Elia: Ich verursache etwas und bin verantwortlich für die Wirkung. DAS IST GOTTES BEWUSSTSEIN.

Elia

über Gottes Bewusstsein.

Elia sitzt in einem alten Ohrensessel.
In der Hand hält er ein Buch, ein modernes Buch.
Eine Art Regenbogen sehe ich auf dem Umschlag,
die Schrift erkenne ich nicht.

Er legt es zur Seite, schaut mich lange nachdenklich an…

E: Was ist DIE Wahrheit?

U: Dass Gott ist!

E: Ja! Und Alles, was ist, ist in ihm und zu ihm hin!

U: Amen!

E: Alles, Uta, ALLES!

U: Auch Agnes und ihr Glaube?

E: Auch jene Seele, die sich Jesus nennt, aber nicht ist!
ALLES.

U: Ja, aber nicht alles ist zum Wohle derer, die es zu tragen haben…

E: Nein!
Und das ist der wichtige Aspekt:
Das WOHL derer, die leben, das hat nur im Blick,
wer wirklich LICHT ist…

Du kannst nicht den dunklen Weg gehen
und wenn der auch tausendmal Teil des göttlichen Planes ist!
DU kannst ihn nicht gehen,
weil die Dunkelheit dieses Weges nicht deine ist.

U: Ich kann mich nicht verbinden…

E: Wie willst du dich verbinden mit dem ganz Anderen?
Ein Vogel kann nicht schwimmen,
ein Löwe nicht an Lianen schwingen…

Der Weg, den Agnes ging, den sie als hell und licht empfand,
ist dir Dunkelheit!

U: Das ist nicht neu, ich verbinde mich auch mit Seelen,
deren Glaube mir nicht weniger dunkel erscheint!

E. Aber nicht mit solchen, die diesen Weg gehen: 
den WEG DER ÜBERHÖHUNG!

Wenigstens die Demut hast du
mit den anderen Glaubens-Entwürfen gemeinsam

U: Wie kann ich dann Agnes helfen?
Es ist absurd und traurig, in welche Zwickmühle sie mich bringt…

E: So absurd und traurig, wie sie selbst es ist.
Möchtest du ihr helfen?

U: Ja…

E: Dann stell mir ihre Fragen.

U: Gut, die meisten Fragen verstehe ich gar nicht,
man muss wohl ein Insider dieser Glaubensrichtung sein?

E: Das macht nichts, stell mir die erste Frage.

U: Gut, sie schreibt: Es ist die Endphase des Aufstiegs von Mutter Erde.
Gibt es für mich eine besondere Aufgabe (mit Jesus) in dieser Zeit,
außer dass ich mit ihm Heilarbeit mache, ihn channele?

E: Genauer gesagt: Es ist dein Glaube, Agnes, dass dies so sei!
Ich werde nicht an diesem Glauben rütteln.
Glaub es, wenn es dir Hoffnung bringt.

Es spielt keine wirklich Rolle und ich möchte dir erklären, warum nicht.

Wenn ihr von Endphasen sprecht,
dann dies im menschlichen Bewusstsein für „Zeit“.

Zeit in der linearen Form: Gestern führt zu heute, führt zu morgen…
Nur in dieser Betrachtungsweise sind END-ZEIT-Szenarien gültig.

Aber Zeit in dieser Form ist ausschließlich an das Inkarnations-Erleben gebunden.
Schon wenige Entwicklungsschritte nach dem menschlichen Tod verliert dieses Bewusstsein über Zeit völlig an Bedeutung und damit an Gültigkeit.

Die Erde als Wesenheit IST aber außerhalb der ZEIT
in eurem menschlichen Sinn.
Sie IST.
Sie ist Teil Gottes…

Was in Gott ist, ist aber vollkommen!

Du siehst eine Endphase jener Zeit und der Beginn
oder Aufstieg einer neuen Zeit.
Das ist, je tiefer du schaust, um so absurder.

Die ERDE IST, so wie AGNES IST…

Bist du nur Agnes?
Die junge Frau, die Mutter eines Kindes.
Die Prophetin?

Nein, du bist auch Agnes, das Kind,
das sich um die Aufmerksamkeit des Vaters bemüht.
Du bist auch Agnes, das Schulmädchen, das sich anstrengt,
den Mitschülern zu gefallen…

Und noch viel mehr als das bist du auch:
Die Summe der Erfahrungen aller Inkarnationen
und die Summe der Erfahrungen aller Ahnen…

Du hast geglaubt, überwunden zu haben.
Du hast geglaubt, das „Alte“ verlassen zu haben
und dass für dich ein ganz neues AGNES-SEIN anfängt.
Aber so wenig das Wesen der Mutter Erde aufhört,
zu sein, was sie einst wahr, sowenig hörst du auf,
zu sein, was dein Teil Gottes ist.

