Schutzengel – Die Angst, Anders zu sein!

Die Angst,
Anders zu sein!

Weil du schon so viele, viele Inkarnationen
hinter dir hast,
weißt du schon sehr gut,
was dir nichts taugt:
Du kennst keinen Neid und
keine Rachegedanken…
Du kennst keinen Hochmut und
keine Gier…
Und du verabscheust die Lügen
und deren kleinere Schwester,
die Geltungssucht.

Und die Anderen SPÜREN das!
Diejenigen,
die selbst noch so sehr damit beschäftigt sind,
sich nicht in ihre Egokräfte verstricken zu lassen,
spüren es
und haben Scheu vor dir…
Sie wissen sich durchschaut!
Und so sehr du auch versuchen magst,
„unverfänglich“ zu sein:
Sie fühlen, dass du weiter bist.

Du hast so viel vergessen:
Wo ist die Wertschätzung
für deinen Kampfgeist?
Wo ist die Wertschätzung
für dein Beharrungsvermögen?
Und wo ist die Wertschätzung
für deinen Wissenshunger?
Wo ist die Wertschätzung
für dein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden?
Wo ist die Wertschätzung
für deine Intuitions-Gabe?
Und wo ist die Wertschätzung
für die Fähigkeit nach tiefer Sinnsuche?
Wo ist die Wertschätzung
für deine Ehrlichkeit?
Wo ist die Wertschätzung
für deine Hingabefähigkeit?
Wo ist das alles?

Schutzengelkontakt

Ich bitte meinen Guide,
mich mit dem Guide von Dorothee zu verbinden.
Dorothee bittet um diesen Kontakt.

Ich stehe am Strand eines breiten Stromes,
es ist sehr, sehr heiß hier.
Unten am Fluss beobachte ich junge Frauen in weißen Gewändern,
die Wäsche waschen.

Ich wundere mich,
dass sie so weit von jedem Gebäude entfernt
diese Arbeit verrichten.
Und ich frage mich,
wieso sie solche Mühe auf sich nehmen?
Denn das nächste menschliche Anwesen
liegt auf einem Hügel weit hinter mir.
Da sehe ich Dächer hinter einer sehr hohen Mauer
und einen Turm aus offenem Gebälk,
unter dessen Dach mehrere Glocken nebeneinander hängen…

Kein Kirchturm so, wie man sie hier sieht.

G: Der Fluss ist der Don…
Es ist ein orthodoxer Kirchturm,
du kannst das nicht kennen.

Ich drehe mich nach der Stimme um
und sehe hinter mir eine kleine, zarte Frau
in den schwarzen Gewändern einer Nonne.
Allerdings mit einer sehr hohen Haube,
so wie ich noch nie eine sah
und einem einfachen Holzkreuz als Kette.

Sie ist alt, tiefe Falten um die Augen
lassen ihr Gesicht fröhlich
und zugleich klug wirken.

Die Augen selbst sind sanft-grau,
groß und fast so wie ein Kind.

Treu und tief schaut sie mich unter starken, weißen Brauen an.
Trüge sie nicht das Kleid,
es wäre schwer zu sagen,
ob sie Mann oder Frau ist…

Die Guidin lacht: Oh, eine Frau!
Und ob ich eine Frau war.
Zu wenig!
Ich habe dies ganze Leben beklagt,
zu wenig Frau zu sein.
Genau wie Elisabetha.
Wir wollten Kinder, weißt du…
Aber wie man sieht:
Die Vorbedingungen mögen sich ändern,
nicht die Aufgaben.
Nicht, ehe wir sie gelöst haben.

Komm mit, was schwätze ich.
Du kannst kein Wort verstehen!
Komm, lass uns zu unseren Schwestern gehen.

Sie nimmt mich bei der Hand
und wir gehen den Frauen entgegen,
die ihre Wäsche gewaschen haben
und nun sorgfältig in große Weidenkörbe legen.

Die Frauen werfen sich
über ihre weißen Untergewänder schwarze Oberkleidung
und legen sich Kappen und Tücher aus schwarzer Wolle an.

Erst jetzt begreife ich, dass auch sie Nonnen sind.
Deshalb sind sie also so weit
vom Anblick anderer Menschen entfernt.

Sie sehen die Alte auf sich zukommen,
winken ihr und sind fröhlich.

