47

Elia – Über die Spuren Gottes in dir.

Gott ist in dir,
Gott ist auch in den Anderen.

Wer meint, nur geheiligte Dinge,
besondere, herausragende Dinge
– das seien Spuren Gottes – 
der irrt gewaltig.
Elia

Zu Gast ist Iris.

E: Und so wollen wir frohen Mutes vorwärts schreiten,
Schritt für Schritt.

Stell mir deine nächste Frage, bitte.

I: Ja, ich würde mich sehr freuen,
morgen die Inkarnation aus dem 11. Jahrhundert zu sehen.

E: Ja. Ja, du wirst es sehen.

I: Ich werde sie sehen.

E: Ja, allerdings wirst du einige Veränderungen feststellen.
Das ist – dazu möchte ich kurz eine theoretische Erklärung geben –
ein Unterschied, ob du in einem geführten Rahmen
oder ob du allein in eine solche Erinnerung gehst.

Du wirst also hier Zusammenhänge
aus einer anderen Perspektive sehen, als die Iris sie sieht.
Iris hat ihren Blickwinkel, ihren Schwerpunkt, etwas zu betrachten. Aber die Person, die du dann bist, hat andere Schwerpunkte.

Das ist sehr wichtig!
Dass du diesen Unterschied auch erlebst und zulässt.
Bist du bereit dazu?

I: Ja!
Denn Gideon sagte mir auch:
Die Wichtigkeiten in jener Inkarnation müsste ich ändern.

E: Ja.

I: Und meine Frage ist auch:
Welche Wichtigkeiten habe ich heute,
die mir jetzt vielleicht nicht bewusst sind?

E: Ich will diese Frage umformulieren!
Darf ich das tun?

I: Ja, selbstverständlich.

E: Ich bin wichtig.
Ich bin jetzt!

Das sind die neuen Wichtigkeiten.
Das klingt egoistisch!
Ist aber weit entfernt davon.
Das wäre egoistisch,
wenn du ganz am Anfang
deiner seelischen Laufbahn wärest.

Bist du aber nicht.
Iris, wie willst du die Menschen lieben,
ohne dich zu lieben?
Wie willst du sie trösten, begleiten, verstehen, halten:
Ohne dich zu lieben, wie du bist?

„Ich bin jetzt wichtig, denn ich bin Teil Gottes.
Er durch mich, ich in ihm.“

„Er durch mich, ich in ihm“ ist schnell gesagt! 
Aber die Wenigsten wissen, was es ist.

Schau auf dein Leben, siehst du seine Spuren?

I: Ja ha!
Aber ich bin mit meinem Leben nicht zufrieden.

E: Hm, hm.

I: Ich hab viel zu wenig getan.

E: Er durch mich!
Soll er lauter werden?

I: Hm.
Ja.

E: Ja, dazu gehört,
dass du dich lieb hast,
sonst kann er nicht laut werden.
Das geht nicht!
Er in dir!
Auch in den Zeiten,
in denen du noch nichts getan hast,
weil du es nicht besser wusstest.

Hm?
Ja?

I: Hm.

E: Ja!
Ja, glaubst du, da hast du nichts getan?

I: Ich weiß nicht.

E: Du unterschätzt dich.
Schau realistisch auf dein Leben.
Schau einmal: Würdest du fehlen, wenn du nicht da gewesen wärst?

I: Manchen Menschen würde ich fehlen!
Aber ich denke immer: 
Ja, dass ich nicht wirklich Jemandem fehlen würde.

E: Iris, unterschätze das nicht!
Denn Gott ist auch in den Anderen.
Dein Rat, dein Trost, deine Treue, auch dein Fleiß,
auch deine Standhaftigkeit!
Es ist völlig falsch, zu meinen,
dass Gott für profane Dinge nicht zuständig sei.
Das ist völlig falsch!

Wer meint, nur geheiligte Dinge,
besondere, herausragende Dinge: Das seien Spuren Gottes!
Der irrt gewaltig!
Ich sage: Eine Stunde zuhören,
obwohl der Andere diese Geschichte schon zum fünften Mal erzählt,
das ist Gottes Spur.

Ich sage: Zehn gelungene Pfannkuchen in den Magen
eines heranwachsenden Jungen, das ist Gottes Spur.

Gott, Iris, wirkt in den Kleinen mächtig und im Kleinen!

Oh, wie bitter fiel es mir, diese Lektion zu lernen.
Ich wollte sie auch nicht glauben!

Und doch: Wie wunderbar ist mir Gott,
seit ich dieses weiß!

Spuren Gottes: Gott trifft man auf einem Bahnhof!
Wusstest du das?

I: Nein.

E: Man fragt ihn:
„Wo bleibt denn mein Zug?“
Und er antwortet freundlich und da beruhigt man sich.

