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Elia – über Besetzung: Gründe für eine Besetzung.

Gründe für die Besetzung eines Menschen
durch eine Beltseele.

Wenn für die Besetzung
die Basis eine religiöse Wahrnehmung ist.

(Nach der Austreibung einer Besetzung bei Carin.)

Elia

Elia: So, Hans-Jürgen, wir können fortfahren?
Also, hast du Fragen?

Hajo: Ja, ist das jetzt soweit mit Carin abgeschlossen?

E: Ja, der Besetzer von Carin ist jetzt in guter Obhut.
Es ist Gott sei Dank zügig gegangen,
wir hatten mit mehr Schwierigkeiten gerechnet.

Es gab schon mehrere Versuche,
ihn zu bewegen, hinüberzugehen! 
Aber es scheiterte immer an seiner Angst behafteten Vorstellung.
Er hat einfach nicht gesehen,
er hatte immer die Augen verschlossen,
er hatte seinen Fokus verschlossen.

Die Alternative für ihn wäre gewesen,
dass er sich in der Hölle wiedergefunden hätte,
die er sich erwartet hat.

Das beruht auf dem Prinzip, das ich euch schon erklärte: 
Dass alles das Wahrheit ist,
was wir für wahr halten.

Und da er sehr verhaftet war
in die katholische Vorstellungswelt,
hat er in der Sekunde seines Todes
mit großem Schrecken wahr genommen,
dass er zum Mörder geworden ist
und zum Selbstmörder.

Beides wird von der katholischen Kirche vehement abgelehnt,
besonders noch zu seiner Zeit.

Er ist 1945 im Mai in Erlangen gestorben.
Er hat ja tatsächlich drei junge Amerikaner mit getötet
und das Bewusstsein kam derartig schlagartig
über ihn in der Sekunde seines Todes,
dass er sofort die Hölle für sich vergegenwärtigte.

Das war das Problem!
E
r hatte also nur zwei Möglichkeiten: 
Entweder befand er sich
in seiner persönlichen Vorstellungswelt von der Hölle
oder er suchte sich Alternativen.
Und die war:
Abzustreiten, Tot zu sein.

Und es war so,
dass er durch diesen Prozess der Weigerung
– zu sehen, dass er gestorben ist –
sich in einem Umfeld befand,
das völlig ohne jede Energie war
und das hat er auch gespürt.

Also es war eine große Ambivalenz in ihm: 
Einerseits war er sich im Klaren, gestorben zu sein.
Das war verknüpft mit großer Schuld,
die er für sich empfand.

Und Andererseits hatte er nur die Möglichkeit der Verdrängung,
dann aber war er gezwungen, sich Energie zu holen.

Anfangs hat er das durch Anhaftung getan
und er ist später darauf gekommen,
dass er sich endgültig mit Jemanden verbinden kann.

Hajo: Das hat er ja dann schon 50 Jahre lang gemacht!

Elia: Ja, das hat er so lange getan! 
Es ist auch nicht zu unterschätzen,
wie lange diese Zustände anhalten können.

Ich sagte euch ja schon:
Das sind Wesen,
die wirklich sehr, sehr lange im Belt sein können.

Und ihr seht daran sehr exemplarisch,
wie eng die Fokussierung dann stattfindet
und dass auch hier wirklich eine Wahl ist.

Er konnte ja wählen zwischen seiner Vorstellungswelt der Hölle
und zwischen Verdrängung, dass er tatsächlich tot ist.
Und das waren sehr, sehr schmerzhafte Erfahrungen. 
Ganz abgesehen davon, dass es selbstverständlich auch für jene,
die ihn liebten, sehr schmerzvoll gewesen ist.

Hajo: Und die Seelenfamilie war blockiert durch ihn…

Elia: Ja natürlich. 
Er hat ja seine Erfahrung,
die eine sehr Schwere ist,
nicht in die Seelenfamilie einbringen können,
so auch nicht in das Gesamtselbst einbringen können.

Es ist eine zentrale Aufgabe, der er sich da gestellt hat. 
Er hat ja einen Opfertod gewählt!
Und es geht dabei ganz vordergründig darum,
dass sein Gesamtselbst erfahren muss,
dass es über Eigenverantwortung verfügt
und nicht Anderen folgen darf entgegen seines Gewissens.

Das ist eine sehr wichtige Frage für das Gesamtselbst
und das ist alles blockiert worden dadurch,
dass er nicht vorangegangen ist.

Das Problem war, dass wir ihn nicht erreichen konnten!
Mit keiner Möglichkeit war er zu erreichen,
da er immer wieder den Blick verengte.

Er hatte ja keine andere Möglichkeit: 
Wenn er sich bewusst wurde, dass er tot ist,
kam sofort die Qual seiner Hölle.

Wenn er dieses Bewusstsein aber ausschloss,
hatte er keine Möglichkeit, uns Lichtwesen wahrzunehmen.

Und das war das Problem, das wir mit ihm hatten.

Da hilft es natürlich ganz wenig,
wenn man einem solchen Wesen sagt:
Gehe in Licht.

