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Schutzengel – Die Wiedergeburt der Seele nach einem Trauma.

Die Wiedergeburt der Seele nach einem Trauma.

Sie wird noch einmal geboren!
Celli erlebt eine zweite Geburt,
wir werden so ihrer Seele den Weg bahnen,
sich wieder mit dem Körper zu verbinden.

Verliert sie dann nicht das ganze Leben,
das davor lag?

Nein, aber alles, was vor dieser Geburt lag,
verliert an Bedeutung.
Es wird in ihrer Wahrnehmung
genauso wenig aktuelle Bedeutung haben
wie vergangene Inkarnationen
mit dem einzigen Unterschied:
Dass sie sich an Diese erinnern kann…

Schutzengelkontakt

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Jana zu verbinden,
Jana hat einige wichtige Fragen an ihn.

Ich bin anscheinend mitten in der Natur.
Eine sehr weite Landschaft, in der Ferne bewaldete Berge,
hier ein Platz, um den herum einige Indianerzelte stehen.
Es ist ein schöner sonniger Tag.
Barth steht am Eingang eines Zeltes
und winkt mich herein.

Ich muss mich bücken,
um durch den Eingang zu kommen.
Im Inneren duftet es wunderbar nach Kräutern und Blüten. 
Drei Frauen stehen hier und schauen auf ein kleines Mädchen,
das am Boden liegt.
Es scheint tief zu schlafen und lächelt dabei.
Ein Mann, der wie ein Medizinmann gekleidet ist,
kniet neben ihr.

Auch er lächelt,
während er sorgfältig mehrere kleinere Wunden
an ihrer linken Seite mit einer Paste betupft.
Dabei summt er eine sanfte, beruhigende Melodie…
Seine Stimme ist nicht schön,
aber gut und warm.

U: Was geht hier vor, Barth?

B: Das ist Celli.
Celli wurde gestern bei einem
Überfall auf ihr Dorf schwer verletzt.
Weißt du:
Uns Indianer der ersten Zeit schwächte weniger
der Einmarsch der ersten Weißen.
Was uns so anfällig bis in spätere Zeiten machte,
war unser gegenseitiger Hass und Neid.
Ein Volk war gegen das Andere
und viele von uns wurden Opfer dieser Bruderkriege.

Cellis Dorf wurde von einem anderen Stamm überfallen.
Grausam und ohne jede Gnade wurden alle vernichtet
abgesehen von Celli und diesen drei Frauen da.
Sie kamen zu uns, weil wir Verwandte sind.
Sie kamen aber hauptsächlich,
weil es Bo an Te gibt, unseren Heiler.
Ein Weiser, einer der letzten ganz Alten.

Celli hat viel Schreckliches erlebt:
Nicht nur ihr armer, kleiner Körper ist verletzt,
sondern noch viel mehr und viel schlimmer ihre Seele.
Sie ist einfach davon…
Verstehst du?

U: Nein, was meinst du damit?
Wie kann die Seele einfach davon sein?
Dann wäre Celli doch tot?

B: Nein, sie hätte immer noch ihren Verstand,
ihren Körper und ihre Emotionen…
Es wäre immer noch Celli!
Aber nichts, was sie erleben würde,
hätte eine Wirkung auf ihre Seele,
alles bliebe ihr letztlich ganz gleich…

U: Warum hat ihre Seele das getan,
ich verstehe nicht…

B: Sie versucht, ihr Eigentum zu schützen…

U: Das Eigentum der Seele?
Was soll das sein?

B: Alle Freuden,
die sie bis zum Überfall erlebt hat.

Die Freude daran,
dass sie die Tochter des Häuptlings war…
Das Glück, das sie fühlte,
als sie zum ersten Mal selbstständig schwimmen konnte…
Die Geborgenheit am Abend,
wenn ihre Oma ihr sanfte Lieder sang…
Der Frohsinn, den sie empfand,
wenn sie mit ihrer Schwester
die kleinen Welpen trainierte…

Ihr Eigentum ist jeder einzelne Moment der Glückseligkeit,
den sie jemals
– bis zum Augenblick des Überfalls –
erlebt hat.

U: Aber wenn die Seele dieses Eigentum mit sich nimmt,
dann wird Celli, wenn sie wieder wach wird,
sich an all das nicht mehr erinnern können?

