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Elia – über Träume und luzide Träume.

 Über Träume und luzide Träume

Elia

Elia: Guten Abend, Hans-Jürgen.

Hajo: Guten Abend, Elia.

Nun kehrt endlich Ruhe ein.

Ja, so kann man sagen.

Aber ich fürchte, damit ist es noch lange nicht zu Ende.

Ja, das fürchte ich auch.

Zum heutigen Abend.
Ich denke, wir sollten ein kurzes Gespräch führen
und sollten es thematisch spalten auf die nächsten Abende,
damit die Belastung nicht so stark wird.

Kann ich noch eine Frage von einem Leser zum Träumen stellen?

Ja sehr gern.
Das ist sehr umfangreich, es geht um die Bedeutung der Träume
und ich möchte das aufteilen.

Es gibt qualitative Unterschiede in den Träumen,
die ihr habt und erlebt.

Ein Teil der Träume
– es ist in der Regel derjenige,
der euch im Bewusstsein haften bleibt –
sind Träume, in dem es um eine Bewusstwerdung
innerer Problematik geht.

Sie spiegeln jetzt Zustände wider,
die mit euren täglichen Auseinandersetzungen zu tun haben,
mit denen ihr euch nur am Rande beschäftigt,
obwohl sie eine größere Tragweite haben,
als euer Bewusstsein es zuzugeben bereit ist.

Das sind typische Verarbeitungs-Träume,
die ihr auch in jedem Traumbuch erklärt bekommt
und die auch ihre Bedeutung haben.
Die aber sicherlich ihren spirituellen Wert nicht so sehr haben
wie jene Träume,
die tatsächlich mit einem Hinübergleiten
in jenseitige Ebenen zu tun haben.

Ihr solltet euch darüber im Klaren sein, dass ihr
– egal, ob ihr euch an Träume erinnert oder nicht –
einen Teil eurer schlafenden Zeit damit verbringt,
in einer jenseitigen Ebene zu sein!

Ihr seid in dieser Zeit verbunden mit eurem Gesamtselbst.
Nicht in der Form, wie es geschieht,
wenn ihr alle jenseitigen Ebenen durchlaufen habt.
Aber doch sehr viel intensiver,
als dieses im Wachzustand der Fall ist.
Man könnte sagen:
Die Verbindung, die im Wachzustand
bei 15-20 % zu einem Gesamtbewusstsein liegt,
ist dann etwa auf 50 % hochgeschraubt.

Dass heißt, ihr habt eine erweiterte Perspektive in dieser Phase. 
Und auf dieser Ebene des Bewusstseins,
auf der ihr euch als Träumende dann befindet,
erhaltet ihr Informationen,
die euer Unterbewusstsein aufnimmt
und euch durchaus prägen,
was euren täglichen Ablauf angeht.

Dort finden Richtungsänderungen statt, ihr werdet vorbereitet.
Ihr werdet vorbereitet auf gewisse Geschehnisse in eurem Leben
und auch darauf, gewisse Dinge besser verarbeiten zu können,
an denen ihr sonst zu sehr zu leiden hättet.

Ich weise dabei auf ein Diktat von Jo hin
aus Annas Trilogie (Teil 1 Anfang),
wo er schon Bezug darauf nimmt,
dass Anna auf ihren kommenden Tod
im Traum vorbereitet wurde.

Ihr dürft euch das nicht so vorstellen,
dass Anna davon geträumt hat, zu sterben.
Das tun sehr viele Menschen,
ohne dass es eine Bedeutung hätte in dem Sinne,
dass es ein Wahrtraum ist
oder einen prognostischen Charakter hätte.

Sondern auf der jenseitigen Ebene,
auf der der Träumende
sich in einem solchen Zustand befindet,
liegt die Vorbereitung in einer Art Unterricht,
in einem Gespräch, das dort stattfindet.

Ein Austausch von Informationen findet statt.
In diesem Sinne ist es eine Vorbereitung auf Ereignisse,
für die ihr bereit seid,
für die euch aber noch eine gewisse Stabilität fehlt.

Die Rückkopplung ins Jenseits ist für eure Seele sehr wichtig!

Dort erfährt sie sowohl Beratung
als auch eine Art von Erholung
von einem sich wieder Verbinden
mit dem eigentlichen Ursprung. 
Was es ermöglicht,
auch solche Aufgaben zu bewältigen,
die euch in eurem Wachzustand
– wüsstet ihr sie denn –
völlig unmöglich erscheinen.

Einige von euch finden eine Bestätigung dessen,
was ich jetzt hier gerade erklärt habe, in jenen Situationen,
in denen ihr ganz plötzlich
mit einer Situation konfrontiert werdet
und spontan Antworten wisst
oder spontan Reaktionen habt
oder auch spontan ins Gedächtnis kommt:
Das habe ich gewusst, dass mir das passiert!

In der Tat:
Ihr habt es gewusst, dass es euch passiert! 
Denn ihr seid vorbereitet worden.
Ihr seht an dieser Tatsache,
dass die Trennung zwischen
jenseitigem und diesseitigem Leben
keinesfalls derart stark und stabil ist,
wie sie für allgemein gehalten wird.

