Elia – Wenn Glaubenssätze der Seele aus früheren Leben verhindern…

Wenn Glaubenssätze der Seele
aus früheren Leben verhindern,
dass eine Frau
in diesem Leben Kinder bekommt.

Elia

Zu Gast ist Siglinde.

Elia: Guten Abend, liebe Freunde.

Hajo: Guten Abend, Elia.

Elia: Guten Abend, Siglinde.

Siglinde: Guten Abend.

Elia: Endlich Abend nach so einem langen Tag.

Alte Wunden betrachten…
Das bedeutet, sich noch einmal dem Schmerz stellen.

Schmerz ist so lange unerträglich,
so lange der Sinn nicht verstanden wird.

Das ist wie bei einem kleinen Kind,
dem man eine Zecke entfernen muss.
Wenn man ihm erklären kann,
warum man das tut,
kann das Kind tapfer reagieren.
Wenn es aber nicht versteht,
warum man ihm jetzt auch noch weh tut,
dann stürzt es nicht nur in Hilflosigkeit,
sondern fühlt sich bestraft.
Und der Schmerz wird schlimmer!

Darum, Siglinde, ist es mir jetzt sehr wichtig
und eine große Freude,
dir den Sinn deiner Schmerzen erklären zu können.

Stell mir bitte deine erste Frage.

Siglinde: Welches Karma verbindet mich mit meinem Vater?

Elia: Ihr habt mehrere Inkarnationen miteinander erlebt.
Allerdings war die letzte deiner Rolle umgekehrt.

Du warst seine Mutter – er dein Sohn.
Und du warst ihm in großer Liebe zugetan.
Aber damals bist du sehr früh gestorben.

Und das, das wolltest du ihm in diesem Leben gut machen.
Verstehst du?

Siglinde: Ja.

Elia: Du wolltest ihm zu keinem Preis der Welt verlassen,
weder räumlich, noch – und das ist schwer wiegender – emotional.
Und tatsächlich ist dir das gelungen!

Weißt du das eigentlich,
dass du ihm etwas bewiesen hast,
was für seine Entwicklung immens wichtig war?

Seine Seele war zutiefst der Auffassung:
„Wenn ich nicht so bin,
wie man mich will, werde ich verstoßen“.

Du hast ihm gezeigt,
dass du ihn nicht so haben willst,
wie er sich aufgeführt hat,
aber du hast ihn nicht verstoßen.
Und du bist treu geblieben und wahrhaftig.

Du hast dich verletzlich gemacht
mit deiner Liebe zu ihm.
Und du hättest aufhören können, ihn zu lieben.
Stattdessen hast du es ertragen,
ihn zu lieben und fürchten zu müssen! 
Eine sehr, sehr anstrengende Aufgabe.
Seine Seele hat daraus sehr viel gelernt!

Gleichzeitig hast du gemeint,
jenen Schmerz aus der vergangenen Inkarnation
wieder gut machen zu können.

Erinnerst du dich, wie oft du,
wenn du nicht wütend auf ihn sein musstest,
sehr fürsorglich für ihn warst?

Wie oft du dir gewünscht hast,
ihn schützen zu können
vor Überarbeitung,
vor Übererregung?

Wie oft du versucht hast,
ihn aus seinen Finsternissen zu reißen?
Ja?

Das hat mit der alten Inkarnation zu tun! 
Deine Empfindungen für ihn waren
weniger Tochterhaft als mütterlich.
Kannst du das nachvollziehen?

Siglinde: Ja.

Elia: Es war schwer.
Du hast es sehr gut gemacht.
Und du hast ihm geholfen,
seinen Glaubenssatz sehr zu hinterfragen.

Du hast ihn aufmerksam gemacht! 
Und das ist die Voraussetzung
für seine Weiterentwicklung.

Siglinde, du hast so oft versucht, ihm zu helfen
und warst oft traurig,
dass es dir nicht gelungen ist.
Zu helfen im Betrieb,
zu helfen im zwischenmenschlichen Bereich… 
Und all diese Hilfen hat er dir nicht
oder nur teilweise abgenommen.
Und das hat in dir ein Gefühl der Ohnmacht,
der Ratlosigkeit und Trauer erzeugt.

Aber du konntest nicht wissen,
dass du ihm viel mehr hilfst
in etwas so Wesentlichem: 
wie jenen falschen Glaubenssatz zu korrigieren.

Er wurde nicht von dir verstoßen,
obwohl er dir sehr Weh getan hat!
Und obwohl er ganz anders gehandelt hat,
als du es gut heißen konntest.

