Das Rad der Zeit

Komm, wir drehen am Rad der Zeit…

Komm, wir drehen am Rad der Zeit…
Ich spüre, wie es mich in einen Tunnel zieht.

Viele, viele Bilder sehe ich in diesem Tunnel:
Bilder deiner vergangenen Leben, Harald,
so viele, verwirrend, bunt,
manchmal schrill, rasend, ohne Stillstand.

Ich kann die Eindrücke nicht festhalten,
merke aber, dass ich einem Gefühl folge,
dass sich wie ein roter Faden durchzieht.

Schutzengelkontakt

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Harald zu verbinden.
Harald bittet um diesen Kontakt.

Ich stehe auf einem Hochplateau.
Weit geht der Blick über eine Savannen-ähnliche Landschaft.
Die Sonne geht unter, erste Sterne steigen am Horizont auf.

Es ist so still hier oben!
Ich höre den Wind, der unten in der Savanne die Blätter bewegt.

Erst jetzt mag ich mich der Mitte des Plateaus zuwenden.
Dort steht – in blaue Tücher gekleidet – eine Frau.
Kerzengrade ist ihre Haltung, groß ist sie, schlank der Oberkörper,
sehr ausgeprägt aber Hüfte und Beine…

Ihre Haut ist dunkel, die Augen tiefbraun.
Das Gesicht ist sehr ebenmäßig,
fast gleicht sie einer Statue als dunklem Holz geschnitzt.

Vor ihr liegen schwelende Reste eines großen Feuers.
Mit einem Besen aus Gräsern schiebt sie Sand über die glimmende Asche. Dabei sieht sie mich an, als warte sie ungeduldig auf meine Fragen…

U: Bist du Haralds Guide?

G: Ja (sie hat eine ganz sanfte, tiefe Stimme).

U: Was tust du da?

G: Ich lösche den Brand, das ist meine Aufgabe…
Komm, wir drehen am Rad der Zeit…

Ich spüre, wie es mich in einen Tunnel zieht…
Viele, viele Bilder sehe ich in diesem Tunnel:
Bilder deiner vergangenen Leben, Harald.
So viele, verwirrend, bunt, manchmal schrill, rasend, ohne Stillstand…


Ich kann die Eindrücke nicht festhalten, merke aber,
dass ich einem Gefühl folge, dass sich wie ein roter Faden durchzieht.

Ein Gefühl, nein, eine Mischung mehrerer Gefühle:
Schmerz, Wut und Scham verbinden sich zu einer
lauten, schreienden Verzweiflung.
Es ist schrecklich, an diesem Gefühl entlang zu reisen.
Ich suche so sehr danach, dass es aufhört!

Ich suche Stille…

In dem Moment, in dem mir diese Sehnsucht bewusst wird,
komme ich mit einem Ruck zum Stehen.
Der Tunnel öffnet sich und ich stehe an einem Lagerfeuer…

Es ist eine so sternenklare Nacht wie eben auf dem Plateau,
nur dass sich am Horizont ein rötlicher Schein zeigt…

Junge Soldaten sitzen um das Feuer herum,
einer von ihnen spielt auf einer Ziehharmonika.
Aber es scheint, als könne er die Stimmung der Männer nicht bessern. Jeder starrt vor sich hin…
Nur einer sitzt etwas abseits und schreibt im Licht des Feuers
auf seinen Knien einen Brief.
Er sieht dir sehr ähnlich.

Plötzlich tritt ein älterer Mann zu der Gruppe.
Laut drängt er den Musiker, etwas Schnelles zu spielen.
Er beginnt, den Takt zu klatschen, mit den Füßen zu stampfen,
schließlich fängt er an zu tanzen…

Erst jetzt fällt mir auf, dass sie alle russische Uniformen tragen…
Nach und nach stehen die Männer auf und tanzen auch.
Nur der junge Briefschreiber zieht sich verärgert
in eines der nahe stehenden Zelte zurück.