B: Erinnern schon,
aber es wird in ihr keine Emotionen mehr auslösen! 
Es wird sein wie ein Film!
Eine Existenz,
die sie nicht mehr mit ihrem Lebensgefühl verbinden kann.

U: Aber dann hat die Sache doch gar keinen Sinn!
Dann rettet die Seele zwar für sich diese Wahrheiten,
aber nicht für Celli?

B: Diese Wahrheiten…
Ja, genau es geht um Wahrheiten.
Welche Wahrheiten sind das,
was meinst du?

Die Wahrheit, dass sie geborgen ist,
dass Leben Freude bringt,
das dass Leben Frohsinn schenkt
und Liebe
und Vertrauen…
Dieses Eigentum sicherte die Seele,
als sie sich während des Überfalls
von Celli als Trägerin trennte.

U: Und Celli hat damit diese Wahrheit verloren?

B: Ihr Verstand behält diese Wahrheit,
aber ihre Emotionen werden dem Verstand kaum folgen können.
Emotionen sind an die Seele geknüpft!

Es wird zwischen dem, was sie versteht
und dem, was sie fühlt, manchmal keine Brücke geben.

U: Wie wird sich das in ihrem Leben auswirken?

B: Sie wird versuchen,
diese Leere in sich zu vermeiden,
die immer dann in ihr Bewusstsein dringt,
wenn die Situation dies so bewirkt.
Immer, wenn sie in ähnliche Situationen kommt…

U: Dem Überfall ähnlich?

B: Nein, nein…
Ähnlich der Freude, dass ihr Vater sie liebt,
ähnlich des Glücks, unerwartet etwas zu können,
wofür sie hart gearbeitet hat,
ähnlich der Geborgenheit im Schoß der Großmutter,
ähnlich des Frohsinns beim Spiel der Welpen…

U: Sie wird alles vermeiden, was Geliebt sein heißt?
Glück und
Stolz,
Geborgenheit und
Frohsinn?

B: Ja, so würde es sein,
wenn unser alter Weiser nicht wäre.
Wir wissen um den Flug der Seele!
Seit Alters her ist es uns bekannt: 
Dass die Seele bei schweren Vorfällen versucht,
diesen Körper aus der Distanz zu erfahren…
Und dass ein solches Leben hart ist
und die Seele etwas mit sich nimmt,
was doch niemals fehlen sollte.

Deshalb machen wir etwas sehr Ungewöhnliches.
Schau zu!

Langsam kommt die kleine Celli wieder zu Bewusstsein. 
Offensichtlich hat sie keine Schmerzen mehr,
aber ihr Blick ist seltsam leer und traurig.

Die drei Frauen setzen sich zu ihr, streicheln sie,
aber Celli wehrt das ab,
sie will offensichtlich nicht berührt werden.

Der Medizinmann spricht mit ihr,
seine Sprache verstehe ich nicht,
aber es klingt wie ein Befehl!
Erst schüttelt die Kleine den Kopf,
dann nickt sie.

Darauf verlässt der Alte das Zelt
und kommt schon nach kurzer Zeit wieder.
Mit ihm kommt eine große und sehr dicke Frau.
Ehrlich gesagt habe ich kaum je so eine Körperfülle gesehen:
ein riesiger Busen und gewaltige Hüften.
Das Gesicht aber ist verborgen unter einer dunklen Decke.

Der Medizinmann führt die Frau hinter Celli.
Sie setzt sich auf den Boden,
zieht Celli auf ihren Schoß
und umschlingt sie mit ihren Armen und Beinen.

Celli sitzt so in ihr wie in einem Nest.
Der Medizinmann gibt Celli zu trinken.
Daraufhin weiten sich ihre Pupillen
und ihr Gesicht entspannt sich.

U: Eine Droge?

B: Ja, eine Art Zaubertrank!
Celli wird jetzt weniger Verstand,
aber mehr Emotionen haben…

U: Was habt ihr mit ihr vor?

B: Sie wird noch einmal geboren!

U: WAS?!

B: Celli erlebt eine zweite Geburt!
Wir werden so ihrer Seele den Weg bahnen,
sich wieder mit dem Körper zu verbinden.

U: Verliert sie dann nicht das ganze Leben,
das davor lag?