Denn Gott ist EWIG und alles, was in ihm ist und alles,
was aus ihm ist, auch.

Darum, Agnes:
Der Mensch mag sein JETZT vielleicht nur ertragen können,
wenn er Trost in einer Vision eines besseren „Morgen“ findet.

Aber: Die „Arbeit“, die in Gott getan wird, die liegt IMMER nur im JETZT!
Das JETZT ist der einzige erfahrbare Berührungspunkt für euch,
wo das Ewige in eure Gegenwart einwirkt…

Wenn du den Trost brauchst, dass IRGENDWANN das,
was du lebst und leidest, einen Sinn haben wird,
dass belohnt wird, was du ausgehalten hast,
dann will ich dir diesen Trost nicht rauben.

Aber deine AUFGABE: Die liegt im HEUTE!
Und sie liegt bei den Menschen, die UM DICH SIND!
Für die du Verantwortung trägst!
Und sie liegt darin, für DICH SELBST Verantwortung zu tragen.

Agnes?
Du BIST AGNES!
Nicht Jesus…

Weißt du, dass Jesus NIE! ein anderes Verständnis für sich
und die Ausnutzung seiner „Zeit“ hatte,
als eben im JETZT dem NÄCHSTEN zu geben, was dieser braucht?

Du channelst Jesus?
Was wäre, wenn du einfach einen Heinrich Schmidt channeln würdest?

Das wäre entehrend?

Weißt du, dass Jesus, wäre er in deiner Zeit
und in deinem Land geboren,
vielleicht folgende „Vita“ gehabt hätte:

Sven (Jesus), Stauffer (Davids Sohn), Tischler und Dachdecker,
ohne festen Wohnsitz, verheiratet.

So einfach war er!
Er war NIE daran interessiert, sich zu überhöhen.
Es spielte ihm nicht die geringste Rolle!
Seine Gottes Sohnschaft bestand weder in seiner Bildung
noch durch seine Vorfahren.
Sondern durch eben die Bereitschaft, JEDEM, der es will,
zu helfen, sein kleines Leben wieder leben zu können…

Seine Berufung nahm ihren Anfang, als er sich weigerte,
den dunklen Weg zu gehen!
Widergespiegelt in der Szene, in der Satan ihn versuchte.
Es sind in JEDEM Menschen eben diese Versuchungen angelegt!
Und so mag sich jeder immer wieder selbst fragen,
ob seine Gedanken ihn „satanisch“ verleiten oder
ob er mit seinen Entscheidungen die „Gotteskindschaft“ auf sich nimmt.

Die erste Versuchung scheint völlig banal:
„Bist du Gottes Sohn, so lass diese Steine zu Brot werden!“

Jesus ist ausgezehrt durch langes Fasten, müde und hungrig.
Was gilt es: Er ist Gottes Sohn und darf dann doch
gewiss die Naturgesetze biegen, um sich zu stärken?

Jesus sagt Nein! 
Nein, ich nehme meinen Hunger auf mich! 
Denn habe ich durch meine Entscheidung, hier in der Wüste zu fasten,
ihn selbst zu verantworten.
Ich stehe zu meiner Entscheidung und trage aus,
was ich selbst zu verantworten habe.

Ich stehe zu meinen Entscheidungen und trage aus,
was sich an unerfreulichen Resultaten daraus für mich ergibt?

Agnes, das KLINGT banal.
Aber DAS ist Gottes Kindschaft und DAS ist der Weg Jesu: SELBSTVERANTWORTUNG!

Austragen, was man initiiert hat.
Ursache = Wirkung.

Du erwartest eine neue Erde mit hoch bewussten Menschen?
Nun, dies ist das zu erreichende Minimum an Bewusstheit:
Ich verursache etwas und bin verantwortlich für die Wirkung.

DAS IST GOTTES BEWUSSTSEIN.

Die zweite Versuchung?
„Stürze dich von diesen Zinnen hier
und Gottes Engel werden dich schützen,
sodass du unbeschadet unten ankommst…“

Ich sagte: Jeder Mensch trägt diese Versuchung in sich!
Wieder sind wir bei der Verantwortung, Agnes!

Gottes Engel schützen, oh ja, das tun sie!
Aber nur da, wo die Eigenverantwortung NICHT hilft,
um Unglück zu vermeiden.

Wer hochmütig und leichtsinnig sein Leben riskiert
oder seine Kraft oder seinen Stand und meint,
Gott werde es schon zu verhindern wissen,
dass sich unangenehme Konsequenzen daraus ergeben, dem sei gesagt:
Mit einem hohen Bewusstsein hat das nichts zu tun,
sondern mit einem Mangel an Verantwortung für sich selbst.

