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Elia – Wo es keine Schuld gibt, bedarf es nicht der Angst vor der Strafe Gottes.

Wo es keine Schuld gibt,
bedarf es nicht der Angst vor der Strafe Gottes.
 Strafe ist sinnlos,
sie dient dem Göttlichen nicht.
Erkenntnis ist Sinn.

 Elia

Elia: Hast du Fragen?

Hajo: Ja, eine von Manfred.
Er möchte kurzgefasst mehr wissen über das Opfern,
über den Sinn des Opfertodes von Jesus Christus.
Und die Ansicht, das Blut sei ein besonderer Saft.

E: Gut, ich werde ihm auf die Sprünge helfen,
um es in seiner flapsigen Weise zu beantworten.

Hier betreten wir im Grund das Feld der Magie.
Was ist Magie?
Wortstamm Magica, du ahnst es schon:
Imagika, Imagination.

Es geht um Überzeugung!
Und ich bitte hier Manfred,
gründlich den Text über Imagination zu verinnerlichen.
Es geht hier darum,
dass uns geschieht nach unserem Glauben!
Es geht um Imagination.
Was immer wir betrachten im religiösen Sinne:
Diese Art von tiefem Überzeugt sein als Auslöser, 
als Auslöser von tatsächlichen Ereignissen:
Wessen ich überzeugt bin,
das erhalte ich.

Das ist auch der Ursprung der Opfer-Rituale.
Es geht nicht darum,
dass Blut eine besondere Art von Saft ist.
Jede Art von Organismus ist eine besondere Art.
Insofern liegt er ja ganz richtig.
Wir haben ja auch das Phänomen, dass Bereiche,
die sehr mit Blut durchtränkt sind,
von Medialen erkannt werden.

Das liegt daran, was ich euch neulich schon diktierte:
Dass wir hier eine Übertragung der Zellstrukturen haben,
eine energetische Aufladung haben,
die vom eigentlichen Organismus
– obwohl abgesondert – weiterhin ausgeht.

Blut ist kein mystischer Saft,
Blut ist ein organisches Gefüge,
das eine Trägersubstanz ist auch der Energie,
die dem ursprünglichen Besitzer
dieser organischen Substanz inne war.
Hier möchte ich das Ganze ein bisschen entmystifizieren.

Aber das Opfer ist eine Hilfe,
den Glauben zu festigen.
Und daran, dass der Glaube gefestigt wird,
hat in der Tat Gott Gefallen.
Das ist aber etwas,
was im Prinzip aus göttlicher Perspektive
von einem tatsächlich erbrachten Opfer
völlig unabhängig ist!

Ich will es einmal anders herum formulieren.
Manfred führt hier in seiner Frage den Opfertod Jesu auf.

Was wäre, wenn ich sagen würde:
Jesus starb nie als Opfer! 
Dann hätte seine Wirkung nicht die Gleiche sein können,
wie sie es später war.
Hier bedarf es also eines Märtyrers,
der den Glauben verfestigt.

Das Gleiche gilt für die Rituale in anderen Kulturen
oder anderen Zeiten:
Es ist die Verfestigung eurer Imaginationskraft! 
Dabei spielt es keine Rolle aus göttlicher Perspektive,
ob ein tatsächliches – sprich materielles – Opfer
dargebracht wurde oder nicht.
Entscheidend für die Wirkung eines Opfers
ist der Glaube, der damit verbunden ist,
ist die Imagination: 
dass das Opfer bringen ein Resultat hervorbringt.
Das Resultat wäre dann
die Zuneigung Gottes an den Opfernden.

Ich möchte anders herum fragen:
Wie kann es sein,
dass ein Mensch Gott einen Hammel bietet?
Hat der Mensch überhaupt das Recht,
in dieser Weise über ein anderes Wesen zu verfügen?
Kann dies sein?

Das Opfer war ursprünglich der Verzicht auf etwas,
um sich damit die Gunst eines höheren Wesens zu erkaufen.

Dies mag Manfred gefallen oder nicht:
Dies ist ein völlig,
aber ein völlig menschlicher Aspekt
einer religiösen Anbetung.
Die Neigung Gottes zu erkaufen
– ich sage es bewusst –
ist eine menschliche Regung:
Ich gebe dir und Du gibst mir.
Sie basiert auf einer Angst gegenüber Gott,
die niemals richtig sein kann!

Denn Gott ist kein Wesen,
das über euch willkürlich entscheidet,
sondern ihr seid Teil Gottes! 
Und in diesem Sinne starb Christus am Kreuz
und mit ihm starb ein Teil Gottes!
Darum, aus diesem Grunde könnt ihr sagen:
Gott selber! hat sich in Christus geopfert!

Ich möchte Manfred zu etwas mehr Tiefe auffordern.
Er lässt sich faszinieren von einer mystischen Welt.
Doch Mystik,
Magie ist nichts weiter als praktizierte Imagination.
Ob ihr die magischen Rituale
eurer eigenen Vorfahren benutzt
oder ob ihr zurückgreift
auf prähistorische religiöse Formen:
Immer handelt es
um die Festigung eurer Imaginationskraft,
die sehr schwankend ist.

Es ist sehr schwer für euch,
jenen Glauben in eure eigene Kraft,
in eure eigene selbstbewusste Handlungsfähigkeit zu stärken
und aufrechtzuerhalten,
wie ihr es vermögen könntet.
Ihr könnt in der Tat Berge versetzen! 
Hättet ihr den entsprechenden Glauben!

Opfer sind aus göttlicher Perspektive notwendig,
wenn es darum geht,
euren Glauben zu verfestigen,
weil dieser Glaube
Motor eurer evolutionären Bewegung ist.

Ich hoffe, dass ich es so aufgedrückt habe,
dass Manfred es versteht.

H: Ja, das hoffe ich auch.

E: Es ist im Grunde genommen simpel! 
Und das scheint ihm scheinbar im Wege zu stehen! 
Wir haben alle in uns göttliche Kraft!
Wir haben die Kraft
aufgrund unserer tiefen, inneren, wahren Überzeugung,
unser Dasein zu verändern,
ja sogar Materie zu verändern.

Aber wir brauchen in aller Regel Hilfsmittel,
die diese Kraft in uns verankert.
Und eines dieser Hilfsmittel
ist die Imagination durch ein Opfer! 
Opfer hatten auch noch
– und da möchte ich Manfred dran erinnern –
die Aufgabe,
Schuld auf sich zu nehmen
und die Strafe für die Schuldigen
auf sich zu nehmen,
die angeblich Gott erlassen muss.

Dieses basiert auf einem völlig anderen Glaubenssystem,
dass ich euch vermittelt habe
und im Übrigen auch als das,
was Christus vermittelt hat!

Ich sage es immer wieder:
Es gibt keine Schuld!
Und wo es keine Schuld gibt,
bedarf es nicht der Angst vor einem strafenden Gott.
Strafe ist sinnlos,
sie dient dem Göttlichen nicht.
Erkenntnis ist Sinn!

Bringt also eine Opfergabe euch zu vertiefter Erkenntnis?
Nein.
Sie bringt euch lediglich dazu, zu imaginieren:
keine Schuld mehr zu haben.

Damit möchte ich das jetzt abschließen. 
Und ich werde mich auf keine weitere Diskussion
mit Manfred einlassen.

H: Gut.