B: Nein.
Aber alles, was vor dieser Geburt lag,
verliert an Bedeutung! 
Es wird in ihrer Wahrnehmung
genauso wenig aktuelle Bedeutung haben
wie vergangene Inkarnationen!
Mit dem einzigen Unterschied,
dass sie sich an diese erinnern kann…

U: Das heißt, Celli bekommt ein komplettes zweites Leben?

B: Ja, alles wird ganz neu.
Sie wird neue Bezugspersonen als die Wichtigsten ansehen,
sie wird unser Dorf als ihre Heimat ansehen,
sie wird ganz Neu beginnen…

U: Ist das möglich?
Wie soll sie ihre Prägungen aus der Kindheit verlieren?
Sie müssten längst Teil ihrer Persönlichkeit sein…

B: Die Prägungen aus vorhergegangenen Inkarnationen
sind auch Teil der Persönlichkeit…
Wo sollte da der Unterschied liegen?

U: Aber was ist mit den drei Frauen ihres alten Stammes?
Die bleiben doch in der „alten“ Inkarnation?

B: Ja sicher, die bleiben, wer sie sind.
Aber ihre Bedeutung ändert sich!
Sie haben das ALTE mit ihr geteilt,
aber das Neue wird wichtiger sein…
Das ist nicht zu ändern.

U: Also Celli beginnt ein ganz neues Leben?

B: Ja, Celli inkarniert neu.
Aber schau nur!
Unter Gesängen und Trommeln
wird jetzt die dunkle Decke über Celli gebreitet.

Der Griff der Dicken scheint enger zu werden
und Celli beginnt,
sich dagegen zu wehren.
Der Medizinmann packt Cellis Füße
und beginnt daran zu ziehen.
Immer intensiver wird der scheinbare „Kampf“,
immer schneller schlagen die Trommeln.

Die Dicke schreit wirklich,
als wäre sie in den Wehen
und schließlich mit einem eher unsanften Ruck
zieht der Medizinmann Celli
aus deren Umklammerung ins Freie,
hebt sie auf seinen Armen hoch
und zeigt sie dem Licht der Sonne draußen auf dem Platz.

Celli schaut erstaunt in die lachende und tanzende Menge.
Sie schaut und plötzlich merke ich,
dass ihr Blick sich verändert hat:
Es ist wieder Glanz in ihren Augen!

Der leere Blick ist weg!
Sie umarmt den Medizinmann. 
Die Dicke ist zu ihr getreten
und auch die umarmt sie. 
Die drei Frauen treten zaghaft näher
und streicheln Celli,
die es sich nun anscheinend gerne gefallen lässt…

U: Puh! Das hätte ich nicht erwartet…
Gibt es Folgeerscheinungen?

B: Ja!
Sie wird sich an den Überfall
nicht mehr genau erinnern können.
Sie wird wissen, dass es ihn gab,
sie wird wissen, dass sie gelitten hat,
aber es wird kein detailliertes Wissen mehr geben.

U: Aber dann fehlt ihr doch etwas!

B: Nein, schau!
Der Medizinmann und die drei Frauen tragen
auf einer Trage eine Art Puppe heraus.
Diese Puppe hat eine ungefähre Ähnlichkeit mit Celli.
Celli wird zu der Puppe geführt. 
Sie schaut zwar neugierig interessiert darauf,
aber ohne viel Emotionen.

In einer Art Prozession wird die Puppe
an den Rand des Dorfes getragen,
dort wird sie unter Gesängen und Klagen begraben!

Celli steht dabei
und scheint ganz mit sich im Reinen zu sein.

U: Ihr begrabt das Gestern der Celli?

B: Wir begraben das Gestern.
Es hat keinen Sinn, es fortzuführen,
jetzt ist Celli ganz neu!

Der Platz, an dem die Celli von Gestern begraben wird,
wird weiter geehrt werden.

Es wird ein schöner Baum dort gepflanzt werden. 
Und wann immer Celli mag,
darf sie dort ein wenig sein und die Celli von gestern ehren,
von der sie weiß, dass sie viel ertragen musste! 
Aber in ihrem neuen Bewusstsein
wird die „Alte Celli“ Vergangenheit sein.
Alles, was wirklich zählt,
ist die „Neue Celli“!