Neben mir taucht die Guidin auf.
Still – von den tanzenden Soldaten unbemerkt –
zieht sie mich in das Zelt des Jungen.
Der liegt auf dem Boden, die Arme unter dem Kopf verschränkt,
unter den geschlossenen Augen treten Tränen hervor…

G: Nenn mich Unanna, ich bin seit vielen Leben sein Guide.
Du siehst es an meinem alten Namen.
Ein alter Guide für ein altes Problem:
Das Jenseits ist immer logisch (sie lächelt).

Still tritt sie hinter den Soldaten, legt ihre Energie um ihn
und er schläft trotz des tosenden Lärms draußen ein.

Wieder ändert sie das Bild:
Jetzt sind wir in einem kleinen Dorf.
Die Häuser haben blühende Vorgärten und sind bunt gestrichen,
in eines davon gehen wir.

Eine Stube mit einem gewaltigen Ofen, ein Tisch, viele Stühle,
an den Wänden entlang stehen Betten.
Viele Kinder sitzen am Tisch laut streitend, lachend,
das älteste Kind ist ein etwas molliger Junge von vielleicht 15 Jahren.

Un: Nein, da war er schon 17, aber Nikki liebte Essen
(Unanna lächelt zärtlich, als sie das sagt).
Ich spüre ihr Bedürfnis, dem Jungen über das kurz geschorene Haar streicheln zu können.
Es scheint eine sehr zärtliche, mütterliche Liebe zu sein,
die dieser Guide zu dir hat.

Nikki hat offensichtlich die Aufgabe,
die anderen Knaben der Familie „unter Kontrolle“ zu halten,
während die älteste Schwester – ein Mädchen von etwa 10 Jahren –
sich um die beiden Jüngsten
– ein Zwillingspärchen, die gerade laufen können – kümmert.

Neben Nikki sitzt rechts der jüngste Sohn der Familie.
Ein blonder Lockenkopf, der mit seinen großen Augen zu ihm aufschaut. Dieses Kind sieht deinem Sohn sehr ähnlich.

Un: Das ist Sergeij, Nikkis kleiner Bruder.
Du hast es richtig gesehen, heute ist Sergeij Haralds Sohn.

Jetzt betritt ein Paar den Raum. Die Kinder verstummen.
Der ältere, graubärtige Mann scheint völlig betrunken zu sein,
seine Frau schleppt ihn zu einem der Betten, stößt ihn unsanft darauf.
Sie zieht ihm die Stiefel aus, deckt ihn nicht zu,
wartet nur, dass er endlich schläft.

Dann geht sie aus dem Haus heraus
und kommt mit einem kleinen Korb Äpfel wieder herein
und stellt ihn auf den Tisch.
Bestürzt sehen die Kinder erst auf das Obst, dann auf die Mutter.

Die Mutter sagt: „Esst! Äpfel sind gesund!“

Die älteste Tochter sagt:
„Mutter! Ihr wart doch auf dem Markt! Ich dachte…“

Die Mutter herrscht sie an: „Es gab nur Äpfel! Sei still!“

Nikki springt auf: „Das ist doch nicht wahr! Herr Gott!
Warum lügst du für ihn, er hat wieder alles versoffen!
Wieso nimmst du dieses versoffene Schwein auch noch in Schutz?!“

Dann rennt er aus der Tür, die Mutter springt auf, ruft ihm nach:
„Nikki! Wo willst du hin? Bleib hier!“

„Ich besorge Essen, von dem man satt wird!“

Diese Szene endet ganz abrupt.
Unanna sitzt wieder mit mir auf dem Plateau.

Nikki hat VERSUCHT, Essen zu besorgen.

Zuerst hat er es auf ehrlichem Wege versucht.
Er hat gearbeitet, hart sogar, hat Geld nach Hause gebracht,
nicht viel, aber immerhin.

Aber sein Vater hat´s sofort genommen, um es zu versaufen.
Dann hat Nikki sein verdientes Geld gleich in Nahrungsmittel umgesetzt: Speck, Bohnen, Brot, was der Mensch so braucht.