Eine dicke, rotgesichtige junge Nonne beginnt ein
– anscheinend keinesfalls kirchliches – Lied anzustimmen
und fröhlich fallen alle Anderen in die lustige Melodie ein.
Auch die Alte!

So geht es unter Lachen und Singen den Hang hinauf
einen schmalen Weg durch eine Reihe von Birken entlang.

Eine schöne und ausgelassene Stimmung ist das
und ich frage mich schon,
was das hier soll!
Als plötzlich aus dem Schatten der Bäume

eine hohe Frauengestalt auftaucht.
Diese Frau ist sehr schlank!
Die schwarze Nonnentracht unterstreicht ihre Größe noch.

Lächelnd schaut sie auf die Schar ihrer Mitschwestern
und ich bin sicher:
Gleich stimmt auch sie in die Lieder mit ein…
Aber gerade, als die Frauen die Große sehen,
brechen sie abrupt ab.
Sie werden sofort ernst und still,
schlagen die Augen nieder
und gehen schweigend an ihr vorbei.

Die Alte geht zu ihr, grüßt sie und ich sehe,
dass die große Tränen in den Augen hat
und sie fragend anschaut,
aber die Alte schüttelt nur traurig den Kopf.

Plötzlich sind alle Frauen fort,
ich stehe ganz allein mit der Alten unter den Birken.

G: Hast du das gesehen?
Den Schmerz von Elisabetha?

U: War das die Große?

G: Ja!
Das war Dorothee in einem anderen Leben.
Hier Elisabetha… ja…
Sie kennt diesen Schmerz…
Aber sie weiß nicht, was sie tun kann, um es zu ändern.

Sie möchte so gerne,
dass die Menschen mit ihr lachen
und heiter sein können…
Aber so gut es sich manchmal auch anlässt:

Es endet immer so,
irgendwann wird es wieder spürbar: Die Distanz (seufzt).

U: Hm, hm…
Das ist also nicht neu.
Du hast mir deinen Namen noch nicht gesagt…

G: Klara! Ich möchte, dass sie mich Klara nennt.

Ja, das mit der Distanz geht schon so lange so
und es scheint ihrer Seele,
als gäbe es kein Ausweg.

Uta, sie ist so traurig.
Sie hat es verkraftet, dass andere Menschen
ihr gegenüber diese Reserviertheit bewahren…

Sie hat es verwunden,
von Nachbarn, Kollegen so behandelt zu werden…

Aber dass nun ihre eigenen Kinder dieses Verhalten zeigen,
das bricht ihr das Herz!
Und ich will, dass du ihr sagst,
dass es so nicht bleiben wird.

Ich weiß, ich weiß:
keine Zukunftsprognosen!
Aber hier kann ich nicht anders!
Ich muss einfach sagen,
dass die Zeit kommen wird,
da wird ihr eigen Fleisch und Blut sie verstehen…

Aber es ist noch nicht so weit,
es gibt noch viel zu lernen vorher.
Bei allen Beteiligten!

Liebe, meine so sehr geliebte Dorothee:
Du musst lernen, deine Wirkung zu verstehen!

Ich weiß doch, ich weiß es doch so sehr,
wie sehr du bereit bist, die Menschen zu nehmen, wie sie sind!
Aber ach (seufzt)!
Siehst du, siehst du den großen Walnussbaum dort?
(Sie zeigt auf einen riesigen, alten Baum,
der auf dem Gipfel der Anhöhe steht,
weit breiten sich seine Äste aus.)

K: Siehst du, Uta, was für einen starken Schatten er wirft?

U: Ja, das ist doch schön…

K: Ja, sicher, in der Hitze des Sommers ist das schön,
man ruht sich gerne aus in seinem Schatten.
Man lehnt sich an seinen Stamm
und darf sich fallen lassen und sich erholen,
das kann sehr schön sein, oh ja!
Aber schau dir den Boden unter dem Baum an,
was siehst du?

U: Hm… nichts…
Ein wenig Moos und Gras…
Wieso, was sollte ich sehen?

K: Siehst du kleine Walnuss – Sprösslinge?

U: Direkt unter dem Baum?
Nein…
Aber da an der Seite …

K: Ja, außerhalb des Schattens,
da stehen sie, dort wachsen sie…
Siehst du Blümchen unter dem Baum?

