Schutzengel – Traumdeutung aus dem Märchen Schneeweißchen und Rosenrot

Traumdeutung aus dem Märchen
Schneeweißchen und Rosenrot.
Am Geistes-Ort Traumland treffen wir alle,
mit denen wir zu tun haben
und werden vorbereitet:
Träume sind Entwicklungs-synchron.

Schneeweißchen und Rosenrot sind eine Person:
Du BIST Rot und Weiß, das ist dein ICH.

Der Eine – der Bär – gebraucht
und gibt dafür
Dankbarkeit und Ehre
und Geborgenheit und Liebe.

Der Andere – der Zwerg – missbraucht
und nimmt dafür immer noch mehr und mehr.

Ein Schutzengel-Kontakt zu dem Thema

Weisheiten der Märchen:
Gebrüder Grimms Schneeweißchen und Rosenrot

Ich bitte Elia, mich mit dem Guide von Inga zu verbinden.
Inga bittet um diesen Kontakt.

Ich bin in einer Holzhütte, Feuer brennt im Kanin,
es duftet nach Tannenreisern und Kräutern und Rosen.

Vor dem Kamin sitzt Eisha, ihr gegenüber sitzt Rolf.

Die Tür öffnet sich und ein Junge kommt herein,
ähnlich wie du ihn beschrieben hast, Inga,
aber deutlich älter, 12-13 Jahre würde ich vermuten.

Er reicht beiden Guides ein Glas Rotwein:
“Danke, mein Lieber, dass du uns hilfst“ sagt Rolf.

Der Junge verbeugt sich nur stumm und geht wieder hinaus.

Ich frage mich, ob es ein Guide ist,
aber dem Gefühl nach trifft das nicht zu.
Ich habe nicht einmal den Eindruck,
dass es eine verstorbene Seele ist.

Rolf: Nein, er ist nicht im Jenseits,
aber auch nicht in dem, was ihr Belt nennt.

Er ist hier im Traumland.
Ihr wisst längst nicht alles, was es zu wissen gilt!

U: Was meinst du mit Traumland?

Eisha: Er meint den „Geistesort“,
an dem unsere Begegnungen mit euch stattfinden.

Hier unterrichten wir euch,
bereiten euch vor und trösten euch.

Aber hier trefft ihr auch einander,
nicht körperlich,
nicht geistig.
Seelisch trefft ihr euch hier,
um zu klären, was wichtig ist,
um zu bewirken, was euch ein Anliegen ist.

Und dieser nun:
Er ist eine lebende Seele,
die uns durchaus dabei hilft, Inga zu helfen.

Aber er ist sich darüber so wenig
im Tagesbewusstsein klar, wie sie es ist.
Und wenn sie sich treffen werden,
dann werden sie beide das Gefühl haben,
sich seit ewiger Zeit zu kennen.

Nun, nicht immer muss der einzige Grund dafür
ein VERGANGENES Leben sein.
Viel öfter seid ihr längst im Kontakt! 
Nur eine Erinnerung daran, die habt ihr nicht.

Manchmal übertragt ihr etwas von diesen Begegnungen
in euer Traum-BEWUSSTSEIN.

Und manchmal seht ihr den,
der euch traf, auch im halbwachen Zustand
oder im Zustand der Meditation
oder dort, wo ihr von Astralreisen sprecht.
Und manchmal vermischt ihr einfach
das Eine mit dem Anderen.

U: Spielst du hier auf den Jungen an,
den Inga gesehen hat?

R: Ja, das tut sie.

U: Und er: Sieht er sie auch?

R: Nein, das tut er nicht,
er nimmt es nur als Traum wahr (lächelt).

Er hat auch jetzt nichts weiter als einen Traum gehabt,
in dem er Zwei seiner alten Lehrer
ein Glas Wein reicht (lächelt).

Was uns aber so wichtig ist, dass wir diesen
an sich völlig gewöhnlichen Prozess erwähnen,
ist der Umstand, dass wir möchten,
dass sich Inga an das Gefühl erinnert,
dass sie vor ihrem kleinen Schreck für ihn hatte!