Aber dafür hat der Vater ihn geschlagen, immer wieder.
Da wollten die Geschwister nicht mehr, dass er Essen nach Hause bringt…

U: Und die Mutter?

Un: Die hatte Angst, dass der Vater den Sohn zerstört
und hat´s ihm verboten…

Schließlich hat Nikki Tage wie diesen abgewartet:
Wenn der Alte zu betrunken war, hat er was „besorgt“…

U: Wie?

Un: Gestohlen, wo er was finden konnte, von den Feldern…

U: Das muss doch das ganze Dorf mitbekommen haben!

Un: Ja, aber sein Vater war der Leiter der „Kolchose“.
Niemand hätte gewagt, sich ihm in den Weg zu stellen.
Er war skrupelloser Mann, der mehr als einmal dafür gesorgt hatte,
dass ein unliebsamer „Genosse“ in ein Arbeitslager verschwand.

Wenn Nikki kam, wussten sie, was sie zu tun hatten: wegsehen…
Sie sahen nicht hin, wenn er Milch stahl
oder Kartoffeln aus der Miete nahm.

Sie sahen nicht hin, wenn er sich ein dampfendes Brot
aus dem Backhaus nahm…

U: Aus Angst vor seinem Vater?

Un: Ja, aber auch aus Mitleid mit dessen Familie.
So wurde Nikki erwachsen.
Am Anfang sträubte sich seine Mutter gegen seine „Beschaffungsmaßnahmen“, aber nicht lange…

Doch dann kam der Krieg!
Niemand – auch nicht die Menschen auf dem Land –
konnten es sich noch leisten, Nahrung zu verschenken.

Nikki durfte nicht mehr stehlen, das war ihm klar.
Aber was sollte er denn tun?

Seine Familie musste mehr hungern denn je,
denn sein Vater stellte seine Sucht nicht ein.
Sondern er versetzte nun nach und nach
auch noch die wenigen Habseligkeiten, die die Familie besaß.

Also begann er, nachts zu stehlen, das ging natürlich nicht gut.
Irgendwann hat er ein Brot zu viel genommen.
Der verzweifelte Besitzer ging zum Vater und erzählte,
was seit Jahren vor sich ging und drohte,
die Diebereien des Sohnes in der Stadt zur Anzeige zu bringen.

Der Vater geriet außer sich, fast hätte er den Nikki erschlagen.
Am nächsten Morgen brachte er ihn zum Militär.
Und mit der Bemerkung: Werde endlich ein richtiger Mann!
Ließ er seinen Sohn vor der Musterungskommission stehen.

Für Nikki war das ganz furchtbar!
Er hatte sich, seit er sich erinnern konnte,
als Schutz der Mutter und der Geschwister gefühlt.
Für ihn war es, als würde er sie verraten, indem er sie verließ
und er hatte schreckliche Angst um sie.

Aber was sollte er tun?
Jetzt war er eben Soldat!

Er war gar nicht ungern Soldat.
Die Art von Kameraden und Vorgesetzten, die er dort kennen lernte,
waren eine ganz wunderbare Erfahrung für ihn.
Natürlich gab es auch hier den einen oder anderen,
der kein guter Mensch war.

Aber insgesamt war es so, dass man sich aufeinander verlassen konnte, Einer für den Anderen eintrat.

Bisher hatte er sich geschämt, ein Mann zu sein.
Was kannte er schon für Männer?
Entweder waren sie Säufer und Tyrannen wie sein Vater
oder feige Schwächlinge wie seine Nachbarn.

Wären da nicht die Sorgen um seine Familie gewesen
und die Ängste des Krieges und Schrecken,
er hätte seine Soldatenzeit wohl als glücklich bezeichnet.

Besonders, als etwa ein halbes Jahr nach seinem Weggang
die Nachricht von der Mutter kam, dass der Vater gestorben sei.