U: Nein, keine…

K: Nein, nicht jetzt, nicht in der Zeit der Reife…
Im Frühling, als die Äste noch kahl waren…
Aber jetzt nicht.
Siehst du irgendein Leben unter dem Baum?

U: Nein…

K; Nein, natürlich nicht, nicht jetzt…
Später, wenn die Früchte reif sind und hinabfallen,
dann wird viel, viel Leben unter diesem Baum sein.
Aber jetzt ist es nicht die Zeit dafür.
Jetzt ist es ein einsamer Baum!
Und nur gelegentlich setzt sich ein Lebewesen unter sein Dach,
um sich zu erholen.

U: Willst du damit sagen,
dass sich Dorothee mit ihrer Situation abzufinden hat?

K: Nein, ich möchte, dass sie versteht:
Dass alles seine Zeit hat.
Dorothee,
ich weiß um den Schmerz der Einsamkeit in dir
und wie es dich zerreißt,
dass du immer und immer wieder gedeutet,
aber nicht verstanden wirst!
Ich weiß um deine Bemühungen,
den anderen Menschen so weit entgegen zu kommen,
wie es dir nur irgend möglich ist.
Und dass doch jeder Versuch immer nur wieder darin endet,
dass du dich unverstanden fühlst und einsam…
Ich weiß, wie sehr du versuchst, herauszufinden,
worin dein Fehler liegt!
Was du anders sagen und anders tun kannst,
um die Mauer zu durchbrechen,
die anscheinend zwischen dir und Anderen liegt.
Und doch:
Es gelingt nicht einmal im engsten Kreis!
Was mache ich falsch?
Nein, nein, nein,
hier in dieser Sache machst du nichts falsch,
glaub mir!

Aber deine Erwartung ist auf das Falsche gerichtet, Dorothee!
Du kannst sehr viel
und du kannst den Menschen sehr viel sein,
aber Eines kannst du nicht:
Gleiche unter Gleichen sein!
Weil du es nicht bist!

Ein Walnussbaum ist kein Rosenstock,
lieblich und zart anzuschauen,
betörend im Duft,
bezaubernd im Anblick…

Ein Walnussbaum ist groß und stark und fest!
Er bietet Schutz vor brennender Hitze
und er nährt, ehe der Winter kommt,
auch noch die Schwächsten…
DAS bist du!

Hör auf, etwas Anderes sein zu wollen und begreife,
dass das, was du zu bieten hast,
wertvoller ist als der Duft der Rose!
Begreife doch endlich den WERT,
den es hat, Anders zu sein!

Denn ehe du es nicht begreifst,
können es die Anderen auch nicht
und DANN kommt es zu Problemen!

Ich möchte dir sagen, mein liebes Herz,
dass wir hier im Jenseits keinen Unterschied
zwischen den Seelen machen,
jede Seele ist gleich wert!
Dennoch gibt es Unterschiede!
Es gibt weit entwickelte Seelen,
die inkarniert sind
und es gibt durchschnittliche
und natürlich auch sehr wenig entwickelte Seelen.

Nun, ohne dass ich dich überhöhen will
oder gar dir schmeicheln möchte:
Du bist eine weit entwickelte Seele!
Das bist du schon seit geraumer Zeit.
Du hast viele Inkarnationen durchlebt,
in denen die Tatsache,
dass du weiter entwickelt bist,
eine sehr wichtige Rolle spielte!
Doch anstatt dies zu akzeptieren
und diese Tatsache als Anlass zu sehen,
denen in inneren Frieden damit zu dienen,
die weniger weit entwickelt sind,
rebelliert deine Seele dagegen!
Das will sie nicht!
Sie will Gleiche unter Gleichen sein!

Und genau an dieser Stelle liegt
die Aufgabe deines jetzigen Lebens!
So, wie es schon die Aufgabe in diesem Leben war:
Diese Einstellung zu überwinden!

Natürlich, ich stimme dir völlig zu:
Für DICH gibt es diesen Unterschied nicht!
Du hast keinesfalls das Empfinden,
dass du „Höher“ stehst.
Und tatsächlich ist dies auch nicht so!
Aber du wirst so gesehen!
Und es sollte nun endlich aufhören,
dass du dich darüber beklagst!

