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Elia – Macht und Ohnmacht: Wofür Kali steht.

Wofür Kali steht:
Kali ist die finstere, die dämonische Seite des Urmütterlichen,
das Archaische, das Dunkle.

In der Frau lag Geburt und Tod!
Und irgendwann in der Geschichte der Menschheit
wurden Frauen nicht mehr in der Eigenschaft
der Trägerin beider Pole gesehen!
Sondern es wurde getrennt.
Elia

Zu Gast ist Franziska.

Elia: Stell deine Frage bitte…

F: Was ist es?
Was von der mütterlichen Seite bedrängt mich bis heute?
Das weiß ich nicht, das verstehe ich nicht ganz. 
Ich weiß nur, dass ich eine große Abneigung
gegen diese ganze Familie habe, vor allem gegen die Frauen.

E: Weil ihr Auftrag in keiner Weise
mit deinem Seelenauftrag zusammensteht.

Ihr Anspruch, ihr Auftrag ist es, zu zerstören, zu beherrschen
und letztlich zu vernichten!
Das passt nicht mit deiner Seele.
Dies ist die finstere, die dämonische Seite des Urmütterlichen.

F: Hm, das Archaische, Dunkle…

E: Die Kali!
Jetzt ist die Frage: Wo findest du den Ausgleich?

In eben jener Ur-ur-Großmutter,
die in ihrer schlichten, natürlichen Mütterlichkeit
einen Gegenpol darstellt.

Das finstere Weibliche, die Frau als Bedrohung,
die Frau als Trägerin dämonischer Kräfte:
Das ist etwas sehr, sehr Altes im menschlichen Bewusstsein.
Etwas sehr Verdrehtes!

Den Ursprung im menschlichen Bewusstsein,
den hat die Welt fast vergessen!
In der Frau lag Geburt und Tod!
Und irgend wann in der Geschichte der Menschheit
wurden Frauen nicht mehr in der Eigenschaft
der Trägerin beider Pole gesehen, sondern es wurde getrennt!

Es gab die finsteren, dämonischen Frauen,
die waren für den Tod zuständig!
Und es gab die hellen, guten Frauen,
die waren für das Leben zuständig.

Sag selbst, schau dich um in der Natur: Kann das wahr sein?

F: Nein…

E: Nein. Tod und Geburt bilden einen Zyklus, das Lebensrad.

Das Dunkle gehört zum Hellen!
Die Trennung beider Pole
war ein furchtbarer Abschnitt und Rückschritt
im Bewusstsein der Menschheit.
Diese Trennung hat viele, viele leidvolle Folgen gehabt.

F: Wann war diese Trennung denn?

E: Vor Jahrtausenden: 
Die Trennung von Gut und Böse, von Hell und Dunkel
ist immer noch eine der größten Katastrophen der Menschheit!

Franziska, ich sprach davon,
dass diese Ahnen eine große Angst haben:
Die Angst vor Machtverlust,
wir können es auch auf den Punkt bringen:
Es ist Angst vor Ohnmacht!

Kali steht für eine ungeheure, göttliche Macht, nicht wahr?
Und in welche Position bringt sie die Menschen?
In die der Ohnmacht!
Darum gehört das Ohnmächtig sein
zu den Urängsten des Menschen!

Aber ist hier die Weisheit?
Ohnmacht kann auch eine sehr angenehme Erfahrung sein.
Ohn – Macht bedeutet nämlich
das Loslassen des Machens
und kann zu einer hoch spirituellen Erfahrung werden!

Aber nur unter einer einzigen Voraussetzung:
Die des Vertrauens!
Eines Vertrauens, das keinen Namen hat,
eines Vertrauens, das scheinbar nicht einmal Sinn ergibt:
Ein grundsätzlich tiefes Vertrauen in die Schöpfung selbst!

Ohne Macht:
Ich muss nichts machen!
Es macht.
Wer so denkt, ist weise!

Ich kann nichts machen, es macht.
Wer so denkt, hat Angst!

Wer als Seele unter Macht-Zwang leidet:
Der leidet tief!
Der leidet tiefer, als irgendeine andere seelische Schädigung
Leid verursachen könnte!

Ich sagte vorhin: Niemand ist so weit von Gott entfernt wie jene.
Denn der Ohnmächtige hat nur dann Vertrauen,
wenn er Gott vertraut.
Aus ES wird Gott!
Ich muss nichts machen, Gott macht!
Ich kann nichts machen, Gott macht!

Welches Verhältnis ist das zu Gott hin?
Angst und Wut.

Ohnmacht kann eine segnende Erfahrung sein.
Wenn du arbeitest, machst du! 
Und doch bist du ohnmächtig.
Denn letztlich macht wer?
Gott!

Du initiierst, du lenkst, du analysierst,
aber das Machen liegt in Gottes Hand.

Hier, an dieser Stelle, an DIESER Stelle
bist du in deinem familiären System
eine völlig neue Wurzel!