So wird sie fühlen, wenn sie ihm begegnet.
Und sie sollte wissen,
dass sie nicht darüber hinweggehen sollte.

U: Okay.
So was geschieht also öfter?

R: Ja, natürlich!
Was denkst du, wie wir dich und Hajo
aufeinander vorbereitet haben?
Oder dich und etliche deiner Freunde? (Lächelt.)

Es gibt Begegnungen, die so wichtig sind,
dass wir die Gelegenheit der Begegnung nicht verpatzen dürfen.

Begegnungen, die UNBEDINGT in eine
wie auch immer geartete Beziehung münden MÜSSEN,
weil es Lebensplan ist.

Was, wenn äußere Gründe unsere Schützlinge
davon abhalten würden zu tun, was wichtig ist?
So knüpfen wir schon lange vorher
ein Band der Vertrautheit im Unterbewussten.

U: Aber er ist ja noch ein Kind!

E. lachend: Ja, weil SEINE Träume von Inga
in seiner Kindheit und Pubertät stattfinden!
Vergiss nicht: Es gibt keine Zeit hier!

U: Hm, aber manche Träume sind doch zeitnah….

E: Nein, ENTWICKLUNGS-SYNCHRON!
Das ist ein großer Unterschied!
Beide Seelen begegnen sich da,
wo ihre Entwicklung parallel geht.

Das scheint unmöglich, dennoch ist es so.
So kann es sein, dass ein Teil der Seele
sich pubertären Träumen hingibt,
während der Träger dieses Seelenteils
bereits ein alternder Körper ist.

Aber genug davon, ich denke,
das Wesentliche ist für uns zumindest gesagt.
Jedenfalls auf dieses Thema bezogen.

R: Weißt du, was das hier ist, Uta?

U: Nein, sieht aus wie eine Berghütte.

R: Hm, na ja, so ungefähr.
Dieses hier ist eine Märchenbühne. 
Wir befinden uns im Haus der Mutter.
 
Der großen, alles spendenden Mutter.
Bewohnt wird diese Hütte von ihren zwei Töchtern: Schneeweißchen und Rosenrot.
Schau nur.

Die Tür öffnet sich
und herein kommt zuerst eine zarte, junge Frau.
Ihr Haar ist hell wie das eines Kindes,
ihr Kleid ist weiß und lang, hochgeschlossen
und mit ziemlich unpraktischen, überlangen Ärmeln versehen.
Sie ist klein, zierlich, Elfen gleich.
Ihr Gesicht zeigt Madonnenzüge: edel, sanftmütig, blass.

Sie kommt so leise herein, dass man sie kaum hört.
Sie setzt sich ans Fenster und beginnt zu lesen.
Ich schaue nach:
Ah, dachte ich´s mir,
sie liest Gedichte von Rilke!

Dann öffnet sich die Tür erneut
und eine weitere junge Frau kommt herein.
Sie hat flammend rotes Haar,
ein rundes Gesicht mit vielen Sommersprossen
und funkelnden dunklen Augen. 
Ihr Kleid ist rot mit einem sehr tiefen Mieder,
ihre unbedeckten Arme sind stark und rund,
ihr Gang ist sicher und fast übermütig.

Laut singend springt sie zu ihrer Schwester
und schüttet ihr einen Korb voller roter Waldhimbeeren
in den Schoß und steckt sich selbst eine ganze Handvoll
auf einmal in den Mund.

Während Schneeweisschen die Früchte
sorgsam auf das Tischchen legt
und nur zögernd E
ine, Zwei davon kostet,
um sich dann wieder ihrer Lektüre zu widmen…

R: Nun, bemerkst du etwas?

U: Ja, im Märchen der Brüder Grimm sind das eigentlich Kinder,
dies hier sind ausgewachsene Frauen.

R: Ja, es sind ausgewachsene Frauen.
Und?

U: Na ja, noch unterschiedlicher können Schwestern nicht sein…

R: Wohl wahr…
Wie würdest du die Weiße
in der Sprache deiner Zeit beschreiben?