Du bist, seit du lebst,
bestrebt gewesen, keine Fehler zu machen…
Du hast alle niedrigen Instinkte in dir erfolgreich bekämpft,
du folgst ihnen nicht.
Weil du schon so viele, viele Inkarnationen hinter dir hast,
weiß du schon sehr gut, was dir nichts taugt:
Du kennst keinen Neid
und keine Rachegedanken…
Du kennst keinen Hochmut
und keine Gier…
Und du verabscheust die Lügen
und deren kleinere Schwester, die Geltungssucht.
In all dem und noch viel mehr
bist du weit, weit in deiner Entwicklung gekommen…

Die Anderen SPÜREN das!
Diejenigen, die selbst noch so sehr damit beschäftigt sind,
sich nicht in ihre Egokräfte verstricken zu lassen,
spüren es und haben Scheu vor dir!
Sie wissen sich durchschaut!
Und so sehr du auch versuchen magst,
„unverfänglich“ zu sein:
Sie fühlen, dass du weiter bist.

Erinnerst du dich noch an deine Jugend?
An das aufgeregte Geschwätz deiner Kameradinnen?
Weißt du noch, wie du versucht hast, mitzuhalten,
obwohl dich in Wahrheit ganz andere Dinge interessiert haben?
So sehr du dich bemühtest,
Gleiche unter Gleichen zu sein:
Sie spürten es und sie blieben dir gegenüber „vorsichtig“,
zumindest vorsichtiger, als sie es untereinander waren.

Liebes, wie weh dir das getan hat!
Genauso weh wie hier!
Natürlich war es verboten,
weltliche Lieder zu singen,
aber du wärest die Letzte gewesen,
die es der Mutter Äbtissin verraten hätte…
Wie gerne hättest du mit gesungen,
aber sie verstummen einfach,
wenn du kommst.

Das liegt nicht daran,
dass du WIRKLICH intolerant bist.
Sondern daran:
Dass sie ihre eigene Notwendigkeit zum Wachstum spüren,
wenn du kommst!
Hier in diesem Leben,
hast du anders als deine Glaubensschwestern
die Regeln der Schwesternschaft
nicht nur gekannt und oberflächlich befolgt, nein.
Du hast sie mit Sinn erfüllt!
Du hast eine Tiefe,
die die Anderen berührt
und der sie sich nicht leicht entziehen können!

Aber diese Tiefe ist auch ein Appell an sie,
sich mehr Mühe zu geben!
Und niemand von ihnen ist so weit,
dies gerne zu begreifen.

Du bist, so, wie du bist, ein Vorbild!
Und das ist nicht immer angenehm,
mit Vorbildlichkeit konfrontiert zu werden.

In einem allerdings bist du noch kein Vorbild:
Darin, dass DU damit im inneren Frieden bist.
Hier ist deine Lebensaufgabe!

Ich sagte:
Du hast schon viele derartige Leben gelebt,
aber es fällt dir so schwer,
die Tatsache zu akzeptieren,
dass ein Vorbild NICHT auf gleicher Stufe stehen kann!
Du willst es nicht einsehen
und ich verstehe das!
Glaub mir: Ich weiß, wie schwer es ist, sich so zu fühlen!

Aber ich sage dir:
Es ist nicht wahr, das dieser Entwicklungsstand
automatisch zu innerer Einsamkeit führen muss.
Du bist nicht einsamer als jeder Andere,
nur ist deine Gesellschaft der „Gleichen“ anders.

Jede menschliche Seele braucht die soziale Einbindung,
aber weit entwickelte Seelen
müssen diese Einbindung erweitern 
über das Menschliche hinaus. 
Sonst laufen sie Gefahr,
in ihrer vermeintlichen Einsamkeit zu verbittern!
Erweitere deinen sozialen Bezug,
du bist schon auf dem Besten aller Wege,
nur weiter so!

Ja, ja, es ist wahr!
Menschen müssen, um selbst wachsen zu können,
außerhalb deines direkten, dauernden Einflussbereiches wachsen!
So, wie die jungen Walnuss – Sprösslinge!
Aber du hast andere Kraft-Bezüge!
So wie der Baum kannst du dich ausstrecken
und Kontakt zum „Himmel“ haben
und du kannst tief, tief gehen
und dir die Kraft der Mutter Erde zu Nutzen machen.

Dorothee, begreife doch,
wie kostbar das ist,
was dir zur Verfügung steht!
Das ist der Lohn der vielen gelebten Leben!
Du bist ganz und gar Mensch!
Du stehst als Mittler zwischen Himmel und Erde!
Und hier, genau hier liegt dein Glück!