Es ist ein fließender Übergang,
es ist eine Bewegung,
die ständig im Ausgleich sich befindet.
Ähnlich wie beispielsweise eine Zelle,
die unter dem osmotischen Druck den eigenen Inhalt
immer neu austauscht in die Umhüllung dessen,
was sie umgibt.

Ich möchte, dass ihr ganz bewusst sagt,
dass Schlaf eine sehr wichtige Phase ist!
Nicht umsonst verbringt ihr ein Drittel eures Daseins im Schlaf!
Der größte Teil davon dient körperlichen Regularien,
aber auch ein sehr großer Teil dient dazu,
euch jenseitig in eurem Leben zu begleiten und zu stützen.

Auch habt ihr in dieser Phase Kontakt mit eurem Guide,
aber – was noch viel entscheidender ist –
mit euren Lehrern in der jenseitigen Welt
und auch mit euren Lieben,
die vor euch ins Jenseits gegangen sind.

Dies ist ein sehr wichtiger Zustand für alle,
die daran beteiligt sind!
Auch für die jenseitigen Betreuer
ist dieses eine wunderbare Möglichkeit,
ihren Schützlingen wirkliche Informationen zukommen zu lassen
und sie in sanfter Weise zu lenken.

Gibt es noch weitere Fragen?

Es wurde noch gefragt, was luzide Träume sind.

Der luzide Traum ist ein Traum dieser Ordnung.
Merkwürdigerweise hat man eine besondere Bedeutung
in gerade jene Traumphasen gedeutet,
die mit der Begegnung Verstorbener zu tun haben.

Aber es ist nur ein Teilaspekt.

Es ist – wie gesagt –
nicht nur die Begegnung mit anderen Verstorbenen möglich.
Sondern das Spektrum dessen, was ihr dort erfahrt
– und es handelt sich um Erfahrungen –
ist sehr viel weit reichender.

Euch bleiben, wenn ihr in die nächste Traumphase übergeht
– und es ist ein Übergang –
Brocken der Erinnerung jener jenseitigen Erfahrungen haften.
Und diese Brocken der Erinnerung bilden einen neuen Traum,
der dann auf dieser Ebene läuft,
die ich schon erklärte,
wo Ungeklärtes und Unbewusstes verarbeitet wird.
Und genau das ist dann der luzide Traum!

Das ist an sich noch nicht die jenseitige Verbindung,
sondern es ist das Ergebnis dessen,
was in der jenseitigen Verbindung aktuell erlebt wurde.

Und das wird nun in dieser unbewussten Traum-Ebene
in einen Traum umgesetzt
und das ist dann der luzide Traum,
sofern es sich um einen Traum handelt,
der mit großer Klarheit im Gedächtnis haften bleibt.

Diese Klarheit basiert aber darauf,
dass sehr viel des jenseitigen Traumerlebens
ins Unbewusste übernommen wurde.

Ich hoffe, ich habe das verdeutlichen können.
Das ist ein etwas komplizierter Vorgang.

Ja, gut.

Gibt es denn noch Fragen?

Nur eine Frage zu dem Kapitel Erziehung.
Eine Leserin hat im Forum geschrieben, dass dieses,
was von dir über Erziehung übermittelt wurde,
schon mal in einem Buch von einer sehr progressiven Autorin
über Erziehung von 1986
auch in der Art und Weise behandelt worden ist.

Ja, aber das stimmt nicht ganz.
Ich denke, ihr solltet euch das Buch besorgen
und es selber beurteilen.

Ich habe einen anderen Ansatz,
aber in der Tat ist es sehr gut und sehr informativ.
Es ist auch durchaus lesenswert,
allerdings mit etwas Skepsis teilweise zu beurteilen.

Ich selber lege sehr großen Wert darauf,
dass ihr wirklich versucht,
das, was ich sage,
auch in anderen Aspekten zu betrachten!

Das finde ich sehr gut und sehr begrüßenswert,
wenn das jemand tut.
Und ich finde es auch sehr begrüßenswert,
wenn ich kritisch hinterfragt werde in dem, was ich sage.

Denn – und das möchte ich wirklich betonen –
es sind ja meine Intensionen
und meine Sicht der Dinge,
die ist auch nicht allumfassend.
Sondern ich habe eine individuelle Sicht der Dinge.

Beschäftigt euch in diesem Sinn damit
und seht mich als jemanden an,
der euch anregen möchte, soweit es geht,
euer Leben positiv zu verändern
und möglichst jene Hürden,
die vermeidbar sind, auch zu vermeiden.

Aber es ist nicht so, dass ich allwissend bin.
Und ich begrüße es daher,
dass jemand es aufgreift
und als Gedankenanstoß versucht,
es nach zu vollziehen
oder es in seiner individuellen Art einzubringen
und auch schöpferisch zu verändern.

Gibt es noch Fragen?

Nein, danke.