U: Hm, intellektuell, schöngeistig früher,
heute würde sie vielleicht der esoterischen Linie angehören
oder einer religiösen…

R: Hm, hm, sie ist spirituell, ja?

U: Ja, das triffts!

R: Und die Rote?

U: Oh, die ist ganz schön sexy und sehr
– puh, wie soll ich sagen – wild?

R: Oh, ja, DIE ist wild.
Und wie wild die ist! 
Die Wilde und die Spirituelle also…

Doch schauen wir weiter.
Ein großer Bär kommt zur Tür herein.
Die Frauen scheinen ihn zu mögen.
Er bekommt den schönsten Platz am Herd
und Beide füttern ihn mit Honig.

Ihm gefällt das sehr, er dreht und windet sich dabei,
brummt und grunzt.
Dann bittet er die Beiden, ihm das Fell zu striegeln.

Die Weiße kniet sich neben ihn
und kämmt vorsichtig Strähne für Strähne,
dabei redet sie leise mit dem Bären,
erzählt ihm Gedichte und belehrt ihn mit allerlei Weisheiten,
über die sie gelesen hat.

Der Bär scheint ihre Gedichte und Weisheiten zu lieben,
denn er lauscht andächtig
und bittet um immer mehr und mehr davon.

Doch letztlich werden ihre Arme müder und müder,
immer langsamer werden ihre Bewegungen,
immer öfter seufzt sie vor Erschöpfung.
Doch siehe da:
Mitten in ihrem Tun ist der Bär eingeschlafen.

Nach einer Weile wacht er wieder auf und stellt fest,
dass er noch gar nicht fertig gekämmt ist…

Da springt die Rote hervor, legt den Bären auf den Rücken,
setzt sich rittlings auf ihn und bürstet und reitet ihn,
dass ihm Hören und Sehen vergeht. 
Beide haben ganz offensichtlich ihre Lust dabei
und freuen sich aneinander…

Und so – kaum dass sie begann –
ist sie schnell mit dem Kämmen fertig.
Der Bär steht da glänzend und stark
nach der getanen Arbeit der beiden Frauen.
Er dankt den Schwestern und verlässt das Haus.

Lieblich und milde lächelnd schaut die Weiße ihm nach,
fröhlich und mit vor Lust gerötetem Gesicht
winkt ihm die Rote hinterher.

R: Nun, wie du weißt, ist dieser große, starke Bär ein König,
der – verwunschen vom bösen Zwerg – zum Bären wurde.
Er wird sehr bald wieder ein König sein.
Wen, denkst du, wird er freien:
die weiße oder die rote Schwester?

U: Soweit ich mich erinnere, heiratet er die Rote…

E: Nur in Grimms Märchen,
in Wahrheit heiratet er Beide!

Er wäre doch dumm, würde er sich auf nur Eine beschränken.
Aber das geht vorerst noch nicht
und ich will dir auch sagen warum:
Es liegt am Zwerg!

Siehst du, immer wenn unsere Schwestern
hier hinaus in die Welt, die das Leben ist, marschieren,
um sich zu holen, was sie zum Leben brauchen
– sei es nun Seelennahrung oder etwas Gutes für den Körper –
dann begegnen sie früher oder später dem Zwerg.

Mal hängt der Zwerg mit dem Bart in einem Baum fest,
mal verfängt er sich mit seiner Angelschnur im Bart.

Und dann schreit er und dann jammert er,
wie ein greinendes Kleinkind bettelt er die Schwestern um Hilfe an.
Und weil beide ein gutes, mitleidiges Herz haben,
ist ihnen keine Mühe zu groß, kein Weg zu gefährlich
und keine Situation zu widerwärtig,
um ihn aus seiner Not zu befreien.

Bedauerlicherweise geht das nie,
ohne ihn ein wenig von seinem Bart zu stutzen.
Was sie nicht bewusst wahrnehmen, ist die Tatsache,
dass seine ganze Zauberkraft in eben diesem Bart steckt…

So hilfsbereit sie sind:
Mit jeder Hilfsaktion schneiden sie ihm etwas
von seiner Zaubermacht ab.
Mehr und mehr wird er, was er in Wahrheit ist:
Ein boshafter, habgieriger, undankbarer Zwerg!