Es ist an der Zeit,
die spirituelle Dimension deines Seins zu begreifen
und anzunehmen!
Lass dich nicht weiter verleiten!
Du BIST Vorbild einfach,
weil das längst Teil deines Wesens ist!
Also hör auf, so zu tun,
als wärest du Gleiche unter Gleichen!

Ich hoffe, wenn du verstanden hast, dass es so ist:
Dann wirst du auch deine Mitmenschen verstehen
und deine Kraft nicht mehr darauf konzentrieren,
ihnen weniger vorbildhaft zu sein,
sondern im Gegenteil ihnen damit helfend zur Verfügung stehen!
Aber auch nachsichtig begreifen,
dass es für sie – nicht für dich – Distanz braucht,
um selbst wachsen zu können.

Du solltest nun damit beginnen, daran zu arbeiten,
Früchte zu tragen!
Und die Verantwortung für das Maß an Weisheit,
dass du nur all zu oft klein machst, zu tragen.
Findest du nicht?
Wäre es nicht ein Segen für alle?

Hier in diesem Leben,
da wärest du eine hervorragende Äbtissin geworden!
Du hättest die Gemeinschaft sorgsam, klug und liebend geführt.
Aber das war dir ein Gräuel!
Zu sehr hast du die damit verbundene Distanz
zu den Schwestern gefürchtet!
Du bist lieber früh gestorben!

Du solltest die Distanz nicht fürchten,
warum denn nur?
Wenn du es nur recht von Herzen willst,
bist du mit aller beseelten Welt verbunden!
Wer könnte je tiefere Gesellschaft haben?
Wer könnte je zuverlässigere Gemeinschaft haben?

Liebe Schwester meiner Seele:
In dieser Zeit und Religion sprach man leicht von Sünde.
Ich ziehe es vor, vom Defizit zu sprechen.
Das Defizit deiner Seele ist,
dass du deine wahre Höhe und Tiefe versuchst,
auf das beliebige Maß zu reduzieren
und du deine Vorbildfunktion fürchtest statt liebst.

Alle deine Schwierigkeiten basieren darauf!
Und ich wünsche dir, aber auch allen,
die sich Hilfe suchend an dich wenden könnten,
dass du in innerer Freude dazu kommst,
dich so zu lieben,
wie du bist.

U: Ui, Klara, das war sehr energisch.

K: (Lachend) wir sind sehr energisch…
So ist unsere Art: meine wie Dorothees…

U: Na gut,
dann kann sie solch ehrliche Worte wohl verkraften…

K: lacht ausgiebig. Sie besteht darauf.

U: Ich würde jetzt gerne Dorothee Fragen stellen,
wenn ich darf.

K: Ja, natürlich!

U: Dorothee fragt, warum du ihr Guide bist.

K: Ich bin nicht der Einzige.
Aber ich bin bei ihr,
um sie in ihrem Selbstvertrauen
und in ihrem Kampfgeist zu stärken,
das habe ich ihr versprochen.
Hier – in diesem Leben –
hat sie überhaupt nicht gekämpft!
Sie hat sich einfach nur
mehr und mehr in sich zurückgezogen.
Ich habe versprochen:
Wenn die Entwicklung droht,
wieder in diese Richtung zu gehen,
sie wach zu rütteln und das tue ich hiermit!

Dorothee ist eine starke Kraft inne
und sie hat die Gabe,
sich durchzusetzen!
Vorausgesetzt, sie ist überzeugt von der Richtigkeit des Ziels.
Es geht ihr nicht darum, Recht zu haben!
Sondern darum, Not abzuwenden!
Dass sie die oft lange vorher sieht,
ehe Andere das tun…

Aber sie neigt dann auch dazu,
weniger diplomatisch und geduldig zu sein, als gut wäre.
Entsprechend ist die Reaktion:
Die Menschen wehren erst einmal ab.
Der Fehler ist, sich in dieser Phase zurückzuziehen.

Dorothee, ein Vorbild ist ein Wegweiser!
Er sagt: Da geht lang, das ist der beste Weg!
Aber für alles, was danach kommt,
ist er nicht verantwortlich!

Und Letzteres zuzulassen
und dennoch im Frieden zu bleiben mit sich und der Welt:
Das, mein Liebes, musst du noch lernen.