Nikki wurde ein guter Soldat, ein guter Kamerad.
Er glaubte fest daran, dass er für das GUTE gegen das BÖSE kämpft.
Ja, er war es sogar, der Andere oft noch stärkte,
wenn die den Sinn des Krieges anfingen, in Zweifel zu ziehen.

Beliebt war er bei Vorgesetzten und Kameraden.
Auch wenn er NIE! auch nur einen winzigen Schluck Alkohol trank,
selbst dann nicht, wenn es einen Sieg zu feiern gab.
Und erst recht nicht, wenn es darum ging,
die Angst vor dem kommenden Morgen zu vergessen.

Der Frontverlauf ging immer weiter nach Westen.
Nikki warnte seine Familie:
Sie sollten weg aus dem Dorf,
die Deutschen auf dem Rückzug seien gefährlich…

Als Antwort kam ein Brief der Mutter, dass sie alle wohlauf seien
und er sich keine Sorgen machen solle.
Das war der letzte Brief!
Er schrieb wochenlang weiter, er bekam keine Antwort mehr…

Nikki stand mit seiner Truppe kurz vor Breslau, als ein neuer Kamerad kam, der auf seinem Weg zur Front durch das Gebiet gekommen war,
das Nikkis Heimat war.

„Verbrannte Erde!“ sagte der Kamerad „Nichts als Trümmer und Tote!“

In dieser Nacht betrank Nikki sich sinnlos bis ins Koma.
Und ihn ihm – so schien es ihm – wurde alles Böse seines Vaters lebendig…

Nikki nahm Rache…
Ich will nicht aufzählen, wann und wie, es ist einerlei…
Wichtig ist, zu verstehen, was da geschehen ist.

Mein lieber Harald, es geht nicht um Alkohol oder Rache.
Beides ist von Übel, das muss ich dir nicht erzählen,
du weißt es doch selbst.

Was du aber nicht weißt, ist:
Dass du MÄNNER nicht einordnen kannst und damit dich selbst nicht.

Du magst sagen:
Warum um alles in der Welt werde ich dann als Mann geboren?
Wer tut mir das an!?

Harald, du musst!
Denn deine Seele ist durch und durch männlich.

Deshalb ist es dein Auftrag, das WAHRE Männliche zu entwickeln.
Ja, nicht nur für dich, auch für deinen Sohn!

Das wahre Männliche ist so heilig wie das wahre Weibliche.
Beides kann nur im Miteinander Früchte bringen.
Die Schöpfung braucht doch beides, siehst du es nicht?
Überall ist es so!

Beide müssen IHRE Stärke dem Anderen zur Verfügung stellen,
um ihre eigene Schwäche auszugleichen.
So war es immer und so wird es immer sein.

Männer sind stark und Frauen schwach,
Männer sind brutal und Frauen sanft,
Männer sind egoistisch und Frauen hingebungsvoll?

Ach, mein Gott, Harald!
Mit solch einem Bild kann man weder ein starker Mann
noch eine starke Frau sein!

Als Nikki hattest du vor FAST nichts Angst gehabt, außer vor einem:
Dass du tief in dir verborgen vor dir selbst sogar
ganz gewiss GENAUSO wie dein Vater bist!

„Männer sind doch alle gleich!“
Erinnerst du dich noch, wie dich dieser Satz als Junge getroffen hat?

Nikkis Ende: Er starb an Verzweiflung über sich selbst.
Keinen seiner Werte war er letztlich treu gewesen.
Letztlich folgte er seiner tiefsten Angst: zu sein wie sein Vater.

Und er wurde ein brutaler, egoistischer Machtmissbraucher.
Ja, die Sache ist nur die:
Ein echter Machtmissbraucher, eine wirklich brutale Seele,
ein absoluter Egoist, der ist über seine Taten nicht verzweifelt.
Nikki war das!

Harald! Deine Wahrheit über das Mann sein ist komplett falsch!
Besonders an der Stelle, an der in dir die Angst wächst daran,
dass sich die Menschen in einer Familie ähneln.