Ganz zerrissen ist er, wenn er die Zwei kommen sieht.
Einerseits will er ihre Hilfe und Andererseits fürchtet,
ja hasst er sie für ihre Gabe, ihm helfen zu können.

Nun, letztlich bleibt ihm gar keine Zaubermacht mehr!
Da schreit und flucht er, aber es hilft ihm nichts!
In den Augen der Weißen und der Roten
ist er nicht mehr interessant.

Jetzt erst wenden sie sich von ihm ab,
jetzt erst sehen sie die Wahrheit! 
Nämlich: Dass es einen König in ihrem Wald gibt!
Den nur das ewige, hilfsbedürftige Geschrei des Zwerges
zum wilden Bären in ihren Augen gemacht hat.

Nur weil sie sich ganz vom Zwerg in Anspruch nehmen ließen,
war es ihnen unmöglich, den König zu erkennen.

Jetzt aber sehen sie klar!
Hatten sie sich nicht immer in seiner Gegenwart wohl gefühlt?
War es nicht stets eine Freude, wenn er da war? 
Gab er ihnen nicht Dankbarkeit und Ehrerbietung für alles,
was sie ihm gaben?

Wie konnten sie ihn nur so falsch einschätzen?
Nun, ganz einfach:
Gerade DAS war der Zaubertrick des Zwerges!
Er raubte ihnen den klaren Blick für die Realität: 
Seine Schreie nach Hilfe forderten ihren Stolz heraus!

Die Weiße war so stolz darauf,
dass sie dank ihrer Klugheit stets Ideen hatte,
um dem Zwerg zu helfen.

Und die Rote war so stolz auf ihren
unbezwingbaren Mut und Kraft und Willen, die es ihr ermöglichte, den Zwerg aus allen schwierigen Situationen herauszuziehen,
dass sie über die vermeintliche Verantwortung für ihn
ihre eigene Freude ganz übersehen haben.

Ihre Freude: Das wäre der Bär gewesen,
in seiner Gegenwart zu sein,
seine Stärke zu genießen
und seine Liebe und Wertschätzung. 
Das wäre es gewesen, worauf sie hätten achten sollen.
Erst jetzt wurde es ihnen klar!

Jetzt, nachdem der Zwerg durch all ihre Hilfsaktionen
seine Macht verloren hatte,
konnten sie sich auf die Suche nach dem Bärenkönig machen.

Nun, wie schon gesagt: 
Sie fanden ihn und heirateten ihn
und lebten glücklich bis an ihr Ende.

Solltest du mich tatsächlich fragen wollen,
warum der sich gleich Beide zur Hochzeit nehmen durfte?

U: Klar, ist ja ziemlich ungewöhnlich…

E: Dann verrate ich dir das wichtigste Geheimnis dieses Märchens: 
Die Weiße und die Rote sind in Wahrheit eine einzige Person!

R: Oh ja! (Lächelt). Erfreulicherweise beginnen sie,
so langsam einen Dialog miteinander zu führen…

E: Lieber Rolf, das tun sie zwar,
aber ich lasse diese Gelegenheit nicht aus,
ohne zu sagen, das beide! gleich gut sind!

Es gibt immer noch die Tendenz, dass die Weiße besser sei! 
Das ist sie nicht!
Und anzunehmen, der Roten beibringen zu müssen,
dass sie sich „besser“
– nämlich im Sinn der Weißen zu benehmen habe –
das ist nicht nur unnötig, es ist auch bedauerlich.

Uta ist dir aufgefallen,
wer dem Bären die Tür geöffnet hat?

U: Das war die Rote.

E: Ganz recht!
Die Rote, die öffnet die Tür, damit das Glück eintreten kann,
die ist nämlich der Experte in Sachen Glück. 
Inga, sie ist dein Lebenshunger,
dein Mut,
dein Wille,
deine Leidenschaftlichkeit,
die öffnet die Tür zur Welt.

U: Die Weiße hat die Tür hinter dem Bären zugemacht.