Kommen wir zur letzten Versuchung:
„Wenn du mich anbetest, werde ich dir alle Reichtümer
und alle Macht der Erde geben!“

Was da angesprochen wird, ist die jedem Menschen innewohnende
Sehnsucht nach Geltung und Wohlstand.
Es wäre zu kurz gegriffen, hier nur von materiellem Reichtum
und daraus abgeleiteter Macht zu sprechen.
Ebenso gehört dazu, ein „mächtiger“ Gelehrter zu sein. 
Der Reichtum besteht dann in Wissen.

Oder ein „mächtiger“ Heiler:
Der Reichtum besteht dann in der Kraft, WUNDER zu tun
(oder sie zu verweigern).
In jedem Fall gilt es dem Sehnen des menschlichen Egos,
BESSER zu sein und mehr zu HABEN als alle Anderen!

Warum sagt Jesus dazu „Nein“?
Das wäre doch großartig, wenn er der MÄCHTIGSTE der Welt wäre!
So ein guter Mensch!
Das wünscht man sich doch, dass so einer alle Macht der Welt hat!!!

Er sagt Nein, weil es ihn VÖLLIG überfordern würde!
Alle Macht der Welt, die kann nur der tragen, der die Welt schuf!
Nur er hat die Kraft, die Verantwortung dafür zu übernehmen.

Lass es mich zusammenfassen:
Der „bewusste“ Mensch trägt die Verantwortung
für seine Entscheidungen.

Er trägt die Verantwortung für sein Leben
und alle andere Verantwortung legt er in Gottes Hand.

Weil er weiß, für Letzteres ist er zu „klein“,
ist er eben nur „Kind“, nicht Vater.

DIES ist zusammengefasst die Grundeinstellung Jesu.
Bewiesen hat er es!
Seine dreijährige Reise durch die Menschheit ist Beweis genug.

Du channelst diesen bescheidenen, einfachen
und durch und durch demütigen Jesus?
Du channelst einen, der nichts anderes wollte, als die Menschen befähigen,
ihre Verantwortung da zu leben, wie sie WIRKLICH von ihnen zu tragen ist?
Und da abzugeben, wo sie unter der zu schweren,
weil göttlichen Last zusammenbrechen?

Ich bin nicht gekommen, dich zu richten.
Ich bin gekommen,
dir eine viel zu große Last von den Schultern zu nehmen.

Was bleibt dir, wenn du nicht mehr das Medium von Jesus Christus bist?

Dann bist du Agnes, Tochter Gottes.
Eine Frau, die liebt und die Gottes Welt achtet
und die Mitgefühl hat für Leidende.
Aber auch eine Frau, die verwirrt sein darf und sich irren kann.
Agnes eben!
Gut genug, um von Gott ins Netzwerk der lebenden Seelen berufen zu sein.
Gut genug, aber nicht besser, jedenfalls nicht in jeder Hinsicht.

Wird es GENUG sein?
Nicht für Gott?
Für den ist es ganz fraglos genug.
Aber für dich?

Spring nicht von der Zinne, Agnes!
Achte auf dich, übernimm Verantwortung!
Sowohl für deine Entscheidungen als auch für alle Kräfte
und Gaben, die du hast.
Und was darüber hinaus geht, überlasse dem, der es tragen kann.
Spring nicht!

Jesus sagte etwas über Größe:
Wer der Größte unter euch sein will, der sei aller Anderen Diener…

Die Frage ist: Wie attraktiv ist es dann eigentlich noch,
der Größte sein zu wollen?
GAR NICHT!

Jesus war das nicht, er hat nicht NUR gedient,
er hat sich auch bedienen lassen!

Die Welt und die Religionen haben diesen Spruch Jesu so ausgelegt,
als ob nur heilig und „groß“ sein könne, wer JEDEM dient.
Das ist eine Verdrehung des tieferen Sinnes.

Gotteskindschaft – oder wenn du es so willst – das HOHE Bewusstsein
beginnt damit, zu akzeptieren, NICHT der Größte sein zu wollen:
Weder der Reichste und Mächtigste der Welt,
noch der innerhalb eines Landes, eines Ortes,
einer Gemeinschaft oder Familie…

Es gibt Großes in dir und Kleines,
es gibt Helles und es gibt Dunkles, alles das ist Agnes.
Und das ist WIRKLICH gut so!

Als sich Jesu Jünger vor ihm auf die Erde warfen, sagte er:
Tut dies nicht, betet mich nicht an, denn ich bin euer Bruder.
Und da, wo ich hingehe, werdet auch ihr hingehen.

