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Geistige Virusinfektionen: Ursache und Wirkung eines Hitzschlags

Geistige Virusinfektionen:

Ursache und Wirkung eines Hitzschlags

Elia


Hajo: Warum habe ich Jetzt und Hier und gerade in dieser Phase meines Lebens die Neigung, so etwas wie ein Hitzschlag zu bekommen?

Elia: Der Vorgang, der in deinem Gehirn geschehen ist, ist ein Vorgang, in dem du etwas ganz Wesentliches ausprobiert hast: Werde ich auch dann geliebt, wenn ich zu nichts mehr zunutze bin?

Du hast das Urteil anderer über deine Vermögensfähigkeit, über das, was du kannst, das Urteil anderer darüber, wozu du fähig bist, übernommen.
Lös dich davon, schau bitte nach deinen Virusinfektionen.

Hajo: Jetzt hatte ich ja letztens einen Hitzschlag und habe das Gefühl gehabt, dass ich darin in einer anderen Dimension oder Ebene war. Mein Frage:  Hatte das einen Grund, dass ich einen Hitzschlag bekommen habe, abgesehen davon, dass ich mich zu sehr erhitzt habe?
War das tatsächlich so, dass ich abwesend war im Geiste?

Elia: Du warst in einer anderen Ebene. Der Grund liegt allerdings sehr tief und liegt nicht einfach darin , dass du einen Hitzschlag hattest.

Sondern die Frage muss ja sein: Warum habe ich Jetzt und Hier und gerade in dieser Phase deines Lebens die Neigung, so etwas zu bekommen?

Und das ist eine Arbeit, die du an dir selber tun musst. Hier geschieht etwas sehr wichtiges, hier sind Dinge im Umbruch, Dinge ordnen sich neu für dich, ohne dass schon ein Abschluss zu deiner Vergangenheit stattgefunden hat.

Du hast eine Phase großer Anspannung hinter dir mit extremer Sorge und Ängsten und du hast es sehr gut bewältigt, wie es deine Art ist. Du hast wieder einmal Pflicht und Erwartung erfüllt.

Jetzt kommt eine Phase, in der eine Entspannung stattfinden darf. Und jetzt entspannst du dich schon so sehr, dass du gehst.

Hier musst du an dir selber arbeiten und dich fragen: Wie möchte ich meine Zukunft gestalten? Was ist mein eigenes Anliegen?

Hier geht es darum, dass du sowohl der Müdigkeit Raum geben musst, das Erschöpft sein leben musst, aber eben in einer begrenzten Weise, ohne dabei eine Zukunftsperspektive zu verlieren.

Es ist ganz offensichtlich das Unterbewusste, dass dort zu dir spricht..
Und was hat es dir denn gesagt? Ich gehe aus dieser Wirklichkeit heraus, es ist genug.

Dieses zu beachten, ist ein wichtiger Prozess.
Ich sprach schon einmal von der grundlegenden Regel des Pendelns, der Waagschale, und du hast eine extreme Pendelbewegung zu einem ganz tiefen „Nichts mehr tun wollen“.
Und dieses wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Was ist das Gleichgewicht von „Ich gehe hier weg“? Das musst du dich fragen.
„Ich gehe hier weg“ wird nur ins Gleichgewicht gebracht dadurch, dass eine andere Form von „Ich bin hier“ gelebt wird.

Die Möglichkeit ist Resultat der Vergangenheit. Du transportierst sie in eine Zukunft. Es liegt daran, dass die Vergangenheit nicht in allem, was emotional in dir geschehen ist, gegenwärtig ist, sondern im Unbewussten liegt.

Hier liegen für dich Situationen der Entscheidungsfindung. Eine Entscheidung, die du in freien Willen zu entscheiden hast. Leben kann, sowie es sich hier abzeichnet, für dich eine völlig neue Qualität bekommen.

Allerdings ist es ein Leben ohne ein Zwangskorsett, mit dem du bis jetzt seit deiner Kindheit gelebt hast. Das kann große Angst auslösen. Das löst auch Schmerzen aus, weil du es nicht kennst, weil es ein unsicherer Weg ist.

Es werden für dich keine Erfüllungen erwartet, niemand erwartet, dass du deren Wünsche so erfüllst, dass es für alle sichtbar wird.
Es kann dir vorkommen, als sei damit dein Wirken sinnlos.

Jetzt bist du in einer Situation, in der du deine eigenen Erwartungen erfüllen kannst.
Ein sehr ungewohnter Weg, ein beängstigender Weg.

Deine Bedürfnisse zu definieren und zu leben, unabhängig von den Bedürfnissen anderer, ohne dabei egoistisch und rücksichtslos zu werden, ist ein völlig neues Erfahrungsfeld für dich. Du entscheidest hier, ob dadurch, dass dieses Zwangskorsett entfällt, dein Dasein sinnlos geworden ist oder nicht.