Das ist paradox: 
Er kann ja nicht dort hingehen,
ohne sich vorher seines Todes bewusst zu sein.

Im Grunde – und das habt ihr gesehen –
genügte ja schon ein wenig Gespräch,
ein ganz kleiner Anstoß,
eine Sekunde lang die Situation anders zu betrachten: 
nämlich als schuldfrei zu betrachten. 
Und schon hatte er die Möglichkeit, zu gehen.
Aber gerade diese Sekunde konnten
wir ihm in keiner Weise vermitteln.

Wir danken euch alle sehr!
Ich soll auch meinen besonderen Dank aussprechen
von der Schwester von ihm.

Im Übrigen war nicht die Mutter anwesend! 
Sondern wen du gehört hast, das war ich.

Hajo: Ach so.
Und das Kind mit der Laterne war die Schwester?

Elia: Ja, das Kind mit der Laterne war die Schwester.

Hajo: Und wer war der Adler mit dem Menschen-Körper?

Elia: Das war sein Schutzgeist, sein persönlicher Guide. 
Er hat immer eine Vorliebe für See-Adler gehabt,
den Stolz dieser Tiere bewundert,
von daher gesehen ist sein Guide ihm in dieser Weise begegnet.

Hajo: Das ist ja interessant.

Elia: Also, ihr habt gesehen:
Dass der Schritt sehr schnell vollzogen werden kann,
aber ich möchte euch bitten,
dass das nicht als Regelfall angenommen wird.

Das kann auch sehr viel länger dauern.

Ich möchte Carin noch sagen,
dass sie bitte in Zukunft sich keiner,
wirklich keiner Wesenheit mehr öffnet,
auch nicht, wenn es sich um Engel handelt.

Carin ist nicht so stabil,
dass sie die Fähigkeit der Unterscheidung schon besitzt
zwischen Verstorbenen, die in ähnlicher Situation sind wie H.
und die, die es gut mit ihr meinen.

Den Schutz, den sie hat, den hat sie auch,
ohne dass sie direkten Kontakt anknüpft.

Wir möchten sehr, dass Carin jetzt froh ist
und sich ihres Lebens wieder freut und wirklich begreift: 
Dass auch
– wenn es alles jetzt sehr schwer ist für sie war
und wenn sie sich auch oft sehr einsam fühlt – 
dass sie bitte ihre Einsamkeit nicht dadurch kompensiert,
dass sie sich mit geistigen Wesen auseinander setzt.

Ihre Einsamkeit ist sehr tief und wir bedauern das.
Aber es wird sich bald ändern und das wird sie sehen.

Sie soll sich jetzt erholen und zu sich selbst finden. 
Und sie soll Vertrauen finden in ihre eigenen Fähigkeiten.

Sie muss nicht in allen Dingen die Beste sein. 
Sie gibt sich so große Mühe,
die Leistungen zu erfüllen,
die von ihrer Mutter erwartet werden.

Es wird die Zeit kommen, wo sie versteht,
dass sie die Dinge,
die sie aus wirklicher Freude macht,
auch die Richtigen für sie sind.

Carin soll optimistisch sein,
es steht ihr eine schöne Zeit bevor.

Soweit zu Carin…

Du hattest noch Fragen bezüglich der Frau E.

Hajo: Ja, die Frau E., die sich als christlich bezeichnet. 

Elia: Ja, die ist seit zwei Jahren besetzt
und das gleich mehrfach.

Ja, wir haben hier wieder einen Fall,
in dem die Basis dafür eine religiöse Wahrnehmung ist,
die dazu dient, die Ich-Ablehnung,
die in der Seele schon vorhanden ist,
noch zu verstärken.

Das Problem wird hier sein, diese Frau zu animieren,
sich wirklich mehr anzunehmen.

Ich denke, es ist sinnvoll,
ihr ein solches Ritual wie eben vollzogen anzubieten.
Vielleicht könnt ihr
ihr ja auch diesen ganzen Text zukommen lassen,
damit sie versteht, worum es hier geht
und sie dann entscheiden lassen,
ob sie diesen Weg gehen möchte.

Sie ist – ja, wie soll ich sagen –
sehr verhaftet in ihre Schuldvorstellung
und das ist das Problem, das wir hier haben.

Jene drei Persönlichkeiten, die in ihr sind,
unterliegen der gleichen Schuldvorstellung
und somit ergibt sich eine gewisse gegenseitige Resonanz,
was sehr, sehr belastend ist. 
Versucht, ihr zu zeigen,
welchen Weg wir gehen
und überlasst ihr die freie Entscheidung.
Denn das ist ihr wichtig,
dass sie sich wirklich frei entscheiden kann.

Dazu wird auch gehören,
dass sie sich von einigen der Schuldvorstellungen,
die ihr in ihrer christlichen Auffassungsweise vermittelt wurden
und die sie so angenommen hat, distanziert.

Ich bin mir nicht sicher,
ob sie bereit ist, das zu tun.

Hajo: Also wir haben auch wieder das Prinzip der Freiwilligkeit.

Elia: Natürlich, ja.