Wie sollte er auch nicht daran glauben, dass du in dir all das hast,
was er gelebt hat.

Nikki glaubte daran, dass sich Charakter vererbt.
Er hoffte so sehr, Beweise zu haben, dass dies nicht so ist!
Und tatsächlich hätte er genug Beweise gehabt.
Hatte er nicht völlig anders gelebt als sein Vater?

Aber er bezweifelte die Echtheit. Weißt du warum?
Weil er manchmal in sich diese Wut fühlte,
die sein Vater zu seinen Untaten getrieben hatte.
Und weil ihn manchmal eine wilde Lust trieb,
alles um sich und in sich zu betäuben, so wie sein Vater es getan hatte.

Manchmal war es sogar vorgekommen,
dass er für seine Mutter so verächtliche Gefühle hegte,
wie der Vater sie lebte.
Besonders, wenn sie sich wieder einmal nicht zur Wehr setzte…

Weil diese inneren Kämpfe in seinem Bewusstsein waren,
war er sich sicher:
IRGENDWO in ihm schlummerte der Charakter seiner Vorfahren!

Als Trauer und Schmerz seine innere Kontrolle hemmten,
brach alles aus ihm heraus.
Und erst als er die erste Unrechtstat sich nicht verzeihen konnte,
verwarf er sich.
Nun war sicher, was er längst vermutet hatte.
So jedenfalls meinte er.

Ach, Harald, ja, es stimmt schon:
Charakterliche Veranlagungen werden vererbt.
Das ist wie bei Rassehunden: Ein Kleinpudel ist eben sanft und verschmust, ein Rottweiler tapfer und kampfbereit, ja.

ABER es kommt eben NICHT auf die Veranlagung an,
sondern darauf, WAS AUS DIESER GETAN!!! wird!

Wenn du dir die Riten und Sitten der Völker ansehen würdest,
würdest du feststellen, dass die gerade da,
wo die Unterschiede deutlich werden,
sie etwas mit charakterlichen Eigenarten zu tun haben.

So gelten zum Beispiel in jenen Völkern,
die besonders schnell entflammbare Emotionen haben, sehr strenge Regeln, um gerade dies zu verhindern…

Oder umgekehrt gelten unter Völkern,
deren Emotionalität zwar ungleich langsamer zu erregen ist,
dafür aber endgültigere Resultate wirken,
besondere Vorsichtsregeln, was den Eingang von Bindungen angeht.

Daran allein schon magst du sehen, worum es geht.
Die genetische Veranlagung zu besonderen Charakterzügen ist der Seele, die in diese hineingeboren wird, eben kein VERMÄCHTNIS,
das man nicht ablegen kann.
Sondern das ist eine Art „Bewährung“.

Hier entscheidet die SEELE! ob sie ihre Werte verfolgt oder ob sie meint, diese Kraft nicht zu haben und es entweder gar nicht erst versucht
oder beim ersten Misslingen schon aufgibt.

Harald, du kannst also wirklich nicht verhindern,
das Potenzial zu Charaktereigenschaften zu haben,
die du ganz und gar nicht schätzt.

Was du aber kannst, ist:
Aufzuhören, zu befürchten, dass du denen IRGENDWANN
zwangsläufig zu folgen hast!

Nikkis fester Glaube an sein „Böses“ hat ihn zu Fall gebracht.

Nun willst du, Harald, in diesem Leben lernen,
dich aus diesem Glauben zu befreien.
Und ich bin sehr froh, dass ich die Möglichkeit habe, dies aufzudecken. Denn ohne Bewusstsein für das Problem
werden wir nur sehr schwer zu Lösungen kommen.

Du hast solche Angst, ein Machtmissbraucher zu sein!
Genauso groß ist deine Angst davor,
dass niemand dir wirklich vertrauen kann!