Es ist so, dass du verstehen musst, dass zurzeit alle deinen Lebensphasen wieder anklingen.

Du bist an einem Tag das Kind, das abgelehnt wurde im so Sein, wie es war.
Du bist am nächsten Tag der Mann, der in seiner Männlichkeit abgelehnt wurde, wie er war.
Du bist an einem anderen Tag der Manager, der mit seinen Ideen und seinem so Sein abgelehnt wurde, wie er war.

Alles das kommt in deinem Alltag wieder emotional hoch und das ist etwas, was dir sehr viel Kraft raubt, solange es unbewusst geschieht.

Mach dir klar: So wie ein Kind Phasen hat, in denen es zurückfällt in ganz alte Seinsweisen – ein Kleinkind, ein Baby – fällst auch du zurück in alte Seinsweisen und schaust, wie darauf reagiert wird.
Es geht nicht anders, als dort dich wirklich bewusst mit diesen Dingen auseinander zu setzen, sonst geschieht dies unbewusst.

Der Vorgang, der in deinem Gehirn geschehen ist, ist ein Vorgang, in dem du etwas ganz Wesentliches ausprobiert hast: Werde ich auch dann geliebt, wenn ich zu nichts mehr zunutze bin?

Und noch etwas anderes: Du spürst in dir zurzeit hin und wieder eine plötzliche, impulsive Aggression. Sie macht dir große Angst.
Diese Aggression hat Ursachen, die nicht im Jetzt und Hier liegen, sondern sehr viel älter sind und einen anderen Ursprung haben.

Die Angst vor dieser Aggression scheint eine Lösung darin zu finden, dass du dir Wege suchst, gelähmt zu sein, entweder körperlich oder sprachlich geistig.

Verstehst du? Das Unbewusste setzt um und bringt die Dinge an den Tag.

Ich möchte, dass du diesen Text sehr ernst nimmst.
Du hast ein Paradox, indem du lebst. Du kannst zurzeit ein sehr großes Glück und Befriedigung empfinden. Dir stehen Wege und Möglichkeiten offen und eine Unabhängigkeit, die du noch nie hattest.

Gleichzeit ist das ein Schritt, der dich vor große Ängste stellt. Denn wenn dir gegeben wird, was dein Bedürfnis ist, wenn deine innersten Wünsche tatsächlich in Erfüllung gehen, dann ist die Möglichkeit, etwas zu verlieren, noch sehr viel schmerzhafter als je etwas vorher war.

Dass du die Wunschvorstellungen anderer nicht erfüllen konntest, war eine Not für dich, war etwas, was dich tief getroffen hat.

Aber es war nichts im Vergleich dazu, eventuell erfahren zu müssen in einer projizierten Zukunft, dass du deine eigenen Wunschvorstellungen durchaus nicht erfüllen konntest.

Du hast das Urteil anderer über deine Vermögensfähigkeit über das, was du kannst, das Urteil anderer darüber, wozu du fähig bist, übernommen.

Löse dich davon, schau bitte nach deinen Virusinfektionen. Ich habe nicht ohne Grund die Diktat über diese Dinge an den Beginn der Diktate gestellt.

Schau bitte, wenn du dich schwach fühlst, wenn du dich alt fühlst, wenn du dich hässlich fühlst, schau bitte, wessen Urteil das ist! Es ist nicht deins!

Du hast wie immer über dich urteilen lassen, du hast gekämpft, du hast sehr viel dagegen gesetzt, aber auch das hast du nicht um deinetwillen getan. Du hast es getan, um Erwartungen anderer in dich zu erfüllen.

Nun scheinst du in der Lage zu sein, die Erwartungen, die dein Kind an das Leben hat, auf eine andere Person zu übergeben.

Damit wirst du konfrontiert mit der Tatsache, dass nicht der Sinn deines Lebens darin liegt, die Erwartungen anderer in dich zu erfüllen.

Sondern dass du selbst deine eigenen Erwartungen finden musst, erfüllen darfst, das Experiment wagen kannst.

Schau dir beides an: Die Freude, die du bei dieser Möglichkeit empfindest und die Angst davor, dass du den Erwartungen, die du selbst an dir stellst, nicht entsprechen könntest.

Ehrgeiz ist eine positive Eigenschaft. 

Aber sie darf nicht umgemünzt werden als zu erfüllende Erwartungen, die andere in dir haben und der du sklavisch zu folgen hast.
Ich denke, dies ist erst einmal genug Stoff.

Zusammenfassend jedoch an dich: Du befindest dich in einem Stadiums des „Glauben finden müssen“.

Woran glaubst du jetzt, woran möchtest du gerne glauben.
Was ist der Glaube, den andere haben über dich?

Trenne das, arbeite daran.