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Elia – Sag mir: Ist das Leben nicht voller Wunder?

Sag mir:
Ist das Leben nicht voller Wunder?
Und eure Aufgabe,
meine Lieben, ist es,
den Blick auf die Wunder,
auf die unverhofften guten Fügungen
und auf die selbstverständlichsten
und doch so wunderschönen Geschenke
des irdischen Lebens
das Augenmerk zu lenken.
Elia

Zu Gast ist Carmen.

Elia. Guten Tag, liebe Freunde.

Hajo & Carmen. Guten Tag, Elia.

E. Endlich dürfen wir uns wieder sprechen, ja?
Ich freue mich.

C. Ich freue mich auch sehr.

E. Sag mir, ist das Leben nicht voller Wunder?

C. Allerdings.

E. Voller Überraschungen,
voller plötzlichen Fügungen.
Wir wollen es nie vergessen,
dass auch das zum Leben gehört.

All jene, die nur auf Schmerz, Enttäuschung und Versagen
ihren Blick richten:
Sie sind wie Blinde.

Und eure Aufgabe, meine Lieben,
ist es, den Blick auf die Wunder,
auf die unverhofften guten Fügungen
und auf die selbstverständlichsten
und doch so wunderschönen Geschenke des irdischen Lebens
das Augenmerk zu lenken.

Das setzt voraus,
dass ihr selbst diesen Blick nicht verliert, sondern ihn pflegt: 
jeden Tag! 
So wie ihr euch pflegt jeden Tag. 
So wie es euch selbstverständlich ist,
euch zu waschen,
euch zu kleiden und
euch zu nähren.

So soll es euch auch selbstverständlich werden,
jeden Tag dankbar für das zu sein,
was gut ist.

Die Wunder zu sehen hinter dem Selbstverständlichen!
Und die Fülle in dem, was man nicht bezahlen kann.

Dies sind meine Worte an euch in eure Zeit,
damit ihr von Herzen reich seid.

Und nun deine erste Frage, bitte.

C. Ich möchte euch allen noch mal danken
von ganzem Herzen
– dir, Uta und Hajo –
dass ich hier sein kann
und dass ich jetzt so ganz unerwartet hier sitze.

E. Ja. Das haben wir gerne für dich arrangiert.

C. Danke schön.
Ich habe eine Frage zum geschäftlichen Bereich.
Zu meinem geschäftlichen Bereich.
Ich empfinde zeitweise einen sehr großen Druck:
ganz extrem in den letzten Monaten.
Was kann ich diesem Druck entgegen setzen?
Oder ist das eine destruktive Kraft,
die hier in mir wirkt
oder ist es meine Vorahnung in diesem Geschäftsbereich?

E. Weder noch.
Es ist eine destruktive Kraft in dir!

Du bist zersplittert!
Und diese Zersplitterung, die wirkt sich äußerlich aus!
Du bist nicht Eins mit dem,
was du bist und was du tust!
Und das spürst du.

Also muss der Weg folgender sein:
Zuerst die eigene Zersplitterung begreifen!
„Was will ich?
Woran hab ich Freude?
Wo will ich hin?
Was ist mein Ziel?“

Und wenn du dieses definiert hast
– und es geht wirklich darum,
dass du das definierst!
Damit du deine Liebe wieder findest –
dann kannst du Schritt für Schritt
in die Erfüllung dieses Wunsches investieren.

Was dich zersplittert, ist nichts Böses von Außen,
keine Vor-Wahrnehmung zukünftiger Zeiten.
Sondern es ist
das Jetzt,
das Hier,
das, was dort verlangt wird.

Im Grunde bist du auf einem guten Weg.
Du hast schon viel erkannt!
Was hier noch fehlt,
wovon ich aber gewiss vermute,
dass du dazu finden magst,
ist: Dein Bekenntnis zu dem,
was du bist
und woran du glaubst!

Wie wird ein Mensch
und sein Werk anziehend?
Indem er sich zu dem,
was er ist und was er schafft, bekennt!
Nicht nur zu dem,
was gut ist,
nachvollziehbar,
logisch,
schön,
brauchbar
oder was auch immer…
Sondern dass er sich auch
zu dem Eigen-Artigen bekennt!
Vielleicht auch zu den Fehlern
oder den Dingen,
die er nicht kann.

„Ich, Carmen, bekenne mich zu dem, was ich schaffe!“

Das ist es, worum es geht, Carmen! 
Was immer dieses Schaffen beinhaltet
– ob es im medialen Bereich ist,
im heilerischen Bereich
oder im häuslichen
oder im geschäftlichen –
es fehlt an der Möglichkeit,
dich zu all dem zu bekennen,
was du dort anbietest!