Harald, diese Ängste SIND unberechtigt!
Aber es ist deine Aufgabe, aufzuhören, NIEDERLAGEN zu sammeln!
Er hat seine Macht missbraucht? Ja!
Deshalb darfst du keine haben?
Nein!
Du bist nicht „ER“.
Du hast nur rein theoretisch die Option, wie er zu sein.

Kämpfe, mein Liebling, kämpfe einen guten Kampf einer guten Seele!
Ich habe Uta viele Bilder vergangener Leben gezeigt:

Deine Seele IST gut, aber sie will das nicht glauben!
Sie meint, glauben zu müssen, ein Versager zu sein. Und das ist unwahr!

Du BIST stark und du bist Vertrauen wert! BASTA!

Er will dich nicht so? Nein!
Kleine Seelen suchen, zu erniedrigen, denn sie fürchten Größe.
Aber seine Angst, Harald, ist NICHT vererbbar!
Das ist seine Angelegenheit, warum ihr folgen?

Seit Jahrhunderten begleite ich dich durch deine Inkarnationen.
Weißt du, warum?
WEIL ICH WEISS, dass du GUT bist!

Warum ich das weiß?
Weil ich dich durch und durch kenne.

U: Vielen Dank, Unanna, darf ich dir jetzt Haralds Fragen stellen?

Un: Natürlich, ja…

U: Harald bittet dich, ihm seine seelischen Verbindungen zu seiner Frau,
seiner Schwester und seinen Kindern zu erklären?

Un: Harald, es würde viele Stunden Zeit erfordern, würde ich das tun.
Aber ich möchte das WESENTLICHE hervorstellen.

Alle miteinander möchten deiner Seele helfen,
dass sie den rechten Glauben wiederfindet.

Nämlich den, dass sie eine gute Seele ist!

Eine, die aufbauen und behüten will und nicht eine,
die versäumt oder vernachlässigt oder sogar zerstört.

Hier auf diesem Plateau begann deine Seelen-Täuschung!
Hier warst du ein König meines Volkes
und du hast dich vor deinem Volk selbst verbrannt,
weil du meintest, die Ursache ihres Unglücks zu sein.

Wie hochmütig du damals warst!
Du glaubtest WIRKLICH, dass DU Erdbeben machen konntest!

Lange ist dies her!
Und viele, viele Inkarnationen hast du danach verbracht,
so GUT und schützend, treu und aufbauend wie nur möglich zu sein.

Gewaltig ist das Gute deiner Seele in dir seither gewachsen…

Aber du glaubst es nicht!

Darum sind dir die Seelen deiner Frau, deiner Kinder
und deiner Schwester zur Seite, um dir zu helfen!

Sie wollen dir zeigen, dass sie dir auch dann noch vertrauen,
wenn du selbst (schon) damit aufhören möchtest.

Sie lieben dich sehr, weil sie eben klug sind.

U: Kannst du ihm bitte etwas von seiner Mama ausrichten?
Er fühlt sich oft schuldig, weil er seinem Vater zu Unrecht
oft Recht gegeben hat und es nicht ausgehalten hat,
sie in ihrer Krankheit intensiver zu begleiten.

Un: Harald, lieber Junge,
sie wird das sicher selbst noch genauer erklären wollen.
Nur so viel will ich dir sagen:
Deine Mama hat selbst dafür gesorgt, dass du nicht zu „stark“ wirst!

Unbewusst hat sie das getan, um dich vor seinem Zorn zu schützen.
Sie macht dir keinen Vorwurf, sieht aber,
dass sie selbst es war, die viel dazu beigetragen hat,
dass du nicht in deine „Macht“ kommst.

Das tut ihr sehr leid, sie hofft, dass du ihr verzeihst.
Sie war sich nur sicher, wenn sie wusste,
dass er dich als „Konkurrent“ nicht ernst nimmt.


Das war ihre Art zu lieben, Harald:
Sie wollte dich schützen und damit hat sie deine Schwächen unterstützt.

