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Elia – Freiheit bedeutet: Zu sein, wer man ist!

Die Freiheit,
die Art von Leben zu führen,
für das man alle Talente schon besitzt.

Frauen wurden geknechtet und unterdrückt.
Nun, sie werden es noch immer,
nur auf andere Weise.

Männer wurden geopfert und geknechtet
und unterdrückt bis heute.
Die Namen dafür sind andere.

Aber für die, die es trifft,
fühlt es sich immer gleich an:
Die Grenzen, die ihnen gezogen werden,
entsprechen nicht ihrer Natur,
sondern dem Vorteil Anderer!
Knechtschaft statt Freiheit!
Elia

Zu Gast sind Gertrud und Claudia.

Elia: Nun zu deiner nächsten Frage, Claudia.

Claudia: Letzte Woche habe ich über die Entstehung
der Grundrechte und des deutschen Grundgesetzes gelesen.
Als ich las, wie knapp die Einführung der Freiheit der Frau
– sprich der Gleichberechtigung von Mann und Frau – war,
wurde ich fast umgerissen von dem starken Bedürfnis nach Freiheit,
das in mir emporstieg.

Und der Zorn auf die Menschen,
die Anderen die Freiheit nehmen wollen.

Wohl gemerkt:
Freiheit, die nicht die Rechte der anderen Wesen verletzt.
Magst du mir dazu noch etwas sagen?

Elia: Fast bin ich versucht, zu sagen:
Darüber möchte ich ein Buch diktieren.
Das freilich sprengt den Rahmen.

Claudia, diese Menschen, die die Freiheit Anderer einschränken:
man muss sie nicht hassen.
Sie sind krank: kranke Seelen!

Sie kranken an der Entfernung zu ihrem Selbst! 
Sie wissen gar nicht – gar nicht –
dass sie Gottes Kinder sind,
dass sie Liebe und Harmonie brauchen,
dass sie ein Miteinander brauchen,
ein Eingebunden sein.

Ein schrecklicher Virus hat sie befallen! 
Und es ist ein Virus des Bewusstseins, der weite Kreise zieht.
Ein Virus, der dem Bewusstsein beibringt,
dass es nur eine Form von Überleben gibt:
die des Stärkeren!

Dieses Bewusstsein klammert jede Demut aus.
Dieses Bewusstsein klammert völlig aus,
dass jedes Teil eines Ganzen wichtig ist,
dass nur im Miteinander Sicherheit und Wohlleben erreichbar ist.

Es klammert die Basis allen Lebens aus,
dass Liebe und Harmonie vor allem Eines sind:
die Wertschätzung jeder Weise des Seins.

Das ist sehr, sehr krank und eine sehr, sehr schlimme Erkrankung.

Nicht nur Einzelne hat das betroffen,
nicht nur die Machthaber.
Sondern diese Erkrankung hat in jenes Chaos geführt,
in dem ihr jetzt seid!

Freiheit bedeutet, zu sein, wer man ist!
Die Art von Leben zu führen, für das man alle Talente schon besitzt.

Freiheit bedeutet:
Ganz wahrhaftig, ganz besonders sein zu dürfen.
Individuell sein und trotzdem sich bewusst,
Teil eines Ganzen zu sein.

Das ist Freiheit:
Eine Freiheit,
die nicht isoliert,
nicht trennt,
nicht verletzt,
nicht egoistisch ist.

Denn frei fühlt sich ein Mensch nur,
wenn er eingebunden ist!
Wenn sein Leben einen Sinn hat
und sein Wirken wirkliches Gutes bewirkt.
Dann fühlt er sich frei!

Und wenn er dies Alles gerade
auf seine Art und Weise kann und darf,
dann ist er frei.

Frauen wurden geknechtet und unterdrückt.
Nun, sie werden es noch immer: nur auf andere Weise.

Männer wurden geopfert und geknechtet und unterdrückt bis heute.
Die Namen dafür sind andere.

Aber für die, die es trifft, fühlt es sich immer gleich an:
Die Grenzen, die ihnen gezogen werden,
entsprechen nicht ihrer Natur,
sondern dem Vorteil Anderer!

Knechtschaft statt Freiheit!

Frei ist der, der sich aussucht, wem er dient.
Und das gehört zu genau den Aufgaben,
von denen ich der Gertrud sprach.

Wer frei sein will, möge hinterfragen, wem er dient! 
Nicht nur den Menschen, sondern auch: 
welchen Gedanken und Werten er dient!

Liebe Claudia, damit muss ich für heute schließen.

Auch die Zeit ist eine Schranke,
eine Begrenzung, die wir
– so lange es im Irdischen ist –
nicht überschreiten können.

Sie ist Natur! Und die Natur ist gut, so wie sie ist.

Ich bin sicher:
Das, was ich dir sagte, wird noch lange in dir wirken.
Und du wirst tiefer und tiefer dich damit auseinander setzen,
was Freiheit bewirkt und was sie tötet.

Wo Einer auf Kosten des Anderen sein Leben zu retten versucht,
da irrt er.

Wo Zwei miteinander
– so unterschiedlich ihre Art und Weise ist –
ein Ziel anvisieren, werden sie die Welt retten.

Gott segne dich.

Claudia und Gertrud: Gott zum Gruß.

Hajo: Danke, Elia.