Wenn du den Punkt erreicht hast,
bist du anziehend! 
Verstehst du?

C. Hm.

E. Du kannst es an der Reaktion deiner Kunden sehen.
Sie bekennen sich nicht zu dir.
Sie müssten sich aber bekennen
– nicht wahr? –
um zu kaufen!
Denn der Kaufprozess ist ein Bestätigungs-Prozess:
„Tatsächlich!
Dieses Schmuckstück, das du,
Carmen, mir gemacht hast,
das ist mir wertvoll!“

Aber es setzt auf deiner Seite
absolutes Bekenntnis voraus.
Ja?

C. Ich verstehe.
Dankeschön.

E. Gern geschehen.
Deine nächste Frage.

C. Es geht um die Steine.
Ich hab so viel Steine im Kopf!
Auch für meine Kunden.
Wo finde ich denn diese ganzen Steine,
die ich mir so vorstelle in meinem Kopf?
Bin ich da zu wählerisch
oder zu kompliziert?
Oder trägt dieser Prozess des Suchens und Findens
schon dazu bei zur Heilung?

E. Carmen, das ist ein wenig zu anspruchsvoll…

C. Hm.

E. Ich möchte dir etwas schildern,
was unserer Freundin Uta letztens geschehen ist.

Sie suchte Heilpflanzen für ihre Situation.
Und ich erlaubte mir,
sie quasi nebenbei bei einem Familienausflug
auf einen Weg zu führen,
den sie so vor Jahren gegangen war.
Allerdings blühte damals dort nichts.

Und jede Pflanze,
die dort am Wege wuchs,
war die Antwort auf ihre Frage nach Heilkräutern für sich,
aber auch für einige Klienten,
die sie im Herzen trug.

Geh bitte genau so vor:
Geh den Weg, der vor dir liegt
und schau, was dort liegt
und lass dich von dem, was dort liegt,
inspirieren!

Das ist die einzige geleitete Möglichkeit!

Es ist genau umgekehrt zu dem, was ihr kennt:
Ihr habt einen Katalog
oder ihr geht zu einem Stein-Handel
und habt schon eine kleine Liste,
weil ihr Ideen im Kopf habt zu besonderen Steinen.

Der geleitete Weg,
der Heiler-Weg zu Steinen ist ein Anderer:
Ihr geht und seht,
was da ist,
und lasst euch von dem,
was da ist,
dazu inspirieren,
was daraus werden kann
und euch bewegt.

So ist die Natur auch!
Sie empfängt das,
was der Wind ihr zuträgt
und daraus werden Pflanzen.

Sie gibt diesen Pflanzen Kraft!
Und die Pflanzen wiederum geben Anderen Kraft.
Sie fragt nicht danach:
„Lieber Schöpfungs-Gott,
magst du mir nicht einmal ein paar andere Samen geben?
Ich hätte so gerne einen Ringelblumensamen,
aber du hast mir schon wieder einen Löwenzahnsamen gegeben.“

Das macht die Erde nicht!
Sie nimmt den Löwenzahn
und sie lässt ihn blühen und wunderschön werden.
Das ist das Geheimnis,
das den ganzen Kosmos zusammenhält:
Die empfangende Energie,
die von der Schöpfung alles bekommt,
macht das Beste aus dem,
was ihr bekommt!

Als du schwanger warst, liebe Carmen,
hattest du so Vorstellungen,
was du für eine Art Kind du da in dir trägst.
Wünsche könnte man auch sagen…

Sag mir, hast du bekommen,
was du dir vorgestellt hast?
Na, sei ehrlich.
Nicht so ganz, oder.
Aber du machst das Beste daraus!
Immer noch.

Obwohl das, was sich entwickelt,
nicht das ist,
was du dachtest
und wolltest
und meintest,
als du mit ihnen schwanger warst,
entdeckst du Wunderbares,
auch Schwieriges,
aber auch Liebe
und Vertrauen
und Stärken,
die dich überraschen!
Mit der Einstellung einer Mutter,
die etwas in sich trägt,
was sie noch nicht begreift.

Geh und such deine Steine und dann:
Dann schau nach den Wundern in den Steinen,
die du findest
oder dir leisten kannst.
Ja?

C. Ja.
Dann war das doch,
als ich Hajos Stein gefunden habe,
genau der richtige Weg.

E. Hm.

C. Er begegnete mir
und dann findet er seine Wirkung?

E. Ja!
Und es kann ein Stein sein,
es kann aber auch eine alte Wurzel sein.
Das kann ein altes Eisen sein.
Diese Wunder,
die die Schöpfung in deine Hände legt!
Damit du etwas Besonderes daraus machst:
das ist der Heilige Prozess!