Jesus ist BRUDER, er ist der Bruder aller Männer, die du kennst
und du bist eine Schwester aller Frauen, die du kennst.

In Gottes Gegenwart sind alle gleich, Agnes!
Versuch, die Freude zu erleben, die Befreiung, die darin liegt,
nicht BESSER sein zu müssen, sondern einfach „nur“ Schwester.

Eines noch: Jesus litt an der Überhöhung,
die ihm immer und immer wieder entgegengebracht wurde!
Er litt daran so sehr, so sehr.

Sag mir, würde dieser Jesus von dir fordern,
in irgendeine Überhöhung zu gehen?
Als SEINE Prophetin?
Nimm deine Befreiung, „Schwester Agnes“,
von der viel zu großen Last!
Die Verantwortung für Gottes Wort tragen zu müssen.

U: Danke, Elia!
Ich hoffe, sie kommt da raus, das ist schwer…

Möchtest du auch die nächsten Fragen beantworten?

E: Nur die sechste Frage.

U: Agnes fragt: Woher schöpfe ich die Kraft als Mutter und Frau, gerade in dieser Zeit der Trennung (von meinem Sohn).

E: Agnes, dies ist, was ich sagte über die Verantwortung dessen,
was wir bewirkt haben, zu tragen.
Die Kraft?
Sie kann nur aus der Liebe kommen und aus dem Bewusstsein,
dass du nicht allein die Verantwortung für das Wohl deines Sohnes trägst,
sondern dass auch er KIND GOTTES ist.

Aber du bist hungrig, Agnes!
Du hast Hunger danach, geliebt zu werden und deine Mutterliebe zu geben.
Die Trennung schmerzt!
Denn sie ist eben eine Folge von Entscheidungen!
Auch deiner…

Kraft verlierst du, wenn du versuchst, die Folgen „wegzuzaubern“.
Kraft gewinnst du, wenn du darauf schaust, was du daraus gelernt hast!
Und vielleicht auch darauf, welche besonderen Lehren
für die anderen beteiligten Seelen in den jetzigen Tatsachen liegen.

Du hast Erfahrungen gemacht, auch mit dir selbst.
Es ist eine sehr wichtige Erfahrung, zu spüren,
dass dich der Verlust des Kindes schmerzt und auch,
dass es dich schmerzt, dass eine Andere „die Bessere“ sein könnte…

Diese Erfahrung kann dich in zukünftigen Zeiten davor schützen,
übereilte Entschlüsse zu treffen, die ähnliche Wirkungen nach sich ziehen.

Es ist im Übrigen nicht überliefert,
dass Jesus noch einmal drei Wochen in der Wüste gefastet hat.
Warum nicht?
Weil er aus seiner Erfahrung,
dass ihn dies in „Höllenqualen“ stürzte, gelernt hat.

Agnes, weißt du, was DEMUT ist?
Das ist ÜBERHAUPT nicht gleichzusetzen mit sich demütigen.

Sondern Demut ist, den Platz im Leben zu akzeptieren,
der den eigenen Fähigkeiten und Kräften entspricht.
Diesen Platz gefunden zu haben,
ist eine große und wichtige Aufgabe für dich.

Und ihn zu finden, das ist wirkliches Glück, wirkliche Freiheit.

Geh, Agnes, such diesen Platz!
Such Menschen, die nicht mehr von dir verlangen, als du geben kannst.
Und erwarte auch selbst nicht mehr von dir, als du geben kannst.

Ich möchte dir ein Geheimnis mit auf den Weg geben:
Wer die Fülle sucht, der muss leer sein!
Gottes Liebe wirkt in den „Kleinen“ mächtig,
so ist es, so wird es immer sein.
Wer sich bewusst ist, selbst noch bedürftig zu sein,
unwissend und klein, der ist wie ein Tal in einer Wüste.
Und wenn die Regen beginnen,
dann fließen alle Wasser in dieses Tal…

Wer aus sich aber einen Berg macht, der über alles ragt,
der mag vielleicht für kurze Zeit vom Regen benetzt werden,
aber die Fülle, die läuft anderswo hin…

Darum sei klug, mach deinen „Berg“ zum Tal,
dann erst können viele kommen und von deinem Wasser Labsal finden…

Nun leb wohl, Agnes!
Du warst sehr mutig, dich der Frau zu überantworten,
die keinem deiner Glaubensprinzipien zustimmt.

Du hast deinen Berg klein gemacht und ich hoffe,
dass diese Wasser, auch wenn sie dir anfangs bitter schmecken,
doch aus deiner derzeitigen Wüste wieder Leben spenden werden.

Die Liebe und Gnade Gottes sei mit dir und deinem Weg!

Elia