E: Ja, genau.
Sie achtet darauf, das kein weiterer Gast hereinkommt,
der stört, was doch ungestört sein soll und ungeteilt.

Sie sichert das Haus.
Mit ihrem Glauben, ihrer Treue und ihrer Herzensweisheit…

Sie ist es, die sagt: 
Dies ist Glück, dies hat Wert, es zu schützen…
Und sie ist es, die den Sinn in dem findet, was die Rote bringt.

Die Eine ist ohne die Andere undenkbar!
Und du, meine Inga, bist nie ganz,
wenn Eine allein die Oberhand gewinnt.
Du BIST Rot und Weiß, das ist dein ICH!

Und so soll es sein, so MUSS es sein.
Lass dich durch nichts und niemanden darin beirren,
auch nicht durch dich selbst!

Freilich, ich muss es dir sagen:
Du hast eine Neigung, entweder Nonne ODER Hexe zu sein,
dann bist du für Andere – besonders für Bären –
nur schwer zu berechnen.

Freilich, deine „Rote“ ist gelegentlich gar zu kindlich,
will Recht haben,
will zu Ende kämpfen,
was nicht zu kämpfen ist,
will dominieren, verletzt. 
Ja, hm, hm…

Aber die Weiße ist nicht weniger gefährlich: 
Will träumen statt leben,
will sich dem Genuss entziehen
und vor allem dem Handeln…

Inga, nun wird es aber wirklich Zeit,
dass du dich mehr übst,
Beides zu sein!

Sind beide Teile im Gleichgewicht,
bist du Nonne UND Hexe…

Bist du Frau,
DANN bist du Frau. 
Bedenke dieses Märchen gründlich!

Du bist nicht berufen,
im Land der Zwerge zu leben!
Wer hatte die Verantwortung dafür,
dass ihm seine Macht nicht abhanden kommt?
Der Zwerg!

Denkst du, es sei DEINE Pflicht,
Undankbarkeit mit immer mehr Hilfsbereitschaft zu quittieren?
Hast du nicht langsam einmal genug von Zwergen?
Oder hast du immer noch ein wenig Angst vor Bären?

Das jemand dich! bezaubernd findet,
ist nicht genug, du musst IHM gut tun und er dir!

Deine Zuwendung muss DIR! Freude machen!

Einer, der nicht darauf achtet, ist ein Zwerg! 
Einer, der darauf achtet,
aber keine Rückschlüsse daraus zieht, auch.

Ich denke, damit ist genug gesagt.

U: Danke euch beiden.
Darf ich jetzt Ingas Fragen stellen?

R: Nun frag halt, obwohl ich sicher bin,
wir haben schon geantwortet. (Lächelt.)

U: Darfst du ihr etwas über ihre letzte Beziehung sagen?

E: Oh, das haben wir getan! 
Kannst du dir bitte verzeihen, Inga?

Jedem Anderen gibst du das Recht,
sich entwickeln zu dürfen!
Auch du bist in der Entwicklung.

Bären muss man erst einmal SEHEN! 
Das ist nicht leicht, wenn die Welt voller Zwerge ist.

Wer dich liebt, weil du ihn bezauberst:
Liebt der dich?
Oder deine Zauberkunst?

Bären zähmt man nicht durch Tricks,
sondern mit Liebe. 
Durch die Liebe einer,
die vom Mädchen zur Frau wird.
Das Mädchen, ist die rein Weiße…
Die Frau ist Weiß UND Rot.

Hätte die Rote allein den Zwerg getroffen,
sie hätte ihm zuerst den Bart ganz rausgerissen,
um ihm zu helfen und anschließend hätte sie ihn im Zorn
über seine Undankbarkeit totgeschlagen.

Hätte die Weiße allein den Zwerg getroffen,
sie hätte sich viele, viele Gedanken darüber gemacht,
wie ihm zu helfen sei, hätte ihn wahrscheinlich gefüttert
und sich selbst schützend über ihn gebreitet.

Aber sie hätte weder Mut noch Kraft gehabt,
ihn zum Preis der Aufgabe seiner Macht zu bewegen! 
Mit ihr wäre alles so geblieben,
wie es war:
Unerträglich! 
Da sie allein handlungsunfähig ist!
Bedenke das bitte!