Du hast viel kämpferische Kraft in dir
und das ist gut, gut, gut!
Die DARFST du gar nicht unterdrücken!
Davon bist du krank geworden!

Aber diese Kraft gilt es,
einzuteilen,
einzusetzen und
wieder zurückzunehmen eben so,
wie es den Umständen entspricht.

Alles oder Nichts?
Ja…
Das ist so ein Prinzip der Frauen bei euch!
Aber das ist nicht klug!
Daraus entstehen Lasten,
die keiner auf Dauer tragen kann!

Weißt du, ich sage nicht,
dass dieses Prinzip nicht wertvoll wäre.
Aber es steht gleichwertig
neben dem „sowohl als auch“ – Prinzip!

Du weißt das in deinem Herzen,
aber du vertraust der eigenen Intuition nicht, weißt du?
Du bist viel weiser als die Prinzipien,
denen du zu folgen neigst (lächelt).
Deine Intuition ist sehr weise!
Und wenn du erst gelernt hast,
diese in den Dienst der Liebe,
der konstruktiven Kraft des Göttlichen zu stellen:
Ach, dann bist du endlich frei!

Ich bin da, um dich zu all dem zu führen!
Du suchst jetzt nach dem tieferen Sinn deines Lebens
und ich bin da, dir dabei zu helfen!
Nichts, nichts will ich lieber tun als dies!

U: Welche Aufgaben hat sie in dieser Inkarnation?

Auf dich selbst bezogen habe ich dir schon geantwortet.
Es geht darum, deine eigene Größe anzuerkennen.
Im Zusammenhang damit
steht aber auch die Aufgabe für Andere.

Du willst ein Stern sein,
ein Leuchtfeuer für jene,
die sich in ihrer eigenen Dunkelheit verfangen haben.
Das kommt dir absurd vor?
Glaub mir:
Es gibt kein „Leuchtfeuer“,
dass nicht selbst durch tiefe Krisen gegangen ist!
Lehre, was du gelernt hast!
Das ist das Prinzip aller Lehrerseelen!

„Lehre deine eigene Verantwortung
für das Leben zu übernehmen
und ich lehre dich, welche Potenziale du hast.“
Das ist die Unterrichtseinheit,
die du weitergeben möchtest,
aber zuerst musst du dich dem Selbst stellen!

Lerne deine Potenziale zu schätzen,
lerne deine Andersartigkeit wert zu schätzen
unabhängig vom Urteil anderer.
Dein eigenes Urteil zählt!

Du hast soviel vergessen:
Wo ist die Wertschätzung
für deinen Kampfgeist?
Wo ist die Wertschätzung
für dein Beharrungsvermögen?
Und wo ist die Wertschätzung
für deinen Wissenshunger?
Wo ist die Wertschätzung
für dein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden?
Wo ist die Wertschätzung
für deine intuitive Gabe?
Und wo ist die Wertschätzung
für die Fähigkeit nach tiefer Sinnsuche?
Wo ist die Wertschätzung
für deine Ehrlichkeit?
Wo ist die Wertschätzung
für deine Hingabefähigkeit?
Ja, wo ist das alles?

Das alles sind Potenziale,
die du für dich einsetzen kannst
und natürlich danach auch für Andere!

Ich darf dir nicht sagen:
Tu dies oder das.
Aber ich darf dir sagen:
Du stehst da und nutzt deine Potenziale nicht,
weil du sie in ihrem Wert nicht genug achtest.

Du bist eine Lehrerseele!
Lehrerseelen unterrichten Andere immer!
Egal, wo sie sind und was sie tun!

Aber es macht einen großen Unterschied in der Wirkung aus,
ob sie es bewusst oder unterbewusst machen!
Sei dir bewusst, wer du bist!
Und ich bin sicher:
Du wirst das Aufgabenfeld erfüllen,
in dem du als „Lehrer“ der Seelen tätig sein kannst.

U: Dorothee fragt,
welche Aufgaben sie aus früheren Inkarnationen mitgebracht hat?

K: Darüber sprach ich.
Es wird Zeit, die Angst vor der Distanz,
die ein „Vorbild“ hat, zu überwinden.
Die Angst geht so tief!
Es ist die Angst, Anders zu sein.
Diese Angst ist alt und eine tiefe Hemmung.

Ich hoffe, sie geht Wege,
um das zu überwinden! 
Sie ist so völlig überflüssig, ganz verdreht…
Sie hat solche Furcht davor,
in irgendeiner Weise falsch zu sein!
Das macht die Not aus in ihrer ganzen Schwere,
wenn sie falsch verstanden wird!