U: Ich muss sagen,
das ist so ziemlich das Gegenteil von dem,
was ich als Trauma-Therapie kenne.
Ihr holt das Alte nicht wieder ins Bewusstsein zurück,
sondern ihr begrabt es sogar endgültig…

B: Ja, aber nicht,
ohne vorher eine Neugeburt herbeigeführt zu haben!

Ach, meine liebe Jana:
Was dir fehlt,
ist das Bewusstsein der Neugeburt!
Und dennoch, sag selbst:
Bist du nicht neu geboren?
Doch!
Das bist du!
Nur du nimmst es nicht als solches wahr!
Jana:
Gestern ist vergangen, Gestern war schwer…
Aber es ist vergangen!
Hörst du?

Jana?
Weißt du eigentlich,
dass nicht eine einzige Zelle deines Körpers noch eine ist,
die das Trauma miterlebt hat?
Nicht eine Einzige von damals ist noch da!
Du bist schon längst ganz Neu!

Was macht dann deine Krankheit aus?
Dass du es dir nicht erlaubst,
ganz Neu zu sein!

Wenn wir die alte Celli nicht begraben hätten
und ihr einen Ehrenbaum gepflanzt hätten,
würde es der neuen Celli
früher oder später genauso gehen.

Sie müsste einfach die Alte suchen,
weil sie denken würde,
dass sie ein Teil von ihr ist,
der sich irgendwo in ihr versteckt hätte.

Und das würde ihr Angst machen
und sie verunsichern…

Sie würde aufhören, zu wissen, wer sie ist. 
Und sich immer fragen, wer und was sie WIRKLICH ist!

So aber weiß sie Zeit ihres Lebens:
Es gab die alte Celli, die viel gelitten hat
und dieser alten Celli würde sie in Ehren gedenken können. 
Ansonsten aber wird sie viel Wichtigeres zu tun haben.

Was das wäre?
Nun, die GEGENWART!
Glaub mir, mein liebes Herz,
nichts ist so wichtig wie die Gegenwart!

Hör mir zu, mein Herz,
lausche den Worten deines Guides.

Was ist des Menschen Streben?
Immer, solange er lebt,
macht der Mensch sich Sorgen um die Zukunft! 
Und Gedanken um die Vergangenheit!

Ganz gleich,
ob er arm ist oder reich,
mächtig oder ohnmächtig,
schön oder hässlich:
Die Gedanken des Menschen
sind ihm Mühsal sein Leben lang!

Es sei denn, er wird weise und erkennt:
Das Morgen
– so sehr ich mich auch sorge –
es liegt in Gottes Hand!

Das Gestern,
so sehr ich es auch versuche, zu ergründen,
ist unwandelbare Vergangenheit,
es existiert nicht mehr.

Weder die Luft, die ich damals atmete,
noch das Wasser, das ich damals trank,
noch die Gedanken, die ich damals dachte,
sind noch existent…

Darum suche ich nach dem, was IST.
Was kann es Anderes sein, als das,
was JETZT ist.

Wenn ich denn nichts anderes habe
als das Jetzt,
dann will ich jetzt nehmen,
was mir da ist:
Freude und Fülle!
Ich will mich am Jetzt stärken: 
am Gesang der Vögel,
an der wärmenden Sonne,
an der Gegenwart des lieben Menschen…

Ich will es leben, so sehr ich nur kann.
Denn schon Morgen wird das,
was mir jetzt gegeben wird,
unverwandelbare Vergangenheit sein!

Hier ist Weisheit, Jana,
denn hier ist Wahrheit!

Du kannst das,
was der alten Jana widerfuhr,
nicht verändern,
aber es IST vergangen! 
Du kannst das Morgen
nicht durch unnötiges Sorgen verändern,
denn es ist NOCH NICHT!

Aber du kannst dein JETZT nehmen
und es ausschöpfen,
so gut es geht1
Bitte darum,
dass Gott dir die Gabe zurückgibt,
das JETZT zu leben!

Ehre die vergangene Jana nicht,
indem du ihr nachläufst
und ihre Angst und Not in die Gegenwart zurückholst.
Es reicht, zu wissen,
dass sie litt und doch überlebte!

Ehre sie und sei ihr gnädig in deinem Urteil.
Hoffe für die zukünftige Jana,
die ganz und gar in der Liebe Gottes lebt.

Aber genieße die gegenwärtige Jana,
denn IN IHR ist alle Seligkeit!

