Der Unterschied zwischen Gesamtselbst und Teilselbst…

Ihr seid das Gesamtselbst.

Der Unterschied zwischen Gesamtselbst und Teilselbst.

Das Gesamtselbst und die unterschiedliche Anbindung seiner Teilaspekte.

Elia

 

Elia. Guten Morgen, Hans-Jürgen.

Hajo. Guten Morgen Elia.

E. Nun beginnen wir. Zuerst die Fragen.

H. Was mich noch einmal interessieren würde: Ich habe mir mal Vorstellungen von dem Gesamtselbst gemacht und habe mal versucht, mir das bildlich zu übersetzen und bin da auf das Bild eines geschliffenen Diamanten gekommen mit unzähligen Facetten und diese Facetten des Diamanten werden als Teilselbste dann in die Inkarnation gesandt.

Und bei dieser Inkarnation können sie sich aussuchen, in die verschiedenen Bewusstseinsebenen zu gehen, sei es die jenseitige Inkarnation oder die diesseitige Inkarnation oder andere Bewusstseinsebenen. Kommt das so ungefähr hin?

E. Nicht ganz, denn ein Diamant ist sehr statisch. Der Teil, in dem ein Teilaspekt des Gesamtselbstes ruht, ist jedoch sehr dynamisch und auf jeder Bewusstseinsebene ist eine unterschiedlich starke Verbindung zum Gesamtbewusstsein vorhanden.

Das macht gerade die große Unterschiedlichkeit der jenseitigen Entwicklung aus, dass wir hier in einer verschiedenen Form im Kontext stehen mit dem Gesamtselbst.

Ich möchte auf bekannte Bewusstseinsebenen zurückgreifen, um dies zu veranschaulichen. So hat jemand, der im erdnahen Bereich, im Belt ist – also ein Verstorbener, der sich des Umstandes seines Todes nicht bewusst ist und auch nicht der Möglichkeit, ins Jenseits überzugehen – ein sehr, sehr, sehr geringes Anbindungspotenzial an sein Gesamtselbst. Das ist ja gerade die Problematik, die wir haben, wenn wir Jenseitige aus diesem Bewusstseinsbereich herausholen möchten.

Das heißt, die Rückkopplung an das Gesamtselbst ist hier einem Faden vergleichbar dünn und derart fragil, dass er sogar abreißen kann, was allerdings sehr selten geschieht. Also, dies ist die unterste Ebene, die unterste Form, mit dem Gesamtselbst zusammengehörig zu sein.

Die nächste Stufe ist dann die Stufe eines Menschen, der ein geringes Bewusstsein hat. Das variiert auf dieser Ebene: Es gibt Menschen, die eine sehr starke Anbindung an ihr Gesamtselbst haben, relativ bezogen auf das menschliche Konzept. Und es gibt andere, die eine sehr geringe Anbindung an das Gesamtselbst haben.

Ich möchte sehr klar sagen, es handelt sich hierbei nicht um unterschiedliche Persona. Das Teilselbst ist Persona des Gesamtselbstes.

Das Gesamtselbst und das Teilselbst sind die gleiche Person!

Aber die Verbindung zum vollen Bewusstsein seines Selbst variiert – und das sind die eigentlichen Bewusstseinsebenen – das macht den Unterschied aus.

Also gehen wir in die nächste Stufe: Gehen wir in die Stufe, die nach dem Übergang von der materiellen Inkarnation in die jenseitige Ebene wechselt. Hier erweitert sich zunehmend – von Ebene zu Ebene, von Stufe zu Stufe – die Anbindung an das Gesamtselbst, das heißt die Verbindung zum eigenen, vollen Bewusstsein.

Es geht darum, dass dieses volle, eigene Bewusstsein euch gehört, ihr seid euer Gesamtselbst. Es ist nicht so, dass dieses zwei unterschiedliche Personen sind, sondern ihr seid euer Gesamtselbst.

Aber ihr habt als Teilaspekt dieses ungeheuer umfangreichen Bewusstseins nur eine geringe – relativ gesehen – Anbindung an euer gesamtes Bewusstseinspotenzial.

Ich weiß, es ist ein sehr, sehr komplizierter Vorgang. Ich möchte es noch einmal auf eine andere Weise veranschaulicht sehen: Denkt euch, ihr hättet das Potenzial, sämtliche Zeitabläufe, sämtliche Teilaspekte eures Selbstes gleichzeitig in eurem Bewusstsein zu tragen, und ich meine hiermit gleichzeitig.

Dieses würde bedeuten, dass ihr auf – zum Beispiel – zweihundert verschiedenen Ebenen gleichzeitig Eindrücke hättet. Es ist – denke ich – auch dem Laien einsichtig, dass dieses euer Gehirnpotenzial sprengt.

Nun kann man sich fragen, warum gibt es diese Unterschiedlichkeit überhaupt?

Die Ursache liegt darin, dass ihr eure Inkarnation im Materiellen nicht so erfahren könntet in seiner Tiefe, in seiner Klarheit, wenn ihr euch aller eurer Selbstanteile gleichzeitig bewusst wäret.

Ich will es an einem Beispiel erklären: Denkt euch, eine alte Frau erfährt soeben in ihrer Inkarnation im Materiellen, dass sie des Todes ist. Dies ist eine bestimmte Situation. Gleichzeitig befindet sich ein anderer Teil ihres Selbstes auf einer anderen Inkarnationsebene in der Position, geboren zu werden.

