Elia: Jetzt schon im Irdischen könnt ihr bei Zeit unterscheiden …

… zwischen erlebter Zeit und konstruiert gemessener Zeit. 
Es gibt kein Zeitparadoxon!
Eure Zeit ist eine fiktive Messung, die de facto nicht existiert.
Die Messung, die ursprüngliche Messung
basiert auf Tag und Nacht, das ist ein Rhythmus.

Elia

 

Elia: Ja, liebe Freunde, es ist soweit. Ich freue mich, dass ich euch begrüßen kann und ich hoffe, einige eurer Fragen beantworten zu können. Also, Hans-Jürgen, ich übergebe dir das Wort.

Hajo: Ja, ich habe hier mal eine Frage von Marlies: Ich soll dich dazu bewegen, mal etwas über das Zeitparadoxon zu erklären, damit es auch ein Inkarnierter verstehen kann.

E: Da haben wir ein Problem, weil ich nicht weiß, was ihr nicht versteht.

Ich hab’s euch doch ganz simpel erklärt:

Das ist so, es gibt kein Zeitparadoxon, eure Zeit ist eine fiktive Messung, die de facto nicht existiert.

Die Messung, die ursprüngliche Messung basiert auf Tag / Nacht, das ist ein Rhythmus. Die weitere Messung basierte auf der Bewegung der Sterne innerhalb eines Systems. Man konnte feststellen, dass die Sonne zu einem bestimmten Zeitpunkt an den Punkt wiederkehrt, an dem sie vorher war. Das haben im Übrigen wieder die Azteken aufgegriffen, es gehört aber zu dem ursprünglichen Wissen der Menschheit.

Ich sprach im letzten Diktat davon, dass ihr etliche Jahrhunderttausende Jahre alt seid als Rasse.

Also dieses System – die Sonne kehrt zu einem bestimmten Zeitpunkt ab einen bestimmten Ort zurück – das hat euch das Jahr gegeben. Ihr habt den Tag gehabt und anschließend kam das Jahr. Das ist eure Messeinheit an Zeit.

Ihr habt ein Gestern, ihr habt ein Morgen, ihr habt ein Jetzt.

Ein Kind kann nicht weiterschauen, es lebt im Jetzt. Es hat nur noch die Rudimente eines Gestern und es hat kaum eine Vorstellung von Morgen. Je älter es wird, je weiter es in den Bezug zur Umwelt kommt vom „Ich bin“ zum „Ich bin innerhalb von“ – System, desto größer nimmt es auch ein längeres Gestern und ein weiteres Morgen wahr, bekommt Vergangenheit, bekommt Zukunft.

Und je älter ihr werdet, umso größer wird eure Blickrichtung, eure Fokussierung auf eine Zukunft.

Das kippt erst wieder im Senium. Dann gewinnt das Gestern eine größere Bedeutung in eurem Empfinden.

Aber es ist definitiv Fiktion, denn Zeit in dieser linearen Form gibt es nicht.

Ihr könnt es gut merken, ihr habt es neulich dem Tobias sehr schön erklärt: Wenn man auf ein Ereignis wartet, vergeht die Zeit sehr langsam. Ist man hingegen sehr ergriffen oder glücklich oder sehr involviert in bestimmte Geschehnisse, dann vergeht die Zeit sehr schnell.

Ihr habt es auch gestern gemerkt, wo Uta erstaunt darüber war, dass zwei Stunden auf dem Gletscher vergangen waren.

Also auch bei euch ist Zeit schon relativ.

Es gibt die gemessene Zeit, das ist ein Konstrukt, Tage, Stunden, Minuten, Sekunden oder auch Jahre, das ist konstruierte Zeit. Und es gibt erlebte Zeit, die hat mit dem Konstrukt sehr wenig zu tun. Wäre es anders, müsstet ihr nicht auf eure Uhren schauen.

H: Marlies meinte das noch etwas anders.

E: Ja, ich weiß, ich habe jetzt etwas weiter ausgeholt, um ihr das besser erklären zu können in der Hoffnung, dass sie es versteht.

Dieses Konstrukt – Sekunden, Minuten, Stunden, Tage, Monate, Jahre – haben wir im Jenseits gar nicht. Das liegt daran, dass wir eine rein psychische Welt sind.

Wir haben nur unsere Empfindung. Dass heißt, wir schauen nicht alle zwei Stunden auf eine Uhr, um zu schauen, wie viel der konstruierten Zeit vergangen ist, sondern wir sind immer im Erleben involviert. Es gibt überhaupt kein „sich herausziehen“ aus dem Erleben. Es gibt kein „sich distanzieren“ von den Ereignissen, sondern wir sind stets und gegenwärtig das Ereignis selbst, wir sind stets und gegenwärtig im Ablauf der Dinge, die sich ereignen.