Niemand wird dir mehr den Ritus anbieten können,
den wir damals vollzogen haben.
Aber du kannst es in Gedanken tun,
es wird der Wirkung in nichts nachstehen! 

Unsere Celli hatte lange Zeit diesen Baum gemieden.
Als sie aber stark genug war,
da ging sie hin und wieder zu dem Baum.

Manchmal kam ihr eine Erinnerung.
Und für jede Erinnerung,
die gut und schön war,
legte sie einen schönen weißen Stein
unter den Baum.

Für jede Erinnerung,
die schmerzlich und traurig war,
legte sie einen schwarzen Stein
unter den Baum.

Am Ende ihres Lebens lagen einige Steine dort.
Doch Celli – inzwischen ein altes Weib – 
lachte über deren Anzahl,
denn in ihrem neuen Leben hatten sich
viel, viel mehr Erinnerungen ergeben.

So sah jeder:
Das Neue ist das WICHTIGSTE,
nicht das Alte!

U: Vielen Dank, Barth,
ich würde jetzt gerne Janas Fragen an dich stellen.

B: Gerne…

U: Jana fragt, wie sie es schaffen kann,
das Trauma aufzulösen,
ohne gleich wieder einen Herzinfarkt zu bekommen?

B: Jana,
ohne dass du dir der Tatsache GANZ BEWUSST bist,
dass dieses Trauma einer Jana geschah,
die in jeder Weise VERGANGENHEIT ist,
kannst du das nicht!

Euer Blick muss dieser Tatsache gelten!
Viel, viel mehr als bisher!

Die „alte“ Jana muss auch in der Wahr-Nehmung
Vergangenheit sein dürfen! 
Darf sie das?

Bisher nicht!
Warum nicht?

Weil dir Unrecht geschah.
Unrecht schreit aber nach Recht! 
Der alten Jana soll Recht gesprochen werden!

Nun, wenn die NEUE Jana GANZ
in deinem Bewusstsein ist,
dann kannst du das ganz gewiss
und ohne Gefahr tun.

Du kannst dann sagen:
Die Jana von damals war ein Opfer!

Und es gab einen Täter
und die TAT des Täters muss verurteilt sein!
Was er tat, war Unrecht! 
Was sie litt, war Qual!

So, wie es jetzt ist, zeigt dein Körper,
dass die „Todesstrafe“
auf den Verrat des „Geheimnisses“
ausgesprochen wurde! 
Und zwar vom Täter!

Das war Teil seiner Tat!

Dein Herzinfarkt zeigt dieses Drama auf! 
Aber du vermischst die alte Jana mit der Neuen.

So soll es nicht weiter gehen! 
Jana, glaub mir, es wird Gerechtigkeit geben,
ganz gewiss.

Die alte Jana ist frei von jeder Schuld,
sie ist ein zu ehrendes Opfer!

Aber DU bist NEU!
Und DU bist FREI!
Der Täter?
Er ist Vergangenheit…
Das Opfer?
Es ist Vergangenheit…
Eine Vergangenheit,
der man in Liebe gedenkt…

DU bist Gegenwart!
Vergiss es nicht!
Sag es dir jeden Tag!
Hol das Bewusstsein dafür
aus der Tiefe deines Herzens, Jana:
Du BIST Neu!

Es ist die Wahrheit
und du DARFST Neu sein
und wirst doch nicht zum Verräter an der alten Jana.

Ehre die Alte, die Vergangene!
Nimm ein Foto, wenn du willst,
und stell daneben eine Blume…

Mach es wie Celli…

U: Danke, ich hoffe, dass es Jana hilft.
Ich denke, sie hat die leidende Existenz
aus dem Gestern sehr mit in die Gegenwart genommen…

B: Ja, um nicht eine Verräterin an ihr zu werden!
Aber das ist sie nicht!
Sie hat erinnert, was nötig war! 
Nicht jedes Detail muss erinnert werden…
Sie hat das Unrecht ausgesprochen
und damit ist dem Recht für alle Zeit Genüge getan! 
Den Richterspruch fällt das Karma selbst.

Für sie ist wichtig zu wissen:
Jana ist zu Recht freigesprochen!

U: Jana fragt:
Wie kommt sie wieder zu Kräften?
Kann sie etwas Gutes für sich tun?