Anders sein, das ist ERLAUBT,
Dorothee!
Mehr noch: Es ist erwünscht!
Mehr noch: Es ist NOT – wendig!
Das wendet Not!

U: Weshalb fallen Menschen,
die sie mag und liebt,
ihr immer wieder mit bösartigen Unterstellungen in den Rücken?
Warum behandeln sie Dorothee so schlecht?

K: Weil deine Seele glaubt,
dass es so sein MUSS,
weil es anscheinend irgendetwas „Finsteres“ gibt…

Liebe Dorothee,
zum Gedemütigt werden
gehören immer mindestens Zwei:
Der Eine, der es tut
und der Andere, der glaubt, dass es geht!

Sieh dir unter diesem Aspekt dein Leben an:
Was du Anderen gibst, gibst du,
weil du ganz einfach lieb hast.
DU weißt, dass es so ist
und DU weißt, dass alle Menschen wert sind,
weil deine !!!!! Seele das schon gelernt hat!
Das macht dich Groß!

Aber diese Größe erinnert die Anderen daran,
dass sie noch wachsen müssen!
Und das gefällt nicht!
Also, was ist die naheliegendste Lösung?
Wenn sie nicht wachsen wollen?

Dass du Klein wirst!
Also Kleiner machen…

Das Fatale ist,
dass deine Seele daran glaubt,
dass es immer so sein wird!
Und deshalb ziehst du die Menschen an,
die diesen Lösungsweg vorziehen.

Aber wenn es umgekehrt wäre?
Wenn du Jene anziehen würdest,
die dich ehren
und sogar deine Größe bewundern?
Wäre dir das Recht?
Nein, DANN bekämest du Angst,
wegen deines Anders seins einsam zu sein!

Oh, es gäbe darüber noch so viel zu lernen,
aber ich fürchte,
dass wir zum Ende kommen müssen!

U: Das ist wahr leider,
aber vielleicht kann ich noch einiges mit ihr
im Nachgespräch klären.

Dorothee fragt:
Wer oder was nimmt ihr ihre Kinder,
dass sie sie nicht lieben darf?

K: Niemanden liebst du so sehr wie sie!
Aber Dorothee, mein Liebes,
du bist ein mächtiger Walnussbaum
und die kleinen Ableger brauchen Distanz,
um sich selbst zu entfalten.

Nein, nein, du bist keine schlechte Mutter,
du bist eine zu Gute!
Glaub mir nur:
Es wird wieder anders werden!
Sie brauchen Zeit,
um selbst zu reifen,
nimm diese Zeit ohne Bitterkeit.
Nimm es an und versuch,
diese Zeit zu nutzen,
um dich mehr mit dir und dem zu beschäftigen,
was dich trägt!

Es ist sehr schön, dass du lernst,
über deine Identifizierung
mit deiner Mutterrolle hinauszuwachsen.
Das ist gut und es wird für alle Beteiligten ein Segen sein.
Es ist sehr gut und sehr, sehr weise,
dass du ihnen die Tür zu dir aufgelassen hast!
Warte, sei geduldig!
Ein kleiner Walnussbaum braucht viel Platz,
um sich zu entwickeln!

U: Gibt es noch etwas zu sagen auf die Frage,
was sie in Zukunft besser machen kann?

K: Jeder Mensch hat einmal bittere Gedanken,
aber die dürfen nicht Wurzeln schlagen!
Lerne, die Dinge, die du tust, um ihrer Selbst willen zu lieben.
Lerne, dankbar dafür zu sein, lernen zu dürfen.
Vor allem aber lerne, deine Potenziale bewusst einzusetzen!

Und, meine Liebe:
Übernehme die Verantwortung für deine Lebensziele!
Zu sehr hast du dich von den Anforderungen
Anderer abhängig gemacht.
Ziele haben, liebe Dorothee,
das ist sehr, sehr wichtig für dich!

Wer und was willst du sein
in einem Jahr,
in fünf Jahren,
in zehn Jahren?
Andere in deinem Alter
wollen einfach nur möglichst angenehm alt werden!

Aber das ist kein Ziel für meine Dorothee!
An einer solchen Zukunftsaussicht
würdest du ersticken!