Gleichzeitig passiert auf einer anderen Ebene bei einem anderen Aspekt ihres Selbstes ein Zustand, in dem sie sich in tiefer Verbindung mit anderen Selbsten befindet.

Dieses sind nur drei Momente, d r e i Momente von vielleicht hundert, tausend, zehntausend Momenten, die tatsächlich in eurem Gesamtbewusstsein stattfinden. Dieser Zustand ist derart groß, tief und weit, dass ihr dort, wo ihr jetzt seid, nicht in der Lage seid, dieses zu verarbeiten.

Ich möchte dazu erwähnen, dass die jenseitige Entwicklung nicht über alle Stufen der Entwicklungsmöglichkeiten läuft, sondern von Teilselbst zu Teilselbst unterschiedlich ist.

Es ist also keine hierarchische Struktur. Sondern es geht im Jenseits beim Durchwandern der Ebenen darum, die spezielle Inkarnationsaufgabe eines gewissen Teilaspektes weiter zu vervollständigen.

So haben wir in der materiellen Inkarnation vielleicht die Aufgabe gehabt, uns in andere Wesen liebend einzufühlen. Dieser Aspekt wird auf jenseitigen Ebenen vervollkommnet, vertieft und erweitert.

Dieses Durchlaufen verschiedener Aspekte, verschiedener Ebenen mit unterschiedlicher Anbindung und einem erweiterten Zuführen der Bewusstseinszustände des Gesamtselbstes ergibt eine sehr individuelle Inkarnationsfolge, Abfolge eines einzigen Teilaspektes. Dieses ist Entwicklung dieses Teilaspektes.

Mit zunehmender Entwicklung, das heißt mit zunehmender Herauskristallisierung des eigentlichen Auftrages, nämlich sich liebend in Andere hinein zu versetzen, erreicht der Teilaspekt eine Vervollkommnung auf diesem einen Bereich und erweitert sich immer mehr in seinem Bewusstsein zum gesamten Bewusstsein seines Selbstes hin. Ein einziger Teilaspekt, von dem ich sprach.

Es gibt gleichzeitig – denn wir haben keine lineare Zeit – Tausende anderer Abläufe, die ebenfalls in das Gesamtbewusstsein münden. Ich sage es noch einmal mit aller Deutlichkeit.

Ich weiß, es ist schwer zu verstehen: Ihr seid das Gesamtselbst.

Allerdings in einem eingegrenzten Rahmen der Bewusstseinsfähigkeit, aber ihr seid euer Gesamtselbst. Es ist keine Macht, die über euch steht. Es ist kein anderes Wesen. Es ist kein Ersatzengel. Es ist keine Gottheit.

Ihr seid euer Gesamtbewusstsein.

Allerdings nur ein Teilaspekt. Ich denke, es wird noch viele Fragen zu diesem Teilaspekt geben.

H. Ja, sicher, ich habe da auch gleich noch eine Frage: Und zwar hattest du mal gesagt, irgendwann geht dieser Teilaspekt dann wieder in das Gesamtselbst ein. Wie ist dann die umgekehrte Folge: Aus welchem Grund wird ein Teilaspekt rausgeschickt, aus welchem Grunde ist das der Fall?

E. Das Problem, das ich bei der Erklärung jetzt habe, ist der Unterschied zwischen „Linearer Zeit“ und unserer Gesamtzeit.

Ich erkläre das mal so: Das Gesamtselbst ist bestrebt, sich selbst zu vervollkommnen, seine vollen Potenziale zu erfahren, zu entfalten, zu verwirklichen.

Gibt es nun innerhalb dieses Bewusstseinskomplexes Strukturen, die diesem Ablauf hinderlich sind, so wird jener Teil des Bewusstseins, in dem eben gerade diese Barrieren auftauchen – und es handelt sich dabei um Barrieren des Bewusstseins – so wird jener Teil sich lösen, um Wege zu finden, sein Manko aufzufüllen. Dieses mag auf der materiellen Ebene geschehen, dieses mag aber auch im jenseitigen Bereich geschehen.

Ich zum Beispiel bin ein solcher Teilaspekt. Ich habe ein höheres, ein sehr viel höheres Bewusstsein, als ihr es habt, ich habe eine intensivere Anbindung an mein Gesamtbewusstsein, dennoch habe auch ich den Wunsch in mir, Teilaspekte, die noch nicht vollkommen sind, zu vervollkommnen auf dem Wege der Erfahrung.

Erfahrung ist also die Ausrichtung, mit der ein Teilaspekt des Gesamtselbstes sich bewegt, um in der Begegnung mit Umständen, mit Schwingungen im Austausch mit einem Du sich erfahrend zu erweitern.

Also, es findet nicht eine Art von Geburt statt, dies ist nicht der Fall.

Sondern es drängt das Gesamtbewusstsein, Schwächen, Mankos, Hemmnisse in der eigenen Entwicklung zu überwinden, indem es sich diesen Schwachstellen widmet und sich selbst erfahrend dabei neue Werte erkennt und wieder einbringt in sein gesamtes Bewusstsein.

Es kann dies auf der materiellen Ebene geschehen, wobei es sich bewusst ist, dass es dabei den größten Teil seiner Rückbindung zum Gesamtbewusstsein hin verliert. Es kann gleichwohl auch auf einer der jenseitigen Ebenen des Bewusstseins stehen.

Habe ich mich so ausgedrückt, dass du das nachvollziehen kannst?

H. Ja …