
Denn deine Seele, die hat es verdient, dass du ihr dankst.

Sie ist es, die sehenden Auges so viel auf sich geladen hat,
weil sie so viel erreichen möchte.
Wir, wir sind wie Blumen auf dem Weg.
Es wird noch viel mehr Blumen geben, du wirst sehen.
Nun aber stell deine Fragen.

U: Ich hab vor einiger Zeit eine Seele getroffen, die sehr tief war.
Die tiefe und nach meinem Gefühl sehr alte Gefühle
in mir ausgelöst hat, an die Oberfläche gebracht hat.
Und ich habe das Gefühl,
dass es für mich sehr wichtig ist, herauszufinden,
woher diese Gefühle kommen.

E: Es ist wichtig, zuerst einmal festzustellen,
dass du sie erst einmal hast!
Dass es diese Realität deiner Wahrnehmung gibt.
Es ist etwas wie ein Sonnenstrahl,
der durch die Gitter eines Gefängnisses gefallen ist!
Und er zeigt: Das Gitter ist so morsch
und man muss nur dran rühren und steht in der Sonne.

Miteinander sein: Das hast du gefühlt.
Seele begegnet Seele: Das hast du gefühlt.

Es ist etwas sehr Großes in der menschlichen Wahrnehmung,
wenn dies geschieht.
Von Seele zu Seele reden: wortlos.
Verstehst du, was ich meine?

U. Zum Teil ja, zum Teil nicht.
Denn das Gefühl, das ich damals hatte, war:
eine große Wut, ein Ärger, ein Hass.
Wie kann man den Sonnenstrahl hassen,
der das eigene Gefängnis aufbricht?

E. Du weißt doch, wie das ist,
wenn ein Mensch sehr lange in einem Bett gelegen hat,
nicht wahr?

U. Hm.

E. Wie seine Muskeln immer weniger werden,
wie seine Gelenke sich versteifen!
Nicht wahr?

U. Hm.

E. Nun stell dir vor, zu so einem Menschen träte ein Heiliger
und der sagt zu ihm:
Steh auf, nimm dein Bett und wandle!
Was – denkst du – fühlt er für den Heiligen?
Na? Zorn!

U. Warum?

E. Weil das Gefängnis, weil das Bett, weil das Elend,
weil die Ohnmacht vertraut ist und sicher.
Es ist so sicher, wie dass die Nacht auf den Abend folgt,
dass auch der morgige Tag ein furchtbarer Tag wird.
Aber das zumindest ist sicher!

Der Sonnenstrahl, der durch die Gitter fällt und zeigt,
dass in Wahrheit nichts dich von der Freiheit trennt
außer ein wenig Rost, der zeigt etwas sehr Schmerzliches auf:
Es ist nicht leicht, in die Freiheit zu gehen.
Es ist nicht leicht, ins Licht zu gehen,
wenn ich das Dunkle gewohnt bin.

Du musst selber gehen!
Der Sonnenstrahl bringt nur die Helligkeit der Erkenntnis,
er holt dich nicht heraus.
Du musst selber gehen!

Diese Wut ist alt, du kennst sie aus alter Zeit.
Deine Frage ist, ob dieser Mann dir schon einmal begegnet wäre.
Das tat er.
In der gleichen Funktion.
Du hast ihn nicht geliebt dafür! 
Aber dieses Mal, dieses Mal, dieses Mal hab Mut,
bleib nicht in der Dunkelheit, rüttele an deinen morschen Gittern.

Danke kannst du der Sonne sagen, dass sie es hell macht.
Freiheit ist eine große Angelegenheit, sie hat ihren Preis!
Das weißt du.
Dieses Mal bist du bereit, den Preis zu zahlen!
Du bist bereit, aufzustehen, dein Bett zu nehmen und zu gehen.

Am Anfang, meine Liebe – und nur am Anfang –
tut jeder Schritt weh.
Aber mit jedem Schritt gewinnst du das Leben.
Das willst du doch: lebendiges Leben fühlen, dann handeln.
Erleben, nicht nur erdenken.
Lebendig sein ohne Angst,
dass die Strafe immer auf die Freude folgt.

Komm raus aus deinem Kerker!
Sei froh, dass dir ein Licht in deine Dunkelheit scheint.
Fürchte dich ruhig, solange du es brauchst,
aber geh trotzdem.

Hm? Verstehst du mich jetzt?

U. Ja, es ist gut.
Du hast gesagt: Ein Heiliger ist an mein Bett getreten.
Du hast gesagt: Er hat das Gleiche schon einmal getan.
Kannst du mir sagen, wie lange das her ist?

E. Warum willst du das wissen?
Weißt du, dass das gleichzeitig passiert?

U. Hm, ja.

E. Weißt du, dass es in deinem gesamten Bewusstsein
fünf Inkarnationen gibt,
in denen fünf Mal ein Licht in deinen Kerker fällt?

Nun aber bist du gekommen 
unter neuen Voraussetzungen bereit, ans Licht zu gehen,
bereit, die steifen Gelenke zu strecken, in Bewegung zu geraten.
Und alle fünf Inkarnationen werden diesen Schritt
in die Freiheit beobachten und erfahren:
Dass sie es sind, die in sich diese Kraft dazu haben.

Es ist schwer für euch, zu verstehen, wenn ich dir sage:
Du hast ihn hier getroffen und da und dort
und er trug jenen Namen und jenen und jenen…

Wärst du dir dann sicherer, dass er der richtige Heilige,
das richtige Licht ist?
Nein!
Denn darauf kommt es nicht an.
Das einzig Richtige ist, zu begreifen, dass alles davon abhängt,
ob du dir glaubst, dass du aufstehen kannst.

Kein Name, kein Stand,
kein Titel könnte daran etwas bewirken.
Ich sage dir: Einmal stand er vor dir
und war weniger als ein Nichts in deinen Augen.

Was er ansprach aber, war die verborgene Wahrheit deiner Seele.
Und das ist es, was wieder angesprochen wurde!

Du weißt, dass es wahr ist.
Du weißt: Er hat Recht, wenn er dir zutraut, dass du es schaffst.
Das mag dich empören.
Es ist so menschlich.
Es ist so menschlich, zu zögern, zu hinterfragen.

Weißt du: Damals, als er da stand,
da hättest du nicht „Nein!“ sagen sollen:
„Ich steh nicht auf!“
Sondern: „Einverstanden. Ich mache mal zwei Schritte heute,
drei morgen und zehn vielleicht in den nächsten Wochen.
Vielleicht“.

Das wäre genug gewesen!
Genug Vertrauen in deine Kraft für einen einzigen Schritt.
Diesmal sollte genug Vertrauen da sein.
Das war immer dein Ziel mit dir!
Nicht, dass du Vertrauen in seine Kraft hast,
das wäre oft leicht gewesen.
Aber das war nicht sein Ziel und ist es immer noch nicht.

Was für ein Kampf kämpft deine Seele,
was für eine Wut gegen dich selbst.
Es ist genug gefightet, es ist genug gestritten.
Geh einen Schritt heute, morgen vielleicht Zwei den Weg ins Licht.
Du darfst, du darfst gehen.

Es ist nicht dein Karma, zu leiden.
Aber dein Glaube, dass es dein Karma wär!