U: Sie hatte schon vorher die Ahnung,
dass es einen so krassen Bruch gibt!
Hat sie es geahnt oder herbeigeführt?

R: Oh, ich fürchte, Beides stimmt in gewisser Weise,
lässt aber seine Verantwortung für den Verlauf der Dinge
außer Acht und darum stimmt es eben nicht so ganz.

U: Was kann sie daraus lernen?

R: Sie lernt, wie schwer es ist,
sich aus alten Verhaltensmustern zu lösen.
Immer den Zwergen zugewandt, um zu helfen. 
Anderen zu helfen, ist ja auch Macht haben, nicht wahr?

Braucht ein Bär das Kämmen und Striegeln? 
Nein, das braucht er nicht, aber es ist schön!
FÜR BEIDE!

Das ist etwas ganz Anderes als das, was der Zwerg tut.

Der Eine ge-braucht und gibt dafür Dankbarkeit und Ehre
und Geborgenheit und Liebe.

Der Andere miss-braucht und nimmt dafür
immer noch mehr und noch mehr und noch mehr.

Und wenn die Kraft zur Hilfe dann nicht mehr reicht?
Nun, dann finden sich Andere…

Eine FRAU, die rot UND weiß ist,
braucht sich diesen Zauber-Zwergen nicht zu beugen!

U: Mit ca. 13 Jahren hatte Inga einen Traum,
in dem die Wolkendecke aufriss und es war Hell und Silbern,
eine Stimme sagte zu ihr: Das ist Gott.
Sie hat diesen Traum nie vergessen, was bedeutet er?

E. (Lächelnd): Und seither weißt!!! du es!
Du weißt es ganz tief in dir,
dass es hinter allen Wolken,
hinter allem, was dunkel ist, dieses EINE gibt!

Das war so wichtig,
du wärest uns sonst im Moor der Sinnlosigkeit ertrunken!

U: Warum fühlt sie sich von ihrer Mutter so eingeengt?

R: Weil sie es tut! 
Je mehr du „groß“ sein willst,
umso eingeengter fühlst du dich,
denn für sie bist und bleibst du klein!
Das Kleid, das deine Seele trägt,
wenn du bei ihr bist, ist ein Kinderkleid.

U: Was kann sie tun?

R: Nun, mach dir klar, dass du Erwachsen bist.
Das Mädchen sein hat ein Ende.

Aber mach dir auch klar:
Für sie wird das nie so sein.

Darüber kannst! du wütend sein. 
Aber du könntest auch lächeln, nachsichtig sein
und Frieden damit machen.

Eines aber kannst du nicht: 
Durch Wort und Tat darauf verzichten,
eine erwachsene Frau zu sein! 
Es ist nicht deine Verantwortung,
wie es deiner Mutter mit dieser Wahrheit geht.

U: Rolf, hat dich Inga gesehen?

E: Manchmal sieht sie uns (lächelt),
wie soll es auch anders sein.

R: Ja, wie soll es anders sein
bei einer geborenen Hexe…

E: Sag nicht Hexe, Rolf,
es könnte sie erschrecken!

R: Das wäre doch ein guter Schreck!

E: Erst, wenn Weiss und Rot zusammen sind!

U: Soll ich das etwa so schreiben?

R/E: Ja!

U: Ist noch etwas Wichtiges zu sagen?

R: Ja, stundenlang, es ist eine Umbruchzeit!
Aber ich fürchte,
so lange geht’s wieder nicht bei dir!

U: Nein…

E: Na gut, dann sag ihr:
Das Beste, was sie hat, ist ihre Begabung,
Dinge, die vorbei sind, abzuschließen.
Das Zweitbeste, was sie hat, ist der Mut,
Neues aus der Asche des Gestern zu bauen.

Darauf darf sie zu Recht stolz sein!
Und sag ihr, wir lieben sie sehr!

R: Oh ja, allerdings.

U: Danke, ihr Zwei und lebt wohl.

R: Frieden deiner Seele, Uta,
und ein Jahr der Freude!

U: Danke!