Man trifft ihn an der Kasse im Supermarkt
und es fehlen 2 Cent und die Kassiererin sagt:
„Macht nichts. Ist schon gut.“

Ha!
Wenn ihr wüsstet,
wo ihr überall Gott trefft
und wo ihr überall Gott seid.

„Darf ich Ihnen die Tasche tragen?“
„Kann ich dir helfen?“
„Ich hör dir zu.“
„Brauchst du jemanden,
der dir bei dieser Angelegenheit hilft?
Ich mache das.“

„Komm, es regnet, steig ein, ich fahre dich.“
„Wie? Diese Aufgabe kannst du nicht lösen?
Das ist ganz einfach, komm setz dich, ich erkläre es dir.“

Gott in euch!
Iris, hast du den Mut,
dein Leben unter diesem neuen Blickwinkel zu betrachten?

I: Hm, ja, auf jeden Fall!

E: Du wirst dich sehr wundern.
Und darüber hinaus siehst du ihn dann auch in den Anderen.

Ich bin jetzt und er ist in mir.
Das ist Freiheit, Iris!
Das ist Glückseligkeit!

Deine nächste Frage bitte.

I: Ich würde gerne wissen, was das Ziel ist, von dem du sprichst. 
Was ihr mit mir vorhabt und was ich da tun soll oder werde.

E: Aber es liegt doch auf der Hand:
Beraten, Iris, beraten!
Du lernst doch schon, du bist doch schon dabei:
Beraterin zu werden.

Es gibt viele Formen, Berater zu sein.
Astrologie ist eine dieser Formen.
Die Zeit nach ihrem Wert zu messen, nach ihrer Qualität: 
Dafür bist du wunderbar geeignet und das weißt du auch.

Die Menschen nach ihrer Qualität suchen zu lassen!
Dafür bist du auch wunderbar geeignet.
Weißt du, warum?

I: Warum?

E: Weil du schon dein Leben lang damit zubringst,
deine Qualität zu begreifen.
Niemand ist ein guter Lehrer,
der nicht selbst in diesem Unterrichtsfach
unterrichtet werden muss.
Ja?
Anderen Menschen helfen, ihre Qualitäten zu verstehen!
Magst du?

I: Ja.

E: Natürlich magst du.
Weil das spannend ist.

I: Ja.

E: All diese verschütteten, verborgenen Qualitäten
an die Oberfläche zu bringen.

I: Aber wie kann ich die bei Anderen erkennen, um ihnen zu helfen?

E: Das Handwerkzeug lernst du doch.
Astrologie ist ein wunderbarer Zugang.

Vielleicht erklären dir unsere Freunde Uta und Hajo 
ein bisschen etwas über die Dinge,
die ich dazu gerade in Diktaten weiter gebe.
Ich selber liebe Astrologie sehr, sie ist ein wunderbares Mittel,
um dem einzelnen Menschen zu helfen, zu sagen:
Ich bin und das ist gut so.
Ja?

Du hast dich für dieses Fach entschieden,
weil es dir nahe ist, weil es dir schon einmal nahe war!
Denke nicht, das sei neu für dich.

I: Ich glaube nicht.

E: Nein, das ist es nicht.
Es ist dir vertraut.
Du begreifst intuitiv Zusammenhänge,
für die Andere sich arg quälen müssen.
Es würde zu weit führen,
wollte ich dir jetzt all mein Wissen über Astrologie vermitteln.
Aber du darfst gerne lesen, was ich dazu schon diktiert habe.
Ja?

I: Gern.

E: Das interessiert dich sicherlich.

I: Ja.

E: Diese Art der Beratung ist wunderbar!
Aber ohne die Weisheit,
dass Gott in Allem und
Alles in Gott ist,
und ohne die Liebe,
dass wir alle Gottes Kinder sind
und aus ihm sind und zu ihm hin,
ist kein Astrologe Werkzeug Gottes!

Astrologie ist eine Kunst! 
Eine Kunst ohne Weisheit und Liebe bleibt leer.

Magst du diese Arbeit tun?

I: Ja.

E: Bis du eine alte Frau bist?

I: Ja, gerne, das würde mich unheimlich freuen…

E: Dann tu es doch.
Tu, was dich freut.
Dann ist es auch leicht.
Was ihr aus Liebe tut,
das tut Gott durch euch.

Wenn ihr euch fragt, ob das,
was ihr macht, ein Handeln durch Gott ist,
dann schaut, wie ihr euch fühlt!
Es mag sein, dass ihr, ehe ihr handelt, müde seid.
Aber sobald ihr beginnt
und in euch ein Feuer brennt,
dann seid gewiss:
Gott handelt gerade durch euch.
Ja?