Inkarnation

Die Bandbreite der Möglichkeiten bei der Inkarnation der Seele

Die Bandbreite der Möglichkeiten bei der Inkarnation der Seele

Es gibt keinen festgelegten Zeitpunkt,
in dem eine Seele in die Inkarnation, „in Carne“ geht, ins Fleisch geht.

Ebenso wenig, wie es einen festgelegten Zeitpunkt gibt,
in dem sie außerhalb des Fleisches geht.

Elia

H: Ich habe hier eine Frage, wie das Eingehen einer Babyseele in einen Körper, also in die materielle Welt zu sehen ist.

Ist das eine fließende Angelegenheit oder ist es erst vollbracht, wenn der erste Atemzug des Babys außerhalb des Mutterkörpers gemacht wird?

Nein, es gibt keinen festen Punkt. Das ist sehr individuell. Will ein Teilselbst die Erfahrung machen, im Leib der Mutter sich wachsend zu erleben, dann wird es sehr früh inkarnieren.

Es gibt Fälle, wo Teilselbste schon bei der Empfängnis inkarnieren. Ja, es gibt sogar Teilselbste, die schon vor der Empfängnis bei diesen Eltern anwesend sind.

Andere wieder ziehen es vor, erst zu inkarnieren, wenn sie kurz vor oder nach der Geburt stehen.

Dieser Prozess des Inkarnierens ist vergleichbar mit dem Prozess des Sterbens. So stirbt der Körper schon lange vor eurem eigentlichen biologischen Tod. Er stirbt in kleinen Etappen, kaum merklich am Anfang.

Ich spreche jetzt von jenem natürlichen Tod, der durch das Alter bedingt ist. In dieser Phase sei ihr durchaus „noch lebendig“.

Dennoch beginnt ein Teil von euch, sich aus der Materie zu lösen.

Dann, wenn wir in die Sterbephase kommen, – und auch hier spreche ich vom Tod durch Altern – beginnt eine Wechselphase von Hier sein und Dort sein.

Der findet am Anfang in aller Regel im Schlaf statt. Und es ist außer den biologischen Gründen einer der Gründe, warum Sterbende so oft schlafen. Sie sind dann schon in der Vorbereitungsphase zum Übergang.

Sie dürfen dann schon kleine Einblicke in das Jenseits werfen. Und selbst der Tod verläuft über einen längeren Prozess so, dass es eine Weile dauert. Der letzte Atemzug ist noch nicht der Moment des vollständigen Todes, sondern auch hier kann es noch zu Wechseln kommen, so dass die Seele noch probiert, noch einmal zurückzukommen, wieder hinausgeht.

Bitte denkt nicht so starr. All diese Prozesse sind ganz und gar individuell. Keine Geburt gleicht der anderen, kein Tod gleicht dem anderen. Hier haben wir es mit lebendigen Seelen zu tun.

Und jede hat ihr eigenes Bedürfnis, und jede hat ihre eigene Art, mit der Situation umzugehen.

Also, es gibt keinen festgelegten Zeitpunkt, in dem eine Seele „in Carne“ geht, ins Fleisch geht.

Ebenso wenig, wie es einen festgelegten Zeitpunkt gibt, in dem sie außerhalb des Fleisches geht. Wir haben es durchaus mit der Möglichkeit pendelnder Bewegung zu tun.

Es gibt auch andere Fälle. Selbstverständlich gibt es Seelen, die die Gelegenheit ergreifen und spontan fest inkarnieren. Ebenso wie es Seelen gibt, die die Gelegenheit ergreifen und sich spontan sich in das Jenseits begeben.

Individualität, Freunde, ist ein großes Merkmal jeder Seele Diesseits wie Jenseits.

Gesetzmäßigkeiten sind viel, viel weiter zu fassen, als ihr es gewohnt seid.

Ein Arzt stellt den Zeitpunkt des Todes aufgrund körperlicher Merkmale fest. Jedoch: Wir wissen, dass dies nicht allein ausschlaggebend ist, um festzustellen, ob jemand schon vollständig im Jenseits ist.

Ein Arzt wird sagen: Mit dem Augenblick der Atmung, des Schreis beginnt das Leben. Wir sagen: Nein.

Es ist ein schleichender Prozess, es kann ein plötzlicher Prozess sein, in jedem Fall ist es individuell.

Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass es Mütter gibt, die meinen, schon kurz nach der Empfängnis eine andere Wesenheit zu spüren, die bei ihnen ist. Ich kann dies nur bestätigen. Diese Form gibt es.

Und es gibt andere Mütter, die darauf warten, etwas Derartiges zu empfinden und nichts spüren, obwohl sie es eine Schwangerschaft davor so empfunden haben. Auch das gibt es.

Es gibt vielfach Berichte von Gebärenden, die im Moment der Geburt Visionen hatten von anderen Wesen, die dabei waren und den Eindruck hatten, erst jetzt, kurz vor der Entbindung, fände die Begegnung mit einem anderen Wesen statt. Auch das gibt es. Das ist individuell, kein festgelegter Zeitraum.

Hajo: Wenn während einer Schwangerschaft ein Fötus stirbt oder wenn ein Baby kurz nach der Geburt stirbt, ist das dann ein Planpunkt oder ist es eine materielle Schwierigkeit gewesen, die dieses Kind im Mutterleib sterben lässt oder außerhalb?

Es ist in aller Regel ein Planpunkt, aber auch hier gibt es Ausnahmen. Es ist nicht so, dass alles, was wir sagen, starr ist, es gibt immer die Ausnahme der Regel.

Ihr dürft bitte daraus keine 10 Gebote machen, sondern was ich euch sage, sind die Berichte der wahrscheinlichsten Möglichkeiten. Aber es gibt immer auch Ausnahmen.

Und es gibt durchaus auch Ausnahmen bei der Festlegung an einen Körper. Bei dem Fall, von dem ihr sprecht, handelte es sich darum, dass hier Zusammenhänge kurzfristig so verändert wurden, dass ein „in Carne“ bleiben, zu große Mühe war und so sich die Seele entschied, noch einmal von vorn zu beginnen. Wenn ihr wollt, ist dies ein Irrtum.

Ich hingegen bevorzuge zu sagen: Es gibt eine sehr große, individuelle Bandbreite der Möglichkeiten, und aus unserer Sicht sind dieses Möglichkeiten, die unter die Variante fallen.

Ein solches inkarniertes Kind hat in einem sehr großen Maß die Entscheidungsfreiheit, zu sagen: Nein, dieses geht noch nicht, ich kehre in einem anderen Körper wieder, zu einem anderen Zeitpunkt.

Ich habe euch schon einmal gesagt: Auch was den Zeitpunkt eures Todes angeht, habt ihr im Laufe eures Lebens mehrere Möglichkeiten.

Auch ein Planpunkt hat Varianten, er wird erreicht, früher oder später in eurer linearen Zeit, aber er gibt – begrenzt zwar – Variationsmöglichkeiten.

Und dies aus gutem Grunde.