Deine Ur-ur-Großeltern,
die wussten noch um den Wert der Ohnmacht!
Eine der Lieblingssprüche deiner Ur-ur-Großmutter war: 
Gott lenkt!
Gott lenkt, nicht der Mensch, sondern Gott lenkt!

Das kann nur Derjenige sagen, der Gottes Glanz sieht,
der das Wunderbare sieht im Kleinen wie im Großen! 
Der es schauen kann.

Nichts um euch herum, nichts ist Chaos!
Es scheint euch so, aber wenn ihr genau hinschaut:
Nichts ist Chaos.

Jene Vorfahren, die so große Schuld auf sich geladen haben,
hatten entsetzliche Angst vor einem Chaos!

Du siehst, wie sich zeitlich der Bogen schließt:
Chaos als die Ur-Suppe der Schöpfung!

Chaos und Ohnmacht als die Möglichkeit,
Gottes Liebe wahrzunehmen:
Hier hin wird der Weg jener Seelen gehen! 
Sie werden es zweifellos erkennen, mag der Weg auch lang sein.

Wichtig ist aber dein Mitgefühl mit ihrer Not!
Denn nur so kann es dir gelingen,
für dich in die Einheit zu kommen:
Den Aufträgen der Ahnen hier nicht folgend!
Und die Mitte findend.

Nur so kannst du etwas Neues in diese Welt bringen: 
einen neuen Trieb am alten Baum.
Du bist sozusagen die Rückmutation in die Mitte.

Deine nächste Frage…

F: Da geht es jetzt um das Berufliche bei mir,
da habe ich einige Fragen. 

Ich verstehe die Auswahl der Menschen,
die zu mir in die Praxis kommen, nicht ganz. 
Fast die Hälfte von denen sind welche,
von denen ich nicht weiß, ob ich helfen kann.
Geht es denen um Hilfe?
Was sind das für Menschen, die da kommen?

E: Franziska:
Auch Uta klagte einmal!
Und ich sagte ihr, als sie sehr zornig war: 
Meine Liebe, gesagt ist gesagt. 
Und es ist nicht an dir, zu erfahren!
Wann das Wort, das durch dich wirkte, Früchte trägt.

Du kannst nicht ermessen, wann etwas Früchte trägt.
Mag sein: Du darfst die Früchte schauen,
das ist wunderbar und du brauchst das auch.

Aber es ist genauso wahrscheinlich,
dass du die Früchte niemals sehen wirst! 
Weil sie sich erst in der nächsten Inkarnation
deines Klienten bemerkbar machen werden.

Es ist nicht deine Aufgabe, danach zu schauen,
sondern hier bist du in der Ohn-Macht!
Gott macht!

Etwa Anderes ist es bei eben Jenen,
die dich mutwillig provozieren
oder dir mutwillig eine Haltung entgegenbringen,
die dich in die Beschämung führen soll.

Wenn dir in dem, was dir bei dem Klienten widerfährt,
immer wieder ähnliche Muster begegnen:
Dann ist es für dich ein Anzeiger, dass du hier ein Thema hast,
von dem du noch etwas lernen möchtest!
Was könnte das denn sein in dieser Kombination?

F: Das frage ich mich ja gerade
und komm nicht so recht dahinter…

E: Warum bist du wohl für diese Menschen so attraktiv,
dass sie sich derart – ich nenne es unhöflich –
bei dir zeigen?

F: Bin ich zu wenig wehrhaft?

E. Nein, sondern selbst nicht sicher!

F: Kann man ja auch nicht werden,
wenn dauernd so welche aufschlagen…

E: Ist das so?

F: Ja, das denke ich wohl!
Oder?

E: Das ist die Frage, worauf du den Blick richtest.
Führst du eine Statistik?

F: Nein…

E: Doch! Und zwar keine, die zählt, sondern eine, die wiegt!

Und diese Waage ist nicht in der Mitte!
Sondern dass, was deinen Zweifel nährt, wiegt schwerer! 
Und das, was dein Gefühl der Freude nährt,
wiegt leicht wie eine Feder.

F. Ach ja…

E: Aber nicht du machst, sondern Gott macht!

Aber du bist Ohn-mächtig.
Bei wem sollten sie dann ihren
Unmut lassen und ihre Unwilligkeit?

F: Bei sich und Gott!

E: Ja!
Und wo solltest du ihren Unmut lassen
und ihre Unwilligkeit?

F: Auch bei Gott.

E: Das wäre gut!

F: Ja. Trotzdem wäre es ja ganz schön,
wenn ich mal wieder das Gefühl hätte
– wie so zwischen drin vor längerer Zeit –
dass ich tatsächlich auch was bewirke! 
Mir fehlt das im Moment.
Ich sehe so wenig Ergebnisse.

E: Du könntest für Ergebnisse selber sorgen,
indem du sie danach fragst!

Darüber kannst du dich mit Uta unterhalten! 
Es gibt Systeme, die das tun.

F: Okay!