„Ich werde geliebt,
ohne die Bedingungen dafür erfüllen zu können!“

Eine sehr große, sehr große Aufgabe.
Und ich möchte dir im Namen deines Vaters
und seines Schutzengels von ganzem Herzen danken.

Deine nächste Frage, bitte.

Siglinde: Warum hat es nie mit meinen Beziehungen funktioniert? 
So, wie ich es mir gewünscht habe
oder erträumt habe?

Elia: Das hat in der Tat seine Ursache
in einem deiner Glaubenssätze.

Und der Glaubenssatz, der dich hindert, ist:
Dass deine Seele meint,
dass sie es nicht verdient hätte,
ihre große Liebe leben zu dürfen.
Sie fürchtet sich nicht davor,
sondern sie meint,
sie habe es nicht verdient!
Ich schlage sehr eindringlich vor,
dass ihr Morgen dazu
in der auslösenden Inkarnation nach Lösungen sucht.
Ja?

Hajo: Ja.

Elia: Es ist wichtig,
dass du dich als Seele damit abschließend beschäftigst!
Dass du wirklich begreifst,
dass dieser Glaubenssatz zu einem anderen Leben gehört!
Nicht zu dem der Siglinde! 
Ich hoffe, dass du dazu bereit bist.

Siglinde: Ja.

Elia: Ja?
Natürlich steht dir Liebe zu.
Und ganz sicher bist du der Liebe wert.

Ich denke, du sollst es unbedingt wissen,
dass das, was dir widerfahren ist
bis jetzt in dieser Hinsicht die Vorbereitung dafür war,
dass deine Seele heute
sich gegen diesen Glaubenssatz entscheiden kann.

Ohne die Erfahrungen,
ohne den Schmerz,
den diese Erfahrungen in dir ausgelöst haben,
hätte sie die Notwendigkeit
einer Veränderung nicht akzeptiert! 
Es war also nicht sinnlos!

Gleichzeitig warst auch du
eine Erfahrung für die Männer, die wichtig war.
Einer hatte erfahren, dass,
wenn er Liebe nicht achtet,
sie verlieren muss.

Der Andere hat erfahren, dass,
wenn er sich nicht auf deine Bedürfnisse einlässt,
sondern seine Ängste und Hemmungen überbetont,
er nicht dein Mann sein kann! 
Mann oder Kind?
Er ist ins Kindliche gegangen
und hat die Frau dabei verloren.
Eine wichtige Erfahrung in seinem Leben!

Und in deiner heutigen Beziehung
hast du die Möglichkeit, dich zu erfahren!
Und wirst mit der Tatsache konfrontiert,
dass die Distanzierung keinesfalls
immer von den Anderen kommt, sondern auch von dir.

Und stellst darum,
weil dieser Mann diese Distanz nicht will,
zum ersten Mal die Frage,
ob es richtig sein kann,
diesen Glaubenssatz zu haben:
„Ich habe die wahre Liebe nicht verdient!“

Zum ersten Mal bewegt sich deine Seele
aus ihrer vermeintlichen Weisheit heraus
und hinterfragt, ob es nicht vielleicht doch ein Irrtum ist.

Und dein Mann – so nenne ich ihn – erlebt sich auch neu:
Als jemanden,
dem Vertrauen, Geborgenheit und Aufrichtigkeit
wichtiger sind als alles andere.

Das ist keine schlechte Erfahrung für ihn,
sondern eine sehr gute,
die er da mit sich hat.
Das erhöht seinen Selbstwert.
Und das ist wichtig,
dass der gestärkt wird.
Du siehst: Sinnlos ist daran nichts!
Hast du noch eine Frage?

Siglinde: Ja, noch eine Letzte.

Warum ist mein Lebensplan so geschrieben worden,
dass Kinder eben nicht da rein gehören?
Welchen Sinn hat es gemacht,
dass ich trotzdem Eins hätte erwarten können?

Elia: In deiner Inkarnation,
in der dein heutiger Vater dein Kind war,
hattest du mehrere Kinder.
Und du bist sehr dramatisch gestorben!

Du hast dich sehr lange als Seele
in der Nähe dieser Kinder aufgehalten,
weil du meintest,
sie verraten zu haben!
Weil du meintest,
ganz allein verantwortlich für das Schicksal zu sein,
das sie danach genommen haben.