U: als letzte Frage:
Kannst du etwas über ihren Vater sagen?

K: Dorothee, wenn du ihn gekannt hättest,
du hättest gesehen,
dass er ein Mensch war,
der seinen inneren Ängsten sehr ausgeliefert war.
Der ständig unter Druck stand
und nur selten wirklich Frieden in sich fand
oder auch nur Vertrauen in sich selbst.
Dennoch hast du von ihm eine wunderbare Eigenschaft:
Er war ein Mensch, der sich nichts sehnlicher erhoffte
als Unabhängigkeit und Freiheit.
Aber er war noch nicht so weit, zu verstehen,
dass kein Mensch ohne Bindung wirklich je frei ist!
Denn ein solcher Mensch muss sich ständig
vor eben dieser Bindung fürchten.
Das ist das Gegenteil von Freiheit!

Aber du hast von ihm die Fähigkeit,
individuelle Wege zu gehen
und auch die Dinge und Werte zu hinterfragen.
Von ihm hast du die Gabe, daran zu glauben,
dass letztlich jeder Mensch ein Recht darauf hat,
zu sein, wie er ist.
Und du hast von ihm deine Intelligenz!
Nicht wenig, will ich meinen.

Ihm war es nicht vorgesehen,
aus seinen Fehlern zu lernen
und aus seinen Schmerzen zu wachsen.
Doch du hast diese Kraft von ihm!
Denn den Willen dazu hatte er auch,
wenn es ihm auch am Vermögen mangelte.

Glaub mir!
Es gibt keinen Grund,
ihn als finster zu betrachten!
In der heutigen Zeit würde sein Verhalten
und auch die Wege, die er ging, anders betrachtet.
Er war ein intelligenter Mann:
stark und freiheitsliebend!

Er lebt nicht mehr,
aber er hat dir gute Gaben geschenkt
und es ist nur recht,
wenn du dafür dankbar bist.
Und er weiß hier aus dem Jenseits heraus,
dass du lebst!
Und er bedauert, dass er dich nicht begleiten konnte.
Und er ist sehr stolz auf dich!
Es tut ihm sehr leid,
dass es nicht zu mehr als deiner Zeugung gereicht hat.
Aber er ist weit, weit entwickelt inzwischen
und weiß darum, dass man eben lernen muss,
zu akzeptieren, dass jeder – und sei es im Jenseits –
mit seinen Fehlern konfrontiert wird,
um daraus zu lernen.

U: Ist er früh gestorben,
verstehe ich das richtig?

K: Ja… er ging früh.

U: Damit sind wir am Ende, liebe Klara,
ich möchte mich herzlich bei dir bedanken.

K: Ich danke dir!
Dorothee fragt sich oft,
ob die manchmal destruktiven Gedanken,
die in ihr aufkommen, von ihrem Vater sein könnten,
ein Erbe sozusagen…
Ich möchte dazu noch etwas sagen:
Jeder Mensch hat Gedanken in sich,
die er niemanden erzählen würde!
Einfach jeder lebende Mensch!

Darauf kommt es gar nicht an!
Sondern es kommt darauf an,
wie ihr mit solchen Gedanken umgeht!
Und ich finde,
dass du das ganz außerordentlich gut machst…
Was aber ein „Erbe“ ist,
das ist das Gefühl,
immer vorsichtig sein zu müssen,
sich nie richtig geborgen fühlen zu können!
Das ist keine vererbte Charaktereigenschaft.
Sondern Folge deiner Empfängnis und Schwangerschaft!

Es ist dir,
als sei immer ein Damoklesschwert über dir.
Das ist verständlich!
Aber du musst wissen:
Dass du diesem Damoklesschwert längst entronnen bist.
Und nun, meine geliebte Seelenschwester,
geh und suche mit Ernst
die Freude des inneren Friedens!

Nein, das ist kein Widerspruch,
du wirst sehen.
Gehe und begreife,
dass es gut ist, Anders zu sein.

Auf Wiedersehen, Uta.
Es tut mir leid,
an einem so heißen Tag so viel Arbeit
und dabei ist es nur das Nötigste,
es gäbe noch so viel zu sagen…

U: Na ja, wie du schon sagtest:
Alles hat seine Zeit.

K: Oh, könntest du ihr noch sagen,
sie soll sich vor unnötigen Hormonen hüten?

U: Mach ich, auf Wiedersehen, Klara,
und danke!