Sie ist sehr stolz darauf, wie sehr du kämpfst,
um aus diesen alten Fesseln herauszukommen.
Sie sagt, sie hat immer gespürt, dass du stark bist
und das hat sie versucht, klein zu halten, damit dir nichts geschieht.

Dabei hat sie viel falsch gemacht.
Aber sie weiß jetzt:
Du bist wirklich viel stärker, als sie vermutet hat
und darauf ist sie sehr stolz.

Sie möchte dir noch sagen:
Du hättest sie nie beschützen DÜRFEN,
das hätte sie zu verhindern gewusst.

U: Was ist seine Lebensaufgabe in seinem jetzigen Leben
und was kann er tun oder lassen, um sie richtig gut zu erfüllen?

Un: Lieber, du musst aufhören, den Lügen zu glauben,
dass deine Kraft nicht reicht, DEINE Ziele zu erreichen.

Viele Ziele hast du, mein Lieber, nicht nur eines.
Vielfalt willst du leben und sehr viel lernen.

Versuch, dich nicht zu sehr festzulegen und scheue den Wechsel nicht!
Die Dinge zu wechseln, ist Teil deiner Aufgabe!

Hab Freude daran, dass dein ganzes Leben ein steter Wechsel sein wird, bekenne dich zur Wissbegier.

Was du meiden musst, das sind die Täuschungen,
die „heile“ Welt zu versprechen und Ohnmacht…

Es gibt keine heile Welt!
Aber du bist stark genug, um zu kämpfen.
Du weißt es nicht, aber es ist wahr:
Du bist eine Kämpferseele!
Eine Kämpferseele sollte sich nicht betäuben!

Du bist voller Mitgefühl und Einfühlungsvermögen!
Das macht dich anders als andere Männer.


Ich weiß, es schmerzt dich dein Anders sein immer noch
und vielleicht hört das nie ganz auf.
Aber du hast auch viel gelernt dadurch
und könntest Anderen ein Vorbild sein, findest du nicht?


Lebe doch endlich deine Liebe zur Schöpfung!
Das ist ja eben deine MACHT,
die alle anderen Destruktiven zu verhindern suchten…

U: Er leidet schon sein ganzes Leben
an innerer Antriebslosigkeit / Phlegma.
Wie kommt er in seine Kraft und Stärke?

Un: Darüber werden wir uns noch sehr intensiv unterhalten, lieber Freund.

Hier nur so viel:
Du hast dich nie getraut, DEINS zu definieren,
aus Angst, dass er es zerstört.
Du hast keinen Wunsch und Willen und kein Ziel entwickelt,
weil es zerstört worden wäre, wie du meintest.

Denn du glaubst nicht, dass du es verteidigen könntest,
so wie du in deinem letzten Leben deine Familie nicht verteidigen konntest.

Wir finden Türen zum Ausweg.
Für heute muss es reichen, zu wissen, was die Ursache ist.

U: Seit Jahren konsumiert er Drogen, weil er glaubt, dass es ihm hilft,
ein ausgeglichener, zufriedener und besserer Mensch zu sein.

Richtig bekümmern tun ihn auch die darauf folgenden Fress-Attacken.
Er will da raus, wie schafft er sich Frieden ohne Drogen?

Un: Ach, die Drogen und dein Übergewicht
sind doch nur ein Signal an deinen Vater:
So kann er sicher sein, dass du „kleiner“ bist als er (sie lächelt).

Du wirst damit aufhören können in dem gleichen Maß,
in dem du damit aufhören kannst, Papis guter Sohn zu sein.

Nur Mut, Harald!

Dies hier ist nicht deine schlechteste Inkarnation.
Dies ist die Erste, in der deine Seele sich viele gute Chancen eingebaut hat, zur Einsicht zu kommen.

Sie ist GUT und sie ist STARK und beides passt wunderbar zusammen.

U: Liebe Unanna, ich danke dir sehr für deine Hilfe
und ich hoffe, das Harald so Weg und Rat findet, in seine Kraft zu wachsen.

Un: Es war mir Freude,
bis bald, Uta!