Und nach dieser Inkarnation
hat deine Seele etwas beschlossen:
„Ich will nie wieder meine Kinder im Stich lassen!
Lieber bekomme ich keine!“
Das kann jemand vielleicht nicht verstehen,
der dein Wesen nicht kennt.

Aber nichts ist dir so schlimm,
wie hilflose Menschen,
die von dir abhängig sind,
im Stich zu lassen!
Das konntest du dir als Seele nicht verzeihen.
Und lieber wolltest du gar nicht erst
in Versuchung geführt werden.

Lange hat das funktioniert!
Lange hat deine Seele verhindert,
dass du empfängnisbereit bist.
Aber dann hast du all dies hinter dir lassen können,
weil du geliebt wurdest
und weil du dir erlaubt hast,
liebenswert zu sein.
So wurdest du schwanger.

Aber jetzt – an dem Punkt –
haben sich gleichzeitig zwei Glaubenssätze getroffen.
Der eine Glaubenssatz, der sagt
– „Ich will nie wieder meine Kinder im Stich lassen!“ –
der traf sich mit der Angst,
zu spät schwanger zu sein.

Ja geradezu mit der Gewissheit,
nicht gut genug und richtig genug
Mutter sein zu können und der Angst,
dass du der wahren Liebe
doch nicht wert sein könntest.

Und damit war an der eigentlichen seelischen Einstellung,
kein Kind haben zu wollen,
nichts zu verändern.

Ich möchte, dass du begreifst,
wie dramatisch es für dich
in dem vergangenen Leben war,
deine Kinder allein zu lassen! 
Dein Sterben war dir furchtbar! 
Ein Verrat!

Und du hast dir ganz allein die Verantwortung dafür gegeben.
Vorwurf über Vorwurf hast du dir gegeben! 
Zu sehen, wie sie ihren Lebensplan vollenden,
war dir ganz furchtbar ohne Möglichkeit,
daran noch etwas ändern zu können.

Deine Seele war in großer Not! 
Und es ist kein Wunder,
dass sie Angst vor Wiederholungen hatte.

Du liebst Kinder bis heute
und sie lieben dich,
wenn du ihnen begegnest.
In diesem Leben ist die eigene Schwangerschaft
nicht mehr denkbar,
aber durchaus das Mütterlich sein wieder akzeptabel.

Dieses Leben ist die Vorbereitung auf das nächste Leben! 
Und euch geschieht das, wonach ihr euch sehnt!

Nicht nur Schlimmes erfüllt sich,
auch Gutes.

So hast du dir in mehreren Leben gewünscht,
reiten zu dürfen.
Als Frau undenkbar zu jenen Zeiten.
Du hast die Männer beneidet.
Eine große Sehnsucht ist entstanden.

Und diese Sehnsucht:
Die wurde in diesem Leben
als Erfüllung in deinen Lebensplan geschrieben.

Wie glücklich du warst,
als du reiten durftest.
Was du alles auf dich genommen hast für dieses Glück
von seiner Vorbereitung
in den Sehnsüchten vergangener Leben.

Und wenn du heute die Sehnsucht in dir trägst,
wieder Mutter sein zu dürfen,
dann wird diese sich ganz gewiss erfüllen.
Das ist ein schwacher Trost, ich weiß!
Aber mehr war in diesem Leben nicht möglich!
Eine späte Erkenntnis der Zusammenhänge
war leider unumgänglich.

Ich möchte dich ermuntern,
darauf zu schauen,
wie du es heute leben kannst:
das Mütterlich sein.

In vielen Punkten kannst du das:
Gegenüber deinen Familienmitgliedern,
gegenüber deinen Tieren,
gegenüber den jungen Menschen,
die dir gerade durch deine Verpflichtungen
im Reitsport anvertraut sind,
aber auch in deinem Betrieb.

Noch bist du die Tochter in ihren Augen.
Aber, Siglinde:
Schon in zehn Jahren wirst du
die Mutter des Betriebes sein.
Deine Mütterlichkeit ist spürbar.
Du wunderst dich immer,
dass Menschen dir so schnell
so tief vertrauen:
Weil sie spüren, dass du Mutter bist aus ganzer Seele.
(Türklingeln.)
Ich höre, jemand wartet ungeduldig auf dich.
Darum verabschiede ich mich von dir.

Nicht ohne noch zu erwähnen,
dass wir alle hier sehr froh sind,
dass du den Mut hattest,
in diese Inkarnation zu gehen.

Viele Guides danken dir sehr.

Guten Abend, liebe Siglinde.

Hajo und Siglinde: Guten Abend, Elia.