C. Oder ein Holzstück, das ich finde
und was auf einmal so wichtig für mich ist
und mich berührt.

E. Ja. Genau so!
Und wenn du einmal Schmuck herstellst
für bestimmte Menschen,
dann geh genau so vor.
Nimm, was dir gegeben wird, ja?
Dann kannst du nicht fehl gehen.

C. Hm.
Gar nicht so kompliziert denken.

E. Nein.
Deine nächste Frage, bitte.

C. Ich lerne,
viel therapeutische Werkzeuge zu benutzen mit Energie
oder so magischen Ritualen
oder lerne diese Technik eben mit diesen Steinen,
dass ich diese Gefühle in Steine übertrage
oder dass sich Steine etwas nehmen können.
Ist das, wenn ich es tue, wirkungsvoll?

Da kommen wir wieder zum Thema
„Magie und Medialität“.
Ich glaube,
das habe ich bis jetzt noch immer nicht
ganz begriffen in mir.

E. Woran merkst du denn,
dass etwas wirkungsvoll ist?
Nun: indem es wirkt!

Ich werde dir hier nicht Ja und Nein sagen.
Ich werde dir hier sagen:
Bitte beobachte genau.
Tu diese Dinge und beobachte, was geschieht.
Das ist wichtig!

Dieser Weg der Beobachtung,
der ist sehr wichtig, Carmen!
Für die nächsten Monate und Jahre.

Ich werde dir diesen Weg nicht kürzen.
Er ist zu schön, um verkürzt zu werden!
Aber ich frage anders.
Und die Frage hast du dir längst beantwortet:
Carmen, wirkt nicht alles,
das wir von Herzen tun?
Ist es nicht so?
Doch, es ist so!

Was wir mit Liebe pflegen –
gedeiht besser.

Was wir mit Freude begrüßen –
entfaltet sich.

Was wir mit Geduld unterstützen –
wird stark.

Was wir verneinen –
verkümmert.

Was wir hassen –
wird mächtig.

Was wir fürchten –
wird groß.

Alles, was wir mit unseren Energien erfüllen,
wird zum Guten oder zum Schlechten stark!
So ist das!
Und so ist es nicht nur bei dir!

Wer wirklich frei beobachtet,
der wird allerdings bemerken,
dass ihr Eins nicht wirken könnt:
Dass die Dinge geschehen, von denen ihr wollt,
dass sie geschehen!

Es gibt einen Lebensplan!
Und den kann alles Wirken
und alles Wollen nicht verändern.
Aber solange ihr das, was ihr mit eurer Energie tut,
innerhalb dieses Planes ist
– sowohl des Lebensplans mit dem Einzelnen
als auch des Planes mit der Schöpfung selbst –
solange geschieht genau das,
was ihr mit Energie auffüllt!

Das ist eine allem Sein inne wohnende Magie,
sie ist immer da!

Sie wirkt,
sie schützt,
sie hütet,
sie nährt!
Sie macht Liebe möglich
und Weiterentwicklung.
Aber sie macht auch Destruktives möglich!

Sie wirkt stets!
Und sie gehört zu den Ursachen,
deren Wirkungen alles, was lebt, zu tragen hat!

Lass dir das,
was ich dir eben gesagt habe,
durch Herz und Verstand gehen.

Deine Energien wirken! 
Und sie wirken umso mächtiger,
je reiner und selbstloser deine Liebe ist!

Sie wirken um so wunderbarer,
je mehr dir klar ist,
dass das,
was du an Gutem, Wahrem und Schönem
für andere Menschen möchtest,
genau das ist,
was Gottes Liebe auch für diesen Menschen möchte.
Dann wirkst du!

Zögerst du,
zweifelst du,
hast du Angst, zu wirken,
dann wird auch diese Energie in dem sein,
was du tust!
Und dann ist Zerrissenheit die Folge.

Wer sich auf den medialen Weg begibt,
begibt sich auf den Weg zu sich selbst!
Und das ist sehr schön!

Dann wollen wir es für heute gut sein lassen,
liebe Carmen.

C. Hm.

E. Freu dich!
Wie ein Kind sich über einen schönen Tag freut.
Freu dich darüber,
dass du wirken kannst
und es weißt im Gegensatz zu Jenen,
die das nicht wissen.

So kannst du dich freuen,
Gutes wirken zu dürfen
und Negatives im Zaum zu halten.
Und das Beides wird dein Leben reich und voll
und satt werden lassen!

Ich wünsche dir nun eine gesegnete Mahlzeit.

C. Danke, Elia.
H. Danke, Elia.