B: Oh ja, Jana, der Sommer beginnt.
Fürchte die Hitze nicht,
sondern nutze sie!
Du solltest viel Kontakt mit der Erde haben,
sie unter deinen Füßen fühlen!
Jeden Tag!

Du hast doch gar keine Hemmungen davor,
ein wenig Anders zu sein!
Also!
Fass dir ein Herz
und geh jeden Tag wenigstens 10 Minuten
durch frisches Gras Barfuß!
Du wirst sehen, wie sehr es dich stärkt!

Mutter Erde will dir ihre Kraft geben,
also nimm sie nur!
Nur Mut!

U: Welchen Weg kann sie beruflich einschlagen,
damit ihre finanzielle Situation sich ändert?

B: Ich darf dir nicht sagen:
Tu dies oder tu das.
Aber ich darf dir sagen:
Ich werde die Türen öffnen,
die dir gut sind
und jene verschließen, die dir schaden.

Komm, lass dich ein wenig führen.
Bleib im JETZT, Jana!

U: Wie kann sie sich bewusster darüber werden,
dass sie nie ohne Brüder und Schwestern ist?

B: Das bist du schon,
nur du FÜHLST es nicht so,
wie du es gerne hättest…

Jana, das hat auch mit der Fähigkeit zu tun,
Gestern gestern sein zu lassen und Morgen morgen,
aber JETZT zu nehmen.
Du wirst sehen:
Es ist ein köstliches „Experiment“.

U: Kannst du ihr etwas über ihr Krafttier sagen?

B. (lächelt): Jana?
Du bist eine Schamanen-Seele!

Das bedeutet:
ALLE Tiere suchen dich…
Öffne deine Augen!

Schau dich um, sie kommen zu dir,
sie zeigen dir: Hier bin ich, lerne von mir!

Ich kann dir nicht nur ein Tier nennen,
eine solche Fixierung ist deiner Entwicklung abträglich,
sei einfach achtsam!

Ich will nicht,
dass dein Verstand begreift,
sondern dein Herz!

Wenn du in einer Zeit immer wieder
einem bestimmten Tier begegnest
– sei es real oder im Film –
dann nimm das als Ruf…

Deine Seele hat sich sehr
von ihren Wurzeln entfernt,
deine Wurzeln sind die Mutter Erde!
Die Erde wurde dir zum Gefängnis gemacht!

Aber das ist nicht DEIN Wahn! 
Das ist der WAHN des Täters!

In Wahrheit ist die Erde
ein Ort der Wunder, der Kraft
und alle Kinder der Mutter Erde sind gut und weise…

Jana, die Natur ist dein Heiler
und dein Lehrmeister!
Du hast es fast vergessen,
es wird Zeit,
dass du dich wieder mit der guten Erde verbindest.

Trau dich, aber mach es SELBST!

U: Wie kann sie das Chaos in ihrem Leben ordnen?

B: Was hat oberste Priorität?
Deine Gegenwart, das JETZT!
Was kommt danach?
Die Planung des Morgens im JETZT!
Was danach?
Die Ehrung des Vergangenen.

So und nicht anders, Jana!

Und, Jana:
Schaff auch äußere Ordnung.
Trenn dich von dem, was überflüssig ist!
Dies zuerst!

Nicht nur im übertragenen Sinn!
Du hortest zu vieles Überflüssiges!

Was du nicht nutzt,
was länger als ein Jahr ungenutzt da ist,
das verwirf!
Du brauchst es nicht mehr…

Es gibt dir keine Sicherheit für morgen,
es belastet lediglich
die Gegenwart mit Gestrigem.

U: Danke, lieber Barth, ich hoffe,
dass wir Jana helfen konnten.
Sie hat es nicht leicht.

B: Nein.
Aber sag mir, liebe Jana:
Wirst du es wagen,
es dir leichter zu machen?

Hast du diesen Mut?
Ganz NEU zu werden?
Das Alte alt sein zu lassen?

Ich glaube, du schaffst es,
ich glaube, du hast in dir
die Qualität des Phönix aus der Asche!

Jana?
Ich liebe dich sehr!

Mit diesen Worten verabschiedet sich Barth,
er bekommt die Züge eines Adlers
und er erhebt sich in die Luft
und fliegt in die Sonne…