Deshalb haben wir keine Zeit. Wir haben durchaus eine Entwicklung. Diese Entwicklung ist nicht linear, sondern sie geht von einer zentralen Stelle aus, die sich wie ein Netz nach außen verbreitet oder wie die Strahlen einer Sonne verbreitet.

Nehmen wir mal an, ich bin im dem Ereignis, euch zu diktieren, völlig involviert, dieses ist mein Jetzt. Habe ich in diesem Ereignis ein Morgen? Ja. Ich habe das Morgen, dass ihr verstehen werdet, was es mit eurer Zeitlosigkeit auf sich hat. Aber ich habe auch das Morgen, dass ihr es nicht verstehen werdet. Und ich habe das Morgen, dass ihr es nur teilweise verstehen werdet.

All das ist mir gegenwärtig, es ist lediglich eine Frage meiner Ausrichtung des Bewusstseins. Dass heißt, ich habe gleichzeitig alle möglichen Variationen präsent. Und auch dann bin ich völlig im Jetzt, im Hier. Ich habe nicht diesen linearen Ablauf, ich habe nicht diese Struktur.

Sondern ich habe eine Vielzahl von Möglichkeiten und es lediglich eine Frage meiner Fokussierung, was für mich Realität ist.

Ich weiß, dass das für euch sehr schwer zu verstehen ist, weil euch Realität immer von außen kommend erscheint.

Ich sage jetzt bewusst, es erscheint euch von außen kommend. In Wahrheit ist die Realität, die euch von außen begegnet, die Reaktion auf eure innere Realität. Und was die innere Realität angeht, da – liebe Freunde, und nur da – findet im Jenseits Entwicklung statt. Wird die innere Realität oder die eigene Wahrheit, die eigene Wirklichkeit verändert, dann findet Entwicklung statt. Nur an diesem einen Punkt haben wir so etwas wie ein Zeitablauf.

Es ist nicht der Zeitablauf in einem Konstrukt von Sekunden, Minuten, Stunden und Tage, sondern es ist der Zeitablauf, gemessen in Entwicklungseinheiten.

Ich hoffe, dass ich euch das jetzt verständlich machen konnte, es ist sehr schwierig.

Und ihr könnt euch euren Kopf sehr lange zerbrechen darüber, ihr werdet es nicht alle begreifen können, weil: Ihr müsst euch völlig von dem lösen, was ihr jetzt als Wahrheit erlebt. Ihr müsst euch wirklich dabei darauf konzentrieren, dass ihr tatsächlich selbst jetzt schon im Irdischen unterscheiden könnt zwischen erlebter Zeit und konstruiert gemessener Zeit.

Wer einmal Todesnähe erfahren hat, weiß, denke ich besser, was ich meine: Wo innerhalb von Bruchteilen von Sekunden in eurem Bewusstsein Dinge erlebt und erfahren werden, die ihr in eurem irdischen Zeitablauf in Jahre eingliedern müsst.

Oder wo – das kennt ihr als Bild, viele haben davon berichtet – dass wirklich ganze Leben, alles innerhalb weniger Sekunden am „nahe dem Tode Seienden“ vorbeizieht.

Stellt euch das bitte einmal vor, was genau euch die Leute da sagen, wenn sie sagen: Ich sah mein Leben wie in einem Film vorbeilaufen. Sie sagen euch: Ich habe erlebt, wie mein ganzes Leben – zwanzig Jahre, vierzig Jahre, sechzig Jahre – innerhalb von weniger Zeit -Minuten – wie ein Film an mir vorbeizog.

Ihr seid durchaus schon fähig, außerhalb der linearen Zeit zu denken. Wäre das nicht anders, könnte ich beispielsweise mit Uta nicht kommunizieren.

Sie ist in der Lage, erlebte Zeit mitzuteilen und wieder in einen zeitlichen Ablauf zu bringen. Sie ist in der Lage, bei Readings Eindrücke, die sie innerhalb von wenigen Sekunden erhält, in einen zeitlichen Ablauf zu bringen und damit ihre lineare Zeit zu füllen für einen bestimmten Zeitraum.

Zeitlosigkeit ist ein Normalzustand.

Euer Zustand des zeitlichen Ablaufes basiert auf physikalischen Bedingungen, die ihr nur in der Ebene habt, in der ihr euch befindet.

Und selbst dann müsst ihr euch darauf konzentrieren, so konstruiert ist dieser zeitliche Ablauf.

So, dass ist das, was ich dazu zu sagen habe, hoffend, ihr versteht.

H: Ja, das hoffe ich auch.